Asuras

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Abb. 1 Die Hindu-Göttin Varahi im Kampf mit Asuras

(red) Die Asuras (Sanskrit, m., असुर, asura, 'Dämon', böser Geist) sind mächtige, quasi 'übermenschliche' und weitgehend negativ charakterisierte Wesen der asiatischen Mythologie. In den Glaubenssystemen des Hinduismus bzw. Vishnuismus gelten diese Wesenheiten, die als Gegenspieler der erleuchteten Devas oder Suras auftreten, zum Teil [1] als Kinder der Göttin Diti. [2] Im Buddhismus gehören die Asuras - der Begriff wird bisweilen auch mit "Titanen", "Halbgötter" oder "Streitende Götter" übersetzt - zu den drei oberen der insgesamt sechs 'spirituellen' Daseinsbereichen (angesiedelt zwischen den Menschen und den Devas). "Die charakteristische Emotion der Asuras ist Eifersucht. Sie werden oft als kriegerische Wesen dargestellt, die sich Scharmützel mit den Devas liefern und dabei stets verlieren. Manchmal wird die moderne Welt als Asura-Bereich bezeichnet, da die Menschen ständig in Hast sind, um materiellen Zielen nachzustreben, die sie meist doch nicht erreichen können." [3]

Für die alternative Ur-und Frühgeschichtsforschung (Primhistorik, Prä-Astronautik und Atlantisforschung) ist die Beschäftigung mit den mythisch-legendären Asuras vor allem vor dem Hintergrund der Rolle relevant, welche diese Wesen in alten Sanskrit-Texten als Gegner der 'Götter' und ihrer Untergebenen spielen, wobei - laut zahlreichen, später schriftlich fixierten Überlieferungen zufolge - auch Fluggeräte (so genannte "Vimanas") [4] und andere hochtechnologische Waffensysteme zum Einsatz kamen. [5]

Etymologie und Wortbedeutung

Abb. 2 Die Gottheit Shiva zerschmettert den 'Dämon' Tripurasura (Skulptur, ca. 1026–1343 n.d.Z., bei Halebidu im indischen Bundesstaat Karnataka)

Zur Etymologie bzw. Bedeutung des Wortes >Asura< heißt es in der vishnuistischen Vishnupedia:" Das Wort Sura bedeutet im Sanskrit >Lichtwesen<, >Lichtgestalt<. Durch die Vorsilbe >a< wird die Verneinung bzw. die Bezeichnung des Gegenteils ausgedrückt. Doch auch die Asuras sind oft von lichtvoller Gestalt. Denn der Begriff Asura ist keine Beschreibung ihrer äusseren Gestalt, sondern eine Beschreibung ihrer inneren (geistigen) Haltung, die sich gegen das >Licht Gottes< stellt. Der Begriff >Asura< wird häufig mit >Dämon< übersetzt, was nicht unbedingt ädaquat ist, wenn man bedenkt, was wir uns im 21. Jahrhundert unter Dämon vorstellen. Es sind nämlich nicht zwingend hässliche Höllenwesen oder nur ehrgeizige, eifersüchtige und neidische Wesen, welche die Götter (Devas) offen bekämpfen. Es können genauso gut auch >gute< Menschen sein, die humanistische Ziele verfolgen, sogenannt gute Taten vollbringen usw., aber gleichzeitig Gott und jegliche Philosophie, welche die ewige Individualität Gottes und der zahllosen Atmans lehrt, bekämpfen oder verspotten. Kennzeichen eines Asuras ist, dass er die Verehrung Gottes (Vishnus) kategorisch ablehnt und das Leben selbst auf den physischen Körper reduziert.

So gibt es auch noch eine weitere Wortdeutung, die sich von den zwei Wörtern >asu< und >ramante< ableiten. Asu bedeutet Lebensatem und ramante geniessen. In diesem Wortsinn ist ein Asura jemand, der seinen Lebensinn im Geniessen des Lebensatems oder des Körpers sieht. Auch diese Wortdeutung verneint oder ignoriert das eigene spirituelle Selbst (Atman) und das höchste spirituelle Selbst (Gott) und deren natürliche und wesensgemässe Beziehung zueinander." [6]

Zur euhemeristischen, grenzwissenschaftlichen Interpretation der Asuras

Abb. 3 Skizze mit dem Rekonstruktionsversuch eines - zudem flugfähigen - Amphibien-Fahrzeugs der Asuras aus dem 'Großen Krieg'

Es wird deutlich, dass die negative Charakterisierung der Asuras in der hinduistischen bzw. vishnuistischen sowie buddhistischen Sichtweise letztlich religös begründet ist und auf der dargestellten Ablehnung wesentlicher Grundsätzte dieser Religionen durch jene Wesenheiten bzw. auf deren überliefertem Antagonismus zu den 'Lichtgestalten' der betreffenden Glaubenssysteme zu beruhen scheint. Insbesondere ist auch bei einer Untersuchung der Texte des Mahabharata und den dortigen Schilderungen des 'Großen Krieges' mit den Asuras in Betracht zu ziehen, dass es sich dabei um eine mythisierte Form von Kriegsberichterstattung handelt, bei der die Zuschreibungen von 'gut' und 'böse' aus der Sicht der siegreichen Partei getroffen wurden.

Zudem muss bei euhemeristischen Studien der Asuras auch davon ausgegangen werden, dass ihre Benennung letztlich eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Wesenheiten, Völker oder Gruppierungen darstellt (z.B. die Daityas, die Danavas und die Rakshasas), deren Identifikation - auch mittels einer vergleichenden Mythologie (siehe z.B. Titanen und Giganten der graeco-romanischen Mythen) - ungeheuer problematisch erscheint.

Weiter verkompliziert, aber auch besonders spannend, wird ihre Betrachtung zudem durch die - im grenzwissenschaftlichen Bezirk inzwischen allgemein anerkannte, im schulwissenschaftlichen Bereich nach wie vor zurückgewiesene oder ignorierte - Auslegung der vielen Aussagen in alten Sanskrit-Texten über Wunderwaffen und Fluggefährte der Asuras (Abb. 3) und Devas als Beschreibung von Hochtechnologie. Dies impliziert letztlich auch die Möglichkeit eines außerirdischen Ursprungs der Schöpfer und/oder Nutzer jener beschriebenen Technologien. So werden Asuras und Devas in der Prä-Astronautik-Literatur schon lange mit außerirdischen Besuchern der Erde in Verbindung gebracht, während sie in der eher auf die Annahme früher irdischer Hochkulturen fokussierten, nonkonformistishen Atlantisforschung [7] bisweilen mit den (irdischen) Atlantiern identifiziert wurden - z.B. bei M. Freksa (1997) und F. Joseph (2005).


Beiträge bei Atlantisforschung.de mit Bezug zu den 'Asuras'


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Anmerkung: Zumindest gilt Diti als Mutter der Daityas, die zu den Asuras gerechnet werden.
  2. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Asuras (Hinduismus) (abgerufen: 17.12.2013)
  3. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Asuras (Buddhismus) (abgerufen: 17.12.2013; Hervorhebungen durch Atlantisfo)
  4. Siehe diesbezüglich die folgenden Werke der alten Sanskrit-Literatur: RAMAYANA, MAHABHARATA, SAMARANGANA SUTRADHARA, YUKTIKALPATARU, MAYAMATAM, RG VEDA, das YAJURVEDA und das ATHAARVAVEDA, das SATAPATHYA BRAHMANAS, SAMHITA das RG VEDA, HARIVAMSA, MARKANDEYA PURANA, VISHNU PURANA, VIKRAMAURVASIYA, UTTARARAMACARITA, JIVAKACINTAMANI und das SAMARANGANA SUTRADHARA. (Quelle)
  5. Siehe dazu vor allem das Standardwerk von Lutz Gentes: "Die Wirklichkeit der Götter - Raumfahrt im frühen Indien", München (etc.) - bettendorf'sche Verlagsanstalt, 1996, 504 Seiten, Hardcover, ISBN 3-88498-101-3"
  6. Quelle: O.A., "With the Help of the Asuras", nach: Vishnupedia, unter: Asura (abgerufen: 17.12.2013; Hervorhebungen durch Atlantisforschung.de)
  7. Anmerkung: In Abgrenzung zur schulwissenschaftlich orientierten, 'konformistischen' Atlantisforschung

Bild-Quellen:

1) Redtigerxyz bei Wikimedia Commons, unter: File:Varahi LACMA.jpg
2) Dharmadhyaksha bei Wikimedia Commons, unter: File:Shiva crushes Tripurasura.jpg
3) Matho Mathis, bei Enter To The World Of Binaries, unter: Tripura Vimana - Ancient Vimanas (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)