Walter L. Friedrich

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Prof. Dr. Walter Ludwig Friedrich

(red) Prof. Dr. Walter Ludwig Friedrich (Abb. 1) (* ?) ist ein deutschstämmiger Geologe und Sachbuchautor, der seit dem Abschluss seines Studiums in Dänemark lebt. Dort war er lange Jahre an Associate Professor an der Fakultät für Geowissenschaften der Universität Aarhus tätig. "Befasste er sich", wie es beim Landesmuseum für Vorgeschiche (Halle) heißt, "in seiner Dissertation noch mit fossilen Pflanzenfunden aus Island, so widmet er sich seit 1975 der Erforschung des Vulkans von Santorini. Er konnte nachweisen, dass die Caldera zwischen den beiden Inseln Thera und Therasia, die das heutige Santorini bilden, bereits zur Zeit des bronzezeitlichen Vulkanausbruches bestand. Daneben konnte Walter Ludwig Friedrich durch eine sensationelle Entdeckung eines seiner Doktoranden insbesondere die Frage nach der Datierung des minoischen Ausbruches von Santorini, der im Mittelpunkt des 4. Mitteldeutschen Archäologentages [...] stand, endgültig klären." [1]

Bekanntlich sind Santorin bzw. die Minoischen Eruption auf der Vulkaninsel schon seit langem Gegenstand atlantologischer Überlegungen und diesbezüglicher kontoverser Diskussionen. Erfreulicherweise blendete Prof. Friedrich diesen Aspekt Erforschung von Santorins Vergangenheit nicht aus. Die Ergebnisse der von ihm vor seimem fachlichen Hintergrund dazu angestellten Überlegungen stellte er bereits 1994 in seinem Buch Feuer im Meer Der Santorin-Vulkan, seine Naturgeschichte und die Atlantis-Legende (Abb. 2) vor, das 2004 neu aufgelengt wurde und auch auf Englisch, Dänisch und Japanisch erschienen ist.

Über dieses Werk von Walter L. Ludwig heißt es in einer Buchbesprechung bei vulkanismus.de: "Aus den Ergebnissen der Rekonstruktion der Topographie der Insel ergeben sich neue Aspekte, die in Zusammenhang mit der Frage, ob denn Santorin das sagenumwobene Atlantis ist, von Interesse sind. W.L. Friedrich neigt dazu, die Frage mit einem vorsichtigen >ja< zu beantworten, ist aber als Wissenschaftler vorsichtig genug festzustellen, dass neue Erkenntnisse jederzeit diese Schlussfolgerung wieder zunichte machen können." [2] Und der irische Atlantologie-Enzyklopädist Tony O’Connell, der keineswegs ein Befürworter kretominoischer Atlantis-Hypothesen ist, formuliert den Sachverhalt in seiner Rezension des Buches folgendermaßen: "Friedrich prüft die Beweise für einen Zusammenhang von Atlantis und Thera, wobei er zu dem Schluss kommt, dass die Frage noch offen ist und durch die laufenden Ausgrabungen auf der Insel (bei Akrotiri) und im Nildelta gelöst werden kann." Dabei ist sein - die Quelität des Buches betreffendes - Fazit äußerst positiv: "Es ist ein Muss für alle, die sich für die Geschichte des östlichen Mittelmeers und von Atlantis interessieren." [3]


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(Abb. 2) Das Cover der Erstausgabe von Walter Friedrichs Buch "Feuer im Meer. Vulkanismus und die Naturgeschichte der Insel Santorin.: Vulkanismus und die Naturgeschichte Santorins", Spektrum Akademischer Verlag, 1994 - Überarbeitete und aktualisierte Neuauflage, 19. Oktober 2004 im selben Verlag) ISBN-10: 3827415829 / ISBN-13: 978-3827415820



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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen Anhalt - Landesmuseum für Vorgeschiche (Halle), unter: "Harald Meller trifft... Walter Ludwig Friedrich" (abgerufen: 03. März 2020)
  2. Quelle: PD Dr. Ulrich Knittel, "'Feuer im Meer - Der Santorin Vulkan, seine Naturgeschichte und die Atlantis Legenden' von W.L. Friedrich" (Rezension), bei vulkanismus.de (abgerufen: 03. März 2020)
  3. Quelle: Tony O’Connell, "Fire in the Sea: The Santorini Volcano", 07. Juni 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 03. März 2020); zit. nach der Übersetzung ins Deutsche bei Atlantisforschung.de: "Walter Friedrich: Feuer im Meer (Rezension)"

Bild-Quellen:

1) University of Aarhus - Department of Geoscience, unter: Walter Ludwig Friedrich
2) Spektrum Akademischer Verlag / Bild-Archiv Atlantisforschung.de