Frankreich – Atlantisforschung

Frankreich

Inhaltsverzeichnis

Atlantis in Frankreich? Eine primhistorische Reise durch die französische Urgeschichte

(bb) Während Frankreich zu Beginn und in der Mitte des 20. Jahrhunderts mit zahlreichen Forschern und Vereinigungen wie den "Amis des Atlantis" um Paul Le Cour noch zu den Hochburgen der Atlantisforschung in Europa zählte, präsentierte sich die französische Forscher-Szene in den letzten Jahrzehnten nur noch vergleichsweise marginal [1]. Zu den wenigen frankophonen Autoren, die auch am Atlantis-Problem Interesse zeigten und im Ausland bekannt wurden, gehören der inzwischen verstorbene Louis Charpentier, dessen Atlantis-Theorie wir an anderer Stelle ausführlich vorstellen, Jean Markale, ein Baskenforscher, der dem Thema Atlantis in einem seiner Bücher ein Kapitel widmete [2], sowie gegenwärtig der 'Atlantiker' Wolter Smit, dessen Webseiten Was This Atlantis? wirklich beachtenswert sind.

So mag es auch nicht verwundern, dass jene (lediglich!) drei Forscher, die Atlantis dezidiert im heutigen Frankreich ausgemacht haben wollen, nicht von dort stammen, sondern - aus Belgien und Deutschland. Bei den Belgiern handelt es sich um Marcel Mestdagh (1926-1990) und Philip Coppens, welche etwa um 1990 herum die Metropolis der Atlantier - keineswegs aus einer 'Sektlaune' heraus! - in der Champagne, genauer gesagt im Gebiet der Stadt Sens lokalisierten. Der deutsche Forscherkollege ist Prof. Helmut Tributsch, der bereits 1986 in seinem Buch "Die gläsernen Türme von Atlantis" [3] die Theorie aufstellte, die Hauptstadt des platonischen Reiches von Atlantis sei mit den Relikten von Gavrinis identisch gewesen.

Abb. 1 Die Megalithanlage von Gavrinis. Der Atlantisforscher Helmut Tributsch identifizierte sie mit dem Zentrum der Atlantis-Metropole.
Abb. 1 Die Megalithanlage von Gavrinis. Der Atlantisforscher Helmut Tributsch identifizierte sie mit dem Zentrum der Atlantis-Metropole.

Die Megalithanlage von Gavrinis (Abb. 1), der "Ziegeninsel", einem Eiland im Golf von Morbihan, im Süden der Bretagne (südwestlich von Vannes), präsentiert sich als 'Ganggrab' mit einem rund 14 m langen Gang aus 23 megalithischen Tragsteinen (Abb. 2), der zu einer Kammer führt. Diese Kammer ist mannshoch, annähernd quadratisch mit sechs Stützsteinen. Überdacht wird sie von einem Monolithen. Diese Struktur wurde von ihren Erbauern mit einem künstlichen Hügel von sechs Metern Höhe und einem Durchmesser von fünfzig Metern bedeckt. Nach Meinung der meisten Urgeschichtler wurde sie Anfang des 3. Jahrtausends v. Chr. errichtet.

"Auf den Tragsteinen findet man eine vielfältige Ornamentik: verschlungene Linien, Schlangen, konzentrische Kreise, Tannenzweigmuster und ein verschlungenes Flachrelief in Männergestalt. Grabbeigaben wurden nicht gefunden; vermutlich wurde das Grab ausgeplündert. An der Oberseite der Deckplatte befinden sich gigantische Gravierungen: ein 2 m langes Rind mit riesigen Hörnern und eine überdimensionale Pflugschar. Verblüffenderweise ergänzen sich die Gravuren mit den Gravuren der Deckplatte des Table des Marchants (Rind) und des Dolmen von Er Vinglé (Pflugschar), die sich in Locmariaquer befinden. Es wurde nachgewiesen, das alle drei Steine aus ein und demselben Granitblock stammen, die einmal einen einzigen 14 m hohen verzierten Menhir gebildet haben, der vermutlich in Locmariaquer gestanden hatte. Die Anlage ist ein Cairn mit Dolmen, der aber nach neueren Forschungen vermutlich kein Grabmal war. Die Fachleute gehen davon aus , dass es sich um ein Kultbauwerk handelt, da keine Skelettreste gefunden wurden. Auch die Tatsache, dass alle Tragsteine vollständig mit Ornamenten versehen sind, deutet darauf hin." [4]

Abb. 2 Der Gang mit den 23 verzierten Megalith-Tragsteinen im Inneren der Anlage von Gavrinis in der Bretagne.
Abb. 2 Der Gang mit den 23 verzierten Megalith-Tragsteinen im Inneren der Anlage von Gavrinis in der Bretagne.

Während H. Tributsch als Repräsentant eines anachronistischen, heliozentrischen Quasi-Diffusionismus [5] die westeuropäische Megalithkultur vor 5000 - 6000 Jahren (?) als "wahre Urzivilisation der Alten Welt" betrachtet, bringen uns andere prähistorische Fundstätten und Relikte in Frankreich auf die Spur von Zivilisationen, die schon weitaus früher existiert haben müssen. Bis ins Paläolithikum, also in die 'späteiszeitlichen' Epochen, führen uns beispielsweise die Funde von Lascaux, Glozel, oder Lussac-les-Chateaux zurück.

Der französische Alternativ-Historiker und Paläo-SETI Forscher Robert Charroux berichtete 1974 in "Masters of the World" [6] von uralten prähistorischen Pyramiden ungeklärten Ursprungs an verschiedenen Orten in Frankreich. Eines dieser Exemplare befinde sich bei dem Dorf Falicon in der Nähe von Nizza. "Hundert Yards entfernt vom Gipfel des Mont Cau steht die Pyramide, aus Steinen gebaut, die von einem Zement verbunden werden, der von höherer Qualität als römischer Mörtel ist. [...] Ihre Seiten sind ungleich, da sie auf einem Steilhang steht und da sie über einer Spalte befindet, die sich dort acht Fuß [ca. 2, 44 m] breit auftut. An ihrer Ostseite gibt es eine Art Zuang von etwa acht Fuß Höhe. Bis 1921 existierte eine eingemeißelte Swastika über diesem Zugang, wurde aber zu dieser Zeit von 'Vandalen' entfernt und zerstört. [...]

Unterhalb des Torwegs befindet sich ein Eingang in die Spalte. Die Pyramide steht über dieser Höhlung und kann nicht betreten werden. Die Ausrichtung der Öffnung erlaubt der Sonne, zur Sommerzeit um 10 Uhr morgens die weiße Kalksteinsäule zu bescheinen, die das Gewölbe des Untergrundtempels stützt." [7] Nach Charroux beträgt die Länge der Pyramidenbasis 22 Fuß und der Schluss-Stein fehlt. Entdeckt haben soll sie im Jahr 1803 ein Italiener namens Rosetti. Eine pyramidale Baustruktur vergleichbarer Art hat Charroux auch eine halbe Meile entfernt von der Stadt Autun, auf halber Höhe des Mont Briscou ausgemacht. Er erwähnt, die Pyramide sei früher, bei einer quadratischen Grundfläche mit einer Seitenlänge von 50 Fuß, mehr als 80 Fuß hoch gewesen. [8]

Abb. 3 Der Mont Saint-Michel bei Carnac. Nach Robert Charroux handelt es sich bei dieser Erhebung um einen künstlich aufgeschütteten Mound.
Abb. 3 Der Mont Saint-Michel bei Carnac. Nach Robert Charroux handelt es sich bei dieser Erhebung um einen künstlich aufgeschütteten Mound.

In seinem Buch "Lost Worlds" [9] beschrieb der französische Erfolgsautor zwei weitere dieser Pyramiden, von denen sich eine bei Plouézoch (sechs Meilen nördlich der Stadt Morlaix) in der Bretagne befinden soll. Die andere stehe ebenfalls in der Bretagne, und zwar bei Carnac: Bei dem Hügel von Saint-Michel (Abb. 3), nahe der Innenstadt, handle es sich um eine künstlich errichtete Struktur. Als wesentlichstes Bauwerk dieser Art stellte er jedoch in "The Gods Unknown" [10] die Pyramide von Glozel vor.

Das Rätsel der Artefakte von Glozel [11] beschäftigt seit Jahrzehnten die orthodoxe und alternative Prähistorik und ist wiederholt in einen heftigen Wissenschaftsstreit ausgeartet, in dem von Seiten des akademischen Establishments mit nahezu allen Mitteln und Methoden versucht wurde, Vertreter nonkonformer Auffassungen mundtot zu machen. Die ersten dieser brisanten Funde machte im Jahr 1924 der ortsansässige Jung-Bauer Emile Fradin beim Pflügen seines Ackers, als er unvermittelt auf seltsame Objekte (Abb. 4) stieß, die sein Interesse weckten. In den folgenden Jahren kamen immer mehr solcher altertümlichen Fundstücke ans Tageslicht, um deren Katalogisierung und Erforschung sich vor allem Dr. Antonin Morlet, ein Arzt aus dem nahegelegenen Vichy verdient gemacht hat.

In Form und Stil weisen diese Artefakte eine erstaunliche Vielfalt auf. So wurden dort mit Schnitzereien versehene Knochenstücke und Tierzähne, gravierte Steine, getöpferte Kunstgegenstände und andere Keramikprodukte sowie Tontafeln entdeckt, die ganz eindeutig mit Schriftzeichen [12] versehen sind. Gemeinsam war allen diesen Objekten lediglich, dass sie archäologisch nicht zu klassifizieren oder zu identifizieren waren.

Abb. 4 Dieses Fundstück aus Glozel weist eine Art Text aus Glyphen einer urzeitlichen Schrift auf. (Foto: © Robert Liris)
Abb. 4 Dieses Fundstück aus Glozel weist eine Art Text aus Glyphen einer urzeitlichen Schrift auf. (Foto: © Robert Liris)

Die paläolithische Cro-Magnon-Zivilisation galt für den Mainstream der europäischen Urgeschichtsforschung jahrzehntelang als Erfindung 'notorischer Spinner', und die Objekte von Glozel wurden schlichtweg als 'Fälschungen' klassifiziert. Weitgehend von der Fachwelt ignoriert wurde selbst der Befund des dänischen Physikers Gavn Majdahl, der Ende der sechziger Jahre die Thermoluminiszenz-Datierungsmethode entwickelte, die besonders zur Altersbestimmung von Objekten aus Lehm und Ton geeignet ist. Majdahl ließ sich bewegen, einige Proben aus Glozel nach dieser Methode zu untersuchen: "Die Tests wurden an den Glozel-Artefakten vorgenommen, und siehe da, all die "Experten" hatten Unrecht gehabt! Die Tests belegten schlüssig, dass das Glozel-Material aus der Periode des Magdalénien stammte. Ungläubige Experten brachten das Material nach Schottland, um eine weitere Teststaffel vorzunehmen; diesmal in Edinburgh's renommiertem National Museum of Antiquities. Diese Test-Serie bestätigte völlig die ersten [Ergebnisse], womit Alter und Authentizität der Glozel-Artefakte außer Frage gestellt wurden!" [13]

Aber Erst 1974, also 50 Jahre nach der Entdeckung der ersten Glozel-Relikte, fand ein weiterer Nachweis ihrer Authentizität ein gewisses Gehör in der Fachwelt. Es ist bezeichnend, dass dies im Rahmen eines Versuches geschah, sie als neuzeitliche Fälschungen zu entlarven: Glyn Daniel, ein Archäologieprofessor an der University of Cambridge, hatte sich genau dies im Rahmen einer geplanten Vorlesung zum Thema "Archäologische Fakes und Fälschungen" vorgenommen. Zur Beweisführung ihres modernen Ursprungs unterzog der Professor eine Keramikprobe aus Glozel einer gründlichen Thermolumiszenz (TL) -Untersuchung. Zu seiner Verblüffung ergaben die Tests jedoch nicht das erwartete Ergebnis, sondern erbrachten eine Datierung der Probe in gallo-römische Zeiten vor etwa 2000 Jahren. [14]

Abb. 5 Schmuckanhänger oder Amulett aus Bein mit gravierten Tiermotiven. Eines der Glozel-Objekte, denen ein Alter von 12 - 17 000 Jahren zugebilligt werden muss. (Foto: © Robert Liris)
Abb. 5 Schmuckanhänger oder Amulett aus Bein mit gravierten Tiermotiven. Eines der Glozel-Objekte, denen ein Alter von 12 - 17 000 Jahren zugebilligt werden muss. (Foto: © Robert Liris)

Nachdem es nun nicht mehr möglich war, die Glozel-Artefakte insgesamt als Fälschungen abzutun, musste eine neue 'Hilfstheorie' her, um sich um die Feststellung herummogeln zu können, dass es bereits im Neolithikum, womöglich sogar schon im Paläolithikum schriftkundige Menschen gegeben haben muss. So klammert man sich heute für gewöhnlich an die Datierung der Daniel-Untersuchung und andere Thermoluminiszenz-Tests, bei denen Glozel-Proben auf ein Alter von ca. 600 v. Chr. datiert wurden. [15] Gleichzeitig ignoriert oder verschweigt man verschämt jene anderen Ergebnisse, die einen weitaus älteren Ursprung der Kultur von Glozel belegen: "Der älteste Fund stellt auf einer Knochenplatte ein Rentier dar, das von runenähnlichen Schriftzeichen umgeben ist. Nach der C - 14 - Methode ergibt sich hier ein Alter von 17000 Jahren. [...] Andere mit Schriftzeichen bedeckte Knochen weisen nach der C - 14 - Methode ein Alter von durchschnittlich 15000 Jahren auf." [16]

Tatsächlich legt die hohe Abweichung der verschiedenen Untersuchungsergebnisse die Annahme nahe, dass der Siedlungs- und Kulturraum Glozel über einen Zeitraum von fast zwanzig Jahrtausenden hinweg von besonderer Bedeutung gewesen sein muss, sodass hier mit einer kaum fassbaren Kontinuität Artefakte gesammelt und gehortet werden konnten. Während wir ziemlich deutlich erkennen, dass dies etwa zur Zeitenwende völlig abbricht [17], liegen ihre Ursprünge noch weitgehend im Dunkel einer kaum erforschten Urgeschichte Europas.

Robert Charroux bemerkt über die rätselhaften Schöpfer dieser so verwirrenden Hinterlassenschaft: "Wir wissen wenig über die Glozel-Zivilisation, wenn man davon absieht, dass die vor der Flut existiert haben muss, jenem großen Kataklysmus, der die Höhlen von Lascaux versiegelte und die Nekropole oder das religiöse Zentrum von Glozel von einem Desaster verschlungen wurde, bei dem alle Bewohner ums Leben kamen..." [18] Der deutsche Alternativhistoriker und Atlantisforscher Uwe Topper äußerte 1977 die Auffassung, die Blütezeit der Glozel-Kultur (mit Schrift und Glasherstellung) sei vor etwa 13 000 Jahren gewesen. [19].

Abb. 6 Französischer Chic vor 17000 Jahren? Nachzeichnung einer der Darstellungen auf den paläolithischen Steintafeln aus Lussac-les-Chateaux.
Abb. 6 Französischer Chic vor 17000 Jahren? Nachzeichnung einer der Darstellungen auf den paläolithischen Steintafeln aus Lussac-les-Chateaux.

Teile einer "regelrechten Steinbibliothek", die 1937 nahe der Ortschaft Lussac-les-Chateaux entdeckt wurde, weisen mit einer Datierung auf 17 000 Jahre BP ein ähnlich hohes Alter auf. Diese gravierten Steintafeln sollen sich heute im Keller des Pariser Musée de l´Homme befinden. Eigentlich könnte mann diese Kollektion auch als prähistorischen Modekatalog betrachten: "Die handflächengroßen Stücke sind mit komplexen, übereinandergelagerten Strichmustern überzogen. Manche Forscher wollen darauf Abbilder modisch gekleideter Menschen (Abb. 6) erkennen. Menschen mit Hüten, Jacken, Hosen und Schuhen - aber auch karikierte Gesichter mit Schnurrbärten. Der Haken an der Sache: Die künstlerischen Prachtstücke sind sagenhafte 17000 Jahre alt." [20]

Darauf, dass Entwicklungs- und Zivilisationsgeschichte der Menschheit auf dem Gebiet des heutigen Frankreich womöglich noch s e h r viel älter sein könnten, weisen unter anderem auch die Artefakte von Aix-en-Provence hin. [21] Von diesem beindruckenden Fund, den französische Arbeiter im späten 18. Jahrhundert machten, berichtet Graf Bournon in seinem Buch 'Mineralogie'. Bei Burnon heißt es dazu: "Während der Jahre 1786, 1787 und 1788 waren sie in der Nähe von Aix en Provence, in Frankreich, beschäftigt, wo sie in großem Umfang Steine für den Wiederaufbau des Justizpalastes brachen. Dabei handelte es sich um tiefgrauen Sandstein von der Art, die noch weich ist, wenn sie aus dem Steinbruch kommt, aber unter dem Einfluss der Luft schnell aushärtet. Die einzelnen Schichten waren voneinander durch [...] Betten aus Sand und Lehm getrennt.

Die ersten dieser Sandbetten, die man durchstieß, wiesen keinerlei Anzeichen von Fremdkörpern auf, aber nachdem die Arbeiter zehn dieser Betten gegraben hatten, stellten sie zu ihrem Erstaunen bei dem elften fest, dass seine Unterseite, in etwa vierzig bis fünfzig Fuß Tiefe, mit Muscheln bedeckt war. Nachdem sie das Gestein unter diesem Bett entfernt hatten und dabei waren, sich durch Tonschiefer-Sand zu arbeiten, welcher die elfte und zwölfte Schicht voneinander trennte, fanden sie plötzlich Säulenstümpfe und halbfertige Streinfragmente aus dem selben Material, das aus ihrem Steinbruch stammte. [22]

Abb. 7 Zeichnung einer der Metallröhren von Saint-Jean de Livet. Lagen diese artifiziellen Objekte dort seit 65 Millionen Jahren im Boden?
Abb. 7 Zeichnung einer der Metallröhren von Saint-Jean de Livet. Lagen diese artifiziellen Objekte dort seit 65 Millionen Jahren im Boden?

Außerdem stießen die Arbeiter in dieser Schicht auch auf Münzen, Hammerstiele und Teile anderer Holzwerkzeuge sowie auf die in viele Fragmente zerbrochenen Reste einer ein Inch [2,54 cm] dicken und sieben oder acht Fuß [ca. 2,44 m] langen Planke, wie sie auch von den Arbeitern und Steinmetzen selber verwendet wurde. Auch wies sie, wie deren Werkzeuge, Abnutzungsspuren auf und war an beiden Enden geriffelt und abgerundet. Die Steine, die schon vollständig, oder auch nur teilweise gebrochen waren, hatten ihre Struktur in keiner Weise verändert, aber die Fragmente der Planke und alle anderen Artefakte aus Holz waren vollständig versteinert." [23]

Einen Fund aus jüngerer Zeit stellen die Metallröhren von Saint-Jean de Livet (Abb. 7) dar. 1968 gaben Y. Druet und H. Salfati die Entdeckung rotbrauner, "semi-ovoider Metallröhren" in einer Kreideformation bei Saint-Jean de Livet in Frankreich bekannt, die ein Alter von 65 Millionen Jahren aufweisen soll. Nachdem sie verschiedene Hypothesen erwogen und eliminiert hatten, kamen die beiden Forscher zu dem Schluss, dass vor 65 Millionen Jahren intelligente Lebewesen existiert haben müssen. Die Funde wurden von ihnen später, wie berichtet wurde, an die Universität von Caen übergeben.

Die Forscher Michael A. Cremo und Richard L. Thompson wandten sich daher mit einer schriftlichen Anfrage an das Geomorphologische Labor der Universität von Caen, auf die sie jedch keine Antwort erhielten. [24] Wie in vielen anderen Fällen steht auch hier zu befürchten, dass ein für das wissenschaftliche Establishment mehr als brisanter Fund weiteren Untersuchungen und dem öffentlichen Interesse entzogen werden soll.

Unsere kurze "Stippvisite" in die Urgeschichte de heutigen Frankreich neigt sich dem Ende zu. Wie zu zeigen war, gibt es auch hier eine ganze Reihe prähistorischer Spuren und Hinweise, welche die derzeit gültigen Paradigmen zur zivilisatorischen Entwicklung der Menschheit in Frage stellen. Die alternativ-historische und nonkonformistische Urgeschichtsforschung wird in Frankreich auch künftig ein reichhaltiges und fruchtbares Betätigungsfeld finden.


Weitere Beiträge bei Atlantisforschung.de


Externa

KADATH - CHRONIQUES DES CIVILISATIONS DISPARUES no 7, SPECIAL GLOZEL (PDF-Datei)


Anmerkungen und Quellen

  1. Anmerkung: Dies ist zumindest der Eindruck, der bei nicht frankophonen Beobachtern entstehen muss, denen nur international publiziertes Material aus Frankreich zugänglich ist. Unser Team ist daher bemüht, direkte Kontakte zu dortigen Forscher-Kollegen aufzubauen, um mehr über die Entwicklung der Atlantologie in Frankreich während der vergangenen Jahrzehnte in Erfahrung zu bringen.
  2. Siehe: Die Veneter und Atlantis von Jean Markale
  3. Anmerkung: Prof. Helmut Tributsch, Die gläsernen Türme von Atlantis, Ullstein, 1986
  4. Quelle: http://www.zvw.de/homepages/wb5768ib/Keltisch/Bretagne/Gavrinis.html
  5. Anmerkung: Zur Entwicklung diffusionistischer Auffassungen und zu den Unterschieden zwischen Diffusionismus-Modellen des 19. Jahrhunderts (z.B. dem Heliozentrismus) und der Gegenwart siehe z.B.: Diffusionismus - zur Diskussion eines umstrittenen Konzepts
  6. Anmerkung: Robert Charroux, "Masters of the World", Berkley Books, New York, 1974 (org.: 1967, Robert Laffont, Paris)
  7. Quelle: David Hatcher Childress, Lost Cities of Atlantis, Ancient Europe & the Mediterranean, Adventures Unlimited Press, 1996, Seiten 302, 303
  8. Quelle: ebd.; Anmerkung: zu ähnlichen Ruinen in Deutschland siehe zudem: Pyramiden auch in Deutschland? von Walter Haug
  9. Anmerkung: Robert Charroux, "Lost Worlds", Collins, Glasgow UK, 1973
  10. Anmerkung: Robert Charroux, "Gods Unknown", Berkley Books (USA), 1992, "The mysterious Unknown" (UK) (orig.: Robert Laffont, Paris 1969)
  11. Siehe: Die Schrift-Tafeln von Glozel von R. Cedric Leonard
  12. Anmerkung: Die Schriftzeichen von Glozel sind zum großen Teil identisch mit Glyphen aus dem Mittelmeer-Raum (Malta, Iberien), aber auch mit Zeichen, die sich auf Objekten aus Burrows Cave in Illinois, USA, befinden. Zudem finden sich Gemeinsamkeiten mit frühem Sanskrit sowie (Proto-)Phönizisch, was Überlegungen betreffend einer alten, interkontinentalen Handelsschrift- oder auch -sprache neue Nahrung gibt. Siehe z.B. H. Zeitlmair unter: http://www.maltadiscovery.com/german/nachlass/index.html
  13. Quelle: R. Cedric Leonard, "The Tablets of Glozel", unter: http://www.atlantisquest.com/glozel.html
  14. Quelle: David Hatcher Childress, Lost Cities of Atlantis, Ancient Europe & the Mediterranean, Adventures Unlimited Press, 1996, Seite 304
  15. Quelle: http://www.orakel-welt.de/info/runen_von_glozel.html
  16. Quelle: ebd.
  17. Anmerkung: Vermutlich hat es auch zuvor - z. B. katastrophenbedingte (dilluviale und andere) - Unterbrechungen in der Siedlungs- und Kulturgeschichte von Glozel gegeben, aber offenbar wurde dieser Ort aus noch unbekannten Gründen wiederholt in seiner alten Funktion als religiöses (?) Zentrum und "Archiv" neu genutzt.
  18. Quelle: David Hatcher Childress, Lost Cities of Atlantis, Ancient Europe & the Mediterranean, Adventures Unlimited Press, 1996, Seite 303
  19. Quelle: Uwe Topper, Das Erbe der Giganten, Walter-Verlag / Olten, 1977, Seite 416
  20. Quelle: Luc Bürgin, Geheimakte Archäologie, bettendorf 1998, Seite 213
  21. Quelle: The Times, London, 24. Dezember 1851, nach: http://www.mysterymag.com/html/anomalies_of_time.html
  22. Quelle: Graf Bournont, American Journal of Science, vol. 2/1820, pp. 145-146, übersetzt nach: Michael A. Cremo und Richard L. Thompson, Forbidden Archäologie, torchlight 1998, Seite 796
  23. Quelle: ebd.
  24. Quelle: Michael A. Cremo und Richard L. Thompson, Forbidden Archaeology, torchlight 1998, Seite 809, 810; sowie: David Hatcher Childress, Technology of the Gods, Adventures Unlimited Press, 2000, Seite 88


Bild-Quellen

(1) http://www.labelledugolfe.net/photo/gravinis.jpg

(2) http://www.lessing4.de/megaliths/gavrinis.jpg

(3) http://www.chass.utoronto.ca/~wulfric/varia/photos-fr/mont-st-michel1.jpg

(4) http://www.earlyworld.de/grf_arch/glozel4.jpg

(5) http://www.earlyworld.de/grf_arch/glozel5.jpg

(6) Luc Bürgin, Geheimakte Archäologie, bettendorf 1998, Seite 213 (dort vermutl. einem der Bücher von Robert Charroux entommen)

(7) David Hatcher Childress, Technology of the Gods, Adventures Unlimited Press 2000, S. 88