Eire Rautenberg: Volk des Lichts – Die Herkunft der Teuta & der deutsche Ahnengott

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Buchpräsentation der Autorin

Manchmal gehe ich rückwärts: das ist meine Art des Erinnerns. Würde ich immer nur vorwärts gehen, könnte ich dir erzählen, wie es ist zu vergessen.“ (Ak`abal)

Abb. 1 Das Front-Cover von Eire Rautenbergs Buch 'Volk des Lichts – Die Herkunft der Teuta & der deutsche Ahnengott' (2017)

Es gibt viele Bücher über germanische oder keltische Stämme und Entwicklungen,aber vergleichsweise wenige, die sich mit den beiden Großkulturen als >Brudervolk< beschäftigen und dem Zeitfaden „nach hinten“ folgen. Kamen die Germanen aus Asien? Oder noch früher vom Schwarzen Meer? Woher kamen jene Menschen, die als Vorfahren des deutschen Volkes gelten? Was für einen Ahnenkult übertrugen sie in die germanischen Überlieferungen Deutschlands? Wo gab es räumliche und sprachliche Überschneidungen mit den westlichen Kelten? Keltische Stämme grenzten im Osten und Südosten an thrakische und skythische Kulturräume, drangen bis nach Kleinasien (Türkei) vor. Neuere Forschungen ergeben sogar keltische Funde in der ostchinesischen Wüste Taklamakan, wo ein riesiges Gräberfeld existiert. Das vorliegende Buch geht einigen entscheidenden Fragen in neuer Weise nach, beschreibt die Gemeinsamkeiten des Brudervolkes und wagt die Herkunftsanalyse, die auch genetische Vermischungen impliziert, wie es immer der Fall war und heute noch ist.

Mein Interesse liegt darin, die Mythologie mit den Erkenntnissen der Wissenschaft zu vereinen, und in eben diesem Stil ist der Text verfasst. Das mag gewöhnungsbedürftig und umstritten sein, gerade, wenn man bislang Bücher zum Thema gelesen hat, die den nüchternen, neutralen Sachkundestil unserer Zeit besitzen. Ich schließe von den überlieferten Geschichten und Legenden, die meistens in späterer Zeit niedergeschrieben wurden, auf die Gedankenwelt und Lebensweise unserer Vorfahren. Das ist zwar gewagt, aber legitim. Da schriftliche Zeugnisse fehlen, ist es eine der wenigen Möglichkeiten, sich dem Wesen der früheren Menschen zu nähern. Denn die mythologisch-religiöse Bilder- und Symbolwelt prägte den Alltag und die Handlungen der heidnischen Stämme mehr, als wir uns das heutzutage vorstellen können. Auch deswegen ist ein vergleichendes und mythologisches Wissen ein ernstzunehmender Faktor für wissenschaftliche Analyse.

Das Denken und Fühlen antiker und vorantiker Gesellschaften unterscheidet sich grundsätzlich und maßgeblich vom Denken und Fühlen der Moderne. Obwohl das klar und anerkannt ist, findet dieser Umstand oft zu wenig Beachtung in wissenschaftlichen Interpretationen. Sachverstand ist der Bruder des Märchens. Vielleicht entsteht dem entsprechend ein neues Bild der legendären Geschichten und wir kommen dem Wahrheitsgehalt ein Quantum näher.

Als freie Journalistin und geschichtlich interessierte Autorin würde ich mir wünschen, dass einiges von den entsprechenden Fachleuten neu überdacht wird. Auch scheint es in manchen Fachkreisen ein Tabu zu sein, sich bei der Herkunft der Germanen nicht auf das Skandinavische zu beziehen. Einerseits kann man als Autor auf wissenschaftliche Schubladen stoßen, andererseits wird man unweigerlich mit der destruktiven Ideologie der Nationalsozialisten des letzten Jahrhunderts konfrontiert, die obskure Forschungen hinsichtlich unserer Ahnen betrieben. Einen elitären Anspruch der Deutschen soll und darf man aus meinem Text nicht ableiten. Viele Völker der menschlichen Geschichte haben einen elitären Anspruch geltend gemacht. Letztlich entstammen alle Menschen der gemeinsamen Wurzel, und das macht uns alle gleich!

Bisher galt Afrika als der Ursprungsort der menschlichen Entwicklung. Aktuell hegen einige Forscher Zweifel daran: Knochenfunde in Europa (Griechenland und Bulgarien) deuten darauf hin, dass der älteste Vormensch von hier stammt, aus Ur-Europa. Aber auch neuere Funde in Südafrika machen die Suche nach unseren Vorfahren weiter spannend! Zudem wird jetzt die Ur-Kultur auf europäischem Boden älter als die mesopotamisch-babylonische eingeschätzt, welche bisher als Maßstab seriöser Aussagen propagiert wurde. Und meiner Meinung nach stehen wir vor der wissenschaftlichen Anerkennung (vor-indo-)germanischer Ursprünge. Lesen Sie selbst, warum ich das denke.

Bei Interesse an dem Alten Wasserland empfehle ich die Lektüre meines zweiten Bandes zum Thema: Die Deltagöttin-Kultur. Es ist gut zu wissen, wer wir waren und woher wir gekommen sind, um besser zu verstehen, wer wir sind.

Eire Rautenberg
im Juni 2020



Eire Rautenberg: "Eire Rautenberg: Volk des Lichts – Die Herkunft der Teuta & der deutsche Ahnengott", epubli, 2017,
Taschenbuch, 332 Seiten, ISBN-10: 374500714X / ISBN-13: 978-3745007145, 11,99 Euro


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Dieser Beitrag von Eire Rautenberg (©) wurde von ihr im Juni 2020 für Atlantisforschung.de verfasst.

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