Gott-Könige im vorsintflutlichen Ägypten

Aus Atlantisforschung.de
Wechseln zu:Navigation, Suche
Abb. 1 Links: Darstellung eines Pharaos mit Nemes-Kopftuch, Kinnbart, Halskragen und Was-Zepter; rechts: eine phantasievolle Abbildung des Gottkönigs Osiris, des mächtigsten Herrschers über das vorsintflutliche Ägypten vor mehr als 10.000 Jahren

(red) Auch wenn in populärwissenschaftlichen Betrachtungen zum Alten Ägypten bisweilen der Eindruck erweckt wird, die Pharaonen seien dort als Götter aufgetreten und verehrt worden, so ist dies, wenn überhaupt, nur sehr bedingt zureffend. [1] Obwohl sich diese überaus mächtigen Herrscher unter anderem als "Söhne der Götter" oder bisweilen auch als göttliche Inkarnationen sahen bzw. im Rahmen ihres Personenkults darstellen ließen, waren sie doch eher als "Lieblinge der Götter" Vermittler zwischen ihnen und den Menschen.

Ganz anders soll dies - den urtümlichen Mythen und religiösen Überlieferungen der Ägypter zufolge, in den Zeiten des quasi 'vorsintflutlichen' Reichs vor mehr als 10.000 Jahren gewesen sein [2]. Damals wandelten die 'Himmlischen' - allen voran Osiris, der später nicht zuletzt als Gebieter über das Totenreich verehrt wurde [3] - noch persönlich auf Erden, wo sie als Kulturbringer wirkten und als Gott-Könige über die Menschen herrschten. Kein Wunder also, dass zumindest im Bereich der alternativen Ur- und Frühgeschichtsforschung, wo man solche mythischen Überlieferungen aus einem euhemeristischen Blickwinkel betrachtet, die Frage diskutiert wird, wer diese vergöttlichten Kulturbringer der Vorzeit (die so genannten Auriteaner) gewesen sein könnten. Während Anhänger der Paläo-SETI-These diesbezüglich außerirdische 'Götter-Astronauten' ins Spiel bringen [4], befassen sich Primhistoriker und Atlantisforscher traditionell vorwiegend mit der Möglichkeit, es könne sich bei ihnen um Angehörige einer verschollenen irdischen Hochkultur der Vorgeschichte - mithin der von Atlantis - gehandelt haben.

Dazu heißt es in Tony O’Connells Atlantipedia: "Die ägyptischen Gott-Könige wurden von R. Cedric Leonard mit den zehn ursprünglichen Königen von Atlantis gleichgesetzt. Er weist darauf hin, wie der ägyptische Historiker Manetho, welcher im 2. Jahrhundert v.Chr. schrieb, auf die ägyptischen Gott-Könige Bezug nahm, die tausende von Jahren vor Plato >in einem fremden Land< regierten. Leonard hat Manethos Liste [der Pharaonen] mit jener des Turiner Papyrus verglichen und eine bemerkenswerte Ähnlicheit der beiden Auflistungen von Gott-Königen vorgefunden. Darüber hinaus weist er darauf hin, dass der Turiner Papyrus die nächste Reihe von Pharaonen ab 9850 v.Chr. verzeichnet. [5] [6] Es erscheint wichtig anzumerken, dass sowohl der Turiner Papyrus al auch die Schriften Manethos Gegenstand einer Debatte hinsichtlich ihrer Verlässlichkeit sind.

Frank Joseph betont, dass zehn Könige vor der Großen Flut sowohl Sumer als auch Babylonien regierten, während die Genesis auf zehn vorsintflutliche >Patriarchen< verweist. Joseph Robert Jochmans identifizierte ähnliche Parallelen [7] zwischen den verzeichneten Dynastien des alten Mittleren Ostens." [8]


Externum


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe dazu: selket.de, unter: "Pharao = Gott?" (Teil I; abgerufen: 18. März 2017)
  2. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de auch: Stefan Erdmann, "Zep Tepi - Die 'Zeit der ersten Wiederkehr' in den Mythen und Legenden der alten Ägypter"
  3. Siehe: selket.de, unter: "Osiris - Herrscher der Unterwelt" (abgerufen: 18. März 2017)
  4. Siehe z.B.: o.A., The Palermo Stone –Evidence of Ancient Astronauts?", bei Ancient Code.com; sowie: Ivan, "Akhenaten: The Last Alien Pharaoh Of Ancient Egypt", bei Ancient Code.com (beide abgerufen: 18. März 2017)
  5. Siehe: R. Cedric Leonard, "ANCIENT WRITINGS - Pre-Platonic Writings Pertinent to Atlantis", bei Quest for Atlantis - Adventures in Science (abgerufen: 18. März 2017)
  6. Red. Anmerkung: R. Cedric Leonard kommentiert dies dort folgendermaßen: "Diese Datierung liegt so nahe am [von Platon; d.Ü.] für das Ende von Atlantis angegebenen Zeitpunkt, dass ein Zufall praktisch ausgschlossen ist." (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  7. Red. Anmerkung: Tony O’Connell gibt hierzu als Quelle einen Artikel von Joseph R. Jochmans (1950-2013) auf dessen Webseite an, die leider nicht mehr online ist: forgottenagesresearch.com, unter: The Atlantis-Genesis-Connection: Parallel Memories"
  8. Quelle: Tony O’Connell, "Egyptian God-Kings (t)", 27. Mai 2010, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 18. März 2017; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)

Bild-Quellen:

1) Links: User:Jeff Dahl (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:Pharaoh-insignia.png (Bild-Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)
1) Rechts: sden.org, unter. Osiris (Bild dort nicht mehr online) / Bild-Archiv Atlantisforschung.de