Wilhelm Siegmund Teuffel

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Historisches Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Wilhelm Siegmund Teuffel (1820-1878)

(red) Wilhelm Siegmund von Teuffel (Abb. 1) (* 27. September 1820 in Ludwigsburg; † 8. März 1878 in Tübingen) war ein deutscher klassischer Philologe und Enzyklopädist, der von 1845 an als Privatdozent, ab 1849 als außerordentlicher Professor und schließlich ab 1857 als ordentlicher Professor an der Universität Tübingen lehrte.

Über die besonderen fachlichen Leistungen des Gelehrten heißt es bei der deutschsprachigen Wikipedia: "Teuffels Forschungs- und Publikationstätig- keit brachte zahlreiche Werke hervor, die für die Altertumswissenschaften im 19. Jahrhundert von wegweisender Bedeutung waren. Sein frühestes bedeutungsvolles Werk war die Herausgabe der Real-Encyclopädie der classischen Alterthumswissenschaft, die nach dem Tod ihres Herausgebers August Friedrich Pauly am 2. Mai 1845 darniederlag. Teuffel besorgte sie gemeinsam mit seinem älteren Kollegen Ernst Christian von Walz, bis dieser 1847 aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit einstellen musste. Von da an brachte Teuffel das Unternehmen allein zu Ende. Der letzte Teilband wurde 1852 veröffentlicht. Den ersten Band gab er 1864 und 1866 in zweiter, völlig umgearbeiteter Auflage in zwei Teilbänden heraus, um die „oft beklagte Ungleichheit“ dieses Bandes gegenüber den anderen zu beseitigen (s. Vorwort, S. VI).

Ein weiteres wichtiges Werk ist seine >Geschichte der römischen Litteratur<, die erste vollständige Darstellung der lateinischen Literatur der Antike in deutscher Sprache. Zu Teuffels Lebzeiten erschienen drei Auflagen. Sein Kollege Ludwig Schwabe brachte 1882 die vierte Auflage heraus, die noch in einem Band erschien. Die fünfte Auflage (1890), ebenfalls von Schwabe, erschien in zwei Bänden. Wilhelm Kroll und Franz Skutsch veröffentlichten 1910–1913 die sechste und bislang letzte Auflage des Werkes, die einen Umfang von vier Bänden ausweist." [1]

Was es über Wilhelm Siegmund von Teuffel aus atlantologie-historischer Sicht zu sagen gibt, erfahren wir einmal mehr bei Thorwald C. Franke, der dazu bemerkt, der Philologe habe sich "am Rande mehrerer Veröffentlichungen über Platons Atlantis" geäußert. [2] "Teuffel hielt Ur-Athen für eine mythische Dichtung Platons. Seiner Meinung nach könnte es einen vagen historischen Hintergrund für Atlantis geben: Vielleicht überlieferten die Ägypter eine verzerrte phönizische Kunde vom Land im Westen. Einmal verwechselte Teuffel die Rolle von Ur-Athen und Atlantis." [3]





Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklpädie, unter: "Wilhelm Siegmund Teuffel" (abgerufen: 11. Oktober 2017)
  2. Siehe: Wilhelm Siegmund Teuffel, Fußnote * zum Artikel "Atlantis insula" in Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, 1866; Derselbe, "Studien und Charakteristiken zur griechischen und römischen sowie zur deutschen Literaturgeschichte", Leipzig (B.G. Teubner), 1871; Derselbe, "Übersicht der platonischen Literatur", in 'Einladung zur akademischen Feier des Geburtsfestes seiner Majestät des Königs Karl von Württemberg am 6. März 1874 im Namen des akademischen Senats der Königlichen Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Druck von Ludwig Friedrich Fues, Tübingen, 1874
  3. Quelle: Thorwald C. Franke, "Kritische Geschichte der Meinungen und Hypothesen zu Platons Atlantis - Von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne", Norderstedt (BoD), 2016 , S. 365

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