Platos 'Große Ebene von Atlantis' - auf Kuba

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von Andrew Collins

Abb. 1 Ein Blick vom Viñales Valley auf die Cord de Guaniguanico

Die Beschreibung einer Inselebene, die im Osten, Norden und Westen von „Gebirgszügen“ umgeben ist, entspricht der westlichen Ebene Kubas, die sich von Havanna nach Westen bis Pinar del Río erstreckt und im Norden und Westen von der Cord[illera; d.Ü.] de Guaniguanico (Abb. 1) umschlossen wird. Wir wissen auch, dass sich die Ebene bis vor etwa 9.000 Jahren nach Süden über die heutige Bucht von Batabanó bis zur Isla de la Juventud erstreckte. Hier gibt es dann Hinweise auf eine ausgedehnte Ebene, die ursprünglich 540 mal 160 Kilometer groß war und während des von Plato vorgegebenen Zeitrahmens zumindest teilweise untergegangen ist.

Kubas Cord de Guaniguanico könnte auch mit den "Gebirgszügen" verglichen werden, von denen Plato sagt, dass sie die große Ebene von Atlantis vor "kalten Nordwinden" schützen. Zwischen November und Februar eines jeden Jahres ist Kuba bitterkalten Winden ausgesetzt, die als "Los Nortes" oder "Nördliche" bekannt sind und Schneestürme aus den östlichen Vereinigten Staaten hereinblasen. Obwohl diese Kaltfronten exponierte Regionen der kubanischen Landmasse erreichen, schützt die Cord de Guaniguanico die westliche Ebene vollständig vor den harten Winden, die sonst die Winterkultur schädigen würden.

Darüber hinaus wurde Kuba von führenden Geographen als mysteriöses Inselparadies, bekannt als Antillia, oder als die 'Insel der sieben Städte' identifiziert, die nach maurischer und später portugiesischer mittelalterlicher Überlieferung im äußeren Ozean gelegen haben soll (zweifellos aus viel älteren phönizischen und karthagischen Quellen entlehnt). Darüber hinaus leitet sich der Name Antillia von der semitischen Wortwurzel ATL (anheben) ab, die auch die Wurzel des Namens Atlas war, von dem wir die Bezeichnung 'Atlantis' (Tochter des Atlas) ableiten, verwendet für eine Atlantikinsel (Atlantiden, "Töchter des Atlas", war der Plural, der in der Antike Verwendung fand, um Atlantikinseln im Allgemeinen zu bezeichnen). Mit anderen Worten, wenn Antillia nur eine mittelalterliche Form von Atlantis war, dann bestätigt dies die Assoziation Kubas mit Platos atlantischem Paradies.


Literaturhinweis

Collins - Atlantis in the Caribbean.jpg
Andrew Collins, "Atlantis in the Caribbean: And the Comet That Changed the World", Inner Traditions/Bear & Company, 15.09.2016 - 528 Seiten - ISBN-10: 1591432650 - ISBN-13: 978-1591432654


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Andrew Collins (©) wurde seiner Webseite andrewcollins.com entnommen, wo er als Teil des Artikel THE SEARCH FOR ATLANTIS IN CUBA - A Report from ANDREW COLLINS (Abschnitt: "Cuba's Great Plain") erstveröffentlicht wurde. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbarbeitung durch Atlantisforschung.de im Januar 2020.

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