Léopold de Folin

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Historisches Forscher- und Autorenportrait

(red) Alexandre Guillaume de Léopold, Marquis de Folin (Abb. 1) (* 1817 in Tournus; † 1896 in Biarritz) war ein französischer Marineoffizier, Ozeanograph und Zoologe (Malakologe).

Abb. 1 Der Ozeanograph und Malakologe Léopold de Folin (1817-1896)

Über ihn heißt es in der deutschsprachigen Wikipedia u.a.:"Léopold de Folin begann seine Karriere als Marineoffizier. Im Jahre 1866 war L. de Folin Commandant du port de Pauillac, in der Nähe von Bordeaux [1], dann in Saint-Nazaire und schließlich Hafenmeister, capitaine de port, in Bayonne [2]. Er kann als Initiator der ersten ozeanographischen Forschung in Frankreich betrachtet werden. So hatte er die französischen Behörden, Ministres de la Marine et de l’Instruction publique, davon überzeugt, die erste wissenschaftliche Untersuchung mit dem Forschungsschiff Travailleur von 1880 bis 1882 in die Tiefen des Golf von Biskaya, Golfe de Gascogne, und dem Mittelmeer unter der wissenschaftlichen Leitung von Alphonse Milne-Edwards durchzuführen. Im Jahre 1883 [war er] an Bord der Talisman, für Expeditionen zu den Azoren, Kanarischen Inseln und Kapverdischen Inseln. Im Jahre 1871 war er Gründer des Musée de la Mer de Biarritz. Léopold de Folin schrieb Berichte über Caecidae (mikroskopische Meeresschnecken), die er während der HMS Challenger-Expedition von 1872 bis 1876 sammelte. Er beschrieb auch die Gattung Oceanida von Meeresschnecken in der Familie Eulimidae." [3]

Kaum bekannt ist, dass L. de Folin sich auch mit dem Atlantis-Problem befasste - offenbar ging er von einem Atlantis im Atlantik aus [4] -, wobei er interessanterweise nicht nur durch seine Forschungsreisen im Atlantik, sondern insbesondere durch seine Tätigkeit als Malakologe zu Aspekten seines atlantologischen Modells inspiriert wurde. So lesen wir in Tony O’Connells Atlantipedia: "Allem Anschein nach führten ihn seine Studien zu Mollusken und insbesondere zu bestimmten Spezies von Landschnecken in den westlichen Pyrenäen zu der Überlegung, dass sie durch die Vorfahren der Basken, die von Atlantis dorthin gelangten, eingeführt worden sein könnten." [5] Damit gehört Léopold de Folin zu den frühesten Vertretern der Annahme, die Basken seien Nachfahren von Überlebenden der Atlantis-Katastrophe. [6]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Recueil des publicationsby Société havraise d'études diverses, Le Havre, 1897 (online bei Archive.org)
  2. Siehe: Allgemeine Darstellung Brève histoire illustrée de l'océanographie: les scientifiques sur les chemins des mers der Station biologique de Roscoff mit einem Abschnitt über L. de Folin
  3. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, "Léopold de Folin" (abgerufen: 01. Oktober 2018)
  4. Siehe: Léopold de Folin, "Atlantes Et Basques. Note Sur Cette Race", Biarritz (A.A. Lamaignère), 1896
  5. Quelle: Tony O’Connell, "De Folin, Léopold (i)", 23. September 2013, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 01. Oktober 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  6. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: "Atlaintika" (red)

Bild-Quelle: