Sintflut, Katastrophen und verstecktes Geheimwissen in den Pyramiden von Giseh

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Cayce Readings und arabische Überlieferungen

(rmh) Weitgehend unbeachtet und von der Fachwelt abgelehnt, existiert eine Zusammenstellung aus dem Mittelalter, die sich mit den ägyptischen Pyramiden - vorzüglich jenen von Gizeh - beschäftigt. Diese Schrift wurde vom arabischen Historiker Al-Makrizi zusammengestellt, der die Aussagen verschiedener Autoren in seine Schrift aufnahm. Diese Schrift ist der Hitat. So berichtet Al-Makrizi unter Bezugnahme auf den Lehrer Ibrahim b. Wasif Sah al Katib und dessen Werk Nachrichten von Ägypten und seinen Wundern über Saurid, den Sohn des Sahluk:

Abb. 1 Viele Aussagen in Edgar Cayces Readings über den Ursprung der Pyramiden stimmen mit alten, arabischen Überlieferungen überein. Hat er dort 'abgekupfert?'

Er war der Erbauer der beiden großen Pyramiden bei Mir, die man dem Saddad b. Ad zuschreibt; die Kopten bestreiten aber im Hinblick auf die Macht ihrer Zauberei, dass die ‚Aditen’ in ihr Land eingedrungen seien. - Die Ursache der Erbauung der beiden Pyramiden war, dass 300 Jahre vor der Sintflut Saurid folgenden Traum hatte: Die Erde kehrte sich mit ihren Bewohnern um, die Menschen flüchteten in blinder Hast; und die Sterne fielen herab, und einer (sc. Stern) stieß gegen den anderen unter grauenhaftem Krachen.[1]

Wenn man sich den gesamten Hitat ansieht, so fällt auf, dass häufig (aber nicht immer) diese beiden Namen - Saurid und Saddad - im Zusammenhang mit den beiden großen Pyramiden genannt werden, die wohl mit der so genannten Cheops- bzw. Chephren-Pyramide identisch sind. Saurid wird an manchen Stellen mit Hermes gleichgesetzt, und manchmal werden die beiden getrennt, doch in engem Zusammenhang zu einander, genannt. Das „Herabfallen von Sternen“ erinnert an die Offenbarung des Johannes. Dort heißt es in Kap 8 V. 10:

Und der dritte Engel posaunte; und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme und über die Wasserbrunnen.“ [2]

Sollte man hier an den Einschlag eines astronomischen Körpers denken? Ein Körper, der sich (nach der Aussage des Hitat) in mehrere kleine Teile aufspaltete? Und schwingen auch in der Bibel noch Urerinnerungen mit? Die Wendung „Die Erde kehrte sich um“ lässt auf eine gewaltige Katastrophe schließen. War auch die Sintflut, die ja auch in dieser Hitat-Passage sowie in der Bibel erwähnt wird, eine Folge dieser Katastrophe? Und wer sind die Aditen, dieses geheimnisvolle Volk, über das sich die Autoren der in den Hitat aufgenommenen Quellen, streiten, ob sie in Ägypten eingedrungen sind oder nicht? Im Koran wird dieses Volk „Ad“ mehrfach erwähnt. So lesen wir in der 11. Sure:

Und zu Ad (sandten Wir) ihren Bruder Hud. Er sprach: O mein Volk, dienet Allah; ihr habt keinen anderen Gott als Ihn. Ihr seid nichts als Erdlichter. O mein Volk, ich verlange dafür keinen Lohn von euch; sieh mein Lohn ist bei dem, der mich erschuf. Begreift Ihr das denn nicht? Und, o mein Volk, bitte euern Herrn um Verzeihung für euch; alsdann bekehrte euch zu Ihm. Niedersenden wird Er auf euch den Himmel in Regengüssen. Und wird eure Kraft mehren mit Kraft und wenden euch nicht ab in Sünden.’ Sie sprachen: ,O Hud, nicht kamst du mit einem deutlichen Zeichen zu uns, und wir wollen unsre Götter nicht auf dein Wort verlassen, und wir glauben dir nicht. Wir können nur sagen, dass dich einer unserer Götter mit einem Übel heimgesucht hat.’"

Er sprach: ,Siehe ich nehme Allah zu und bezeuget es selber, dass ich nichts zu schaffen habe mit den Götzen, die ihr neben ihn setztet. So planet wider mich allzumal; alsdann wartet nicht. Siehe, ich vertraue auf Allah, meinen Herrn und euren Herrn. Kein Tier auf Erden, das er nicht an seiner Stirnlocke hielte. Siehe, mein Herr ist auf rechtem Wege. Und wenn ihr den Rücken kehrt, so habe ich euch (die Botschaft) überbracht, mit der ich zu euch entsandt ward, und nachfolgen lassen wird euch mein Herr ein ander Volk; und ihr könnt ihm nichts schaden; siehe, mein Herr gibt acht auf alle Dinge. Und als Unser Befehl kam, erretteten Wir Hud und diejenigen, die mit ihm glaubten, durch Unsere Barmherzigkeit; und Wir erretteten sie von harter Strafe, Und jene Ad verleugneten die Zeichen ihres Herrn und rebellierten wider seine Gesandten und folgten dem Befehl eines jeden widerspenstigen Gewaltigen. Und es folgte ihnen in dieser Welt Fluch; und am Tag der Auferstehung (wird zu ihnen gesprochen): ,Ist’ s nicht, dass Ad seinen Herrn verleugnete? Ist’ s nicht (dass gesprochen ward:) ,Fort mit Ad, dem Volke Huds.’?“ [3]

Abb. 2 Im 'Hitat' des Al-Makrizi wird vermutlich eine Impaktkatastrophe beschrieben.

Hier wurde sicherlich Bezug auf die biblische Sintflutgeschichte und wohl auch auf ältere Schriften (Gilgamesch-Epos?) genommen, doch interessant ist die Erwähnung des Volkes „Ad“, das um seines Unglaubens Willen vernichtet wurde. Von einem solchen Volk erzählt uns weder die Bibel noch der Gilgamesch-Epos etwas. Wir finden diese Erwähnung nur im arabischen Raum. Ein ganzes Volk, das durch die Sintflut vernichtet wurde - denkt man da nicht unwillkürlich an das legendäre Atlantis, dessen Untergang häufig mit einem Meteoriteneinsturz und der Sintflut in Verbindung gebracht wird? [4]

An anderer Stelle des Hitat wird auf die Katastrophe näher eingegangen. Als Autor der nachfolgenden Stellen ist Kadi Abu Abdullah Muhammad b. Salama al Kudaid benannt. Der wiederum beruft sich auf eine Papyrusrolle, die man im Kloster Abu Hirmis [5] gefunden haben will. Sie soll auf der Brust eines Toten in Leichentüchern gelegen haben. Die Schrift war in einem alten Koptisch abgefasst. Ein Mönch soll die Schrift übersetzt haben und teilte den Findern mit, dass sie im ersten Jahr der Regierung Kaiser Diokletians geschrieben worden sei. „Wir haben sie von einer Schrift abschreiben lassen, die im ersten Jahre der Regierung des Kaisers Philippus abgeschrieben wurde, und Philippus hat sie von einem goldenen Blatte abschreiben lassen, in dessen Schrift jeder Buchstabe einzeln für sich stand“, heißt es weiter. Diese urälteste Schrift soll von zwei koptischen Brüdern gedeutet worden sein, die vom einem zu den ältesten Bewohnern Ägyptens gehörenden Mann abstammten. Weiter heißt es:

Abb. 3 Die biblische Sintflutlegende, in der ein Patriarch namens Noah die Katastrophe in einer Arche überlebt, basiert vermutlich auf historischen Ereignissen.

Keiner außer von den Ägyptern [einer] entging der Sintflut, und er nur deshalb, weil er sich zu Noah - über ihm sei Heil! - begab und auf ihn vertraute, während sich sonst keiner seiner Landsleute zu ihm begab. Noah nahm ihn in der Arche mit; und als das Wasser der Sintflut sich verlaufen hatte, begab er sich in Begleitung mehrere Söhne Hams, des Sohnes Noahs nach Ägypten und lebte dort bis zu seinem Tode. Seine Kinder aber erbten die Kenntnis der ältesten Schrift der Ägypter und wir haben sie in ununterbrochener Folge von ihm ererbt. Ihr Alter betrug, da Philippus sie abschreiben ließ, 1372 Jahre. Derjenige, der sie auf das goldene Blatt abschrieb, hatte nach dem, was Philippus fand, die Schrift dort [in lauter einzelne stehende Buchstaben] zerteilt [?]. Ihr Alter belief sich, da er sie abschrieb, auf 1785 Jahre. Der Inhalt der Abschrift lautete:

Wir betrachten, was die Sterne angekündigten und sahen, dass ein Unheil vom Himmel herabkommen und aus der Erde hervordringen werde; und als uns klar geworden war, dass das Ereignis eintreten werde, schauten wir nach, was es sei, und fanden, dass es eine Wasserflut sei, die über die Erde und alles Lebendige und alle Pflanzen auf ihr Verderben bringen werde. Als wir nun zu der sicheren Erkenntnis gelangt waren, sprachen wir zu unserm Könige Saurid b. Sahluk: Lass ,afrautanat’ (?) und ein Grab für Dich und ein Grab für Deine Angehörigen bauen!“ Darauf wurde für sie die östliche Pyramide gebaut, für seinen Bruder Hugib die westlichem und für den Sohn des Hugib die „mit Mauerbekleidung versehene“ Pyramide. Auch wurde „afrutaanat“ (?) im unteren und oberen Ägypten gebaut. Dann verzeichneten wir auf ihren Wänden die Kunde von den Geheimnissen der Gestirne und den Ursachen ihrer Veränderungen, sowie von den Fertigkeiten, der Geometrie und der Medizin, und anderem derart, was nützt und schadet, der Quintessen nach, klar für den, der unsere Sprache und Schrift kennt.

Diese Katastrophe wird die ganze Welt treffen. Das wird geschehen beim Eintritt des Herzens des Löwen in die erste Minute des Hauptes des Krebses. Die Sterne werden, wenn es dort eintritt, an folgenden Punkten des Himmels stehen: Die Sonne und der Mond in der ersten Minute des Hauptes des Widders, Saturn auf 1028 im Widder, Jupiter in den Fischen auf 29028', Mars in den Fischen auf 2903', Venus in den Fischen auf 280 und einigen Minuten, Merkur in den Fischen auf 270 und einigen Minuten und al-Gauhaza in der Waage. Das Apogäum des Mondes wird im Löwen auf 50 und einigen Minuten liegen.

Darauf schauten wir nach, ob nach diesem Unheil noch ein Ereignis kommen werde, das Unglück über die Welt bringen, und wir erkannten aus den Sternen, dass eine Katastrophe vom Himmel auf die Erde herabkommen, und dass es das Gegenteil der ersten Katastrophe sein werde, und zwar ein Feuer, das die ganze Welt verbrennen würde. Als wir darauf nachschauten, wann sich dies verderbliche Ereignis begeben werden sahen wir; es wird stattfinden, wenn das Herz des Löwen in die letzte Minute des 15. Grades des Löwen eintritt. Und es wird die Sonne mit ihm in einer Minute stehen, „verbunden“ mit Saturn, um der um 1200 entfernt im Schützen steht: Jupiter wird im Anfang des Löwen stehen, am Ende seines „ihitrak“, und mit ihm Mars, auf 10. Der Mond wird im Wassermann, der Sonne gegenüber, stehen, zusammen mit ad-Danab auf 220 und es wird eine gewaltige Verfinsterung der Sonne stattfinden...... Merkur wird in seiner größten Entfernung vor ihr stehen...... Was Venus anbelangt, so wird sie rechtsläufig, was Merkur anbelangt, so wird er rückläufig sein.

Weiter wird berichtet, dass alles Lebendige auf der Erde dann der Vernichtung anheim fallen würde, wenn „das Herz des Löwen 2/3 seiner Umläufe" (?) durchlaufen haben würde. Dann würden sie die "Verbände des Himmelsgewölbes auflösen und auf die Erde herabstürzen." Dies sei am zweiten Tag, nachdem sich das Himmelsgewölbe zuerst bewegt haben soll, der Fall. Mit diesen Aussagen soll die Papyrusrolle geendet haben, und weiter heißt es noch im Text, dass der König, Hugib und Karuras, der Sohn des Hugib nach deren Tod in den o. g. Pyramiden bestattet worden seien. [6]

Hat man es mit dieser Stelle mit einer abenteuerlichen Räuberpistole oder einem auf Tatsachen beruhenden Bericht zu tun - einer Legende mit einem wahren Kern? An dieser Stelle beeindruckt die genaue Beschreibung der Gestirne. Wurden hier einfach Zahlen eingegeben, um einer erfundenen Geschichte Beweiskraft zu verleihen? Doch warum heißt es an machen Stellen lapidar „und einigen Minuten“, während an anderer Stelle dieses genau angegeben werden? Ging man so raffiniert vor, um den Bericht glaubwürdig zu machen? Würde man, wenn man ein Märchen erfindet, so vorgehen? Oder ist es nicht wahrscheinlicher, dass wir es hier mit altem Wissen zu tun haben.? Gab es die Sintflut, von der zahlreiche Erzählungen künden, tatsächlich? Sind darüber hinaus Katastrophen wie Meteoreinschläge die Norm auf unserem Planeten? „Ein Feuer, das die ganze Welt verbrennen würde“ klingt nach dem Weltenbrand, der nach einigem gewaltigen Meteoriteneinschlag auftreten würde. Die Beschreibung ist nicht übertrieben.

Die Autorin Murry Hope schreibt:

Da die Evolution selten, falls überhaupt, jemals stillsteht, kann das Zeitalter des Löwen sehr gut eine Verschiebung in Richtung Patriarchat gebracht haben, zumindest aber eine Gleichstellung der Gottgestalten und der menschlichen Geschlechter. Der Löwe ist als Zeichen der Könige bekannt, daher verwundert es nicht, wenn Plato uns eine so lebendige Beschreibung der Königlichen Periode von Atlantis geben kann, die offensichtlich bis weit ins Zeitalter des Krebses hinein andauerte, ebenso wie viele Menschen sich heute noch hartnäckig an die langsam abnehmenden Reste des Fische-Einflusses klammern.

Viele Forscher sind der Meinung, dass große Katastrophen unweigerlich am Ende der Sternzeichen-Zeitalter erfolgen; die letzte, die eine größere Verschiebung der Achsenrotation unseres Planeten bewirkte geschah gegen Ende des Krebszeitalters und war für die große Flut verantwortlich, Da das Zeichen des Krebses vom Mond beherrscht wird, ist die Beteiligung dieses Himmelskörpers offensichtlich…![7]

Wir leben heute (etwa) am Beginn des Wassermann-Zeitalters. Zuvor stand die Sonne im Zeichen der Fische, wo sie etwa zwei tausend Jahre verblieb. Wenn wir zurückrechnen, können wir das Krebszeitalter grob (!) auf die Zeit 8000 - 10000 und das Löwe-Zeitalter auf 10000 bis 12000 v. Chr. Ansetzten.

Abb. 4 Das Alte Testament übernahm offenbar in weiten Teilen die Sintflutlegenden aus dem 'Gilgamesch-Epos' der Sumerer (hier die Tafel 11) - der Hitat scheint auch aus anderen Quellen geschöpft zu haben.

Der Atlantis-Forscher Otto Muck vermutete, dass ein Asteroid, der indirekt für den Untergang von Atlantis und die Sintflut verantwortlich war, am 5. Juni -8498 im Atlantik einschlug - an diesem Tag bestand eine unheilvolle Konjunktion am Himmel: Mond (!), Venus und Erde standen von der Sonne aus gesehen, in einer Reihe und hätten somit durch die sich summierenden Anziehungskräfte einen sich der Erde nähernden Asteroiden noch näher an die Erde heran gekrümmt. [8]

Man könnte die Stelle aus dem Hitat auch so verstehen, dass das Geschehen in der Zeit zwischen dem Löwen- und dem Krebszeitalter stattfand. Tatsächlich wurde der amerikanische Heiler und Seher Edgar Cayce nach dem Zeitalter der Erbauung der großen Pyramiden gefragt und tatsächlich kam er auf eine Zeit, die für uns überraschend, aber mit dem Übergang vom Löwen ins Krebs-Zeitalter identisch ist. Cayce schloss einem seiner Lebensreadings [9], dass Atlantis in drei Schüben unterging, wobei die letzten Inseln um 10000 v. Chr. versanken. [10] Dies passt genau zum Übergang vom Löwen zum Krebs-Zeitalter. Cayce wusste auch über die Erbauung der Pyramiden zu berichten, wie wir aus den nachfolgend geschilderten Reading-Auszügen erfahren:

„Frage 5: Wann wurde der Bau der Großen Pyramide wirklich begonnen und beendet?

Antwort 5: Der Bau dauerte 100 Jahre, er wurde zur Herrschaftszeit von Araaraarts Zeit zusammen mit Hermes und Ra begonnen und vollendet.[11]

"Frage 6: Und wann war das bezogen auf unsere Zeitrechnung?“

„Antwort 6: 10.490 bis 10.390, bevor der Prinz des Friedens nach Ägypten kam.“ [12] Nr.281/43,8. November 1939: „Dann mit Hermes und Ra… begann der Bau der heute so genannten Pyramide von Gizeh.[13]

Edgar Cayces Sohn Edgar Evans Cayce schreibt zusammen mit seinen Co-Autoren übrigens: „Die alten arabischen Historiker sagen, dass Hermes zusammen mit Ra die Große Pyramide erbaut hat.[14]. Leider macht er keine weiteren Angaben und nennt keine Quelle. Nach den Cayce-Readings jedenfalls wurden die Pyramiden relativ kurzfristig vor der Sintflut erbaut. Der Hitat bietet eine interessante Parallelstelle. Al-Makrizi schreibt:

Es gibt Leute, die sagen: Der erste Hermes, welcher der ,dreifache’ in seiner Eigenschaft als Prophet, König und Weiser genannt wurde (er ist es, den die Hebräer Henoch, den Sohn des Jared, des Sohnes des Mahalalel des Sohnes des Kenan, des Sohnes des Enos, des Sohnes Seths, des Sohnes Adams - über ihm sei Heil - nennen, und das ist Idris), der las in den Sternen, dass die Sintflut kommen werde. Da ließ er die Pyramiden bauen und in ihnen Schätze, gelehrte Schriften und alles, worum er sich sorgte, dass es verloren gehen und verschwinden könnte, bergen, um die Dinge zu schützen und wohl zu bewahren.

Es heißt, der Erbauer der Pyramiden sei ein König mit Namen Saurid b. Sahluk b. Sarjak gewesen, der während andere behaupten, die beiden Pyramiden, die al-Fustat gegenüber liegen, habe Saddad b. Ad infolge eines Traumgesichts erbaut. Die Kopten aber bestreiten das Eindringen der Amalekiter in Ägypten und glauben fest daran, dass Saurid die Pyramiden erbaut hat, weil er träumte, eine Katastrophe war die Sintflut. Sie sagen, er habe die beiden Pyramiden in einem Zeitraum von 6 Monaten erbaut, sie mit Brokat bekleidet und auf ihnen folgende Inschrift angebracht: ,Wir haben die beiden in einem Zeitraum von 6 Monaten erbaut, sie mit farbigem Brokat bekleidet und auf ihnen folgende Inschrift angebracht: ,Wir haben die beiden in 6 Monaten erbaut. Sage dem, der nach uns kommt, er möge sie in 600 Jahren zerstören, und Zerstören ist leichter als Bauen. Auch haben wir die beiden mit farbigem Brokat bekleidet; möge er sich mit Matten bekleiden! Und Matten sind geringwertiger als Brokat’….[15]

In diesem Text wird der Versuch unternommen, die Aditen mit dem Amalekitern gleichzusetzen, die allerdings erst zur Zeit des biblischen König Davids auftraten. Weiter fällt auf, dass Hermes sowohl hier als auch bei Cayce, Saurid (hier getrennt von Hermes genannt) nur hier und „Ra“ nur bei Cayce auftaucht. Sollte Cayce aus dem Hitat abgekupfert haben, ist diese Diskrepanz nur schwer nachzuvollziehen. Dazu kommt, dass Cayce sich im Wachzustand nicht für derartige Themen interessierte. Außerdem gibt es zahlreiche Äußerungen, die Cayce in diesem Zusammenhang machte und die nicht im Hitat stehen. Bezüglich der Bauzeit der Großen Pyramide gibt es sogar einen gewaltigen Widerspruch zwischen Al-Makritzi und Cayce. Interessant ist auf jeden Fall, dass diese Stelle den Erbauer der drei großen Pyramiden mit dem biblischen Henoch und dem arabischen Idris gleichsetzt.

Bevor wir auf die versteckten Schätze zurückkommen, die auch an einer anderen Stelle des Hitat geschildert werden, müssen wir kurz einen Blick auf die Frage werfen, ob nicht feststeht, dass die großen Pyramiden von Gizeh in der 4. Dynastie (also um 2500 v. Chr.) von den Pharaonen Cheops und Chefren erbaut wurden, wie wir es in der gängigen Literatur immer wieder lesen.

Grundsätzlich gilt, dass die „Cheops-“ und die „Chefren“-Pyramide keinerlei Inschriften tragen. Zuschreibungen erfolgten überwiegend auf der Basis der umliegenden Pyramidenkomplexe. [16] Bei der „Cheops-Pyramide“ (über Cheops selbst weiß man nur wenig) gibt es eine Ausnahme: In einigen Entlastungskammern oberhalb der Königskammer (in der selbst keine Inschriften gefunden wurden) wurden Steinmetzzeichen und eine Kartusche gefunden, in denen der Name „Chufu“ (ein anderer Name für Cheops) geschrieben steht. [17] Dies scheint für Cheops bzw. Khufu (Chufu) als den Erbauer der Pyramide zu sprechen. Andererseits: Wenn wir davon ausgehen, dass die Pyramide tatsächlich vor der Sintflut erbaut wurde, müssen wir von einer starken Verwitterung ausgehen. Möglicherweise hat man in der 4. Dynastie Blöcke aus der Umgebung, die mit dem Namen „Chufu“ versehen waren, zu den notwendigen Ausbesserungsarbeitungen verwendet.

Was die Kammern der Sphinx betrifft, die auch von Chephren (Chafre) erbaut worden sein soll, liegt eine Untersuchung des Geologen Dr. Robert M. Schoch aus dem Jahr 1993 vor, die die Sphinx aufgrund von Wassererosionen auf ein Alter von etwa 5000 bis 7000 v. Chr. schätzt. [18] Der freie Ägyptologe John Anthony West geht sogar von 10 000 v. Chr. aus. [19] Vielfach wurden Versuche unternommen, die Expertise Schochs in Zweifel zu ziehen [20], doch Schoch und West haben gute Argumente, um Schochs These zu stützen. [21]

Nun kommen wir auf den Hitat-Text zurück, eingangs zitiert wurde. Wenn wir hier weiter lesen, erfahren wir, dass Saurid ob seines Traumes mit Kummer erfüllt wurde. Niemandem erzählte er seinen Traum, doch er wusste, dass der Welt etwas Bedeutungsvolles zustoßen würde. Und wenige Tage später hatte er einen zweiten Traum: „Die Fixsterne stießen in der Gestalt weißer Vögel zur Erde nieder, entführten die Menschen und schleuderten sie zwischen zwei große Berge; die beiden Berge deckten sich über sie und die leuchtenden Sterne wurden finster und dunkel.[22]

Abb. 5 Pharao Cheops (hier mit den Göttinnen Hathor und Isis dargestellt) war vermutlich nur der Restaurator, aber nicht der Erbauer der nach ihm benannten Pyramide.

Jetzt beschloss sich König Saurid, die Obersten seiner Wahrsager zu versammeln, denen er seine Träume erzählte. Auch sie waren der Meinung, dass ein bedeutungsvolles Ereignis vor der Tür stünde. Nun berichtet Philemon, der Oberste der Wahrsager von einem eigenen Traum:

Ich saß mit dem Könige mitten auf dem Turm, der zu Amsus steht. Da senkte sich das Himmelsgewölbe herab, bis er unsern Köpfen nahe kam und sich über uns befand, wie wenn uns eine Kuppel umschlösse. Der König hob seine Hände zum Himmel empor, die Sterne aber hatten sich in mannigfaltigen und verschiedenartigen Gestalten auf uns gestürzt. Und es flohen die Leute voll Schrecken nach dem Schloss des Königs, ihn um Hilfe bittend; und er erhob seine Hände bis zur Höhe seines Hauptes und befahl mit ein Gleiches zu tun. Wir waren in gewaltiger Flucht befangen, da plötzlich sahen wir den Himmel an einer Stelle sich öffnen, ein strahlendes Licht trat hervor, und die Sonne ging über uns auf. Da flehten wir zu ihr um Hilfe, und sie sprach zu uns: ,Das Himmelsgewölbe wird an seinen alten Ort zurückkehren!’ [23]

Philemon schildert einen weiteren Traum: „Die Stadt Amsus kehrte sich mit ihren Bewohnern um, wobei die Götzenbilder auf ihre Köpfe fielen, und Männer stiegen vom Himmel herab, die eiserne Keulen in den Händen trugen und damit auf die Menschen einhieben. Als ich sie fragte: Warum tut ihr solches mit den Menschen?’, antworteten sie: ,Weil sie nicht an ihren Gott geglaubt haben?’. Da fragte ich: , So ist gar keine Rettung für sie geblieben?’, worauf sie erwiderten; , Doch; wenn einer gerettet werden will, so möge er sich an den Herrn des Schiffes halten!’.[24]

Nun forderte der König offensichtlich astrologische (oder astronomische [?]) Berechnungen an, denn es heißt; „Nehmet die Höhe der Sterne und sehet, ob etwas Neues sich begeben wird!“ Sie kamen nun zu dem Resultat, „dass eine Sintflut kommen würde und danach ein Feuer, das aus dem Sternbild des Löwen hervorkommen würde, um die Erde zu verbrennen.

Der König war besorgt. Würden dieses Katastrophen auch sein Land betreffen? Die Wahrsager bejahten. Der größte Teil des Landes würde von der Sintflut heimgesucht und später von einer Dürre betroffen sein. Werden hier Impaktfolgen beschrieben? Das Land würde aber wieder blühen, ein fremder König von der Gegend der Nilquellen (diese Übersetzung scheint nicht sicher) würde ins Land eindringen.

Da befahl er [der König], die Pyramiden zu bauen und Kanäle für sie (?) herzustellen, durch die der Nil selbst zu einem bestimmten Ort gelangen und dann nach gewissen Punkten im Westlande und in Oberägypten fließen sollte; auch füllte er sie an mit Talismanen, Wundern, Schätzen, Götzenbildern und mit den Leichnamen ihrer Könige, und nach seinem Befehl an die Wahrsager verzeichneten diese darauf alles, was die Weisen gesagt hatten; es wurden an den Pyramiden und an ihren Decken, Wänden und Säulen alle Geheimwissenschaften, die die Ägypter für sich in Anspruch nehmen, aufgezeichnet und die Bilder aller Gestirne darangemalt, auch wurden die Namen der Heilmittel verzeichnet, sowie deren Nutzen und Schaden, dazu die Wissenschaft der Talismane, die der Arithmetik und der Geometrie und überhaupt ihre sämtlichen Wissenschaften, deutbar für den, der ihre Schrift und Sprache kennt.[25]

Im weiteren Verlauf wird der Bau der Pyramiden beschrieben und danach heißt es:

"Daraufhin ließ er [der König] in der westlichen Pyramide 30 Schatzkammern aus farbigem Granit anlegen; die wurden angefüllt mit reichen Schätzen, mit Geräten und Bildsäulen aus kostbaren Edelsteinen, mit Geräten aus vortrefflichem Eisen, wie Waffen, die nicht rosten, mit Glas, das sich zusammenfalten lässt, ohne zu zerbrechen, mit seltsamen Talismanen, mit den verschiedenen Arten der einfachen und der zusammengesetzten Heilmittel und mit tödlichen Giften. In der östlichen Pyramide ließ er die verschiedenen Himmelsgewölbe und die Planeten darstellen sowie an Bildern anfertigen, was seine Vorfahren hatten schaffen lassen; dazu kam Weihrauch, den man den Sternen opferte, und Bücher über diese. Auch findet man dort die Fixsterne und das, was sich in ihren Perioden von Zeit zu Zeit begibt, und die im Hinblick auf sie eingeführten Epochen dargestellt, sowie die Ereignisse der Vergangenheit, die Zeiten, zu denen man die zukünftigen Geschehnisse erwartet und alle ägyptischen Herrscher bis ans Ende der Zeiten.

Außerdem ließ er dort Gefäße ausstellen, in denen sich Arzneitränke und ähnliches derart befand. In die farbige Pyramide endlich ließ er die Leichname der Wahrsager in Särgen aus schwarzem Granit bringen; neben jedem Wahrsager lag ein Buch, in dem seine wunderbaren Künste und Werke, sein Lebenslauf, was er zu seiner Zeit verrichtet hatte, und was vom Anfang bis zum Ende der Zeiten und war und sein wird, beschrieben war. […] Auch gab es keine Wissenschaft, die er nicht niederschreiben und aufzeichnen ließ. Außerdem ließ er dorthin die Schätze der Gestirne, die diesem als Geschenke dargebracht worden waren, so wie die Schätze der Weissager schaffen, und diese bildeten eine gewaltige und unzählige Menge.[26]

Weiter wird noch beschrieben, dass der König Hüter der Pyramiden einsetzte und „durch körperlose Geister den Zutritt zu den Pyramiden verwehrte.“ Sicher finden wir in dieser Geschichte eine Reihe von Übertreibungen. Interessant ist jedoch der Hinweis auf die Wissenschaft der Ägypter und das „Glas, das sich zusammenfalten lässt, ohne zu zerbrechen.“ (Etwas in der Art von Plastikfolie?)

Interessant ist zudem der Hinweise auf das verborgene und vermutlich verloren gegangene Wissen, das in diesen Pyramiden versteckt sein soll. Es gibt weitere Überlieferungen, die auf Saurid und die versteckte Wissenskammer hinweisen. Der Historiker des Mittelalters Akbar al-Masudi berichtet von einem König namens Surid, der zwei große Pyramiden bauen ließ und den Priestern befahl, darin schriftliche Hinweise ihrer Weisheit, Technik, Künsten von Wissenschaften niederzulegen, damit sie späteren, die die Schriften verstünden, zum Wohle seien. In den Pyramiden seien zudem Positionen und Zyklen der Gestirne niedergelegt, zusammen mit Listen der historischen Ereignissen und der Voraussagen für die Zukunft. [27]

Hier scheint es sich um die gleiche Quelle zu handeln wie im Text aus dem Hitat. Der (leicht) veränderte Name scheint der einzige Unterschied zu sein. Auch hier finden wir wieder eine Parallele bei Edgar Cayce. Dessen Anhänger suchen seit Jahrzehnten nach der geheimnisvollen „Halle der Aufzeichnungen“. Hierzu ein paar Readings:

Abb. 6 Bewacht die Sphinx tatsächlich ein Vermächtnis aus den Tagen der 'Sintflut'?

...Die Entität [28] gehörte zu denen, die in den Gräbern bestattet wurde, die noch entdeckt werden müssen […] aber gegenüber der Sphinx und in nächster Nähe von den Menschen, die auf dieser Erhebung begraben wurden.[29]

Die Entität war unter jenen, die bei dem Bau von einigen dieser noch vorhandenen Bauwerke mitgeholfen haben, wie auch bei der Bauplanung der Halle der Aufzeichnungen, die noch entdeckt werden muss, wo viel ans Licht kommen wird.[30]

Die Entität schloss sich den Menschen an, die die Aufzeichnungen teilweise in Buchstaben des alten oder frühen Ägyptens, teilweise in einer neuen Form der Atlanter, abfassten. Diese Aufzeichnungen werden vielleicht in einigen wenigen Jahren entdeckt werden, vor allem wenn das Haus oder die Grabkammern der Berichte geöffnet wird.[31]

Im gleichen Reading lesen wir: „Diese Wahrheiten wurden auf Tontafeln niedergeschrieben und zusammen mit der Entität im Grab der Aufzeichnungen aufgeschichtet.

FRAGE 7: Wo sind diese Tafeln oder Aufzeichnungen aus jener ägyptischen Inkarnation, die ich untersuchen könnte?

ANTWORT 7: Im Grab der Aufzeichnungen, wie gesagt. Denn das Grab dieser Entität war damals Teil der Halle der Aufzeichnungen, die noch nicht entdeckt worden ist. Sie liegt zwischen der Sphinx und dem Tempel bzw. der Pyramide, und zwar in einer eigenen Pyramide.[32]

Diese und viele andere Entdeckungen können unter der linken Vorderpfote des ausgestreckten Tieres unter dem Fundament gefunden werden, nicht aber in dem unterirdischen Gang, der viele Jahre und Jahrhunderte später von einem Herrscher geöffnet wurde, sondern im wirklichen Fundament.[33]

Die Position ist wie folgt: Wenn sich die Sonne über das Wasser erhebt, so fällt die Linie des Schattens zwischen die Vorderbeine der Sphinx, die später als Wache an diesen Punkt gesetzt wurde. Die Kammer darf von den Verbindungsgängen unter der rechten Vorderpfote der Sphinx erst dann betreten werden, wenn die Zeit erfüllt ist, wenn es im Bewusstsein der Menschen zu Veränderungen kommen muss.[34]

Was ist mit den geheimen Kammern? Gibt es sie wirklich? Womöglich stieß der deutsche Ingenieur Rudolf Gantenbrink [35] am 22. März 1993 auf eine solche Kammer, als er einen Miniaturroboter in den südlichen von der Königinnenkammer abweichenden Gang schickte. Dieser Gang war länger als gedacht und endete erst an einer Blockierung: einem Stein mit kupfernen Griffen. [36] Freilich will Gantenbrink selbst nichts von „Wissensspeichern“ oder dergleichen in diesem Zusammenhang wissen. Seine Arbeit musste Gantenbrink auf Anweisung ägyptischer Behörden leider bald beenden. Interessanterweise fand Holger Isenberg [37] im Buch 'Cheops' von Peter Tompkins eine Stelle, in der auf die im Privatdruck erschienene Schrift The Great Pyramide of Jeezeh hingewiesen wird.

Abb. 7 Der „Gantenbrinkschacht“ in der Großen Pyramide von Gizeh.

In jener Schrift vertritt der Autor Louis P. McCarthy die Überzeugung, dass es in der Großen Pyramide mindestens noch drei weitere versteckte Kammern gäbe. Diese sollten sich zwischen der Königskammer und der Spitze der Pyramide befinden, und eine dieser Kammern soll mindestens die doppelte Größe der Königskammer haben. McCarthy vermutet, dass diese Kammern in Höhe der 75., 100. und 120. Steinlage liegen.

Nun konnte bislang nicht herausgefunden wären, worauf sich McCarthys Vermutungen stützen, doch verblüffend ist die Angabe deswegen, weil sich die Gantenbrinkblockierung in der 74. Steinlage befindet. (Nachzulesen in: Haase, Michael,/Sasse, Thorsten: Im Schatten der Pyramiden (Düsseldorf 1997, S. 129/130, Abb. auf S. 131 u. 168). Auf der Abbildung auf S. 168 ist zu erkennen, dass Gantenbrink auch in Höhe der 100. Steinlage auf einige Merkwürdigkeiten - nämlich kleine Nischen - stieß. Zufall?

In einer Ausgabe der Zeitschrift Sagenhafte Zeiten der FG-AAS [38] fand sich ein interessanter Artikel von Klaus Groth, der den Titel Die geheimen Kammern der Sphinx [39] trug. Groth bezieht sich in diesem Artikel auf die Monographie von H. S. Lewis La prophétie symbolique de la Grande pyramide. Lewis publizierte bereits 1988 Lagepläne, ebenso wie Max Thot 1979 in seinem Buch Metaphysic Foundations of the Great Pyramid, New York 1979, in Deutsch unter dem Namen Das Geheimnis der Pyramid-Power (München 1988) erschienen.

Die Lagepläne zeigen einen unterirdischen Gang zwischen der Sphinx und der Großen Pyramide, der allerdings von der offiziellen Ägyptologie noch 1992 massiv geleugnet wurde. Allerdings konnte man, so Groth, bereits im Mai 1992 im Bereich des Sphinx zwei getarnte Einstiege erkennen. Lewis' Arbeit gelangte seinerzeit - während der napoleonischen Ägypten-Feldzüge von 1799 bis 1802 - nach Frankreich, wohin sie Napoleon mitnahm. Im Verlauf der letzten zwei Jahrhunderte waren die Pläne in Freimaurerkreise gelangt. Lewis war selbst Premier Imperator de l'Ordre de la Rose-Croix, hatte also selbst eine maßgebliche Position in einem Freimaurerorden inne.

In Lewis' Werk sind drei Skizzen zu finden: sie enthalten Details, die Lewis 1988 noch gar nicht hätte kennen dürfen und die im napoleonischen Zeitalter erst recht unbekannt waren. Auf einer dieser Abbildungen sieht man die Skizze der großen Pyramide - man erkennt die Königskammer, die Königinnenkammer, die so genannte Unvollendete Grabkammer und eine mit Fraugezeichen gekennzeichnete Zentralkammer. Nicht erkennbar ist, wo sich nach dieser Zeichnung die Einmündung des unterirdischen Gangs von der Sphinx in die Große Pyramide befindet.

In der zweiten Abbildung sind mehr Informationen enthalten. Auf ihr erkennt man nicht nur einen Gang zwischen der Großen Pyramide und der Sphinx, vielmehr verlaufen auch unterirdische Verbindungen zur Chefren- und Mykerinos-Pyramide. Der Gang von der Großen Pyramide gilt mittlerweile als gesichert, so dass diese Details tatsächlich mit der Realität übereinstimmen. Groth geht deshalb davon aus, dass dies auch bei den weiteren Gängen zu den anderen Pyramiden der Fall ist. Der Autor des Artikels vermutet weiter, dass dies den vor Ort tätigen Ägyptologen bestens bekannt ist - schließlich gehen alle drei Gänge von einem „Verteilerkreis“ aus. D.h.: Wer den Gang zur Großen Pyramide findet, müsste auch die beiden anderen Gänge finden.

Abb. 8 Diese Darstellung (aus: SPIEGEL Online) zeigt mit einiger Sicherheit nicht alle Gänge und Kammern im Inneren der Pyramide.

Groth spricht weiter von einer Tempelanlage, die auf Lewis' dritter Skizze zu finden ist. Dabei scheint es sich um zwei architektonisch getrennte Kammern mit insgesamt neun Stützsäulen zu handeln - einem geheimen Zugang weit vor dem Sphinx und einer geheimen Pforte zu den unterirdischen Verbindungsgängen. Nach Groth können diese Tunnels gar nicht verfehlt worden sein, denn Zugänge zu den unterirdischen Bereichen waren bereits 1992 rechts und links des Sphinx angelegt worden. Außerdem: Öffnet man den Verbindungskorridor zur Großen Pyramide, gelangt man zwangsläufig auch in die beiden vorgelegten Hallen.

Groth fragt sich, ob Dr. Hawass eventuell nur einen Teil der Wahrheit an die Öffentlichkeit weitergegeben hat und vermutet, dass der unterirdische Verbindungsgang zur Sphinx in der Unvollendeten Grabkammer der Großen Pyramide oder in dem absteigenden Gang mündet. Da das Niveau des unterirdischen Tunnels und jenes der Unvollendeten Grabkammer in etwa übereinstimmen, sei ein anderer Zugang kaum vorstellbar. Aus diesem Grund wollte Groth 1999 während eines Ägypten-Aufenthaltes in die unvollendete Grabkammer oder zumindest in den absteigenden Ast vorgelassen werden. Interessanter Weise war der einzige Schlüsselinhaber Professor Hawass, Undersecretary of the State for the Giza Monuments, Director of the Pyramids. Seine Assistenten waren nicht zum Öffnen der Tür zu bewegen. Groth schreibt:

„Für mich liegt der Schluss nahe, dass hinter der Absperrung des absteigenden Ganges und der Unvollendeten Kammer in der Tat etwas verborgen werden soll und meine Vorstellung von dem dort einmündenden Verbindungsgang durchaus zutreffend ist.[40]

Existieren tatsächlich geheime Verbindungsgänge? Gibt es verborgene Kammern? Weiß man am Ende schon etwas über sie? Und führen verborgene Verbindungsgänge letztlich tatsächlich zu Al-Makritzis „Wissensspeicher“ oder zu Cayces „Halle der Aufzeichnungen“? Liegt in einem unterirdischen Gang in der Nähe der Sphinx tatsächlich Wissen aus vorsinflutlicher Zeit verborgen?


Anmerkungen und Quellen

  1. Graefe 1968, S. 50
  2. Luthertext von 1914
  3. Der Koran, Sure 11, V. 50-60
  4. Siehe: Horn 1999 u. Horn 2001
  5. Der Begriff „Abu Hirmis“ steht in diesem Zusammenhang für ein Kloster; an mehreren anderen Stellen des Hitat steht er für die beiden großen Pyramiden (Haus des Hermes)
  6. Graefe 1968, S. 67ff
  7. Hope 1999, S. 38
  8. Muck 1956, S. 395f
  9. Während dieser Lebensreadings ging Cayce in Trance auf Vorleben seiner Klientinnen und Klienten ein und erhielt auf diese Weise Informationen über beispielsweise das alte Ägypten und Atlantis.
  10. Cayce, Cayce Schwarzer, Richards 1990, S. 56
  11. Edgar Cayce-Reading Nr. 5748/6, vom 1. Juli 1932 nach Cayce, Cayce Schwarzer, Richards 1990, S. 191
  12. Edgar Cayce-Reading Nr. 195/14 vom 18. Juli 1932 nach Cayce, Cayce Schwarzer, Richards 1990, S. 192
  13. Edgar Cayce-Reading Nr. 281/43 vom 8. November 1939 nach Cayce, Cayce-Schwarzer, Richards 1990, S. 192
  14. Cayce, Cayce-Schwarzer, Richards 1990, S. 223
  15. Graefe 1968, S. 77
  16. West 2000 (Die Heiligtümer) 2000, S.30, 166
  17. West 2000 (Die Heiligtümer) 2000, S. 162
  18. Schoch 1999, S. 33ff
  19. West 2000 (Die Schlange…) 2000, S. 282
  20. Siehe bspw. http://www.guardians.net/hawass/remnants.htm
  21. West 2000 (Die Schlange…) 2000, S. 273 ff, Schoch 1999, S. 243 ff
  22. Graefe 1968, S. 50
  23. Graefe 1968, S. 50f
  24. Graefe 1968, S. 51
  25. Graefe 1968, S. 52
  26. Graefe 1968, S. 54
  27. Freksa 1999, S. 29
  28. Der Begriff „Entität“ steht hier für das Vorleben des jeweiligen Klienten Edgar Cayces
  29. Edgar Cayce-Reading Nr. 1717/1 vom 25. Juni 1930 nach Cayce, Cayce Schwarzer, Richards 1990, S. 189
  30. Edgar Cayce-Reading-Nr.519/1 vom 20. Februar 1934 nach Cayce, Cayce Schwarzer, Richards 1990, S. 189
  31. Edgar Cayce-Reading-Nr.2531/1 vom 17. Juli 1941 nach Cayce, Cayce Schwarzer, Richards 1990, S. 189
  32. Edgar Cayce-Reading-Nr. 2329/3 vom 1. Mai 1941 nach Cayce, Cayce Schwarzer, Richards 1990, S. 190
  33. Edgar Cayce-Reading-Nr. 953/24 vom 12. Juni 1926 Cayce, Cayce Schwarzer, Richards 1990, S. 190
  34. Edgar Cayce-Reading-Nr. 378/16 vom 29. Oktober 1933 nach Cayce, Cayce Schwarzer, Richards 1990, S. 191
  35. Quelle: http://www.cheops.org/
  36. Wie inzwischen bekannt sein dürfte, wurde die Gantenbrink-Blockade am 17. November 2002 vor laufender Kamera ohne Beteiligung Gantenbrinks mittels eines Roboters mit Bohrer durchbohrt. Zum Vorschein kam ein weiterer Hohlraum mit einer versiegelten Tür am Ende.
  37. Quelle: http://mars-news.de/pyramiden/geheim.html
  38. Quelle: http://www.aas-fg.org/
  39. Groth, Klaus in: Sagenhafte Zeiten, Ausgabe 2/2000, S. 24ff
  40. Groth in SZ, S. 27


Literatur

Cayce, Evans Edgar; Cayce-Schwarzer, Gail.; Richards, D. G.: Das Atlantis-Geheimnis. München 1990

Der Koran. Rheda-Wiedenbrück 1991

Freksa, Martin: Das verlorene Atlantis. Frankfurt 1997

Graefe, Erich (Hrsg.): Das Pyramidenkapitel im Hitat. Leipzig 1968

Hope, Murray: Im Zeichen des Sirius. München 1999

Horn, Roland M.: Erinnerungen an Atlantis. Lübeck 1999

Horn, Roland M.: Gelöste und ungelöste Rätsel dieser Welt. München 1999

Horn, Roland M.: Das Erbe von Atlantis. Lübeck 2001

Muck, Otto: Atlantis - Die Welt vor der Sintflut. Olten 1956

West, John Anthony: Die Heiligtümer des Alten Ägypten. Frankfurt 2000

Schoch, Robert M. with Robert Aquinas McNally: Voices of the Rocks. New York 1999

Scofield, D. D., C. I. (Hrsg.) Die Heilige Schrift nach der Deutschen Übersetzung Martin Luthers. Pfäffikon. o. J.


Bild-Quellen

(1) http://www.stud.uni-bayreuth.de/~a6415/gizeh.html (nicht mehr online)

(2) http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/82382.html (nicht mehr online)

(3) http://www.bibelcenter.de/bibliothek/papke/noahp.htm

(4) http://www.rafa.at/53gilgam.htm

(5) http://www.antikreisen.de/egypt/ae033.jpg (nicht mehr online)

(6) http://www.guardians.net/egypt/sphinx/

(7) http://www.w-f-g.de/archaeologie17.html (nicht mehr online)

(8) http://www.w-f-g.de/archaeologie17.html (nicht mehr online)