Die Bimini- Hexagone

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(bb) Zu den besonders interessanten, mit einiger Sicherheit artifiziellen, Objekten, auf die alternative Unterwasser-Archäologen und Atlantisforscher bei ihren unzähligen Exkursionen in den Gewässern der Bahamas wiederholt gestoßen sind, gehören auch seltsame Stein-Sechsecke oder 'Hexagone' unterschiedlicher Größe. Herkunft und Funktion dieser künstlichen Objekte sind nach wie vor ungeklärt.

Abb. 1 Eine der verwitterten, sechseckigen Steinplatten, links im Vordergrund einer seltsamen Struktur zu erkennen, die den Forschern nach wie vor Rätsel aufgeben. (Foto: Archiv Bill Donato)

Die naheliegendste Vermutung zu ihrem Sinn und Zweck besteht darin, dass es sich bei ihnen einst um große 'Fliesen' oder Bodenplatten handelte, die in einer noch unbestimmten Zeit Teil komplexer architektonischer Strukturen waren. Möglicherweise wurden die Hochbauten dieser Komplexe durch einen Mega-Tsunami ungeheuren Ausmaßes regelrecht 'abrasiert', desintegriert, fortgespült und über viele Quadratkilometer verteilt, sodass die verbliebenen Fragmente heute kaum noch identifizierbar sind. Flache Bodenplatten hingegen würden solch einer gigantischen Welle keinerlei Angriffsfläche bieten, weshalb sie sich auch jetzt noch größtenteils an ihrer ursprünglichen Position befinden könnten.

Gerade diese Hypothese macht Hexagon-Fundstätten für Alternativ-Historiker und Bahama-Atlantologen so interessant. Sollte sie sich nämlich als zutreffend erweisen, so wäre jeder derartige Fund eine besonders 'heiße Spur' auf der Suche nach den Relikten einer primhistorischen [1], karibo-amerikanischen Frühkultur im westlichen Atlantik - einer Kultur, von der viele Forscher annehmen, dass sie in direkter Beziehung zum platonischen Atlantisbericht steht. Daher sprechen nonkonformistische Atlantisforscher in Bezug auf diese Region heute auch vom 'westatlantischen Kulturraum', im Gegensatz zum 'ostatlantischen', westeuropäisch-atlanto-mediterranen Bereich der vermuteten atlantidischen Zivilisation.

Die erste, womöglich auch die spektakulärste, Entdeckung eines solchen Hexagons (Abb. 2) gelang bereits um 1970 herum dem bekannten Meeresbiologen und Atlantisforscher Dr. J. Manson Valentine im Gebiet der sogenannten 'Moselle Untiefe'. Der fotografische Beleg für Valentines Entdeckung gehört zu den faszinierendsten und beeindruckendsten Dokumenten der modernen Atlantologie bei den Bahamas. Eine Interpretation der abgebildeten 'Riesenfliese' als auf natürlichem Wege entstandene Struktur erscheint kaum möglich. Leider gab es damals noch nicht die Möglichkeit einer akkuraten GPS-Lokalisierung ihrer Position und es ist bis heute nicht gelungen, dieses mögliche Atlantis-Relikt wiederzufinden. [2]

Abb. 2 Diese Schwarz-weiß-Aufnahme ist eines der sensationellsten Bilder, die bei Dr. M. Valentines Exkursionen in der Moselle-Untiefe entstanden. Es zeigt eine plane, hexagonale Bodenstruktur, die zweifellos nicht natürlichen Ursprungs ist.

Ebenfalls sechseckige Steinfliesen von geringerer Größe (ca. 20 cm Durchmesser), die in geraden Reihen angeordnet waren, entdeckten Dimitri Rebikoff und P. Turolla, und "Herb Sawinski registrierte [in diesem Zusammenhang] 1982 auf der zweihundertzwanzig Kilometer südlich gelegenen Cay Sal Bank zahlreiche Mauern und Steinpflaster [...]. Zusammen mit anderen Forschern gelang ihm sogar die Entdeckung eines alten Steinbruchs, in dem vor Jahrtausenden die zum Bauen benötigten Steine gebrochen wurden." [3]

Auch einer der derzeit profiliertesten Bahama-Atlantisforscher, der Fach-Wissenschaftler William Michael Donato, berichtet über persönliche Sichtungen und Schilderungen solcher Hexagone sowie von vergleichbaren 'Septagonen' (siehe: Zurück nach Atlantis, Teil II). Bei Donato heißt es unter anderem dazu: "Eine Klasse von Gegenständen, die ich nirgendwo beschrieben gesehen habe, sind Steinsechsecke von relativ flachem Profil. Sie ähneln fast meistens >Stufensteinen< oder irgendeiner Art von >Pflastersteinen<. Sie sind nur einige Inches dick, doch können sie in der Größe variieren. Einer war über eineinhalb Fuß breit und wie ein perfektes gleichseitiges Sechseck geformt (es gab nichts darunter - ich hob ihn hoch). Ein anderer (Abb. 1) war über ein Yard im Durchmesser und lag auf einem anderen Stein (fast wie ein Tisch). Das Sechseck hatte ausgeprägtere Seiten und war nicht gleichseitig [vergl. (Abb. 2)] Ich habe diese Objekte auf mehreren Tauchgängen entlang unterschiedlicher Teile der [Bimini-] Straße gesehen. Ein andere Art von Steingegenständen wurden von Dunnie Fields "Puzzle Steine" genannt und ihre Bezeichnung ist höchst passend, da sie nichts so sehr ähneln wie großen Stücken eines Puzzles. Während des >Projekt: Alta< im März 1993 entdeckte ich einige von ihnen auf einem anderen Abschnitt der Straße..." [4]

Wir sollten festhalten, dass es sich bei William M. Donato um einen erfahrenen Profi-Archäologen (und Anthropologen) handelt, der weiß, wovon er redet, wenn er solche Feststellungen trifft. Die hartnäckige Ignoranz der meisten seiner Berufskollegen, wenn es um Relikte der vermuteten spät-pleistozänen Menschheitskultur bei den heutigen Bahamas geht, wirkt sowohl immer unverständlicher als auch - im "Licht der Wissenschaft" betrachtet - immer unhaltbarer, um nicht zu sagen: immer weniger seriös. Atlantisforscher und alternativ-historisch orientierte Archäologen werden die mysteriösen Bahama-Hexagone und verwandte Strukturen jedenfalls mit Sicherheit auch in Zukunft intensiv beschäftigen.


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Vergl.: Primhistorie (Definition)
  2. Anmerkung: Zum besseren Verständnis der Problematik muss daran erinnert werden, dass sich im Flachwasser-Bereich der Bahama-Bänke ständig gewaltige Sandmassen 'auf Wanderung' befinden. Stellen am felsigen Meeresgrund, die sich dem Auge des Betrachters heute offen darbieten, können morgen schon wieder von einer, mehrere Meter dicken, Sand- bzw. Schlammschicht bedeckt sein. Somit ist keineswegs selbstverständlich, dass eine solche Fundstätte wiederentdeckt werden kann, sofern ihre Position nicht sofort, auf den Meter genau, bestimmt wurde.
  3. Quelle: Klaus Aschenbrenner, Das neue Bild von Atlantis, König Communication (Greiz / Thüringen), 2001, S. 161
  4. Quelle: William M. Donato in Ancient American, November / Dezember 1993; bei Atlantisforschung.de in einer deutschsprachigen Übersetzung, unter: Bimini und die Atlantis-Kontroverse: Was die Beweise sagen zu finden.

Bild-Quellen:

1) Bild-Archiv William M. Donato
2) Charles Berlitz, "Das Atlantis-Rätsel", Zsolnay, 1976, S. 213