Neues zu den bosnischen Steinkugeln

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Dr. Semir Osmanagić berichtet über aktuelle Entwicklungen

Abb. 1 Dr. Semir Osmanagić (links) mit Besuchern vor der bisher nur teilweise freigelegten Mega-Steinkugel nahe der bosnischen Stadt Zavidovići

(red) Das faszinierende Rätsel der zum Teil enorm großen prähistorischen, von Menschen unbekannter Herkunft geschaffenen Petrosphären (Steinkugeln) treibt die alternative Ur- und Frühgeschichtsforschung bereits seit Jahrzehnten um. Zunächst seit den 1930er Jahren an verschiedenen Orten im mittelamerikanischen Costa Rica entdeckt [1], wo sie von der Mainstream-Archäologie als rezentes Phänomen aus nachchristlicher Zeit abgetan wurden, fanden sie sich später auch in anderen, von dort weit entfernten Erdteilen (u.a. auch in Südosteuropa und speziell in Bosnien [2]), und es wurden Hypothesen entwickelt, es handele sich bei ihnen um Relikte einer verschollenen Hochkultur des späten Paläolithikums. [3]

Der Pyramidenforscher Dr. Semir Osmanagić, weltweit bekannt geworden durch seine kontrovers diskutierten Entdeckungen und Grabungen in Bosnien-Herzgowina [4], bemerkte unlängst zu seiner Arbeit in diesem Bereich: "Ich habe das Phänomen der prähistorischen Steinkugeln 15 Jahre lang erforscht. Etliche Male habe ich [künstlich] geformte Steinkugeln aus Granit im südlichen Costa Rica, vulkanische Steinkugeln im westlichen Mexiko, die “Cocina”-Steinkugeln auf der kleinen Pazifikinsel Isla del Caño, die vulkanischen Steinkugeln auf der Osterinsel, einige Exemplare in Tunesien und auf der Kanareninsel Teneriffa besucht. Es gibt sie auch auf Antarktika, Neuseeland, in Russland, Ägypten, den USA und Argentinien… Ich schrieb über Steinkugeln, die in der Balkan-Region gefunden wurden: dem nördlichen Albanien, der Provinz Dalmatien in Kroatien und dem westlichen Serbien." [5]

Abb. 2 Die geographische Lage von Zavidovići, dem regionalen Zentrum der Steinkugelfunde, in Bosnien-Herzegowina

Nach Gründung der gemeinnützigen Stiftung >Archaeological Park: Bosnian Pyramid of the Sun< durch Dr. Osmanagić begann sein Team auch mit der Untersuchung des Steinkugel-Phänomens in Bosnien. Die zumeist ehrenamtlich tätigen Forscher/innen entdeckten Steinkugeln an zwanzig verschiedenen Orten: "Wir fanden Steinkugeln aus Granit im Dorf Teočak im nordöstlichen Bosnien, Kugeln aus vulkanischem Gestein nahe der Stadt Konjic in Zentralbosnien und Sandstein-Sphären an vielen Orten im westlichen und mittleren Bosnien." [6]

Ähnlich wie in Costa Rica wird die Erforschung der alten Steinkugeln auch in Bosnien-Herzegowina dadurch erschwert, dass viele dieser Objekte sich nicht mehr in situ befinden, oder aber nach ihrer Entdeckung mutwillig zerstört wurden: "Die meisten der Steinkugeln wurden in der Nähe der Kleinstadt Zavidovići lokalisiert. In den 1930er Jahren gab es dort, wie Dr. Osmanagić hervorhebt, "noch 80 von ihnen. Zwischenzeitlich wurden einige vom Fluss weiter hinab zum Fluss Bosna getragen. Die meisten von ihnen wurden in den 1970ern nach Gerüchten zerstört, in ihrem Zentrum sei Gold zu finden, und einige davon wurden von Ortsansässigen mitgenommen und in ihre Gärten gebracht. Nur acht Steinkugeln blieben an jenem Ort, den wir als >Archaeological Park: Bosnian Stone Balls< etabliert haben. Wir begannen Promotion für diese Örtlichkeit zu machen, und sie ist jedes Jahr von tausenden Touristen besucht worden." [7]

Abb. 3 Ein weiteres Exemplar der bosnischen Steinkugeln, die allerdings von Geologen zumeist als natürlich entstandene Formationen eingeordnet werden.

Nennenswerte Unterstützung durch die universitäre Wissenschaft gab es dabei nicht, denn konventionelle Geologen beharren darauf, dass es sich bei den Steinkugeln in Bosnien trotz ihrer irritierenden Häufung um natürlich entstandene Objekte handeln soll. [8] Dabei erbringt die Steinkugel-Forschung der Stiftung bisweilen auch Resultate, die gerade in geologischer Hinsicht bedeutsam sein dürften, falls es sich bei ihnen tatsächlich nicht um archäologisch auszudeutende Exemplare handeln sollte.

Mit Sicherheit gilt dies für die 'Mutter aller Steinkugeln' der Alten Welt (Abb. 1), die - ebenfalls im Raum von Zavidovići - bei der Ortschaft Podubravlje entdeckt wurde. Nach ersten Grabungen im Winter wurde Mitte März 2016 klar, dass es sich bei diesem Spezimen um die bisher massivste Petrosphäre in ganz Europa handelt: "Bisher ist weniger als die Hälfte der Kugel freigelegt worden", erklärt Dr. Osmanagić. "Vorläufige Ergebnisse zeigen an, dass ihr Radius zwischen 1,2 und 1,5 Meter beträgt. Bisher hat es noch keine Materialanalysen gegeben. Allerdings deutet die braune und rote Farbe der Kugel auf einen sehr hohen Anteil von Eisen hin. Somit sollte die Dichte sehr hoch sein, nahe der des Eisens, die 7,8 kg/c.c beträgt. Wenn wir einen Wert von nur 5 kg/c.c. ansetzten, haben wir alle Elemente für eine vorläufige Kalkulation der Masse." [9]

Konservativ geschätzt, dürfte die Masse dieser bosnischen Petrosphäre bei über 30 Tonnen liegen, womit sie das schwerste bekannte Exemplar Europas darstellen dürfte und zur selben Kategorie wie die massivsten Exemplare der Welt (Costa Rica, 35 Tonnen; und Mexiko, 40 Tonnen) gehört. An ihrer Oberfläche sind Spuren natürlicher Sedimentbildung festzustellen, laut Osmanagić eine "Schicht aus Sandstein-Plattierung [orig.: "sandstone plates"; d.Ü.], dann Tonerde, Erde und Vegetation. Es braucht zehntausende oder sogar hunderttausende von Jahren, um solch ein Sediment zu bilden." [10]

Die Frage nach der Bedeutung dieser Entdeckung beantwortet Dr. Osmanagić folgendermaßen: "Zunächst wäre es ein weiterer Beweis dafür, dass Südeuropa, der Balkan und speziell Bosnien in ferner Vergangenheit die Heimat entwickelter Zivilisationen waren, über welche wir keine schriftlichen Aufzeichnungen besitzen. Zweitens hatten sie eine Hochtechnologie, die sich von unserer unterschied. Schließlich wussten sie von der Kraft geometrischer Formen, denn die Kugel ist, zusammen mit den pyramidalen und konischen Formen, eine der machtvollsten Gestalten. Kein Wunder, dass auch Pyramiden- and Tumulus-Phänomene in Bosnien zu finden sind. [...] Es scheint, dass die Altvorderen in noch einer Sache besser Bescheid wussten als wir. Sie kannten sich besser mit planetaren Energien aus, und sie lebten in Harmonie mit unserer Mutter Erde. Somit schaffen wir in Bosnien eine weitere Stätte, die für Forscher und Besucher von globaler Bedeutung sein sollte." [11]


Externa


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe dazu einführend bei Atlantisforschung.de: "Die Steinkugeln von Costa Rica" von Bernhard Beier; sowie: "Was wissen wir über die Steinkugeln von Costa Rica?" von William R. Corliss
  2. Siehe dazu einführend: "Das Rätsel der bosnischen Steinkugeln" (bosnian-pyramid.com)
  3. Siehe dazu: Ivar Zapp und George Erikson, "Atlantis in America - Navigators of the Ancient World", Adventures Unlimited Press, 1998; sowie online bei Atlantisforschung.de: "Ivar Zapp", Abschnitt: "Ivar Zapp, Die Steinkugeln von Costa Rica und Atlantis" (bb)
  4. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: "Streitfall: Bosnische Pyramiden", ff. (red)
  5. Quelle: Dr. Semir Osmanagić, Phd., "BIGGEST STONE BALL IN EUROPE JUST DISCOVERED IN BOSNIA", Bosnian Pyramids NEWSLETTER, via e-Mail. Eingang: 28. März 2016 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  6. Quelle: ebd.
  7. Quelle: ebd.
  8. Quelle: Stone Balls: (Petrospheres), Abschnitt: "Natural Petrospheres / Bosnia", bei Ancient Wisdom.com (abgerufen. 7. April 2016)
  9. Quelle: Dr. Semir Osmanagić, Phd., op. cit. (28. März 2016)
  10. Quelle: ebd.
  11. Quelle: ebd.

Bild-Quellen:

1) Duh Rtnja' DR SEMIR OSMANAGICH - New discovery of the largest stone ball (Screenshot und Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
2) NordNordWest, bei Wikimedia Commons, unter: File:Bosnia and Herzegovina location map.svg (Lizenz: GFDL oder CC BY-SA 3.0); nach: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Zavidovići
3) Ancient Wisdom.com, unter: Stone Balls: (Petrospheres) (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)