Herakles

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von Tony O’Connell

Abb. 1 Die Nachzeichnung einer antiken Herkules-Statue, heute im Archäologischen Nationalmuseum (Neapel)

Herakles (Heracles) war ein mythischer griechischer Held [1], der später bei den Römern als Hercules bekannt war. Er ist einer von mehreren mythischen Helden, die Berichten zufolge als Babys verlassen wurden [2]. Er wurde auch mit dem biblischen Samson [3], dem Tyrischen Herakles (Melkart) und dem mesopotamischen Gilgamesch [4] gleichgesetzt. Arysio Nunes dos Santos entschied sich, dass Herkules ursprünglich der hinduistische Heros Vishnu war [5], und zitiert zur Unterstützung seiner Behauptung den griechischen Geographen Megasthenes (350-290 v. Chr.). Auch andere haben sich auf Megasthenes bezogen, der Herkules mit Krishna [6] [7] identifizierte.

Er wird normalerweise als Keulen-Schwinger dargestellt und trägt einen Löwenkopf als Helm, wahrscheinlich weil er wie Samson angeblich unbewaffnet Löwen überwunden hat, und da Löwen nicht Teil der Fauna des antiken Griechenland waren, ist es vernünftig anzunehmen, dass zumindest diesen Teil der Geschichte einen asiatischen oder afrikanischen Ursprung hatte, aber die Ähnlichkeiten enden dort nicht [8].

Euhemeristen haben vorgeschlagen, dass er eine echte historische Figur war, möglicherweise ein vormaliger König von Argos.

Ein kontroverser Vorschlag wurde von Emmet J. Sweeney in seinem 2001 erschienenen Buch Arthur and Stonehenge [9] gemacht, dessen Klappentext besagt, dass „Arthur selbst der urtümlichee Bärengott >Artos< war, die keltische Version von Herkules. Ursprünglich mit einem Bärenfell über Kopf und Schultern dargestellt und mit einem großen Eichenknüppel versehen, wurde er zum Prototyp des griechischen Herkules, als hellenische Händler, die auf der Suche nach Zinn den wilden Wassern des Atlantiks trotzen, seine Geschichte von den Briten hörten.” In seinem Buch Atlantis: The Evidence of Science [10] identifizierte Sweeney jedoch auch Moses als "Alter Ego des Herkules".

Es scheint einen Herakles-Kult gegeben zu haben, der sich möglicherweise bis nach Großbritannien erstreckt hat, wo manchmal behauptet wird, die Kreidefigur von Cerne Abbas repräsentiere ihn [11].

Der Begriff "Säulen des Herakles" wurde von den alten Griechen verwendet, um die äußeren Bereiche ihres begrenzten Seegebiets zu definieren. Dies änderte sich im Laufe der Zeit, als sich ihre nautischen Fähigkeiten verbesserten. Einige der früheren „Säulen“ befanden sich am Eingang zum Schwarzen Meer, zur Straße von Sizilien und zur Straße von Messina. Später wurde der Begriff ausschließlich auf die Straße von Gibraltar angewendet. [12]


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell (©) wurde seiner atlantologischen Online-Enzyklopädie Atlantipedia.ie entnommen, wo er am 08. Juni 2010 unter dem Titel "Heracles" erstveröffenlicht wurde. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung nach dem Stand vom 27. März 2020 durch Atlantisforschung.de.

Fußnoten:

  1. Siehe: Stichwort "Herakles", in: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 9. Leipzig 1907, S. 184-186; online bei Zeno.org
  2. Siehe: myjewishlearning.com, unter: "Moses as Abandoned Hero" (abgerufen: 27. März 2020)
  3. Siehe auch: aeonjournal.com, unter: "Samson"; Artikel dort inzwischen offline, aber archiviert bei Atlantipedia.ie (Archive 3444)
  4. Siehe: phoenicia.org, unter: "Phoenician influence on Greek Religion 900-600 BC: The Oriental influences seen in the Gods and Goddesses worshipped in Greece" (abgerufen: 27. März 2020)
  5. Siehe: Arysio Nunes dos Santos, "Atlantis, The Lost Continent Finally Found", Atlantis Publications. 2005, S. 129
  6. Siehe: Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter: "Megasthenes' Herakles" (abgerufen: 27. März 2020)
  7. Siehe auch: "ritsin.com", unter: "Shri Krishna and Hercules - indian and greek mythology" (abgerufen: 27. März 2020)
  8. Siehe: aeonjournal.com, unter: "Samson"; Artikel dort inzwischen offline, aber archiviert bei Atlantipedia.ie (Archive 3444)
  9. Siehe: Emmet J. Sweeney, "Arthur and Stonehenge: Britain's Lost History", Domra Publications, 2001 - ISBN-10: 0952441799 / ISBN-13: 978-0952441793
  10. Siehe: Emmet Sweeney, "Atlantis: The Evidence of Science", Algora Publishing, 2010, S. 198
  11. Siehe: britainexpress.com, unter: "Cerne Abbas Giant" (abgerufen: 27. März 2020)
  12. Red. Anmerkung: Zum Verständnis der 'Säulen des Herakles' in der Antike siehe aufklärend: Heinz-Günther Nesselrath, "Die Säulen des Herakles - eine mythische Landmarke und ihre Bedeutung in der Klassischen Antike", in: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 2008, 2009, S. 226-232 (online als PDF-Datei, 88,81 KB; abgerufen: 27. März 2020)

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