Die end-bronzezeitliche Klimakatastrophe aus atlantologischer Sicht

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Abb. 1 Bronzezeitliche Grabfunde aus Skandinavien haben - sehr zum Leidwesen von 'Moralaposteln' - gezeigt, dass nicht nur junge Männer damals häufig 'oben ohne' unterwegs waren. Das überaus warme Klima machte isolierende Ganzkörperbekleidung zumeist nicht nur überflüssig, sondern vermutlich sogar lästig.

(bb) In seinen 'atlantischen' Dialogen Timaios und Kritias sowie im Nomoi beschreibt Platon eine zyklische Menschheits- und Zivilisations-Geschichte, die durch gewaltige, kulturelle Zäsuren bewirkende, Naturkatastrophen (Kataklysmen) geprägt ist. Die Identifikation dieser globalen Katastrophen und ihrer Ursachen ist für den Atlantologen zur Rekonstruktion jener (prä-) historischen Ereignisse unerlässlich, die Platons quasi-historischem Atlantisbericht zugrunde liegen. Mit der jüngsten dieser katastrophischen Perioden, dem - mehr oder weniger - abrupten Ende der so genannten Bronzezeit, hat sich bereits vor Jahrzehnten Jürgen Spanuth (Abb. 2) beschäftigt, der davon ausging, dass Atlantis zu eben jener Zeit untergegangen sei.

Spanuths geographische und chronologische Atlantis-Lokalisierung soll hier nicht thematisiert werden [1]; relevant ist jedoch seine Argumentation im Zusammenhang mit den Angaben, die Platon zu den Verwüstungen der urtümlichen Stadt Athen macht. Dazu schrieb Spanuth: "Im Atlantisbericht wird überliefert, daß nach der Hitze- und Austrocknungszeit, nach den Feuerbränden, den Erdbeben und Meeres-Überschwemmungen eine Zeit anbrach, in der >eine Flut vom Himmel über sie (die Völker) hereinbrach (Tim. 23a), >in einer einzigen regenreichen Nacht wurde sie (die Akropolis von Athen) durch Abschwemmung der Erde entblößt< (Krit. 129a), diese Fluten vom Himmel hätten die fruchtbare Erde >von den Höhen herabgeschwemmt< (Krit. 111b), sogar >die bei euch in den Städten wohnenden wurden durch die Fluten ins Meer fortgerissen< (Tim. 22d). Mit diesen Regenfluten endete die Zeit, in der sich die Griechen >des angenehmsten Wechsels der Jahreszeiten erfreuten< (Krit. 111e)." [2]

Diese Angaben entsprechen, wie Spanuth bemerkt, "den Feststellungen der Klimaforscher und Geologen, die für die Zeit um 1200 v. Chr. einen >Klimasturz<, eine >Klimaverschlechterung< nachgewiesen haben, die K. von Bülow den >großen Schnitt< nennt. Seit jener Zeit sank die mittlere Jahrestemperatur um 3 - 4 Grad ab, die Schneegrenze im norwegischen Hochgebirge, die sich in der Mitte des 13. Jahrhunderts v. Chr. noch bei 1900 m Meereshöhe gelegen hatte, sank auf etwa 1500 m (Schwarzbach, 1961, Abb. 115, S. 178), in den Ostalpen, die in der Bronzezeit keine Gletscher hatten, bildeten sich Gletscher, die weit in die Täler vorstießen (Wilthum, 1953).

Der schwedische Klimaforscher Sernander nennt diese Zeit >einen wahren Fimbulwinter<. Der österreichische Klimaforscher A. Gessmann spricht von einer >zweiten Eiszeit<, und von >einer plötzlich hereinbrechenden Periode stärkster Niederschläge< (1935, 82 f.). Die amerikanischen Forscher George H. Denton und Stephen C. Porter berufen sich auf Untersuchungen von Gletscherschwankungen in Nordamerika, British-Columbien, Baffin Island, Alaska, Patagonien, Südchile und Norwegen und bezeichnet die Zeit >vor 3000 bis 2500 Jahren als eine >Neuvergletscherung der Erde< (Scientific American, 1970)." [3]

Spuren dieses Klimasturzes zum Ende des bronzezeitlichen Klimaoptimums lassen sich, wie Gerhard Gadow 1973 feststellt, auch im Mittelmeer-Raum nachweisen: "So hat die schwedische Albatross-Tiefsee-Expedition zahlreiche Bohrungen im östlichen Mittelmeer vorgenommen. Aus der dabei festgestellten Folge von Ablagerungen kälte- und wärmeliebender Planktonarten ist deutlich zu erkennen, daß im östlichen Mittelmeer in der 2. Hälfte des 2. vorchristlichen Jahrtausends ein Klimaoptimum mit einer sehr warmen Wassertemperatur einen Höhepunkt erreichte und dann jäh abfiel." [4]

Abb. 2 Der friesische Atlantologe Jürgen Spanuth stellte als einer der ersten Forscher Indizien und Evidenzen zusammen, mit denen sich die end-bronzezeitliche Klima-Katastrophe nachweisen lässt.

Dazu zitiert Gadow auch Günther Kehnscherper: "Weder nachher bis hin zur Gegenwart noch vorher bis zurück zur Eiszeit hat es dort einen auch nur annähernd ähnlichen Höhepunkt im Vorkommen >warmer< Fauna gegeben, wie sie heute nur noch im Karibischen Meer zu finden ist. Hinzu kommt, daß sich gerade in dem Horizont, der einen absoluten Höhepunkt der >warmen< Fauna darstellt, eine starke Schicht vulkanischer Asche befindet. Chemische Analysen haben ergeben, daß es sich um Bimssteinasche des Vulkans Santorin handelt. Die Ascheschicht ist in 2000 m Meerestiefe in 200 km Entfernung vom Santorin noch mehrere Zentimeter stark ... Die Folgerung liegt nahe, daß der größte Vulkanausbruch seit der Eiszeit, die Explosion des Santorin, bei der mehr als 130 km³ Gestein und glühende Asche in die Luft geschleudert wurden, in das letzte Viertel einer länger andauernden Klimaschwankung und zwar in die Zeit ihres Höhepunkts fällt." [5]

Spanuth bezieht sich ebenfalls auf ozeanographische Befunde aus dem mediterranen Becken, "die aufgrund zahlreicher Bodenproben aus dem Untergrund des Mittelmeeres den Nachweis erbrachten, daß >vor etwa 3000 Jahren< nach schweren Vulkanausbrüchen, die im ganzen Mittelmeergebiet zur Ablagerung von Aschenschichten führten, Foraminiferen abgelagert wurden, die nur in kaltem Wasser leben können. N a c h den schweren Vulkanausbrüchen muß im Mittelmeergebiet eine kalte Zeit geherrscht haben, in der die Temperatur des Meereswassers so stark abfiel, wie das in den letzten 7000 Jahren nicht der Fall war." [6]

Wir sehen, dass dieser Klima-Sturz tatsächlich globaler Natur war, wobei er besonders in Europa massive Auswirkungen hatte: "In dieser Zeit muß es, wie viele Beobachtungen ergaben, zu außerordentlich starken Niederschlägen - Schnee im Norden und in den Gebirgen, Regen in den südlichen Ländern - gekommen sein. In allen Mooren bildeten sich über dem >Grenz- und Brandhorizont< der >sphagnum-cuspidatum-Torf<, der an manchen Stellen bis zu einem Meter dicke Lagen bildete und, weil diese Torfart nur u n t e r Wasser entstehen kann, >eine neuauftretende Flutwelle in der Zeit 1200 bis 1000 v. Chr. bezeugt (Jonas, 1944, 255). Die bis gegen 1200 v. Chr. benutzten >Heerwege wurden durch teilweise Vermoorung tiefer Strecken unbenutzbar und aufgegeben. (Jonas, 1944, 255)

Auch Schwantes hat diese >Klimaverschlechterung beschrieben und stellt u.a. fest: >Die auf die Bronzezeit folgenden Zeitstufen der Vorgeschichte fallen dagegen in eine Klimaperiode, die durch vermehrte Niederschläge und Abkühlung bezeichnet ist, das sogenannte Subatlantikum<. (1939, 449). Dieser >Klimasturz< ist eine weltweite Erscheinung gewesen, er ist >eindeutig auf der ganzen Nordhalbkugel und neuerdings auch auf der Südhalbkugel in Feuerland und Neuseeland nachgewiesen< (Schott, 1930, 29; ähnlich Schwarzbach, 1961, 182 ff.)." [7]

Abb. 3 Der Fimbulwinter der nordischen Sagenwelt stellt vermutlich eine mythische Überlieferung aus der Periode nach dem Klima-Sturz vor etwa 3200 Jahren dar.

Flankiert werden die Erkenntnisse der Klimaforscher und Geologen auch durch sprachwissenschaftliche Argumente. So vertrat der Linguist J. Pokorny folgende Meinung: "Ich selbst habe seinerzeit den Versuch gemacht, die germanische Lautverschiebung auf rein physiologische Weise dadurch zu erklären, daß man infolge des katastrophalen Klimasturzes in den Ostseeländern, um sich vor dem Eindringen der kalten und feuchten Luft zu schützen, zu festerem Mundverschluß seine Zuflucht nahm, womit naturgemäß eine Verstärkung der Expiration und eine Verengung der Reibungsflächen des Luftstroms Hand in Hand ging ... Wenn man sich vor Augen hält, daß die germanische Lautverschiebung ungefähr mit dem Beginn der nordischen Eiszeit und dem Klimasturz zusammenfiel, so wird man zu dem Gedanken gedrängt, daß ein engerer Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen bestanden haben kann.< (1968, 200)." [8]

Man muss sich vor Augen führen, welch ungeheure Umwälzungen sich damals gerade in Nordwest-Europa ereigneten, um Pokornys Annahme nachvollziehen zu können. Spanuth erklärt: "Fr. Behn schreibt hierzu (1948, 123): >Diese langanhaltende Gutwetterperiode (während der Bronzezeit) wurde beendet durch einen Klimasturz, der zwar nicht die Temperaturtiefen der Eiszeit erreichte, aber das wirtschaftliche Leben doch katastrophal getroffen haben muß. Weite Landgebiete fielen vor allem im Norden für Ackerbau aus, weil die zur Reife der Frucht erforderliche Zeitspanne nicht mehr vorhanden war... Der >Fimbulwinter< der Edda bewahrt eine Erinnerung an diese für die nordeuropäische Volksgeschichte entscheidenden Vorgänge.

Der Anbau von Weizen und Wein, der für die Bronzezeit noch nördlich von Stockholm nachgewiesen wurde (Sten Florin, 1943, 89 f.), wurde dort für immer unmöglich; Hirse, die in der Bronzezeit weit nach Norden hin angebaut wurde, gedieh nur noch an der Südspitze Schwedens, in Schonen. Die wärmeliebenden Laubwälder, die Skandinavien bis ins norrländische Küstengebiet bedeckt hatten, waren verschwunden, an ihrer Stelle wuchsen seit etwa 1000 v. Chr. die Nadelwälder, die auch heute noch für Skandinavien kennzeichnend sind. >Der Mensch trat in eine neue schwerste Zeit, ins 'eiserne Zeitalter' ein< (K. v. Bülow, 1933, 65)." [9]


Was verursachte die end-bronzezeitliche Klima-Katastrophe?

Nachdem die Historizität einer endbronzezeitlichen Klima-Katastrophe damit hinlänglich belegt sein dürfte, stellt sich natürlich die Frage, was diese dramatische Entwicklung verursacht hat. Hören wir dazu wieder Spanuth: "Die Ursachen für den Klimasturz und die überaus starken Niederschläge seit 1200 v. Chr. sind uns bekannt. Es ist häufig nach schweren Vulkanausbrüchen beobachtet werden, daß durch die großen Aschenmengen, die in die Atmosphäre geschleudert wurden, die Sonnenstrahlung abgeschwächt und dadurch das Klima verschlechtert wurde.

Abb. 4 Große Vulkanausbrüche, wie der des Krakatau im Jahr 1883 (Bild) haben nicht nur spürbare Auswirkungen in der näheren Umgebung der Eruption, sondern die freigesetzten Aschemassen beeinflussen sogar das globale Klima.

So sank nach dem Ausbruch des Krakatau im Jahre 1883 (Abb. 4) die mittlere Jahrestemperatur auf der ganzen Erde um ½ Grad C, was zu Mißernten, zu einem überaus regenreichen Sommer und schneereichen Winter 1885/86 führte. Am 11. Juni 1783 erfolgte ein starker Ausbruch des isländischen Vulkans Skaptarjökull. Die großen Aschenmengen, die hierbei in die Atmosphäre geschleudert wurden, bewirkten, daß man auf der nördlichen Halbkugel in den Jahren 1783 und 1784 die Sonne wie durch einen Schleier sah, die Temperaturen sanken, was zu Mißernten, kühlen Sommern und abnorm kalten und schneereichen Wintern führte." [10]

Zudem weist Gadow darauf hin, dass die massiven, plötzlichen und gleichzeitigen vulkanischen Eruptionen vom Nordwesten bis zum Südosten Europas am Ende der Bronzezeit sowie der daraus resultierende, katastrophale Klimasturz nicht die einzigen Ursachen waren, die zur gleichzeitigen Vernichtung aller entwickelten Kulturen und Zivilisationen führten: "Daß die gewaltigen Vulkanausbrüche um 1220 v. Chr. von schweren See- und Erdbeben begleitet waren, ist seit längerem bekannt. Seebebenwellen zerstörten zahlreiche Hafenstädte am Mittelmeer. Im Nordseeraum müssen zur gleichen Zeit schwere Orkane getobt haben.

Zu dieser Erkenntnis ist bereits D. Wildvang in seiner Veröffentlichung 'Eine prähistorische Katastrophe an der deutschen Ostseeküste' (Emden, 1911) gelangt: Wildvang spricht von >einer Katastrophe von vernichtender Wirkung<, die bei >unzähligen Bohrversuchen, beim Torfgraben und bei der Anlage von Kanälen und Schleusen nachgewiesen wurde. Hier sei aus seiner umfangreichen Arbeit nur einiges aufgeführt: >Mit der ihr eigenen ungestümen Gewalt ergoß sich die Nordsee zum ersten Male ... bis an den Rand der Geest und führte durch den großen Salzreichtum ihrer Fluten die Vernichtung aller Vegetation herbei. Schon beim ersten Anprall scheinen die üppigen Baumbestände erlegen zu sein. Durchweg sind die Kronen der gestürzten Bäume nach Osten gerichtet, wodurch die Annahme, die Katastrophe sei durch einen aus Westen hervorbrechenden Sturm ihre Bestätigung finden mag." [11]

Während Gadow (1973) die vulkanischen Aktivitäten und ihre global großräumigen Folgen (Beben, Tsunamis und Klimasturz) als wesentliche Ursachen des endbronzezeitlichen Kulturen-Sterbens ausmacht, erfahren wir bei ihm jedoch nichts über den Auslöser jenes vulkanischen Infernos: ohne Grund aber donnerten die Vulkane zwischen Island und Sizilien nicht fast zeitgleich los. Spanuth geht hier (1976) den entscheidenden Schritt weiter und zieht einen astrophysikalischen, außerirdischen Urheber dieses, durch harte Daten gesicherten, Ereignisses ins Kalkül, das die größte Zäsur in der Zivilisations-Geschichte Europas, Nordafrikas und vermutlich auch Nordamerikas während der jüngsten 3000 Jahre bewirkte.

Abb. 5 Spanuth betrachtete den Impakt eines Kometen ('Phaéton') als Auslöser des starken Vulkanismus und der folgenden Klima-Katastrophe gegen Ende des 13. Jahrhunderts v. Chr. (Bild: 'Phaéton', Gustave Moreau , 1878, Louvre, Paris)

Dazu gibt er zunächst eine allgemeine Erklärung des Zusammenhangs zwischen Meteoriten-Material und globalen Klimaschwankungen. "Seit kurzer Zeit weiß man auch, daß nicht nur vulkanische Aschen, die in die Atmosphäre emporgeschleudert werden, sondern auch feinster Meteorstaub schwere anhaltende Regen- oder Schneefälle und damit ein Absinken der Temperaturen verursachen kann. Diesen Nachweis hat der australische Astrophysiker Bowen durch langjährige Beobachtungen erbracht. Bowen stellte nach starken Meteorschauern Dunstschichten in großer Breite in der Ionossphäre fest. Etwa dreißig Tage nach dem Auftreten dieser Meteorschauer kam es regelmäßig zu starken Niederschlägen breiter, erdweiter Regenfronten.

Die Zeitspanne von dreißig Tagen erklärt sich aus der Zeit, die der Meteorstaub benötigt, um aus dem Bereich der oberen atmosphärischen Schichten in jene Regionen zu gelangen, in denen sich die Bildung der Wolken vollzieht. Als die amerikanische Luftwaffe Bowen ein Höhenflugzeug vom Typ U-2 zur Verfügung stellte, konnte Bowen in Höhen von 23 000 m über dem Ozean und dem Südpol in einem Staubfilter große Mengen feinster Staubteilchen einfangen, die aus Eisen, Chrom und Gesteinsresten bestanden und zweifellos Überreste von Meteoriten waren, die beim Eindringen in die Lufthülle der Erde zerrieben worden waren. Mit diesen und anderen Beobachtungen konnte Bowen den Beweis erbringen, daß die großen Regen- und Schneefälle primär als Folge des Niedersinkens kosmischer Staubteilchen in die Erdatmosphäre auftreten." [12]

Spanuths Hypothese geht jedoch weit über "starke Meteorschauer", wie wir sie kennen, hinaus: "Man kann sich nach diesen Beobachtungen leicht vorstellen, daß es katastrophenartige Auswirkungen für das Klima der Erde haben muß, wenn große Mengen zerriebener Meteorteilchen und Aschemengen größten Ausmaßes gleichzeitig in die Atmosphäre gelangen. Das aber war gegen Ende des 13. Jahrhunderts v. Chr. der Fall. Der Komet, den die Griechen Phaéthon (Abb. 5), andere Völker Sekhmet, Typhon, Anat, Tistrya [in der Awesta; bb] usw. nannten, kam auf einer sonnennahen Bahn der Erde nahe, ungeheure Mengen von zerriebenem Meteorstaub vermischten sich mit den vulkanischen Aschen, die durch den Ausbruch zahlreicher Vulkane in die Atmosphäre geschleudert worden waren." [13]

Da eine Besprechung des anzunehmenden Phaéthon-Impakts den Rahmen dieses Beitrag sprengen würde, bleibt hier abschließend nur festzustellen, dass Spanuths Hypothese offenbar eine einleuchtende Erklärung für die vorgestellten Indizien und Evidenzen liefert; doch selbst wenn man ein derartiges Impakt-Ereignis in Frage stellt, bleibt das Faktum des katastrophalen Klima-Sturzes, das sich nicht wegdiskutieren lässt, und schließlich die Erkenntnis, dass sich um das Jahr 1200 v.d. Zeitenwende einer der einschneidendsten Umbrüche in der jüngeren Zivilisations-Geschichte der Menschheit ereignete und dass damals - zumindest klimatologisch gesehen - tatsächlich ein 'Goldenes Zeitalter' zu Ende ging.


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe dazu: Jürgen Spanuth - Ein streitbarer sowie umstrittener Pastor, die Germanen und Atlantis
  2. Quelle: Jürgen Spanuth, Die Atlanter - Volk aus dem Bernsteinland, Tübingen, 1976, S. 278-279
  3. Quelle: ebd., S. 279
  4. Quelle: Gerhard Gadow, Der Atlantis Streit - Zur meistdiskutierten Sage des Altertums, Fischer Taschenbuch Verlag, Juli 1973, S. 78
  5. Quelle: Günther Kehnscherper, Neue Hinweise der ur- und frühgeschichtlichen Forschung auf den Wanderweg der Nord- und Seevölker (Atlanter), Hamburg, 1963, S. 9; nach Gadow, 1973, S. 79
  6. Quelle: Spanuth, op. cit., S. 283
  7. Quelle: ebd., S. 279-280
  8. Quelle: ebd., S. 280-281
  9. Quelle: ebd., S. 283-284
  10. Quelle: ebd., S. 281
  11. Quelle: G. Gadow, op. cit., S. 80-81; Gadow beruft sich auf Spanuth, 1965, S. 156f.
  12. Quelle: Spanuth, op. cit., S. 282
  13. Quelle: ebd., S. 282-283

Bild-Quellen:

1) Bengt Hemtun, Interpreting petroglyphs, symbols and megaliths, unter: Danish Bronze Age dresses
2) http://www.violations.dabsol.co.uk/search/searchpart1.htm (nicht mehr online)
3) http://data1.blog.de/blog/g/gedankenreisen/img/turner_schneesturm_meer.jpg
4) Ranveig bei Wikimedia Commons, unter: File:Krakatoa eruption lithograph.jpg
5) Gustave Moreau, 1878, Louvre, Frankreich, nach Hellenica, unter: Phaeton