Akropolis

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von Tony O’Connell

Abb. 1 Eine Plan-Skizze der Akropolis von Athen. Allgemeine Charakteristika dieses Komplexes spiegeln sich in Platos Beschreibung zentraler Gebäude des Akropolis-Areals von Atlantis wider.

Akropolis ist der Name für die zentrale höchste Position in antiken griechischen Städten, die von den wichtigsten religiösen und weltlichen Gebäuden besetzt ist. Die athenische Akropolis (Abb. 1) wurde von dem prächtigen Parthenon (Abb. 2) gekrönt, der zwischen 447 und 432 v. Chr. erbaut wurde. Eine interessante Behauptung ist, dass der Parthenon einst „eine Ausschweifung von Farben“ gewesen sei [1].

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal des Gebäudes ist, dass seine Breite sorgfältig auf 101,34 Fuß gemessen wurde, was genau einer Sekunde des Breitengrads am Äquator entspricht [2]. Die Akropolis von Athen ist die bekannteste und wird zu Unrecht oft als "Die Akropolis" schlechthin bezeichnet. Es ist erwähnenswert, dass sich die allgemeine Darstellung einer Akropolis in Platos Beschreibung der zentralen Gebäude des Akropolis-Plans von Atlantis widerspiegelt, welche sich ebenfalls auf einer Anhöhe befanden.

Abb. 2 Ein Blick auf das Athener Parthenon aus südlicher Richtung

Autoren wie Jürgen Spanuth [3], Rainer W. Kühne [4] sowie Stavros Papamarinopoulos [5] sind zu dem Schluss gekommen, die Akropolis von Athen liefere überzeugende Beweise dafür, dass der Krieg zwischen Atlantis und Athen um 1200 v. Chr. atattfand. Papamarinopoulos kommentiert weiter:

Athen im Kritias ist eine Realität des 12. Jahrhunderts v. Chr., die nur von Plato und nicht von Historikern wie Herodot, Thukydides und anderen beschrieben wird. Analytiker der Vergangenheit haben Platos fabriziertes Athen, das in seinem Dialog Politeia vorgestellt wurde, mit dem nicht fingierten Athen seines Dialogs Kritias zusammengewürfelt. Dieser schwerwiegende Fehler hat die Forscher von ihrem Ziel abgelenkt, Platos Text effizient zu interpretieren." [6]

Plato bezog sich auf Wohnhäuser für Krieger (Krit. 112b) nördlich der Akropolis, die im 15. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurden und erst zu Beginn unseres 20. Jahrhunderts wiedergefunden wurden. Er bezieht sich auch auf eine Quelle (Kritias 112d), die während eines Erdbebens zerstört wurde. Kühne stellt fest, dass diese Quelle nur für etwa 25 Jahre existierte, aber von dem schwedischen Archäologen Oscar Broneer (1894-1992) gefunden wurde, der dort von 1959 bis 1967 Ausgrabungen durchführte. Die Zerstörung der Quelle und der Kaserne durch ein am Ende des 12. Jahrhunderts v. Chr. aufgetretenes Erdbeben wurde bestätigt.

Plato beschreibt, wie diese Katastrophen der Überschwemmung und des Erdbebens, welche die Zerstörung der Akropolis verursachten, nur von den im Landesinneren lebenden Menschen überlebt wurden. Es waren ungebildete Menschen, die nicht schreiben konnten, und so ging das Wissen über das Schreiben verloren. John Chadwick & Michael Ventris haben gezeigt, dass Linear B in einer frühen griechischen Sprache geschrieben wurde und in Griechenland bis etwa 1200 v. Chr. in Gebrauch blieb. In der Folge waren die Griechen bis zum 8. Jahrhundert v. Chr. ohne Schrift.

Die Datierung von 1200 v. Chr. scheint mit dem Ende des Krieges zwischen Athen und Atlantis übereinzustimmen, mit Ausnahme von Platos Hinweis auf das Erdbeben, das von einer Flut begleitet wurde, welche die dritte vor der Flut des Deukalion war. Diese Flut des Deukalion wird normalerweise auf mindestens einige Jahrhunderte vor 1200 v. Chr. datiert. Jacques Collina-Girard scheint gemeinsam mit vielen anderen davon überzeugt zu sein, dass Atlantis um 9500 v. Chr. zerstört wurde, Platos Beschreibung von Atlantis jedoch fiktiv ist. Collina-Girards Theorie eines Atlantis in der Straße von Gibraltar, die am Ende der Eiszeit viele tausend Jahre vor der Existenz der Akropolis überschwemmt wurde, zwang ihn, Platos Beschreibungen der Bronzezeit als Fiktion anzuzeigen, da er ansonsten die Erforschung der Insel Spartel nicht hätte rechtfertigen können.


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell (©) wurde seiner atlantologischen Online-Enzyklopädie Atlantipedia.ie entnommen, wo er am 22. Mai 2010 unter dem Titel "Acropolis" erstveröffenlicht und nachfolgend weiter ausgebaut wurde. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung nach dem Stand vom 01. März 2020 durch Atlantisforschung.de.

Fußnoten:

  1. Siehe: Heather Whipps, "Parthenon Once a Riot of Color", 20. März 2010, bei livescience.com (abgerufen: 01. März 2020)
  2. Siehe: Nicholas Kollerstrom (Ph.D.), "The Acropolis Width and Ancient Geodesy", in: Cal Lab Magazine – The International Journal of Metrology Okt./Nov./Dez. 2005 (online als PDF-Datei; abgerufen: 01. März 2020)
  3. Siehe: Jürgen Spanuth, Atlantis of the North. London (Sidgwick & Jackson), 1979
  4. Siehe: Rainer W. Kühne, "Location and Dating of Atlantis", bei beepworld.de (abgerufen: 01. März 2020)
  5. Siehe: St. P. Papamarinopoulos, "Plato and the seismic catastrophe in the 12th century B.C. Athens",(online als PDF-Datei bei: The 2009 Conference on Quantavolution - Kandersteg, June 6th - 9th / Archive (abgerufen: 01. März 2020)
  6. Siehe: S.P. Papamarinopoulos, "ATLANTIS IN SPAIN II", in: Bulletin of the Geological Society of Greece Vol 43, No 1 (2010)

Bild-Quellen:

1) Bild-Archiv Tony O’Connell / Atlantipedia.ie
2) Thermos (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:Parthenon from south.jpg (Lizenz: Creative-Commons, „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch“, US-amerikanisch)