Südafrika aus alternativ-prähistorischer Sicht

Aus Atlantisforschung.de
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Abb. 1 Felszeichnung aus dem Maclear District, südl. Drakensberg - nach einer Abbildung im South African Museum. Die plastische Darstellung der Tiere ist faszinierend.

(red) Der Süden des afrikanischen Kontinents gilt aus atlantologischem Blickwinkel noch heute als weitgehend 'weißer Flecken', wenn es um die Suche nach Spuren der vermuteten frühmenschlichen Zivilisationen des späten Pleistozän und frühen Holozän geht. Dabei lassen sich auch dort einige interessante Relikte entdecken, die durchaus nicht ins gängige Bild eines seit Anbeginn der Menschheit von "schwarzen Wilden" bevölkerten Kontinents passen, der erst mit dem Einzug der weißen Kolonialisten die "Segnungen der Zivilisation" erfuhr.

Fasziniernd und bisweilen mysteriös sind auch die zahlreichen Felszeichnungen, die dort an vielen Orten seit Jahrtausenden erhalten geblieben sind. Einige dieser Uralt-Abbildungen weisen eine frappierende Ähnlichkeit mit den Werken auf, die cro-magnoide Künstler uns in Europa hinterlassen haben. Solch brilliante Tier-Darstellungen, wie sie etwa im südafrikanischen Maclear District entdeckt wurden (Abb. 1), unterscheiden sich künstlerisch und in ihrer handwerklichen Qualität nicht merklich von vergleichbaren Höhlenmalereien in Frankreich und Iberien.

Es ist keineswegs eine Geringschätzung der afrikanischen Buschleute, wenn wir uns angesichts einer ganzen Reihe von Anhaltspunkten und Evidenzen die Frage stellen, ob es nicht schon lange vor dem 17. Jahrhundert - als nach offizieller Geschichtsschreibung die ersten Europäer nach Südafrika kamen - auch andere ethnische Gruppen als sie dort ihre Spuren hinterlassen haben. Was ist beispielsweise mit frühen, weit prähistorischen Migrationen vom Pazifik aus, via Madagaskar?

Abb. 2 Diese Felsmalerei befindet sich nicht in den Höhlen von Altamira oder Lascaux, sondern stammt ebenfalls aus der Region Drakensberg, Südafrika. Wer waren Ihre Schöpfer? (Foto: Pat Vinnicombe).

Wie weit sind cro-magnoide Prospektoren, Händler, Forscher oder Siedler - und damit womöglich Vertreter des historischen Atlanter-Reiches (siehe dazu etwa: Das cromagnoide Atlantis von Louis Charpentier) - entlang der afrikanischen Westküste vorgestoßen? Ähneln einige der südafrikanischen Felszeichnungen ihren euro-nordafrikanischen Pendents daher so frappierend, weil sie demselben ethno-kulturellen Urheber-Kreis entstammen?

Ein besonders interessantes Beispiel für solche Abbildungen und die genannten Probleme ist ein ganz außergewöhnliches 'Gruppenbild mit Dame', das zu den Bradberg-Relikten gehört und unter dem Namen "The White Lady" bekannt wurde. Dieses Bild soll vor etwa dreitausend bis fünftausend Jahren entstanden sein. Es zeigt unter anderem offenbar vier Personen unterschiedlicher Hautfarbe, Ausrüstung und Bekleidung, die sich gemeinsam durch eine Savanne bewegen.

Hatten mediterrane Völker wie die Phönizier in proto-historischen Zeiten möglicherweise engere Kontakte nach Südafrika, als heute allgemein angenommen wird? Wann begann die Ausbeutung der Bodenschätze tatsächlich? In der Neuzeit? In der Antike? In weit prähistorischen Epochen? Die mysteriösen alten Bergwerke von Südafrika werfen diesbezüglich allerhand Fragen auf. Vor ein krypto-technologisches Problem stellt uns möglicherweise auch ein unscheinbares, kleines, rundes Loch, das sich in einem weit prähistorischen Hominiden-Schädel aus Südafrika befindet. Dieser ungewöhnliche Fund könnte uns vor die prekäre Frage stellen: Wer schoss auf den 'Broken Hill Man'?

Abb. 3 Aus atlantologischer Sicht ist Südafrika (rechts) vor allem dann von Interesse, wenn man der Südpol-Hypothese von Flem-Ath et al. folgt. Dann müssten sich nämlich auch dort Spuren einer späteiszeitlichen Seefahrer-Kultur finden lassen.

Offenbar finden sich auch im äußersten Süden des afrikanischen Kontinents Indizien dafür, dass die gängigen Vorstellungen vom Ablauf der Erd- und Menschheits-Geschichte noch höchst fehlerhaft sind. Und Südafrika als historische Vorbild für Atlantis? Nun, dort hat es nach unserem derzeitigen Wissensstand nur ein einziger "Außreißer" - G. K. Kirchmaier im Jahr 1685 - auszumachen versucht, aber zumindest, wenn wir die Polsprung- und Atlantis-Hypothesen von modernen Forschern wie Rand und Rose Flem-Ath (siehe: Rose und Rand Flem-Ath: Atlantis und Hapgoods Polverschiebungsthese) oder Fritz Nestke und Th. Riemer (siehe: Eisiges Leichentuch über Atlantis - Menschheitsdrama am Ende der letzten Eiszeit) aus Deutschland berücksichtigen, und uns mit der Möglichkeit einer unter dem südpolaren Eispanzer "versunkenen" Glazial-Kultur auseinandersetzen, dann muss auch der Süden des Schwarzen Kontinents unser besonderes Interesse finden.

Sollte nämlich vor mehr als 11 000 Jahren im Gebiet des heutigen Südpols tatsächlich eine höher entwickelte, seefahrende Zivilisation existiert haben, so hätte Südafrika - neben Südamerika und Australien - mit großer Wahrscheinlichkeit im direkten nautischen 'Einzugsbereich' dieser Polar-Kultur gelegen. (Abb.3) Ohne archäologische Evidenzen, die eine derartige Hypothese stützen könnten, muss dies freilich blanke Spekulation bleiben - und eben an solchen Indizien und Beweisen mangelt es derzeit noch völlig. Oder sollten etwa die, bereits erwähnten, weit prähistorischen Bergwerke im Zusammenhang mit dem Platonischen Urzeit-Imperium stehen?

Team Atlantisforschung.de


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Anmerkungen und Quellen

Bild-Quellen:

1) Museums Online South Africa (Bild dort nicht mehr online)
2) University of New England (Bild dort nicht mehr online)
3) Rand. & Rose Flem-Ath, Atlantis - der versunkene Kontinent unter dem ewigen Eis, Hoffmann & Campe, 1995, S. 103; Bearbeitung durch Atlantisforschung.de