Das Rätsel der Chaldäer

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von unserem Gastautor Dr. Horst Friedrich (1996)

Wer waren die in der ganzen Welt des Altertums - vor allem wegen ihres Handelsgeistes und ihres Wissens - berühmten Chaldäer? Unsere einschlägigen Schulwissenschaften bringen dazu viel Inkohärentes und Widersprüchliches vor. Ihre Aussagen scheinen viel zu stark von scholastischen [1] Lehrmeinungen und Bibelfundamentalismus gefärbt. Man gewinnt keinen wirklich überzeugenden Durchblick. Nicht einmal darüber, was für eine Sprache sie gesprochen haben, herrscht Einigkeit.

Dergleichen ist stets ein Signal, dass man sich besser anderswo - außerhalb der organisierten Schulwissenschaft - nach einer überzeugenderen Alternative umsehen sollte! Die beiden Hauptschlüssel dazu werden, meine ich, ja schon seit Jahren von zwei großen, nonkonformistischen Außenseiter-Forschern parat gehalten: Heinsohn [2] und Heyerdahl [3].

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Akzeptieren wir zumindest zunächst einmal versuchsweise die berühmte Gleichung Heinsohns und sehen wir, wohin sie uns führt!

Wie Heyerdahl überzeugend darlegt, ist die "sumerische" Zivilisation einer von weither in Mesopotamien anlangenden maritimen "Transfusion" geschuldet [4]. Das Hochkultur-Elemente mitbringende ethnolinguistische Superstrat der "Sumerer" kam von Übersee! Und die Hochkultur-Elemente wurden als komplettes "Paket" von Übersee mitgebracht! Da nun aber, nach Heinsohn, statt "Sumerer" stets "Chaldäer" zu lesen ist, wäre festzuhalten:

Ergebnis Nr. 1:

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Aber woher genau? Nach Heyerdahl war die "Sumerer"-/Chaldäer-Heimat Dilmun. Wo lag Dilmun? Heyerdahl hilft uns hier nicht weiter, denn er ist da einem schulwissenschaftlichen, gänzlich unwahrscheinlichen Dogma auf den Leim gegangen (Dilmun = Bahrain). Heinsohn hat aber sehr überzeugend gezeigt, dass Dilmun Indien war [5]. Hiernach wäre festzuhalten:

Ergebnis Nr. 2:

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Und zwar um -1050, Heinsohn zufolge. Nun aber beginnt das große Rätselraten! Woher aus Indien? Der Subkontinent ist groß. Woher genau könnte das frühdynastische, "sumerische" Chaldäa (nach Heinsohn von -1050 bis um -700) seine Zikkurats, seine Götterwelt, seine fantastische Stadtplanung, seine hochseetüchtigen genialen Binsen-Frachtschiffe, seine Astronomie-Astrologie [6] etc. bezogen haben? Ist eine Verbindung mit dem protohinduistischen Indien denkbar? Zwischen der chaldäischen Götterwelt einerseits und der vedischen Kosmogonie und dem hinduistischen Pantheon andererseits scheinen Welten zu liegen [7]. Oder existieren doch Verbindungen?

Wechseln wir über zur Linguistik, zur vergleichenden Sprachwissenschaft! Welche Sprache sprachen die Chaldäer? Was sagen unsere - die schulwissenschaftlichen Dogmen widerspiegelnden - Wörterbücher hierzu? Nach dem DUDEN [8] ist "Chaldäa" lediglich ein anderes Wort für "Babylonien" und waren die Chaldäer Aramäer, d. h. sie waren ein Volk, das eine "west-semitische" [9] Sprache als Umgangssprache verwendete. Ähnlich definiert der COLLINS [10] die Chaldäer als ein semitisches Volk, das im -8./-7.Jahrhundert das südliche Babylonien beherrscht hätte.

In ethnolinguistisch ähnliche Richtung deutet das Fazit der Überlegungen des großen Außenseiter-Gelehrten E. Morgan Kelley [11]: "Die Chaldäer sind möglicherweise identisch mit den ,Atlanto-Semiten'".

Zu einem ganz anderen Ergebnis gelangt Kurt Schildmann [12], SYNESIS-Lesern von seiner linguistischen Großtat der Entzifferung der Induskultur-Schrift als Sanskrit [13] bekannt. Nach ihm handelt es sich beim "Sumerischen" - wir lesen hier wieder "Chaldäischen" - um eine indogermanische Sprache!

Schon am Ende des Barock-Zeitalters, im Jahr nach dem Ausbruch der Französischen Revolution, hatte Th. J. Ditmar in einem in der Tat "barocken" kleinen Werkchen (siehe Abbilung) Ähnliches behauptet, nämlich eine Verwandtschaft der Chaldäer mit den alten Iranern [14]. Auch seien beide Licht- respektive Feuer-Verehrer gewesen.

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Noch verwirrter wird man, wenn man - rekapituliert bei Heinsohn [15] - liest, wie zunächst die Lehrmeinungen zur Sprache der Chaldäer ausgesehen hatten, bevor die Schulwissenschaft (durch Chronologie-Manipulation) eine Verdoppelung oder Widerspiegelung der Chaldäer in den ihnen angeblich 2.000 Jahre vorausgehenden "Sumerern" erfand. Zunächst war vorgeschlagen worden, die Sprache "Kasdo-Skythisch" (nach hebr. Kasdim = Chaldäer) zu nennen. Henri Rawlinson hingegen hatte "Hamitisch" vorgeschlagen, gab diesen Vorschlag aber später zugunsten von "Chaldäisch" (oder Proto-Chaldäisch) wieder auf.

Schlägt man in der Spezialliteratur unter "Sumerer" und "Chaldäer" nach, wird die Sache noch verwirrender! Ein Nachschlagewerk bezeichnet die Chaldäer als Aramäer, also "West-Semiten" [16], während es bei den "Sumerern" Affinitäten zur vorindoeuropäischen Bevölkerung Indiens vermutet und ihnen eine agglutinierende Sprache unterstellt [17]. Ein anderer Autor versteigt sich gar zu der Behauptung, die "sumerische" Sprache zeige keinerlei deutlich erkennbare Verwandtschaft mit irgendeiner lebenden oder toten Sprache [18]. Als würde so etwas überhaupt möglich sein! Immer wieder hat sich gezeigt, dass - was ja nach dem gesunden Menschenverstand auch zu vermuten ist - die angeblich "isolierten" Sprachen eben doch Verwandte haben. Und der Münchener assyriologische Ordinarius D. O. Edzard fällt zur Sprache der "Sumerer" das salomonische, enttäuschende Urteil (übersetzt): "Die linguistische Zugehörigkeit ihrer Sprache ist unbekannt, und Versuche, sie mit modernen Sprachen oder Sprachfamilien in Verbindung zu bringen (Türkisch, Ungarisch, Sino-Tibetisch etc.) können nicht überzeugen ..." [19].

Wie kann es sein, dass die Linguisten sich nicht darüber einigen können, ob eine bestimmte Sprache - hier das "Sumerische", Chaldäische - zur semitischen, hamitischen, indogermanischen, ural-altaischen oder sinotibetischen Sprachfamilie gehört? Diese - angeblich existierenden - Sprachfamilien sind doch - angeblich - klar voneinander unterscheidbar!

Irgend etwas muss hier faul sein! Entweder hat man überhaupt keinen Durchblick zu den diversen ethnischen Sub- und Superstraten und "Infusionen" (mit daraus resultierender Sprachvermischung) im alten Mesopotamien. Oder ist vielleicht die schulwissenschaftliche Vorstellung von "Sprachfamilien" nur ein unhaltbares scholastisches Konstrukt, von dem die Sprachforscher sich haben hypnotisieren lassen? Der verdienstvolle, große Außenseiter Arnold Wadler, der weltweit (!) vergleichende Wort- und Sprachforschung betrieben hatte, hatte ebendies behauptet [20].

Ähnlich misstrauisch scheint E. Morgan Kelley [21] dem Konzept von "Sprachfamilien" gegenüber zu stehen. So schreibt er (übersetzt) etwa: "In der Tat sind sich viele Gelehrte schon seit langem dessen bewusst, dass das Ur-Indoeuropäische oder Ur-Indogermanische ... wohl weniger eine spezifische Sprache war als vielmehr ein Amalgam älterer linguistischer Charakteristika mehrerer unterschiedlicher Gruppierungen". Das heißt, um die Sache ganz direkt zu benennen, dass es überhaupt kein Ur-Indogermanisch gab und mithin auch keine indogermanische oder indoeuropäische Sprachfamilie geben kann! Und ganz identisch wird der Fall wohl - bedenkt man die weitgehend "scholastische" Natur unserer Lehrmeinungen - bei den anderen, gewissermaßen ganz nach Laune postulierten "Sprachfamilien" gelagert sein.

Der Verfasser meint, aus diesem Status quo, respektive diesem Sich-nicht-einigen-Können der Sprachforscher, legitim als versuchsweises Fazit ziehen zu dürfen das

Ergebnis Nr. 3:

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Was ist eine "Kreolsprache"? Man versteht darunter Sprachen, die entstehen, wenn linguistisch stark heterogene multiethnische Amalgame durch gegenseitige Beeinflussung ganz unterschiedlicher Sprachen allmählich eine gemeinsame Umgangssprache entwickeln [22]. Diese Lingua franca wird dann - je nach Bevölkerungsanteil und "Charisma" der Amalgam-Bestandteile - eine Mixtur ganz unterschiedlicher linguistischer Elemente (Wortschatz, Sprachstruktur, Ausdrucksweise) darstellen, an der sich die Klassifikations-Sucht der Linguisten ganz vergeblich abmühen wird.

Die Frage ist nun allerdings: Brachte die in Mesopotamien vom indischen Subkontinent anlangende sumero-chaldäische "maritime Transfusion" diese Kreolsprache bereits mit, oder bildete diese sich erst - durch Amalgamierung des "autochthonen" Substrats mit dem anlangenden Superstrat [23] - an Euphrat und Tigris aus? Wir wollen nun Ergebnis Nr. 3 im Raum stehen lassen und sozusagen einen direkten Vorstoß von Ergebnis Nr. 2 zum indischen Subkontinent wagen.

Welche Regionen der Subkontinente könnten geeignete Kandidaten sein, dass von dort aus um -1050 eine (proto-) sumero-chaldäische "Transfusion" nach Mesopotamien ihren Ausgang nahm? Nach unserem heutigen Wissen kommen dafür nur zwei Regionen in Betracht: die "Indus-Kultur" und die verschollene, hoch entwickelte Zivilisation des präbuddhistischen Ceylon/Sri Lanka [24].

Behandeln wir zuerst die "Induskultur". Da Heinsohns Gleichung "Sumerer" = Chaldäer wohl kaum aus den Angeln zu heben sein wird, und zwischen der "Induskultur" und "Sumer" (=Chaldäa) enge Beziehungen bestanden, werden wohl beide nach -1050 parallel existiert haben. Heinsohn [25] zufolge war die angebliche "Induskultur" die proto-hinduistische - nach Schildmann [26] bereits Sanskrit schreibende - indische Satrapie des Perserreiches, das sich ja auch Chaldäa (Babylonien) einverleibt hatte. Er stützt seine These mit dem Hinweis, dass das buddhistische Mohenjo-Daro direkt auf der Stadt aus der "Induskultur"-Zeit liegt, ohne den geringsten Hiatus und sogar mit kultureller Kontinuität. Nach Heinsohn sind also die "Induskultur" und "Sumer" = Chaldäa gleichzeitig nach -1050 entstanden, sie sind gleich alt. Die "Induskultur" scheidet demnach also als Heimat-Region der in Mesopotamien anlangenden sumero-chaldäischen "Transfusion" aus.

Es bliebe dann, als einzige realistische Möglichkeit, die "Mega-Kultur" (wie Heyerdahl sie nennt) auf Ceylon, die präbuddhistische - Mesopotamien wie Alt-Ägypten technologisch weit überlegene - Zivilisation des alten Sri Lanka! Wir formulieren daher versuchsweise als

Ergebnis Nr. 4:

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Es würde dann die These nahe liegen, dass Dilmun ursprünglich der Name von Ceylon war, später darunter aber auch andere Teile des Subkontinents - speziell auch die "Induskultur" - inbegriffen wurden. Vielleicht war auch die "Induskultur", ebenso wie Chaldäa, ein Ableger der prähistorischen "Megakultur" auf Sri Lanka. Vielleicht ist sogar die Spekulation nicht ganz haltlos, ob nicht vielleicht einige Elemente des Proto-Hinduismus aus dem prähistorischen Ceylon stammen. Wie auch vielleicht einige Elemente der chaldäischen ("sumerischen") Religion.

Das Bedauerliche ist nur, dass bisher über diese "Megakultur" des prähistorischen Ceylon noch viel zu wenig bekannt ist, ihre Erforschung erst in den Anfängen steckt, wie bei Heyerdahl nachzulesen. Wir werden hierzu also noch etliche Zeit im Dunkeln tappen müssen.

Im Zusammenhang mit den Chaldäern und ihrer "Ur"-Heimat sollten wir auch die Phönizier und deren "Ur"-Heimat nicht aus dem Auge verlieren. Sie wurden oft in einem Atemzug mit den Chaldäern genannt, ihre ethnische Einordnung macht - wie bei den Chaldäern - Schwierigkeiten, und auch sie wurden - ähnlich den Chaldäern - wegen ihres Unternehmungs- und Handelsgeistes und ihres (nautischen und geografischen) Wissens hochgeachtet. Touchet [27] macht darauf aufmerksam, dass die "Ur"-Heimat der (Proto-) Phönizier möglicherweise im Westen lag und dass - vollkommen kompatibel mit U. Topper [28] - das uralte Cadiz am Atlantik höchstwahrscheinlich das ursprüngliche Tyrus der Phönizier war.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit waren die Phönizier sowohl im Atlantik wie im Indischen Ozean aktiv. Der Verfasser möchte - in Anlehnung an E. Morgan Kelley [29] - die These beisteuern, ob nicht die (Proto-) Phönizier vielleicht ganz einfach nur die Überseehandels-Organisation, die "Hanse", der Chaldäer waren? Kelley spricht von den "seefahrenden Handelsvölkern, die mehrere Jahrtausende lang überall auf der Erde aktiv waren" (S. 15) und sagt zu den Chaldäern: "Da sie kein eigentliches Heimatland hatten und mit Überseehandel zu tun hatten, könnten sie eine östliche Version der legendären Pochteca der Maya sein. Das ,Land der Chaldäer' in Mesopotamien wurde wegen der Seeverbindungen etabliert (Jesaja 23/13)". Unwillkürlich denkt man an die "Redin", jenes Seefahrer- und Kulturbringer-"Volk", das in Heyerdahls MALDIVE MYSTERY eine so prominente Rolle spielt. Waren es Proto-Phönizier oder Proto-Chaldäer? Wie auch immer, jedenfalls glaubt der Verfasser, seine provisorischen Betrachtungen zu diesem verwickelten Themen-Komplex abschließen zu dürfen mit dem

Ergebnis Nr. 5:

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Eine Schlussbemerkung! Es verdichten sich stark die Anzeichen, dass auch die angebliche "arisch"-indogermanische - über die nordwestlichen Bergketten kommende - Invasion Indiens in den Bereich schulwissenschaftlicher Legendenbildung gehört [30]. Indoeuropäische Sprachen gibt es in Indien aber mehr als genug: Hindi, Urdu, Bengali etc., natürlich Sanskrit, und auf Ceylon Singhalesisch. War die Sache am Ende umgekehrt: Haben sich die "Indoeuropäer" von Indien her ausgebreitet? Oder gelangten diese Sprachen von irgendwo aus dem Westen - etwa dem iberoatlantischen Westen Europas - auf maritimen Routen nach Indien? Manches spricht dafür, dass dieser iberoatlantische Westen Europas einst eine enorm fruchtbare Völker-Gebärmutter war, nicht nur für hamitosemitische Völker, sondern auch für Indoeuropäer. Auch auf solche Weise ließe sich ein indoeuropäisches Element im "Sumerischen" respektive Chaldäischen erklären. Man sieht, auch so gesehen muss man allerhand Fragezeichen zu den "gelehrten Märchen-Erzählungen", die unsere "Indogermanen-Scholastik" so von sich gibt, anbringen! [31]


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Horst Friedrich © wurde erstmals veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 18/1996. Bei Atlantisforschung.de erscheint er in einer redaktionell bearbeiteten Fassung im Dr. Horst Friedrich Archiv nach: http://www.efodon.de/html/archiv/vorgeschichte/friedrich/chaldaeer.html

  1. Redaktionelle Anmerkung: Vergl. dazu bei Atlantisforschung.de den von Dr. Friedrich geprägten Terminus "Neo-Scholastik".
  2. Siehe: Gunnar Heinsohn: "Die Sumerer gab es nicht", Frankfurt a. Main 1988.
  3. Siehe: Thor Heyerdahl, "Tigris", München 1979; ders.: "The Maldive Mystery", Bethesda/Maryland (USA) 1986 (deutsch: "Fua Mulaku", München 1986).
  4. Der Verfasser hat den Amalgam- und Überlagerungscharakter jeglicher Hochkultur demonstriert in Horst Friedrich: "Die Entstehung von Ober- und Unter-Ägypten in diffusionistischer Sicht", in: EFODON SYNESIS Nr. 9/1995.
  5. Siehe: Gunnar Heinsohn: "Wer herrschte im Industal?", Gräfelfing 1993. --- Redaktionelle Anmerkung:
  6. Anmerkung des Verfassers: Hierzu sehr nachdenklich machend: Werner Papke, "Die Sterne von Babylon”, Bergisch Gladbach 1989 (besonders wenn zusammengehalten mit der Heinsohnschen Chronologie-Verkürzung).
  7. Anmerkung des Verfassers: Hierzu ist hilfreich Armin Risi, "Gott und die Götter", Zürich/Berlin 1993.
  8. Siehe: DUDEN Deutsches Universal-Wörterbuch, Mannheim/Wien/Zürich 1989.
  9. Anmerkung des Verfassers: Hierzu sollte die wohlfundierte These Jacques Touchets berücksichtigt werden, wonach die Völker semitischer Sprachen mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem iberischen Westen stammen (publiziert unter dem Titel "La Grande Mystification" in MEDITERRANEA Nr. 29/1988 - Nr. 47/1992, Carcassonne).
  10. Siehe: COLLINS Dictionary of the English Language, London/Glasgow 1985.
  11. Siehe: E. Morgan Kelley, "The Metaphorical Basis of Language", Lewiston/New York (USA) etc. 1992 (Fußnote 40, S. 244). Prof. Kelley neigt sehr der oben (Fußnote 8) zitierten These Touchets zu. Ähnliches sagt der Münchener Ordinarius Prof. Theo Vennemann im Begleitbrief zu seiner Studie "Etymologische Beziehungen im Alten Europa" (in: DER GINGKO-BAUM, Germanist. Jahrbuch f. Nordeuropa, Helsinki 1995): Die Sprachen der altwesteuropäischen (von Marokko bis Südskandinavien reichenden) Megalith-Kultur lassen eine besonders enge Verwandtschaft zum Semitischen erkennen. Hierzu auch J. Touchet: "Confrontations linguistiques", in: MEDITERRANEA Nr. 33/1989.
  12. Siehe: Kurt Schildmann, "Die gemischt phönikisch-persisch-chaldäisch = sumerischen Expeditionen um -500 nach Mittelamerika”, in: VORZEIT-FRÜHZEIT-GEGENWART Nr. 1/1990.
  13. Siehe: Kurt Schildmann, "Die Indusschrift ist entziffert!", in: EFODON SYNESIS Nr. 5/1994.
  14. Siehe: Theodor Jakob Ditmar: "Über das Vaterland der Chaldäer und Phönicier", Berlin 1790.
  15. Quelle: G. Heinsohn, op. cit. 1988 (S. 8).
  16. Anmerkung des Verfassers: Unter "West-Semiten" versteht die Schulwissenschaft die westlich von Mesopotamien lebenden semitischen Völker, während für Nonkonformisten wie J. Touchet und O. V. de L. Milosz alle Semiten "West-Semiten" sind, nämlich aus dem iberischen Westen stammend.
  17. Siehe: Freydank/Reineke/Schetelich/Thilo, "Der Alte Orient in Stichworten", Wien 1979.
  18. Siehe: Georges Roux, "Ancient Iraq", London 1964 (S. 76).
  19. Siehe: D. O. Edzard, "The Sumerian Language", in: "Civilizations of the Ancient Near East", Vol. IV, New York 1993.
  20. Siehe: Arnold Wadler, "Der Turm von Babel", 2. Auflage, Wiesbaden 1988; ders.: "Germanische Urzeit", Reprint Wiesbaden 1980.
  21. Siehe: Kelley, op. cit., Fußnote 5/S. 156.
  22. Anmerkung des Verfassers: Hierzu sehr aufschlussreich von Theodora Bynon: "Historische Linguistik", München 1981 (S. 230 f., 245-249). Vgl. auch Horst Friedrich: "Ethnien und morphische Felder - Volk, "Rasse", Sprache, Land” und "Sprachstammbaum und Kataklysmen", beide in: VORZEIT-FRÜHZEIT-GEGENWART Nr. 4-5/1992.
  23. Anmerkung des Verfassers: Wobei sowohl das Substrat als auch das anlangende Superstrat bereits ein jeweils multiples ethnolinguistisches Amalgam gewesen sein können.
  24. Siehe: Heyerdahl, op. cit. 1986 (S. 269-280 der deutschen Ausgabe).
  25. Siehe: Gunnar Heinsohn, "Wer herrschte im Industal?", Gräfelfing 1993.
  26. Siehe: K. Schildmann, op. cit. 1994.
  27. Siehe: J. Touchet, "La Grande Mystification", vgl. Fußnote 8.
  28. Siehe: Uwe Topper, "Das Erbe der Giganten", Olten/Freiburg 1977, passim.
  29. Siehe: E. M. Kelley, op. cit.
  30. Vgl. hierzu A. Risi: op. cit., "Die Legende von der Arier-Invasion in Indien" (S. 386-389).
  31. Anmerkung des Verfassers: Ich bin Dr. Otto Ernst, Leverkusen, für seinen in ZEITENSPRÜNGE 1/96 publizierten Beitrag "Zur Herkunft der Chaldäer" dankbar. Obwohl seine Vermutung - Chaldäer aus Anatolien - der meinen diametral entgegengesetzt ist, las ich seine Arbeit dennoch aufmerksam. Sie war der letzte Anstoß, schon längere Zeit Bedachtes in Form des hier vorgetragenen - durchaus provisorischen - "Szenarios" zu Papier zu bringen. ZEITENSPRÜNGE wird von Dr. Heribert Illig, Gräfelfing bei München, publiziert und thematisiert Chronologie-Verkürzungs-Thesen (Eiszeit, Neolithikum, Sumerer, "Dark Ages", Hellenismus, Mittelalter), prä-/protohistorische Kataklysmen etc. und ist aus der einstigen - Velikovsky verpflichteten - GRMNG (GESELLSCHAFT FÜR DIE REKONSTRUKTION DER MENSCHHEITS- UND NATURGESCHICHTE) hervorgegangen.