Ur-Athen

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Definition und Beschreibung

(red) Ur-Athen ist die atlantologische Bezeichnung für die urtümliche Stadt Athen, die Platon in seinem Atlantisbericht folgendermaßen beschreibt:

Abb. 1 Ein Fragment der spätbronzezeitlichen Zyklopenmauer, die einst die Akropolis von Athen umspannte. (Foto: Jürgen Spanuth)

"Die Stadt Athen aber war zu damaliger Zeit in folgender Weise auferbaut. Zunächst war die Akropolis damals nicht so beschaffen, wie sie es jetzt ist. Jetzt nämlich wurde die Akropolis in einer einzigen überaus regenreichen Nacht von der Erde entblößt, indem zur gleichen Zeit Erdbeben und die dritte ungeheure (exaísios) Überschwemmung vor der Deukalionischen Verheerung stattfanden. In ihrer früheren Größe, die sie damals zu der anderen Zeit hatte, senkte sie sich nach dem Eridanos [1] und dem Ilissos zu, umschloß die Pnyx und wurde von dem der Pnyx gegenüberliegenden Lykabetos begrenzt.

Ihr (der Akropolis) Boden aber war durchgängig krumig und bildete, mit wenigen Ausnahmen, eine Hochebene. Ihre äußeren Abhänge waren von Handwerkern bewohnt und von Landwirten, welche das in der Nähe liegende Land bestellten. Auf den oberen Teilen hatte bloß der Stand der Krieger für sich allein, um den Tempel der Athene und des Hephaistos herum, seine Wohnungen, um die sie eine Ringmauer (Abb. 1) errichteten, die die Burg, die Wohnungen der Krieger, den Tempel der Athene und des Hephaistos ringsherum wie den Garten eines Hauses umgab, denn die Nordseite bewohnten sie. Dort hatten sie gemeinsame Gebäude und Spielsäle für den Winter und alles dem gemeinschaftlichen Staatsleben dienende für sich und die Priester aufgeführt, doch ohne Anwendung von Gold und Silber...

Die Südseite aber ließen sie für Gärten, Sportanlagen und Speiseplätze, wie man sie im Sommer braucht, unbebaut und benutzten sie für diese Zwecke. An der Stelle, wo jetzt die Burg steht, befand sich eine einzige Quelle, von der, als sie durch Erdbeben verschüttet wurde, ringsherum die jetzigen Bächlein geblieben sind. Für die gesamte damalige Besatzung (der Akropolis) aber strömte sie, bei einem für den Winter und Sommer angemssenen Wärmegrad in reichem Maße. So eingerichtet, wohnten sie als Wächter der eigenen Mitbürger und als Anführer der übrigen Hellenen mit derem Willen, und sie gaben darauf acht, daß die Zahl ihrer Männer und Frauen möglichst immer dieselbe blieben, nämlich die noch zum Kriege fähig waren und die schon, und sie belief sich ungefähr auf 20000." (Kritias 111e-112e) [2]


Anmerkungen und Quellen

  1. Anmerkung von Jürgen Spanuth: Nicht der Bernsteinstrom Eridanos, sondern ein kleiner Bach im Stadtgebiet von Athen
  2. Quelle: Jürgen Spanuth, "Die Atlanter - Volk aus dem Bernsteinland", Tübingen, 1998 (6. Auflage), S. 458-460


Bild-Quelle

(1) Jürgen Spanuth, op. cit., S. 209