Señor Kon-Tiki - Teil 11

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„Kon-Tiki“

von Andreas Delor

Abb. 1 Eine Aufnahme aus den Kindertagen Thor Heyerdahls. Schon im Alter von acht Jahren hatte er einen Bezug zur Südsee. (Fotographie: © Kon-Tiki Museum, Oslo)

Die behütete Kindheit Thor Heyerdahls (geb. 6. 10. 1914), dem Sohn eines Brauerei-Besitzers in Larvik/Norwegen verläuft ganz unspektakulär. Nichts deutet auf den späteren Abenteurer oder gar Seefahrer hin, nur die große Naturliebe des Kindes fällt auf. Sein Biograph und Klassenkamerad Arnold Jacoby [1] veröffentlicht eine Zeichnung aus seinem 8. Lebensjahr, in welchem er sein zukünftiges Zuhause darstellt: eine Hütte auf einem langen Pfahl im Wasser, nur mit einem Kanu und über eine Strickleiter zu erreichen – auf einer Südseeinsel! Als Jugendlicher sucht er in der Natur, besonders im norwegischen Gebirge, ausgesprochene Extrem-Erfahrungen. Auch damals schon verdient er sich ein Zubrot dadurch, dass er seine Abenteuer als Aufsätze in Zeitschriften veröffentlicht. (Sein Leben lang wird er sein Geld als Autor von Büchern verdienen, in denen er seine Abenteuer beschreibt.) Aber zum Wasser hat er noch absolut kein Verhältnis, kann nicht einmal schwimmen.

Die „Kon-Tiki-Story“ selbst beginnt mit einer ergreifenden Liebesgeschichte, völlig verrückt und versponnen. Ein schüchterner Jüngling fragt auf dem Abiturball ein Mädchen, das ihm gerade vorgestellt wird, ob es bereit sei, mit ihm der Zivilisation für immer zu entfliehen und auf eine Südseeinsel zu gehen. Und sie sagt Ja! Viele haben solch einen Traum, aber irgendwann wird jeder wieder vernünftig. Der junge Thor wird nicht vernünftig, sondern überwindet im Laufe vieler Jahre zäh und energisch alle Widerstände und macht diesen Traum wahr. Er studiert Biologie, bis er so gut ist, dass ihm seine Professoren eine Studienreise empfehlen, darauf bezahlt ihnen der Vater die Fahrt (ohne zu ahnen, dass die jungen Leute nie wiederkehren wollen), er heiratet Liv, die während all der Jahre seines Studiums auf ihn gewartet hat und zieht mit ihr in die Südsee, über Tahiti auf die Insel Fatu Hiva in der Marquesas-Gruppe.

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Abb. 2 Liv Heyerdahl, geborene Coucheron Torp, und ihr 'frisch gebackener' Ehemann Thor

Bezeichnenderweise stößt er auf den Marquesas auf die Spuren Paul Gauguins, der vor ihm dort den gleichen „Zurück-zur-Natur“-Traum geträumt hat und – abgesehen davon, dass hier seine schönsten Bilder entstanden sind – in tragischer Weise daran zerbrochen ist. Auch Heyerdahl kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen; der Traum, der Zivilisation gänzlich den Rücken zuzukehren, zerplatzt bereits innerhalb eines Jahres, weil die Eingeborenen selber der westlichen Zivilisation zustreben und keinerlei Verständnis für den umgekehrten Weg aufbringen. Eine Illusion hat den jungen (thumben) Thor nach Polynesien geführt, aber er zerbricht nicht daran (seine Naturverbundenheit wird er zeitlebens nicht verlieren, was sich z.B. in seinem Engagement für den Umweltschutz niederschlägt [2]), stattdessen stößt er hier auf seine eigentliche Lebensaufgabe.

Abb. 3 Thor und Liv auf der Südseeinsel Fatu Hiva

Denn auf Fatu Hiva erzählt ihm der frühere Kannibale Tei Tetua vom Gottkönig Tiki, dem Entdecker und Besiedler Polynesiens: ">Tiki<, sagte der Alte geheimnisvoll, >war Gott und Häuptling zugleich. Tiki war es, der unsere Vorväter auf die Inseln gebracht hat, auf denen wir heute leben. Früher wohnten wir in einem großen Lande weit hinter dem Meer.< Er stocherte mit einem Zweig in der Glut, um ihr Erlöschen zu verhindern. In sich zusammengesunken hockte er da und sann, ein uralter Mann, der noch in der Vorzeit lebte und ihr mit allen Fasern seines Wesens verhaftet war. [...] Er war sicher einer der wenigen auf diesen Inseln, die sich noch an die Sagen um ihre Väter und Vorväter und den großen polynesischen Häuptlingsgott Tiki, den Sohn der Sonne, erinnerten und daran glaubten." [3]

Thor entdeckt auf den Inseln Steinplastiken, die ihn frappierend an südamerikanische erinnern. Und er findet als Biologe eine ganze Reihe südamerikanischer Nutzpflanzen vor, u.a. den Flaschenkürbis, die Kokospalme, die Süßkartoffel (später noch das Totora-Schilf), die nur von Menschen mitgebracht sein können, nicht übers Meer treibend – da wären sie verdorben (mittlerweile hat man noch eine ganze Reihe weiterer Nutzpflanzen gefunden, auf welche all dies ebenso zutrifft). Tiki findet er später in Südamerika wieder: als Herrscher des gewaltigen Kultzentrums Tiahuanaco am Titicacasee in den bolivianischen Anden – Priesterkönig des gleichnamigen Schöpfer- und Sonnengottes – welcher der Sage nach von einem Häuptling Cari vertrieben wurde und übers Meer geflüchtet sei. Von den späteren Inka wird er Con-Ticci Viracocha genannt und als weiß, bärtig und mit künstlich verlängerten Ohrläppchen dargestellt wie sein Volk, die Begründer Tiahuanacos:

Nach allem, was ich las, tauchten in Peru überraschende Spuren kultureller, mythologischer und sprachlicher Art auf, die mich ständig tiefer und konzentrierter nachschürfen ließen, um die Ursprungsstätte des polynesischen Stammvaters Tiki zu identifizieren. Und ich fand, was ich erhoffte. Eines Tages las ich die Legende der Inkas vom Sonnenkönig Viracocha, der selbst der Führer des verschwundenen Volkes in Peru gewesen war. Hier stand: >Der Name Viracocha stammt aus der Inkasprache (Ketschua) und ist folglich neueren Datums. Der ursprüngliche Name des Sonnengottes Viracocha, der anscheinend in der alten Zeit Perus verwendet wurde, war Kon-Tiki oder Illa-Tiki, was Sonnen-Tiki oder Feuer-Tiki bedeutet.

Abb. 4 Tiki-Statue auf Hivaoa, einer Nachbarinsel von Fatu Hiva

Kon-Tiki war der oberste Priester und Sonnenkönig der weißen Männer aus den Legenden der Inkas, die die ungeheuren Ruinen am Titicacasee (gemeint ist Tiahuanaco) hinterlassen haben. Die Legende berichtet, dass Kon-Tiki von einem Häuptling namens Cari angegriffen wurde, der aus dem Coquimbotal kam. In einer Schlacht auf der Sonnen-Insel des Titicacasees wurden die geheimnisvollen weißen und bärtigen Männer vollständig massakriert, während Kon-Tiki selbst und seine nächsten Gefolgsleute entkamen und schließlich an die Küste gelangten, von der sie am Ende übers Meer nach Westen entschwanden<“. [4]

Unter den Südseeinsulanern werden von quasi allen europäischen Entdeckern neben den typischen Polynesiern fast oder ganz 'weiße' Menschen beschrieben, oft mit roten oder blonden Haaren und blauen Augen (auf der Osterinsel auch mit langen Ohren). Kon-Tiki ist also – ich kann das in diesem Rahmen nur flüchtig anreißen, habe es andernorts jedoch ausführlich und präzise dargestellt – offensichtlich mit seinem Volk rothaariger und bärtiger weißer Männer aus Tiahuanaco in die Südsee geflohen, von Passatwind und Humboldtstrom angetrieben, und besiedelt die polynesischen Inseln, wo er seitdem als mythischer Erstbesiedler Tiki verehrt wird. Die Existenz „weißer, bärtiger Männer“ im vorkolumbischen Amerika, die damals bereits von vielen Wissenschaftlern behauptet worden war, nimmt Heyerdahl mit einer gewissen Naivität als Voraussetzung seiner Kulturübertragung an und untersucht sie selber erst sehr viel später, s.u.

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Abb. 5 Vergleich (v.l.n.r.): Indigena vom Bismarck-Archipel, Maori-Frau, Ratak-Insulanerin, Samoanerin

Blieb für ihn nur noch zu klären, wo die anderen, die heutigen Polynesier herkommen. Diese sprechen eine „austronesische“ Sprache, deren Ursprung mittlerweile eindeutig in Taiwan lokalisiert ist (zu Heyerdahls Zeiten nahm man eher Indonesien an), austronesische Sprachen finden sich außerdem eben in Indonesien, den Philippinen, Mikronesien, Melanesien und Randgebieten Neuguineas (außerdem in Madagaskar!), alles Gebiete, die einmal von Taiwanern erobert sein müssen, direkt oder indirekt. Man nimmt aufgrund der austronesischen Sprache heute an, dass die Polynesier-Vorfahren sich von Taiwan aus über die Philippinen, Indonesien und Melanesien nach Polynesien ausgebreitet hätten – diesen südostasiatischen Ursprung der Polynesier hat Heyerdahl nie geleugnet, wie ihm bis heute unterstellt wird!

Abb. 6 Das 'polynesische Dreieck'. Eckpunkte sind: Hawaii (1), Neuseeland bzw. Aotearoa (2) und die Osterinsel (3) sowie Samoa (4) und Tahiti respektive Französisch-Polynesien (5). Thor Heyerdahl ging davon aus, das die vormals dort beheimaten 'Weißen' ('Rotschöpfe') ebenso wie die sehr dunkelhäutigen Melanesier später von Austronesen ausgerottet bzw. assimiliert wurden.

Neben der austronesischen Sprache und gewissen genetischen Gemeinsamkeiten stützt sich diese „Out-of-Asia“-Lehrmeinung heute außerdem vor allem auf die Verbreitung der sog. „Lapita-Keramik“ (damals war sie noch nicht entdeckt), deren meiste Fundorte in Melanesien liegen; einige aber auch im westlichen Polynesien (Samoa und Tonga) und rudimentär sogar auf den Marquesas – obgleich seit längerem klar ist, dass Lapita eine rein melanesische Angelegenheit ist, die mit den Austronesen nicht das Geringste zu tun hat.

Lapita zeigt nur auf, dass Polynesien (oder ein Teil davon) auch einmal melanesisch besiedelt war, worauf ebenfalls Felsmalereien auf Neuseeland und Hawaii deuten könnten. Ebenso wie die südostasiatische erkennt Thor auch diese melanesische Besiedlung an und führt sie auf den legendären Menehune oder Manahune zurück – geht aber davon aus, dass die Melanesier (wie auch die rothaarigen 'Weißen') im polynesischen Dreieck später von Austronesen ausgerottet oder eingeschmolzen wurden. Drei Komponenten hatte er in seinem Puzzle damit bereits zusammen – eine ganz Wichtige aber fehlte noch.

Dass die Polynesier trotz austronesischer Sprache weder zierliche Malaien noch schwarze und kraushaarige Melanesier sind (sie unterscheiden sich auch sehr von den Mikronesiern, einer Mischung aus diesen beiden Komponenten), spricht für Heyerdahl absolut gegen die Ausschließlichkeit von „Out-of-Asia“. Malaien gehören zu den (abgesehen von afrikanischen Zwergvölkern) kleinsten, Polynesier zusammen mit den Indianern der Nordwestküste Amerikas zu den physisch größten Völkern der Erde. Es sieht ein Blinder mit dem Krückstock, dass die Polynesier ein Völker-Gemisch sind, keinem der angrenzenden Stämme direkt ähnlich.

Abb. 7 Einige Überreste sehr alter mikronesischer Monumente mit deutlich megalithischem Charakter

Wie an der austronesischen Sprache zu sehen, haben die Taiwaner (ihrerseits von ständig einfallenden Chinesen bedrängt) definitiv einmal Indonesien, die Philippinen, Mikronesien und Melanesien erobert – und Polynesien. Wäre nun ihr Weg durch die von Malaien bewohnten Regionen von Indonesien, die Philippinen oder Mikronesien gegangen, so müssten sich genetische und kulturelle Spuren malaiischer Völker in Polynesien finden – tun sie aber nicht (Spuren negrider Melanesier durchaus, wenngleich nicht als vorherrschendes Element). Allein dies spricht dafür, dass die Taiwaner nicht Indonesien, die Philippinen oder Mikronesien als Zwischenstation nach Polynesien genutzt haben.

Zweitens aber ist es quasi unmöglich, den Stillen Ozean direkt von Westen nach Osten gegen Wind und Strömung zu durchqueren – selbst die spanischen Karavellen haben das seinerzeit nicht geschafft, ebensowenig eine ganze Reihe moderner Abenteurer auf indigenen Seefahrzeugen. Direkt nördlich und südlich des Äquators verlaufen, angetrieben von Passat-Winden, große Meeresströme von Ost nach West. (Heutigen Polynesiern gelingt solches auf Nachbauten ihrer alten Kriegs-Katamarane durchaus, wenn auch sehr mühsam. Diese extrem seetüchtigen und schnellen Katamarane aber sind eine späte Erfindung in Polynesien selber, auf den Philippinen, in Indo-, Mela- und Mikronesien sind sie unbekannt; ein ganz ähnlicher Typ findet sich jedoch bei Indianern von Amerikas Nordwestküste, s.u.!).

Es gibt jedoch einen Weg von Südostasien über den hohen Norden (entfernungsmäßig übrigens nicht weiter als über den Äquator, man vergisst hier immer die Erd-Wölbung!), an Japan und den Aleuten vorbei nach Amerikas Nordwestküste, auf dem immer wieder ostasiatische Dschunken und Boote in die Neue Welt verschlagen wurden – die ersten Weißen trafen bei dortigen Indianern japanische Fischer als Sklaven an!

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Abb. 8 Vergleich II (v.l.n.r.): Javanerin, Papua-Frau
mit Kind, eine Polynesierin sowie eine Wedda-Frau

Da mischte sich wieder einer jener Zufälle ein, die auf die eine oder andere Weise seinen Lebensweg bestimmten. Eines Tages [...] hielt er [Heyerdahl] einen Rundfunkvortrag über Fatu Hiva und kam unter anderem auch auf die Funde von bis dahin unbekannten Felszeichnungen zu sprechen. Tags darauf machte er seinen gewohnten Gang zum nächsten Bauern hinüber, um Milch zu holen. Der Bauer empfing ihn selbst an der Tür, bat ihn in die Küche und zeigte ihm mit geheimnisvollem Lächeln einige Amateurfotos, die Thor verblüfft betrachtete. Er glaubte alte Bekannte von Fatu Hiva wiederzuerkennen: Felszeichnungen, Götterfiguren, Steinäxte, ja sogar Menschen! Wie waren diese Fotografien hier herauf in die norwegischen Berge geraten?

Die Erklärung war einfach genug. Drinnen in der Stube saß ein stattlicher weißhaariger Mann, ein Bruder des Bauern, der zum ersten Mal seit einem Menschenalter aus Amerika heimgekehrt war. Als Indianerrichter im Bella-Coola-Tal an der Westküste Nordamerikas hatte er lebhaftes Interesse für die Nordwestindianer und ihre Kultur gefasst und eine Reihe seiner Funde fotografiert. Als er Thors Vortrag im Radio hörte, fielen ihm die Fotos wieder ein und er kramte sie hervor. Bei einer Tasse Kaffee kamen sie ins Gespräch. Die Fotografien blieben auf dem Tisch liegen, und Thors Verblüffung wurde immer größer. Auf einem der Bilder vermeinte er deutlich seinen Adoptivvater, den Häuptling Teriieroo wiederzuerkennen. Was konnte das bedeuten? Alle diese auffälligen Ähnlichkeiten, sowohl was die Menschen als auch, was die Gebrauchsgegenstände betraf – das war doch kein bloßer Zufall!

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Abb. 9 Eine Gruppe von Angehörigen des Volkes der Nuxalk (Bella Cola Indianer),
aufgenommen während eines Aufenthalts in Deutschland im Jahr 1885

Nach der Begegnung mit dem Indianerrichter grübelte Thor unablässig über dieses Problem nach. Eines Tages kam ihm die Erleuchtung. Da die Erde schließlich eine Kugel ist und nicht so aussieht, wie sie auf der Karte fälschlich dargestellt wird, liegt gerade das Bella-Coola-Tal besonders günstig für eine Zwischenlandung auf der Wanderung von Indonesien. Der Philippinenstrom (Kuroshio-Strom; im Deutschen spricht man heute mehr vom Japan-Aleuten-Strom) aus Indonesien geht nämlich geradewegs auf die Inselwelt der Nordwestindianer zu, biegt dort ab und folgt dem Passat nach Hawaii und Polynesien hinunter. Hier lagen interessante Möglichkeiten. Womöglich hatte es nicht nur eine Einwanderung auf die Südseeinseln gegeben, sondern zwei![5]

Abb. 10 Frau Stene-Tu aus dem Volk der Tlingit (Foto aus dem Jahr 1906)

Austronesisch sprechende malaiische Völker, meint Thor, sind offensichtlich von Indonesien oder den Philippinen aus – er schließt sich brav dem damals noch postulierten Ursprungsort der Austronesen an – mit dem Japan-Aleuten-Strom an der amerikanischen Nordwestküste gelandet, wo sie sich mit dortigen Indianern vermischten; später sei diese Mischung dann in Polynesien eingefallen. Dieser Weg ist keinesfalls länger als der in Äquatornähe und er ist definitiv gut schiffbar, im Gegensatz zum direkten West-Ost-Weg nach Polynesien gegen Wind und Strömung. Heute, da klar ist, dass die Austronesen von Taiwan kommen, wird dieser Weg „oben herum“ sogar noch wesentlich plausibler als von Indonesien aus. Es hält Thor – gerade erst ist er mit Liv von Fatu Hiva zurück – nicht länger in Norwegen; er muss – bereits hier meldet sich der „experimentelle Archäologe“ – diese Indianer persönlich aufsuchen und studieren.

Nordwestküsten-Indianer (Tlingit, Haida, Salish, Kwakiutl und andere) sind große Seefahrer und Walfänger; von ihnen stammen vermutlich die polynesischen Doppelrumpfboote; es gibt Sagen unter ihnen, dass sie Hawaii erreicht haben, und Hawaii (Hawaiki) ist für Heyerdahl dann auch die erste Insel, von der aus nach und nach das übrige Polynesien erobert wird, was manche polynesische Überlieferungen andeuten. Die Schnitzereien der polynesischen Maori auf Neuseeland ähneln denen der Nordwestküsten-Indianer, es gibt große Ähnlichkeiten in der Kultur und in den Menschentypen, sogar in den Blutgruppen – nicht aber zwischen Polynesien und Indonesien. Diese von ihm aufgezeigte Verwandtschaft hat sich mittlerweile fest im Bewusstsein beider Völker verankert und zu gegenseitigem kulturellen Austausch geführt – heute ist man immerhin so weit, umgekehrt polynesische Besuche in Britisch Kolumbien anzunehmen.

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Abb. 11 Die Kwaikiutl Britisch Kolumbiens waren ausgezeichnete Seefahrer, die sowohl über
große Ruderboote (rechts) als auch über wendige und seetaugliche Segelboote (links) verfügten.

FÜR Heyerdahls Auffassung sprechen die Wind- und Strömungsverhältnisse im Pazifik sowie die Tatsache, dass sich so viele genetische und kulturelle Spuren der Nordwest-Indianer in Polynesien finden – DAGEGEN sprechen scheinbar moderne genetische Befunde, die einen Ursprung der Polynesier nur in Taiwan (und Melanesien) konstatieren, nicht aber in Amerika. Dies ist allerdings Spiegelfechterei, sind doch gerade die Taiwaner genau wie die meisten Nordwest-Indianer sog. „Na-Dene“-Völker und genetisch eng miteinander verwandt – man hat bei den Untersuchungen ganz offensichtlich die amerikanischen Na-Dene oder Athapasken (bei wenigen „Großrassen“ ist die genetische Vielfalt untereinander so extrem wie bei den Indianern) sorgfältig ausgeklammert.

Ein anderes Faktum aber spricht wirklich gegen Thors These, nämlich: dass keinerlei austronesische Sprachreste in Britisch Kolumbien existieren. Dies kann nur bedeuten, dass Indianer und Taiwaner (Abb. 12) unabhängig voneinander und zu verschiedenen Zeiten in Polynesien eingefallen sind – diese Modifikation muss Heyerdahl sich wohl gefallen lassen; seine grundsätzlichen Überlegungen aber werden davon gar nicht berührt.

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Abb. 12 Indigene Taiwaner (v.l.n.r.): Angehöriger des Thao/Ngan-Stammes, Männer des Yami-Stammes, eine Frau des Stammes der Atayal sowie ein Oberhaupt des Rukai-Stammes (Fotos aus dem frühen 20. Jhdt.)

Die 'weißen' und rothaarigen „Erstbesiedler“ Polynesiens, meint der Norweger, werden von den asiatisch-indianischen Einwanderern (die zu den heutigen Maori-Polynesiern verschmelzen) großenteils ausgerottet (das ist der Grund, warum sie in den genetischen Untersuchungen nicht erscheinen) und wohl auch aufgefressen; Kannibalismus ist eine häufige Erscheinung in Polynesien. Als Letztes erreichen die Polynesier genau die Insel, welche die rothaarigen „Langohren“ vermutlich als erste besiedelt hatten: die Südamerika am nächsten liegende Osterinsel.

Abb. 13 Als die modenen Polynesier ihre neue Heimat um 500 nach Chr. mit ihren Ausleger-Kanus erreichten, trafen sie dott bereits Menschen vor, wie Heyerdahl wohl nicht zu Unrecht annahm.

Auf fast jeder Südseeinsel kannten alte Männer die Namen aller Häuptlinge auswendig bis zurück in die Zeit, da die Eilande besiedelt wurden. Beim Vergleich der Genealogien der verschiedenen Inseln fand man heraus, dass sie untereinander verblüffend genau übereinstimmen, sowohl in den Namen wie in der Anzahl der Generationen. Daraus konnte man errechnen, dass Polynesien etwa um 500 n. Chr. besiedelt wurde. Eine neue Häuptlingsreihe deutet auf eine zweite Einwanderung um 1100 n. Chr. Heyerdahl meinte damit die Zeitpunkte seiner beiden Haupt-Besiedlungs-Wellen der Südsee in Händen zu halten. (Schon seit längerem aber ist bekannt, dass Tiahuanaco, die vermutliche Heimat Con-Ticcis, nicht um 500 n. Chr. zerstört wurde – es hatte da eine ausgesprochene Blütezeit – sondern erst 1000 n. Chr. Auch weisen die Steinstatuen keiner einzigen Südseeinsel den „fertig ausgeprägten“ Tiahuanaco-Stil auf. Wenn, dann muss man einen Einfluss aus dem Beginn Tiahuanacos, der heute auf 200 n. Chr. angesetzt wird, annehmen; hier sind die Ähnlichkeiten tatsächlich sehr groß. Mit Sicherheit ist die Reihenfolge des Erscheinens der verschiedenen Völker in Polynesien anders und wesentlich komplizierter, als der Norweger es sich vorstellte.)

Mitten in seiner ethnologischen Arbeit unter den Bella-Coola-Indianern der Nordwestküste erreicht Thor die Nachricht, die Nazis hätten Norwegen überfallen. Es wird schwierig für ihn in Amerika; aufgrund der Tatsache, dass die Norweger sich gegen die Invasion kaum gewehrt haben, verdächtigen die Amerikaner alle Landsleute Thors als Kollaborateure. Zurück nach Norwegen kann und will er nicht, sucht im Gegenteil verzweifelt nach einer Möglichkeit, in der alliierten Armee als Kriegsfreiwilliger zu kämpfen. Bevor ihm das gelingt, muss er, damit seine Familie nicht verhungert, unter entwürdigenden Bedingungen als Hilfsarbeiter sich den Segnungen frühkapitalistischer Zustände in Amerika unterziehen.

Bundesarchiv Bild 101I-758-0056-35, Norwegen, deutsche Kriegsschiffe.jpg
Abb. 14 Der II. Weltkrieg unterbricht Thor Heyerdahls Forschungen. Nach dem Überfall
der Nazis auf Norwegen im Jahr 1940 meldet er sich als Freiwilliger zum Einsatz gegen
die Besatzer. (Foto: Deutsche Kriegsschiffe im Hafen von Narvik im Norden Norwegens.)

Als er schließlich zusammen mit anderen norwegischen Freiwilligen dennoch in der Armee gelandet, zum Funker ausgebildet ist und merkt, dass missgünstige Vorgesetzte seine Einheit nicht an die Front lassen wollen, stiftet er seine Kameraden zur Befehlsverweigerung an – darauf steht in Kriegszeiten eigentlich die Todesstrafe! – erreicht aber dadurch, dass er nach Norwegen an die Front kommt. Auch hier gerät er in lebensgefährliche Situationen. Als der Krieg endlich aus ist, ruft er im äußersten Nordnorwegen einem Lappen diese Nachricht zu und wird zurückgefragt: „Wer hat gewonnen?“ – das fragt er sich dann selber. Kurz darauf schreibt der inzwischen zum Leutnant aufgestiegene Heyerdahl sich seinen eigenen Entlassungsbefehl und setzt seine Studien fort.

Abb. 15 Zeitgenössische Darstellung eines jener alt-peruanischen Flöße, welche die spanischen Conquistadoren bei der Eroberung des südlichen Amerika immer wieder in den pazifischen Küsten-Gewässern beobachteten

Der Krieg hatte uns drei gezeichnet [...] Thor war noch immer der kultivierte Wilde mit dem jungenhaften Charme, aber der letzte Rest von Unsicherheit war nun verschwunden. Etwas eigentümlich Dynamisches, das früher nur selten zum Durchbruch gekommen war, bildete nun einen Grundzug seines Wesens. Ich erinnere mich noch, dass ich ihm gegenübersaß und nach einem Wort, einem treffenden Ausdruck suchte, um das Neue an ihm zu kennzeichnen. Er ist ein Mann aus Eisen, sagte ich mir, ohne selbst so recht zu wissen, was ich damit meinte. Ein Mann aus Eisen, der Wärme und Humor hinter seinem Panzer verbirgt.[6]

Als Thor nur wenig später seine Theorie fertig hat – zum Entsetzen seiner Eltern verfolgt er seine Biologiekarriere nicht weiter – muss er nun die bittere Erfahrung machen, dass niemand sein Manuskript lesen will. So viel er auch herumreist und die Professoren persönlich aufsucht, überall erfährt er nur Desinteresse und Ablehnung. So kommt es schließlich zu der berühmten Auseinandersetzung mit einem amerikanischen Professor, der ihm vorhält, die südamerikanischen Hochkulturen hätten keine Schiffe gehabt, auf dem sie den Pazifik überqueren konnten. Thor: „Aber sie hatten doch Flöße!“. (Abb. 15) Der Professor: „Na, Sie können ja einmal versuchen, mit einem Balsafloß von Peru zu den Südseeinseln zu reisen!“.

Das war’s (gerechterweise muss man sagen, dass diese Idee schon vorher da war; der Professor gab nur noch den allerletzten Anstoß). Heyerdahl baut 1947 in Peru trotz unsäglicher Widrigkeiten und ins Groteske wachsender Schuldenberge (sowie gegen den Willen von Liv; die Ehe zerbricht daran) mit fünf Gefährten ein Balsafloß der Inka nach, nennt es „Kon-Tiki“ und segelt damit in drei Monaten nach Polynesien. Ein Geniestreich. Ich denke, mindestens genauso wie auf Kolumbus passt Friedrich Schillers gewaltiges Gedicht auf Thor Heyerdahl:

Steure, mutiger Segler! Es mag der Witz dich verhöhnen,
Und der Schiffer am Steur senken die lässige Hand.
Immer, immer nach West! Dort MUSS die Küste sich zeigen,
Liegt sie doch deutlich und liegt schimmernd vor deinem Verstand.
Traue dem leitenden Gott und folge dem schweigenden Weltmeer,
Wär sie noch nicht, sie stieg' jetzt aus den Fluten empor.
Mit dem Genius steht die Natur in ewigem Bunde,
Was der eine verspricht, leistet die andre gewiss.

(Friedrich Schiller: „Columbus“)

Mit der Kon-Tiki-Fahrt erregt Thor weltweites Aufsehen, noch gesteigert durch sein brillant geschriebenes gleichnamiges Buch – bis heute eine Legende –, dessen Erfolgsgeheimnis laut Arnold Jacoby zum guten Teil auf die Naturmystik zurückzuführen sei, die in ihm steckt (nur durch den gigantischen Erfolg dieses Buches aber kommt er knapp aus seinen horrenden Schulden heraus!). Auch der an Bord gedrehte Dokumentarfilm [7] wird ein Welterfolg. Sein Mitfahrer und treuer Freund Knut Haugland baut anschließend in Oslo um das Floß herum das Kon-Tiki-Museum auf, welches immerhin so viel Gewinn abwirft, dass damit fast alle späteren Expeditionen und Ausgrabungen Thors mitfinanziert werden können. Dann beginnt die „Kon-Tiki-Schlacht“.

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Abb. 16 Die Kon-Tiki, kurz vor ihrer Ankunft beim Atoll Puka-Puka (Tuamotu-Inseln)

Die Fachwelt schlägt zurück, und zwar heftig. Man nimmt ihm übel, dass er die Probleme praktisch statt am Schreibtisch löst, dass er die Ergebnisse vieler Wissenschaften zusammenfasst, anstatt sich auf ein Gebiet zu beschränken, und als Schlimmstes: dass ein Neuling und Außenseiter ohne Examina in Archäologie oder Ethnologie es wagt, alle bisherigen Theorien bezüglich der Besiedlung der Südsee über den Haufen zu werfen. Bis heute hat man ihm dies nicht verziehen. Dennoch geht Heyerdahl zunächst als strahlender Sieger aus dieser Schlacht hervor. In Skandinavien, Mitteleuropa, Amerika und schließlich auch Russland besteht er unzählige Duelle mit Fachwissenschaftlern vor überfüllten Auditorien und wird endlich mit Ehrentiteln nur so überhäuft. Fast immer trifft er auf schlecht vorbereitete Gegner, die ihm nicht das Geringste entgegenhalten können. Einen derartigen Triumph wird er nie wieder erleben.

Aber er erfährt auch, dass man sich trotz all seiner Siege geeinigt hat, ihn totzuschweigen – dies ist seitdem die Politik ihm gegenüber geblieben. Bis heute wird er in vielen wissenschaftlichen Artikeln über die Südsee (man durchstöbere nur einmal diesbezüglich das Internet!) nicht einmal erwähnt. Immer wieder liest man in Museen und anderswo Sätze wie die folgenden: „Man hat in den Steindenkmälern der Osterinsel die Zeugnisse einer rätselhaften Urkultur oder die Spuren einer von Amerika bis nach Asien sich erstreckenden Megalithkultur sehen wollen. Die Haltlosigkeit dieser und ähnlicher Hypothesen ist heute zweifelsfrei erwiesen.

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Abb. 17 Die Crew der Kon-Tiki (v.l.n.r.): Knut Haugland (er gründete später das Kon-Tiki Museum
in Oslo), Bengt Danielsson, Thor Heyerdahl, Erik Hesselberg, Torstein Raaby, Hermann Watzinger

Man hat sich auf die Formel geeinigt, Thor Heyerdahl sei widerlegt – allerdings erfährt man nie die Gründe; wäre er wirklich widerlegt worden, würde man sich die entsprechenden Argumente in den Südsee-Publikationen wohl nicht entgehen lassen. Da Heyerdahl sich mit allen ihm in der Kon-Tiki-Schlacht entgegengebrachten Argumenten so sorgfältig auseinandergesetzt hat wie kaum ein anderer, fällt eine Widerlegung auch schwer, wenn man nicht zu Verleumdungen greift.

Einer der erbitterten Gegner Heyerdahls in dieser „Schlacht“ ist Robert von Heine-Geldern, führender Kopf der sog. „Wiener Schule“, welche davon ausgeht, dass die amerikanischen Hochkulturen einen starken Einfluss von Südostasien erhalten haben – eine umgekehrte Besiedlungsrichtung wie bei Heyerdahl. Dieser durchschaut schnell die Schwächen dieser Theorie – die Überquerung des Pazifik gegen Wind und Strömung. Aber ist damit eine asiatische Beeinflussung Amerikas wirklich ausgeschlossen? Hat er nicht selber einen ganz anderen Weg von Asien nach Amerika entdeckt? (Mir erscheint dies als Heyerdahls „erster Sündenfall“, an welchem natürlich Heine-Geldern in seiner Sturheit nicht weniger schuld ist. Keiner von beiden konnte das komplizierte Wanderungs-Geflecht alleine entwirren)

Es wird jetzt Zeit, dass er nach bzw. noch während der Kon-Tiki-Schlacht die Gesamtschau dessen, was er sich bis dahin über sein erstes Manuskript hinaus erarbeitet hat, als wissenschaftliches Werk der Öffentlichkeit vorlegt. Das geschieht 1952 mit „American Indians in the Pacific – The theory behind the Kon-Tiki Expedition“, seiner geschliffenen, ungeheuer detaillierten Theorie, an der er letztlich 15 Jahre lang gearbeitet hat. Es wird die bis dahin mit Abstand umfangreichste (über 800 Seiten) und gründlichste wissenschaftliche Arbeit über den pazifischen Raum überhaupt, vor der alle die Waffen strecken, die es nicht vorziehen, sie zu ignorieren. Diese Qualität hat er noch einmal erreicht, in seinem Osterinsel-Bericht, danach nie wieder.


Fortsetzung: „Aku-Aku“ (Señor Kon-Tiki - Teil 12)

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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: Arnold Jacoby, („Señor Kon-Tiki – das abenteuerliche Forscherleben Thor Heyerdahls“, Berlin 1966
  2. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de demnächst auch: "Thor Heyerdahl als Pionier der Umweltschutzbewegung" (bb)
  3. Quelle: Thor Heyerdahl, „Kon-Tiki“, Wien 1949
  4. Quelle: Thor Heyerdahl, op. cit.
  5. Quelle: Arnold Jacoby, „Senor Kon-Tiki“, Frankfurt/ Berlin 1966
  6. Quelle: Arnold Jacoby, „Señor Kon-Tiki“
  7. Siehe online: Kon-Tiki - Der Originalfilm von 1947 in englischsprachiger Fassung (Video, 58,12 Min.)

Bild-Quellen:

1) Kon-Tiki Museum, unter: Thor Heyerdahl 1914-2002 - Childhood and education (1914-1937)
2) Oleg Prikhodko, unter: Thor Heyerdahl. Fatu Hiva island
3) Kon-Tiki Museum bei Wikimedia Commons, unter: File:Fatu Hiva.jpg
4) Oleg Prikhodko, Thor Heyerdahl. Fatu Hiva island
5) Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911, Menschenrassen, Tafel I (nach der Online-Version bei Zeno.org; Bildbearbeitung durch Atlantisforschung.de)
6) AnonMoos et al. bei Wikimedia Commons, unter: File:Polynesia-triangle.png
7) Peter Marsh, Polynesian Pathways, unter: Lapita Pottery
8) Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 2. Leipzig 1911, Menschenrassen, Tafel I und Tafel II (nach der Online-Version bei Zeno.org); sowie Bildarchiv Andreas Delor (Bildbearbeitung durch Atlantisforschung.de)
9) Coast Mountain News, nach: Anahim / Nimpo Lake BC, Wilderness Adventures - July Week 3, unter Natives in Germany (Das Original-Foto befindet sich offenbar in Besitz des Ethnologischen Museums in Berlin; Quelle der Information)
10) ZooFari und Lamilli bei Wikimedia Commons, unter: File:Mrs. Stene-Tu a Thlinget belle, 1906.jpg
11) AMorozov; links: File:Kwakiutl-Sailing-Boats.jpg, rechts: File:Kwakiutl-Indian-Canoe.jpg, beide bei Wikimedia Commons
12) The Peopling Of The Americas, Ancient Man and His First Civilizations - The Australians and Polynesians, Early 20th century photographs of Taiwanese aborigine mulattoes (Bildearbeitung durch Atlantisforschung.de)
13)KAVEBEAR bei Wikimedia Commons, unter: File:Priests traveling across kealakekua bay for first contact rituals.jpg (Bildbearbeitung durch Atlantisforschung.de)
14) Fredy.00 bei Wikimedia Commons, unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_101I-758-0056-35,_Norwegen,_deutsche_Kriegsschiffe.jpg
15) Peter Marsh, Polynesian Pathways, unter: "The Peruvian connection", Abschnitt: "The "discovery" of the oldest known mummy in North America" (aus: Enigma 15/5/96; Bildbearbeitung durch Atlantisforschung.de)
16) Thor Heyerdahl, "Kon-Tiki" - © Kon-Tiki Museum, Oslo
17) ebd.