Philip Coppens

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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Philip Coppens (1971-2012), Buchautor, Forscher und Journalist (Foto: © Rivelino)

(red) Philip Coppens (Abb. 1) (*25. Jan. 1971 in Belgien - †30. Dezember 2012 in den USA) befasste sich als Buchautor, Investigativ-Journalist und Privatforscher mit Themen wie Weltpolitik, Geschichte - insbesondere Prähistorie und Zivilisationsgeschichte - sowie mit Mysterien aller Art. Er war Redaktionsleiter der niederländischen Zeitschrift Frontier und des französischen Magazins Les Carnets Secrets, und lieferte häufig auch Beiträge für das Nexus-Magazin und das New Dawn Magazin. Seit 1995 hielt Coppens, der später im schottischen North Berwick lebte, Vorträge in der ganzen Welt. Seine Internet-Seite "philipcoppens.com" wurde ständig mit neuen Beiträgen versehen, und u.a. von Tony O’Connell in seiner großen Online-Enzyklopädie Atlantipedia.ie ausdrücklich zur Lektüre empfohlen ("well worth a visit").

Philip Coppens (der in jüngeren Jahren auch als Filip Coppens publizierte), verfasste unter anderem erfolgreiche Buchtitel, wie "The Stone Puzzle of Rosslyn-Kapelle", "The Canopus Revelation", "Land of the Gods" und "The New Pyramid Age". (Abb. 2) (Siehe auch unten seine Bibliographie) In "Land of the Gods" befasste er sich u.a. mit den neolithischen Steinsetzungen der Region Lothian in Schottland, und in 'The New Pyramid Age" [1] widmete er sich den Entdeckungen alter Pyramiden, z.B im peruanischen Caral, und diskutierte mögliche Implikationen der Existenz pyramidaler Uralt-Bauwerke auf allen Kontinenten. [2] Dabei erwies Coppens sich auch einmal mehr als profilierter und entschiedener Verteidiger der Bosnischen Pyramiden, deren Authentizität von den meisten Protagonisten im universitären Bezirk gepflegter Lehrmeinungen sowie von den selbst ernannten, pseudoskeptischen 'Hilfssherrifs' des schulwissenschaftlichen Mainstrams nach wie vor in Abrede gestellt wird. [3]

Abb. 2 Sind die alten Pyramiden rund um den Globus wirklich kulturelle "Paralle Entwicklungen", wie von den meisten Wissenschaftler postuliert wird? Philip Coppens´ Buch 'The New Pyramid Age' liefert Argumente für einen offenbar dringend notwendigen Paradigmen-Wechsel.

Obwohl er selber den Begriff nicht verwendete, könnte man Philip Coppens bezüglich seiner Betrachtungen zur Zivilisationsgeschichte der Menschheit mit Fug und Recht als einen 'Primhistoriker' bezeichnen. Schließlich gehörte es zu seinem publizistischen Credo, dass die Existenz einer ganzen Reihe von 'Atlantiden' - damit gemeint sind hier "untergegangene und völlig verschollene Kulturen." [4] - vorauszusetzen ist, und wir in der Tat nicht nur von einer geologischen, sondern auch von einer menschheits- und zivilisationsgeschichtlichen 'Tiefenzeit' ausgehen sollten.

Dazu konstatierte er: "Es existieren gute Beweise dafür, dass viele der [noch immer von Fachwissenschaftlern belächelten!; d. Red.] Berichte über verschollene Zivilisationen schon immer auf Wahrheit und Realität gefußt haben." Und: "Es gibt sogar Beweise, dass Anzeichen von Zivilisation [...] zehntausende, ja sogar Millionen von Jahren alt sind. Der amerikanische Autor Michael Cremo katalogisierte hunderte von Beispielen in einem Buch, das er 'Forbidden Archaeology' betitelt hat, da er zu dem Schluss kam, dass ensprechende [Fund-]Objekte von Archäologen als 'No go-Zone' betrachtet werden, da sie alles umstürzen würden, was wir in Bezug auf unsere Geschichte für wahr halten." [5]

Als sei dies noch nicht genug der wissenschaftlichen 'Häresie', kam Philip Coppens bei seiner Analyse historischer und archäologischer Evidenzen nicht nur zu dem Schluss, dass frühe Menschheitskulturen "technologisch weitaus höher entwickelt [waren] als es derzeit akzeptiert wird", sondern er bestätigte auch die Kernthese der Paläo-SETI-Forschung, "dass bestimmte Kulturen mit nichtmenschlichen Intelligenzen interagierten." Das Fazit, dass er in seinem, im Jahr 2011 erschienenen, Buch "The Ancient Alien Question" zog, fällt eindeutig und unmissverständlich aus: "Unsere Vorfahren waren offenkundig nicht alleine." [6]

Abb. 3 Philip Coppens´ letztes Plädoyer für eine veritable Primhistorie der Menschheit und die zivilisations-geschichtliche Tiefenzeit

In Bezug auf Platons Atlantis positionierte Philip Coppens sich ohne Wenn und Aber als ein Verfechter der Historizitäts-These, und er übt deutliche Kritik am Umgang der Fachwissenschaftler in der scientific community mit diesem Thema, das er einmal - keineswegs zu Unrecht - als "Hass[objekt] Nummer Eins der Archäologie" [7] bezeichnet hat. Zudem hielt er an anderer Stelle fest: "Wenn es um wirklich 'verschollene' Zivilisationen geht, wie die verschwundene Zivilisation von Atlantis, verhöhnen Historiker sogar diejenigen, welche es erwägen, eine wissenschaftliche Studie dazu zu erstellen. Sie argumentieren, Plato habe eine idealisierte Gesellschaft beschreiben, nicht aber über historische Ereignisse berichten wollen, denn sie, die Historiker, 'wüssten' ja, dass es eine solche Zivilisation 10.000 v.Chr. nicht gegeben habe. Also kann es einfach nicht sein." [8]

Was die geographische Verortung von Atlantis betrifft, so hielt Coppens sich mit der Präsentation eines eigenen Modells zurück. Allerdings lieferte er 1993 in einer seiner frühen Publikationen [9], wie es bei Tony O’Connell heißt, "Unterstützung für die Theorie von Marcel Mestdagh, welcher postulierte, dass die Stadt Sens in Frankreich das Zentrum oder die Hauptstadt einer uralten Kultur gewesen sei, die er für Atlantis hielt." [10] Freundliches Interesse ließ Coppens schließlich auf seinen Webseiten auch Robert Sarmasts Zypern-Lokalisierung von Atlantis zukommen [11], während er die kreto-minoischen Theorien (Thera usw.) als unhaltbar verwarf. [12]

Philip Coppens verstarb am 30. Dezember 2012 in Los Angeles an den Folgen seiner Erkrankung an einem Angiosarkom, einer seltenen Form von Krebs. Ein anrührender Bericht über seine letzten Lebenstage ist auf Englisch online nachzulesen. [13] Siehe aber auch seinen letzten Blog-Eintrag vom 16. Dezember 2012: "A Whole New World"


Texte von Philip Coppens

Bei Atlantisforschung.de:


Englischsprachige Aufsätze von Philip Coppens (mit Bezug zu Atlantis) auf seinen Webseiten:

  • Atlantis = Cyprus ? - The lost civilisation of Atlantis has been located virtually anywhere in the world… and some have even gone as far as space… Researcher Robert Sarmast has now concluded that the lost civilisation must have been located near Cyprus… and he may be right.
  • 10,000 BC - Catastrophism is a dirty word in archaeology. But despite not being liked, it remains a fact that civilisations have abruptly ended. And the biggest of all catastrophes seems to have occurred ca. 12,000 years ago. New research, however, might argue in favour of Velikovskian – if not Atlantean? – ideas.
  • Avebury-Stonehenge: a scale model of Atlantis? - Few have looked at Avebury and Stonehenge, pondering whether they might be part of a larger complex. But when that question is asked, an altogether different one bubbles to the surface: could this complex also be linked with Plato’s fabled lost civilisation of Atlantis?
  • Atlantis and Crete: An Unhappy Marriage - The number one hate of archaeology has to be Atlantis. The attempts to explain it away or park it somewhere safe remain a favourite kneejerk reaction from the armchair scientists.


Auf Niederländisch:


Buchveröffentlichungen (noch unvollständig)

Als Autor:


Als Ko-Autor:


Anmerkungen und Quellen

Verwendete Materialien:

Philip Coppens - BIO, sowie weitere Seiten bei: philipcoppens.com (abgerufen: 24.10.2012)

Philip Coppens - Autorenprofil, bei: NEXUS-Magazin (abgerufen: 24.10.2012)

Tony O’Connell, "Coppens, Philip (a)", bei: Atlantipedia.ie (abgerufen: 24.10.2012)

Einzelverweise:

  1. Siehe: The New Pyramid Age: Worldwide Discoveries of New Pyramids Challenge Our Thinking, O Books, Winchester, 2007
  2. Quelle: Tony O’Connell, "Coppens, Philip (a)", bei: Atlantipedia.ie
  3. Siehe zu Coppens´ diesbezüglicher Position von ihm auch: "The First International Scientific Conference on the Bosnian Pyramids" sowie "Europe’s pyramid history unveiled", (beide) auf: philipcoppens.com
  4. Quelle: José Ortega y Gasset, "Die Aufgabe unserer Zeit", Deutsche Verlags-Anstalt, 1930, S. 239)
  5. Quelle: Philip Coppens, "Is history as the history books teach us?" (Eine Einführung in sein Buch: "The Lost Civilization Enigma: A New Inquiry Into the Existence of Ancient Cities, Cultures, and Peoples Who Pre-Date Recorded History"); bei: philipcoppens.com
  6. Quelle: Philip Coppens, The Ancient Alien Question - Synopsis, bei: philipcoppens.com
  7. Siehe: Atlantis and Crete: An Unhappy Marriage, bei: philipcoppens.com (Blog)
  8. Quelle: Philip Coppens, "Is history as the history books teach us?" (eine Einführung in sein Buch "The Lost Civilization Enigma"); bei: philipcoppens.com
  9. Siehe: Marcel Mestdagh & Filip Coppens Pre-Atlantis, Gent, 1994 - ISBN (1) 90 72931 12 2 --- sowie (undatiert online): Filip Coppens, Atlantis volgens de visie van Mestdagh, bei: ATLANTIS AAN DE SCHELDE - Fantasie of werkelijkheid?
  10. Quelle: Tony O’Connell, "Coppens, Philip (a)", bei: Atlantipedia.ie
  11. Siehe: Philip Coppens, Atlantis = Cyprus ?, bei: philipcoppens.com
  12. Siehe: Philip Coppens, Atlantis and Crete: An Unhappy Marriage, bei: Philip Coppens - Blog
  13. Siehe: Philip Coppens Of ‘Ancient Aliens’ Passes Away, December 30, 2012, bei: THE INQUISITR (abgerufen: 10.01.2013)

Bild-Quellen:

1) Philip Coppens - BIO, bei: philipcoppens.com
2) Bildarchiv Atlantisforschung.de
3) Bildarchiv Atlantisforschung.de