Basileia (Königsburg)

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Abb. 1 Auch in der originalen Bildunterschrift dieser Skizze wird die Metropolis von Atlantis zu Unrecht als 'Basileia' bezeichnet. Tatsächlich stellt die Basileia lediglich das Zentrum der Metropolis mit dem Areal des Königpalasts dar.

(red) Was den atlantologisch relevanten Begriff "Basileia" betrifft, so herrscht hinsichtlich seiner Bedutung für gewöhnlich einige Konfusion. Der irische Atlantologie-Enzyklopädist Tony O’Connell hebt daher im diesbezüglichen Lemma seiner Atlantipedia nicht ohne Grund bereits eingangs hervor: "Basileia wird in Lexika als altgriechisches Wort [βασιλεία; d.Ü.] definiert, das Zitadelle oder auch Königspalast bedeutet." [1]

Genau in diesem Sinn ist der Begriff Basileia auch in Hinblick auf Platons Beschreibung der Hauptstadt (Abb. 1) des Atlanter-Reiches zu verstehen, wenngleich er dabei im Dialog Kritias (115c) sowohl die Begriffe "Basileia" als auch "Metropolis" verwendet: "Metropolis bedeutete ursprünglich", so O’Connell weiter, ">Mutterstadt<, wurde aber mit der Zeit zu einem Oberbegriff, der auf jede Residenzstadt anwendbar war." [2] Was nun die Metropolis von Atlantis betrifft, so war sie die Residenzstadt der Atlantier-Hochkönige (d.h. des Herrscher-Geschlechts der Nachfahren des Atlas), während die Basileia lediglich ihr Zentrum mit dem Areal des Königspalasts darstellt. (Für einen historischen Vergleich kann man hier Rom als Residenzstadt der Päpste mit dem Vatikan als deren eigentlichem Herrschersitz heranziehen.)

"Einige Kommentatoren haben", wie Tony O’Connell hinzufügt, trotzdem den Begriff "Basileia verwendet, wenn sie auf die Hauptstadt von Atlantis Bezug nahmen, wohingegen Jürgen Spanuth willkürlich [orig.: "arbitrarily"; d.Ü.] noch weiter ging, indem er Basileia als Namen für die gesamte Hauptstadt-Insel benutzte, die er als Helgoland identifizierte. Außerem setzte er Basileia mit Asgard gleich, in der nordischen Mythologie die Heimat der Götter. Seine Ansichten fanden auch bei anderen, wie z.B. bei Walter Baucum, ihren Widerhall." [3]

Wesentlich erscheint zur atlantologischen Diskussion des Begriffs Basileia jedenfalls die Feststellung, dass, wie O’Connell abschließend betont, "Platos Aussage, die dem Solon [von den ägyptischen Neith-Priestern in Saïs; d.Ü.] angegebenen Namen seien in ihre griechischen Entsprechungen übersetzt worden, den sicheren Schluss" zulasse, "dass es sich bei Basileia, ebenso wie bei Atlantis, um keinen ursprünglichen Ortsnamen handelt." [4]



Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Tony O’Connell, "Basileia (L)", 20. März 2012, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 30. April 2017; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  2. Quelle: ebd.
  3. Quelle: ebd.
  4. Quelle: ebd.

Bild-Quelle: