Robert J. Tuttle

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Robert J. Tuttle stellt wesentliche Lehrmeinungen der Naturwissenschaften infrage und befasst sich am Rand seiner Studien auch mit dem Atlantis-Problem.

(red) Robert J. Tuttle (Abb. 1) ist ein heute pensionierter US-amerikanischer Physiker und Nuklear-Ingenieur. Nach seiner Ausbildung am California Institute of Technology arbeitete er 41 Jahre lang schwerpunktmäßig in den Bereichen Nuklear-Reaktoren und Strahlungs-Effekte. Während dieser Zeit publizierte er in diversen Fachzeitschriften Artikel und Diskussionsbeiträge zur Arbeit von Kernreaktoren, Nuklear-Physik, den Auswirkungen radioaktiver Strahlung und zur Interpretation experimenteller Messwerte.

Auf seinen fachlichen Kernkompetenzen aufbauend, veröffentlichte Tuttle im Jahr 2012 sein provokatives Werk "The Fourth Source" (Abb. 2) [1], in dem er wesentliche, für die Interpretation der Erd- und Menschheitsgeschichte relevante, naturwissenschaftliche Lehrmeinungen und Standardmodelle infrage stellt. Über den Inhalt dieser immerhin 580 Seiten starken Abhandlung heißt es in einem Verlagstext:

"Dieses Buch beschreibt, wie die Auswirkungen natürlicher Kernreaktoren die Erde, das Sonnensystem, das Universum und die Geschichte des Lebens, wie wir es kennen, geformt haben. Es konzentriert sich auf beobachtete Effekte, die durch unsere Standardtheorien schlecht erklärt werden, identifiziert bestimmte Fehler in diesen Theorien und zeigt, wie diese Effekte durch natürliche Kernspaltungsreaktoren verursacht werden. Die Theorie der Plattentektonik ist falsch, und es wird gezeigt, dass die Ausdehnung der Erde die Kontinentalverschiebung verursacht. Ein physikalisch vernünftiger Mechanismus wird für die Erweiterung vorgeschlagen und Beobachtungsdaten werden präsentiert, um zu zeigen, dass dies sich ereignet. Die Evolution wird als unterbrochenes Gleichgewicht erklärt, wobei Mutationen durch plötzliche Strahlungsstöße verursacht werden [2], und verwandte Lebensformen, die bisher als separate Spezies interpretiert wurden, tatsächlich das Ergebnis einer Strahlenschädigung sind. Diese Sichtweise ist besonders probat, wenn sie auf den Menschen angewendet wird.

Abb. 2 Das Frontcover von R. J. Tuttles Werk "The Fourth Source" aus dem Jahr 2012

Die Befähigung der Dinosaurier, so groß zu werden, erklärt sich auf Grundlage der Erdexpansion und einer massiveren Atmosphäre, mittels derer eine [höhere] Auftriebskraft und eine effektive Sauerstoff-Ausdünstung erreicht wurde. Diese Effekte erklären auch, wie Pterodactylen und altertünliche Vögel fliegen konnten. Die Expansion, welche durch Impakte am Ende der Kreidezeit verursacht wurde, ließ die Atmosphäre dünner werden und die Dinosaurier brachen zusammen. Die Analyse von geologischen und biologischen Daten unterstützt dies.

Die astronomische Entfernungsskala ist falsch, was auf dem Missverständnis beruht, dass die trigonometrische Parallaxe eine absolute Messung sei. Sie ist es nicht, und die Methode wird von einer überwältigenden Anzahl von Asteroidenfragmenten, die sich als Sterne tarnen, irregeführt. Die Messungen eines sich erweiternden Universums sind fehlerhaft, und ein expandierendes Universum wird bei einer alternativen Interpretation der Einstein'schen Gleichungen nicht benötigt. Diese Interpretation basiert auf der sich bekanntlich ergebenden paritätischen Entstehung [orig.: "equal creation"; d.Ü.] von Materie und Antimaterie. Spiralgalaxien sind keine gewaltigen Inseluniversen von Sternen, wie wir gedacht haben, sondern es wird gezeigt, dass sie zerstreute Felder aus Trümmern von entfernten, durch Kernspaltung detonierten Planeten sind. [3] Das Universum besteht nicht zu 96% aus Dunkler Materie und Dunkler Energie, sondern ist stattdessen sehr banal. Zahlreiche Beweise und Referenzen bieten Unterstützung für alle diese Interpretationen. Dieses Buch eröffnet neue Forschungsmöglichkeiten, indem es einige grundlegende Fehler in unseren Konzepten der Erde, des Lebens und des Universums korrigiert." [4]

Dass Tuttle sich in diesem Buch auch mit Platons Atlantis befasst, dürfte keineswegs eine Selbstverständlichkeit sein, wozu der irische Atlantologie-Enzyklopädist Tony O’Connell bemerkt: "Überraschenderweise geht er auch die Atlantisfrage an (S. 301), wobei er die Möglichkeit nahelegt, dass die Balearischen Inseln im Westen des Mittelmeers, als die Meeresspiegel niedriger lagen, ausgedehnter als heute und möglicherweise die Heimstätte von Atlantis waren. Er widerspricht Bury und Lee, die [in ihren Übersetzungen des Atlantisberichts; d.Ü.] vom »Atlantischen Ozean« sprechen, während er behauptet, dass es hier »Meer von Atlantis« heißen müsse, und die Säulen des Herakles lokalisiert er irgendwo zwischen Tunesien, Sizilien und der Stiefelspitze Italiens." [5]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Robert J. Tuttle, "The Fourth Source: Effects of Natural Nuclear Reactors",Universal Publishers, 2012
  2. Red. Anmerkung: Vergl. dazu bei Atlantisforschung.de auch: Ferdinand Speidel, "Erdkatastrophen - Auslöser der Evolution? - Biogenetische Veränderungen durch die Tunguska-Explosion"
  3. Red. Anmerkung: Zur Theorie der 'exploding planets' siehe bei Atlantisforschung.de auch: "Tom van Flandern", unter Außenseiterische Forschung, Abschnitt: "Explodierende Planeten" (red)
  4. Quelle: o.A., "The Fourth Source: Effects of Natural Nuclear Reactors by Robert J. Tuttle", bei Universal Publishers (abgerufen: 10. Oktober 2017; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  5. Quelle: Tony O’Connell, "Tuttle, Robert J.", 27. November 2015, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 10. Oktober 2017; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quellen:

1) Sydex.net Free People Search, unter: Robert J. Tuttle
2) Universal Publishers / Bild-Archiv Atlantisforschung.de