Tharros

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Befand sich das biblische Tarschisch auf Sardinien?

Abb. 1 Einige der Ruinen der altertümlichen Stadt Tharros auf Sardonien - eine Konkurrentin des legendären Tartessos in Spanien hinsichtlich der Identifizierung des biblischen Tarschisch?

(red) Tarros - auch Tharras, Tarrae oder Tarras - ist der Name einer altertümlichen Stadt an der Westküste Sardiniens, von der heute nur noch Ruinen (Abb. 1) vorhanden sind. Die etwa 20 km westlich der Gemeinde Oristano in der gleichnamigen Provinz, auf dem schmalen Südzipfel der Sinis-Halbinsel gelegene Siedlung wurde ursprünglich von Angehörigen der bronzezeitlichen Nuraghenkultur gegründet. In der Antike wurde die Stätte dann von den Phöniziern zu einer Stadt ausgebaut, die später den Römern in die hände fiel. [1]

Über die Stadtgeschichte von Tharros heißt es bei der deutschsprachigen Wikipedia zudem: "Die ältesten Funde in Tharros lassen auf eine Besiedlung im 13. und 12. Jahrhundert v. Chr. schließen. Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. muss Tharros eine phönizische Handelsniederlassung gewesen sein. Darauf verweisen die Ruinen einer Akropolis [sowie] zweier Tepathim phönizischen Ursprungs. Aus punischer Zeit zeigt eine 120 m lange Mole, dass Tharros im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. eine bedeutende Hafen- und Handelsstadt war. Die Römer besiegten 215 v. Chr. die Punier und passten kurz darauf die Stadt ihren Bedürfnissen an. Unter anderem wurden breite Straßen angelegt, die mit schwarzen Basaltplatten belegt wurden; hinzu kamen Wasserleitungen und ein Abwasserkanal unter der Straße, Thermen und ein hexagonales Baptisterium angelegt." [2] [3]

Informationen über Tharros als Gegenstand konventioneller sowie alternativer Ur-und Frühgeschichtsforschung finden wir bei Tony O’Connell. In seiner Atlantipedia geht es vor allem um eine mögliche Gleichsetzung der alten sardischen Hafenstadt mit dem biblischen Tarschisch, wozu er schreibt: "Tharros wurde erstmals von W.W. Covey-Crump in The Journal of Theological Studies 17 (1916, S. 280-290) mit Tarschisch gleichgesetzt. William F. Albright unterstützte diese Ansicht in seinem [Buch] Yahweh and the Gods of Canaan." [4]

Indem es Evidenzen dafür gibt, dass das bilblische Tarschisch jenes Silber lieferte, welches bei Ezechiel (27.12) erwähnt wird, ist die Mehrheits-Ansicht, dass es von Andalusien herangeschafft wurde. Tharros ist allerdings eine glaubwürdige Alternative, da es ganz in seiner Nähe bedeutende Silber-Bergwerke gab, zuvvörderst [...] im Gebiet von Argentiera. Kürzlich erfolgte Isotopen-Analysen zeigten, dass Salomos Silber aus Spanien nach Sardinien gebracht worden sein könnte. [5] Moderne Forscher, wie Federico Bardzanellu [6], haben ebenfalls für Tharros als Tarschisch optiert." [7]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzylopädie, unter "Tharros" (abgerufen: 24. November 2018)
  2. Siehe: Max-Otto Hermann, "Handbuch der Tempel-, Kult- und Ruinenstätten der Welt. Archäologische Stätten, Heiligtümer, Antike Ortsnamen, Nekropolen", VMA-Verlag, 1997
  3. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzylopädie, unter "Tharros" (abgerufen: 24. November 2018)
  4. Siehe: William Foxwell Albright, "Yahweh and the Gods of Canaan: A Historical Analysis of Two Contrasting Faiths", Eisenbrauns, 1990
  5. Siehe: Noah Wiener, "Tarshish: Hacksilber Hoards Pinpoint Solomon’s Silver Source", 7. November 2017, bei biblicalarchaeology.org (abgerufen: 24. November 2018)
  6. Siehe: Federico Bardzanellu, "Dolmen Museum" (abgerufen: 24. November 2018)
  7. Quelle: Tony O’Connell, "Tharros", 07. August 2014, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 24. November 2018; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

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