Indigenes Amerika - Erinnerungen an Atlantis

Aus Atlantisforschung.de
Wechseln zu:Navigation, Suche

von unserem Gastautor Frank Joseph

Indianische Stammes-Geschichten scheinen in der Tat eine atlantische Präsenz in Amerika widerzuspiegeln, und auch den Kollaps von Atlantis und seiner Bevölkerung bei einer ozeanischen Katastrophe. Die Algonkin-Stämme (Abb. 1) im Gebiet der Großen Seen erinnern sich daran, dass ihr kultischer Held, Nanabozho, die Neuerschaffung der Welt nach der Flut überwachte, die er auf einem großen "Holzfloß" überlebt hatte - zusammen mit Tieren, die er, genau wie Noah, mit an Bord nahm. Allerdings ist die Algonkin-Überlieferung unzählige Generationen älter als die Einführung der biblischen Version nach Amerika. [1]


Erinnerungen an Atlantis

Abb. 1 Die Blackfoot-Indianer (Bild) gehören zur großen Sprachfamilie der Algonkin-Stämme, deren Überlieferungen bis in ferne Vergangenheit zurückreichen.

Noch offensichtlicher atlantisch waren die mündlichen Überlieferungen der sesshaften Winnebago, deren Sioux-Vorfahren im 12. Jahrhundert mit Tierhäuten und Fleisch Handel mit den Herren von Aztalan trieben. In ihrem Worak, den Stammes-Historien, berichten sie von ihren frühesten Ursprüngen im Wolfs-Clan, dessen Anführer in einem "Großen Haus" auf einer Insel im Meer lebte, dort, wo die Sonne aufgeht. Dieser Stammvater hatte zehn Söhne, von denen einer mit den Männern und Frauen seines Clans auf die Schildkröten-Insel (Nordamerika) kam.

Mit der Zeit vermischten sie sich mit den Eingeborenen und bauten vier neue Clans auf: Den Weißen Wolf, Grünes Haar, Grauer Wolf und Schwarzer Wolf. Dieses Quartett wurde so benannt, um an die vier Hauptrichtungen zu erinnern, die aus ihrem maritimen Heimatland im Zentrum der Welt fortströmten. Das erste Kind, das in dem neuen Land geboren wurde, wurde "Welle" genannt, nach der Bugwelle des Schiffs, die sie vom Großen Haus hergebracht hatte.

In einer anderen Version "erschienen die Wolfs-Brüder vom Grunde des Meeres", wohin eine schreckliche Sintflut die Insel ihrer Ahnen gerissen hatte. Als die aufgewühlte See sich wieder beruhigt hatte, erwuchs aus den Wellen der Wakt´cexi, ein Wassergeist mit einem gehörnten Helm, und führte die Überlebenden auf ihren improvisierten Flößen zu dem neuen Land. Danach waren alle Wolfs-Clans auch als Wasser-Clans bekannt.

Paul Radin schrieb 1923: "Es mag einige Signifikanz in den Ursprungs-Legenden einiger der Clans liegen, die angeben, dass sie über das Meer gekommen sind. Es ist jedoch schlechterdings unmöglich zu bestimmen, ob wir es hier schlicht und einfach mit einem Mythos zu tun haben, oder mit der vagen Erinnerung an ein historisches Geschehen." [2] Kurioserweise qualifizieren viele akademische Gelehrte die eigenen Überlieferungen der Völker über ihre Vergangenheit "schlicht und einfach" als Mythos ab. Wer aber sollte besser darüber Bescheid wissen als sie?


Die gehörnten Giganten

Abb. 2 Skizze der Umrisse der beiden großen Figuren-Mounds von Wisconsin, die den Wassergeist abbilden, der Überlebende der Großen Flut nach Amerika geführt haben soll.

Als wollten sie die Winnebago-Geschichte vom gehörnten Wakt´cexi bestätigen, kann man in Wisconsin zwei Figuren-Mounds von gigantischen Proportionen finden. Sie stellen den Wassergeist dar, der die Wolfsclan-Vorfahren der Winnebago aus der Großen Flut herausführte. Auf dem Hang eines Hügels in der Gemeinde Greenfield, außerhalb von Baraboo und nur fünfundvierzig Meilen vom Rock Lake entfernt, existiert, wenn auch beschädigt, noch ein solcher Geoglyph.

Schon früher in diesem [dem 20.; d. Red.] Jahrhundert hat der Straßenbau ihm beide Beine unterhalb der Knie abgetrennt, aber ansonsten ist die Figur intakt. Der Gigant ist 214 Fuß lang und hat eine Schulterbreite von dreißig Fuß. Seine anthropomorphische Abbildung ist nach Westen ausgerichtet, als käme er aus dem Osten von der Flut her, die das "Große Haus" ertränkte. Sein gehörnter Helm weist ihn als Wakt´cexi, den Sintflut-Helden, aus.

Der Terraglyph ist keineswegs eine primitive Arbeit, sondern wundervoll proportioniert und geformt. Increase Lapham, der renommierte Landvermesser, der im frühen 19. Jahrhundert den Menschen-Mound vermaß, war beeindruckt: "Alle Linien dieser höchst einzigartigen Abbildungen sind elegant geschwungen und viel Sorgfalt ist auf ihre Konstruktion verwendet worden." [3]

Ein 'Kollege' der Figur vom Hügel der Gemeinde Greenfield, ebenfalls im Sauk County, etwa dreißig Meilen nordwestlich, wurde bei einem Staudamm-Projekt im frühen 20. Jahrhundert mehrere Faden tief im Flusswasser versenkt. Ironischerweise fiel der Wassergeist, der die Vorfahren der Winnebago aus einer katastrophalen Flut herausführte, nun selber einer anderen Flut zum Opfer.

Abb. 3 Bereits Ignatius Donnelly präsentierte verschiedene Beispiele für den 'Kult des Gehörnten' in der Neuen Welt. Von Links nach Rechts: Ein Idol der Moqui-Indianer, ein Dakota-Idol sowie ein peruanischer "Teufel".

Die atlantische Identität des Wakt´cexi und seiner Figuren-Mounds in Wisconsin wiederholt sich in seinem überseeischen Gegenstück, dem 'Langen Mann von Wilmington'. Auch bei ihm handelt es sich um die Darstellung eines Mannes (etwa 300 Fuß, die größte in ganz Europa), die in den Kalkfelsen eines Hügels in Südengland gehauen wurde. Datiert wird er auf die letzten Jahrhunderte von Atlantis (von 2000 bis 1200 v. Chr.) und ist ganz ähnlich wie der Menschen-Mound von Wisconsin positioniert, auch bezüglich seiner westlichen Orientierung.

Die Ähnlichkeit wird jedenfalls noch größer, wenn wir erfahren, dass die britische Hügel-Figur ursprünglich mit einem gehörnten Helm porträtiert worden ist, der im frühen 19. Jahrhundert wegradiert wurde. Da der 'Lange Mann von Wilmington' und die Menschen-Mounds von Wisconsin die einzigen ihrer Art auf der Welt sind, tut es unserer Glaubwürdigkeit keinen Schaden, wenn wir die Figuren der Alten und der Neuen Welt als Produkte eines einzigen Volkes miteinander in Verbindung bringen, die vermutlich ein gemeinsames Thema repräsentieren. Nämlich die Migration von Überlebenden des Atlantis-Kataklysmus, die von Männern angeführt wurden, deren Hoheitszeichen der gehörnte Helm war.

Während die nordamerikanischen Menschen-Mounds nur in Wisconsin vorkommen, war die gehörnte Figur, die sie darstellen, bei historischen Stämmen bis hin zur Westküste bekannt. Ein Initiations-Ritus für Kinder, der bei den Navaho üblich war, beinhaltete eine maskierte Figur, die eine rote Perücke und einen gehörnten Helm trug, und die von einer Frau mit weiß bemaltem Gesicht begleitet wurde, die sein Weib darstellte. Sie sollten, zur Erinnerung an die Ursprünge der Abstammung des Kindes, das Ehepaar verkörpern, welches die große Flut überlebte. [4]

Der gehörnte Helm ist offensichtlich genug, und die dargestellte ethnische Identität betont wieder ihre atlantidische Abstammung. Interessanterweise erinnern sich zahlreiche mythische Überlieferungen auf der ganzen Welt, von Afrika bis Polynesien, an die Atlanter als rotköpfig. [5]


Die Apatschen von Atlantis

Abb. 4 Der Crown Dance der Apatschen, eine Reminiszenz an das "Alte Rote Land" - Atlantis?

Dieses Thema einer gehörnten Figur, in Zusammenhang mit den Anfängen der Vorfahren nach einer schrecklichen Sintflut in der östlichen See, ist in faszinierender Vielfalt in ganz Nordamerika bekannt und wird bei einigen Stämmen noch heute zelebriert. Im Crown Dance der Apatschen bilden die Aufführenden einen Kreis um einen "Sprecher" mit einem gehörnten Kopfschmuck herum und im Zentrum des Kreises befindet sich die stilisierte Abbildung eines aus-brechenden Vulkans.

Als wäre dieses altertümliche Ausstaffierung nicht offensichtlich genug, schwingt [der Sprecher] einen Dreizack, das Emblem Poseidons, des mystischen Gründers von Atlantis. Der Sprecher stößt ihn in den Boden und beginnt mit "Ich gedenke des Alten Roten Landes", einer Erzählung, die den Ursprung der Apatschen nach einer ozeanischen Katastrophe beschreibt. [6]

Wie bei der Navaho-Überlieferung spielt auch hier die Farbe Rot bemerkenswert hinein, vielleicht weil die Insel Atlantis selber aufgrund ihrer großen Tuff-Vorkommen größtenteils rot war. In der Tat schrieb Platon, dass die vorherrschenden Naturfarben von Atlantis rot, weiß und schwarz waren - wobei er die für eine Vulkaninsel typischen Mineralien identifizierte: Tuff, Bimsstein sowie Lava. Diese Farben bilden auch das zeremonielle Kostüm der "Kronen-Tänzer". Sachgemäß gehören die Apatschen zum Wolfs-Clan, mit selbigem Totem, der oben in den Sioux-Überlieferungen als Wassergeist beschrieben wurde, welcher die Überlebenden der Flut von Osten nach Amerika führte. [7]

Der Nachhall von Atlantis gelangte bis nach Kalifornien, wo sich die bemerkenswerten Chumash in einer Gegend niederließen, die heute als Gebiet von Barbara bekannt ist. Dort schufen sie ihre höchst farbigen und lebendigen Höhlenmalereien (Abb. 8), in welchen der gehörnte Wassergeist besonders hervorgehoben als 'Tanzender Frosch' dargestellt wird. Die rot-weiß-schwarze Abbildung beschwor die Ahnenkräfte ihrer altertümlichen Urahnen herauf, die ihre Magie aus dem Großen Haus mitbrachten, bevor es im östlichen Meer versank.

Abb. 5 Diese historische Aufnahme zeigt einen Angehörigen der Chumash

Alleine die Chumash (Abb. 5) bevorzugten es, mit den drei identifizierbar atlantischen Farben zu arbeiten; und, obwohl sie unabsichtlich von den Seuchen der Weißen ausgerottet wurden, gegen die sie keine Immunität besaßen, hinterließen sie zahllose Abbildungen ihrer Höhlenkunst, die alte Bande mit Atlantis nahelegen. Darunter befinden sich konzentrische Kreise (die an die alternierenden Ringe aus Land und Wasser erinnern, die nach Platon den Grundriss der Atlanter-Hauptstadt bildeten); redundante Variationen des Kreuzes, häufig in einem Kreis (der Atlantis als kulturellen Nabel der Welt anzeigt) und die Swastika, das Sonnen-Emblem in der atlantischen Religion.

Symbole, welche die Chumash insbesondere über die Kanarischen Inseln, von denen die ersten Zivilisatoren des Rock Lake etwa 3000 v. Chr. kamen, mit Atlantis in Verbindung bringen wurden auf Höhlenmalereien entdeckt, die ein Paar von Ringen abbilden, die durch eine vertikale Linie miteinander verbunden sind. Auf Teneriffa, der größten der Kanaren-Inseln, wurde dieses Zeichen von den Guanchen, den alten Inselbewohnern, genau so in Höhlen angebracht. Es zeigte eine bestimmte Position der Sonne an, und die selbe Bedeutung hatte es vermutlich auch für die indigenen amerikanischen Künstler, da es dort umgeben von anderen astronomischen Glyphen auftaucht. [8]

Abb. 6 "Mestizen" oder Abkömmlinge aus der frühen Vereinigung indigener Amerikaner und Reisenden aus Atlantis?

Die Chumash selber waren unter den indigenen Stämmen einzigartig. Die Spanier bezeichneten sie als "höherstehende Indianer", wegen ihrer vergleichsweise veredelten Kultur, der Schönheit ihrer Frauen und ihres vornehmen Benehmens, was in scharfem Kontrast zu den Bergstämmen des Hinterlands stand, die den Conquistadoren einen rauen Empfang bereiteten. Noch bemerkenswerter ist, dass sich die Chumash auch physisch vom Rest der aboriginalen Einwohner des Kontinents unterschieden.

Unter bartlosen Völkern wuchs ihnen allein eine nennenswerte Gesichtsbehaarung. Santa Cruz, eine größere Chumash-Siedlung, wurde von den frühen spanischen Missionaren "Insel der bärtigen Indianer" genannt. Fotographien eines der letzten reinblütigen Chumash, die 1878 aufgenommen wurden, zeigen einen Mann Mitte dreißig mit Schnurrbart und buschigen Koteletten. Sein Profil erscheint außerordentlich non-amerindisch, während eine frontale Gesamtansicht des Gesichts eine gemischte Herkunft nahe legt [9] Waren die Chumash Abkömmlinge aus Vereinigungen von Einheimischen und Reisenden von Atlantis?

Radiokarbon-Tests ihrer Felsmalereien haben die Besiedlung des Gebiets auf 950 v. Chr. datiert, plus oder minus hundert Jahre, was die Chumash in den selben zeitlichen Rahmen der Jahre unmittelbar nach der Zerstörung von Atlantis stellt. [10] Ihre möglicherweise atlantische Herkunft wird von der materiellen Kultur der Chumash unterstrichen, die wegen ihres maritimen Reichtums im indigenen Amerika absolut einzigartig war. Die bärtigen Indianer bauten und benutzten Tomols (Abb. 7), hölzerne Schiffe, die mehr als 24 Fuß lang waren und vier Fuß lange Ausleger hatten. Damit verkehrten sie auf der 65 Meilen langen Strecke zwischen der Insel San Nicolas und ihrem Festland-Gebiet.

Die Tomols, die vom führenden Chumash-Forscher als ihre "beste technologische Erungenschaft" und als "einzigartig in der Neuen Welt" bezeichnet wurden, bestanden aus Holzplanken, die mit Asphalt abgedichtet waren, und ähnelten somit den Schiffen der hörnerbehelmten Seevölker, die auf den Wänden des Siegestempels von Ramses III. in Oberägypten abgebildet sind, den wir zuvor erwähnt haben. Die Spanier, immerhin die besten Seeleute der Welt des sechzehnten Jahrhunderts, zollten der Geschwindigkeit und Seetüchtigkeit der Tomols ausschließlich höchstes Lob.


Atlanter in Kalifornien

Abb. 7 Schiffe und Boote der Chumash waren aus kalfaterten Bohlen konstruiert - einmalig in der Neuen Welt.

Die Chumash waren selber irgendwie ein Seefahrer-Volk, indem ihre gut gebauten Häuser schiffsartig geformt waren, während Kanus für Begräbnisse verwendet wurden. Selbst ihre Anführer wurden nicht als "Häuptlinge" bezeichnet, sondern als "Kapitäne" [11] Ihr Begriff für "Schiff" - Tomol - bedeutet auch Pinie, aus welcher die Schiffe (Abb. 7) hergestellt wurden. [12]

Ihre Dörfer lagen in Meeresnähe, und auch all die, mit Piktogrammen versehenen, Höhlen befinden sich in großer Nähe zu Wasser. Und möglicherweise lassen sich sogar einige faszinierende Verbindungen von den Chumash über Atlantis nach Ägypten verfolgen. Mindestens ein Dutzend Piktogramme unter den Chumash-Felsmalereien erinnern an ägyptische Hieroglyphen, duplizieren sie in einigen Fällen sogar. Dazu gehören Symbole für Wasser, Sterne, Berge, Ruder, Himmel, Ewigkeit, Stadt, Tag, lebendig, etc.

Die Liste ist lang genug und die Ähnlichkeit der Petroglyphen und Hieroglyphen groß genug, um für einen Kontakt zwischen diesen beiden weit voneinander entfernt liegenden Völkern zu argumentieren. Jedenfalls malten die Chumash diese Symbole auf die Wände kalifornischer Höhlen, während die Ägypter die Gräber und Tempel des Niltals mit - in einigen Fällen – identischen Hieroglyphen-Zeichen dekorierten. Und die Vergleichbarkeit endet hier nicht.

Die Chumash stellten sich die destruktive Kraft der Sonne als wilde Löwin vor und das selbe Bild wurde auch von den Ägyptern verwendet, um die negativen Aspekte der Sonne zu charakterisieren. Nicht nur diese Sonnen-Interpretationen waren identisch, sondern auch die beiden Namen waren ähnlich genug, um Forscher eine gemeinsame Wort-Wurzel vermuten zu lassen.

Die Chumash-Gottheit wurde Sok-so-uh genannt; Sekh-au-tet hieß die ägyptische Göttin. [13] Dem Gegenstand unseres Vergleichs noch näher liegend, könnte selbst der Name "Chumash" via Ägypten ein 'missing link' mit Atlantis darstellen. Er leitet sich von "Tchumac", oder "Volk der Insel", ab und spiegelt "Shu" wider, die ägyptische Bezeichnung für Atlas, dem König und Namensgeber von Atlantis. [14]

Abb. 8 Auch auf dieser Felsmalerei der Chumash in Kalifornien findet sich (Mitte rechts) ein "Atlantis-Symbol".

Dies ist natürlich kein Argument dafür, dass die Chumash Ägypter gewesen seien, oder dass altertümliche Seefahrer aus dem Niltal irgendwie die Westküste Amerikas erreichten. Wenn überhaupt, hat die Planken-Konstruktion der gefürchteten Tomols mehr mit den Seevölkern des 13. Jahrhunderts vor Christus zu tun als mit dem Design der Ägypten. Vielmehr waren die Chumash und die Ägypter, einen halben Globus voneinander entfernt, beide von atlantischen Kultur-Trägern beeinflusst, die mit beiden Völkern Elemente der Schrift, Seefahrts-Technologie und selbst ihrer Gene gemein hatten. Die Hieroglyphen und das Konzept der Sonnen-Löwen-Göttin, die im 'Alten Roten Land' entwickelt worden waren, wurden von Überlebenden des ozeanischen Desasters ins Niltal gebracht, und möglicherweise auch an die Küsten des heutigen Süd-Kaliforniens.

Während diese "ägyptischen" Parallelen für sich genommen provokativ wirken, so werden sie noch beeindruckender, wenn wir bestimmte Kulturelemente der Chumash berücksichtigen, die Richtung Übersee und besonders auf Verbindungen mit Atlantis hinweisen, wie etwa ihre seefahrerische Tüchtigkeit, Bärte in einer ansonsten bartlosen Bevölkerung, die Wahl der 'altlantischen Farben' für ihre heiligsten Kunstwerke, der gehörnte 'tanzende Frosch' frog der Großen Flut, usw. Es waren ihre gemeinsamen Gaben von Atlantis, auf die so viele bemerkenswerte Übereinstimmungen zwischen den Chumash und den alten Ägyptern hinweisen.

Zahlreiche atlantische Motive durchziehen auch die Stammesgeschichte des Wolfs-Clans der Winnebago. Das "Große Haus" auf einer Insel im Atlantischen Ozean ist augenfällig genug. Nach Platon war Atlantis das Zentrum der Welt, eine Örtlichkeit die von den vier Farben der Clans bestätigt wird, welche mit den Hauptrichtungen übereinstimmen, die von der Insel wegführten. Im Kritias lesen wir, dass Poseidon, der Meeresgott, der Atlantis geschaffen hat, zehn Söhne zeugte, die als Monarchen über die verschiedenen Territorien herrschen sollten, genau wie in den Winnebago-Berichten die zehn Söhne ihres großen Stammvaters auf der Insel erwähnt werden. [15]

Auch das Versinken dieser Ursprungs-Insel ist offensichtlich, aber die Identität des gehörnten Wassergeistes, der von den Menschen-Mounds in Wisconsin bis zur Felsen-Kunst der Chumash in Kalifornien verherrlicht wurde, ist nicht weniger faszinierend. Die Ägypter der 21. Dynastie stellten die Seevölker, gegen die sie im frühen 12. Jahrhundert v. Chr. mehrere größere Schlachten schlugen, als Krieger mit gehörnten Helmen dar. Der Siegestempel des Pharao Ramses III. im Tal der Könige am oberen Nil ist der am besten erhaltene seiner Art in Ägypten, und auf seinen Wänden kann der Besucher heute noch Relief-Skulpturen seiner Armeen im Kampf mit den Kriegsschiffen der Seevölker betrachten, die ganz deutlich mit gehörnten Helmen auf dem Kopf abgebildet wurden.


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Frank Joseph © wurde seinem Buch "Atlantis in Wisconsin: new revelations about the lost sunken city" entnommen (S. 29 - 37), das 1998 bei Galde Press Inc., Lakeville, USA, erschienen ist. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de

Fußnoten:

  1. Quelle: George E. Langford, Native American Legends (New York, Doubleday & Company, 1961), S. 121
  2. Quelle: Paul Radin, The Winnebago Tribe, 37th Annual Report of the Bureau of American Ethnologie, Smithsonian Institution, Washington, D.C., 1923 (Reprint, University of Nebraska Press, 1970), Seite 110
  3. Quelle: ebd., S. 54, 55
  4. Quelle: Vincent H. Gaddis, Native American Myths and Mysteries (California: Borderland Sciences, 1991), S. 48
  5. Quelle: David Hatcher Childress, Lost Cities an Ancient Mysteries of South America (Stelle, IL: Adventures Unlimited Press, 1986), S. 98
  6. Quelle: Taylor L. Hansen, The Ancient Atlantic (Wisconsin: Amherst Press, 1969), S. 127
  7. Quelle: ebd., S. 129
  8. Quelle: Salvador Lopez Herrera, The Canary Islands Through History, trans. Veronica de la Torre (Santa Cruz de Tenerife, Canary Islands: Graficas Tenerife, S.A., 1978), S. 40
  9. Quelle: Campbell Grant, The Rock Paintings of the Chumash (Berkeley: University of California Press, 1966), S. 67
  10. Quelle: ebd., S. 64
  11. Quelle: ebd., S. 51
  12. Quelle: ebd.
  13. Quelle: ebd., S. 60
  14. Quelle: Anthony Mercatante, Who is who in Egyptian Mythology (New York: Clarkson N. Potter, 1978), S. 75
  15. Quelle: Platon, (Ausgabe?) S. 139

Bild-Quellen:

1) http://www.geocities.com/micaksika/Seite7.html (nicht mehr online)
2) Frank Joseph, Atlantis in Wisconsin: new revelations about the lost sunken city
3) Ignatius Donnelly, Atlantis, The antediluvian World, S. 429
4) http://www.nativeamericanx.com/photogallery/dancers-apache/ (nicht mehr online)
5) File Upload Bot (Magnus_Manske) bei Wikimedia Commons, unter: File:Rafael, a Chumash who shared cultural knowledge with Anthropologists.jpg
6) PONTIFICIA UNIVERSIDAD CATÒLICA DE CHILE, unter: Los Conquistadores
7) Native American Watercraft -- Chumash and Tongva Plank Canoes (nicht mehr online)
8) Susana Martinez, Painted Rocks - Rock Art of the California Natives (nicht mehr online)