Emil Orgetorix Forrer

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Pionier der Hethitologie und der Meropisforschung

Ein Vorwort

(bb) Der Schweizer Altertumskundler (Prähistoriker) und Altorientalistiker Emil Orgetorix Gustav Forrer (*19. Februar 1894 in Straßburg – †10. Januar 1986 in San Salvador) gilt heute in der wissenschaftsgeschichtlichen Rückschau vor allem als einer der Begründer der modernen Hethitologie (Altanatolistik), aber zudem ist es keine Übertreibung, diesen brillanten Außenseiter der Academia auch als eine der allgemein wenig bekannten, aber hervorstechenden Persönlichkeiten des modernen Diffusionismus sowie als den Pionier der - heute ausschließlich grenzwissenschaftlich betriebenen - Meropisforschung schlechthin zu bezeichnen - ein Begriff übrigens, den er selbst geprägt hat. [1]

Speziell die Ergebnisse Forrers diesbezüglicher, nach seinem Tod fast völlig in Vergessenheit geratener Forschungen in Kreisen all jener bekannt und für weitere Studien nutzbar zu machen, die sich für 'verschollene Kulturen' interessieren, ist erklärtes Ziel der Verfassers, der sich selbst seit einigen Jahren mit dem Meropis-Problem befasst. Bei der Erstellung des hier vorgelegten, einführenden Beitrags konnte der Verfasser auf der akribischen Vorarbeit des Hethitologen Robert Oberheid aufbauen, der mit seinen biographischen Studien die wesentlichen Grundlagen zur wissenschaftsgeschichtlichen Aufarbeitung und Würdigung von Emil Forrers Schaffen gelegt hat. [2] Weitere Beiträge sollen folgen, sobald dem Verfasser auch Orignal-Material von Emil Forrer vorliegt. [3]


Emil Forrers Leben und Werk

Kindheit, Jugend und Studienzeit

Abb. 1 An der Universität Straßburg begann 1911 Emil Orgetorix Forrers akademische Laufbahn. Bild: Das wilhelminische Hauptgebäude ('Palais') der Universität

Als drittes von insgesamt fünf Kindern des im elsässischen Straßburg arbeitenden Schweizer Urgeschichts-Forschers Robert Eduard Forrer [4] und der Emilie Albertine Forrer (geb. Hager; 1861-1925), wuchs Emil O. Forrer in einem großbürgerlichen Milieu auf, und besuchte das örtliche protestantische Lyzeum, wo er 1911 sein Abitur machte. Über seinen frühen Bezug zur Erforschung der Ur- und Frühgeschichte schrieb er selbst: "Alle Probleme und Methoden der Vorgeschichtsforschung und Archäologie sind mir infolgedessen [aufgrund der Tätigkeit des Vaters, Anm. R.O.] früh selbstverständlich geworden.[5] Und weiter: "Mein schon in der Schulzeit betätigtes Interesse für antike Geographie führte mich auf die Geschichte und die Sprachen des alten Orients, deren eingehendem Studium ich mich nunmehr neben dem der Philosophie und der modernen Geographie vorzugsweise hingab. [6]

1912 begann Forrer an der Universität Straßburg (Abb. 1) mit dem Studium der Geschichte, Ägyptologie und Assyriologie. Zu seinen dortigen Professoren gehörten Korypäen wie Carl Frank (Assyrisch), Wilhelm Spiegelberg (Ägyptisch), Enno Littmann(Arabisch und Neupersisch) sowie Albert Thumb (Altpersisch). 1913 zog er dann im Alter von 19 Jahren nach Berlin (damals das Zentrum der Keilschrift-Forschung in Deutschland [7]), um dort bei Eduard Meyer Vorlesungen zur altorientalischen Geschichte und bei Friedrich Delitzsch zur Assyriologie zu hören.

1914 erfolgte - nach dem Ausbruch des I. Weltkriegs - eine kurze Unterbrechung seines Studiums, denn im August diesen Jahres wurde er als Schweizer Staatsbürger wie viele andere junge Eidgenossen von der dortigen Armee zur Sicherung der Landesgrenzenzen eingezogen, konnte aber schon neun Monate später von dort aus nach Straßburg abreisen, um zunächst an seiner alten Alma Mater seine Studien fortzusetzen. Im Sommer 1915 kehrte er dann nach Berlin zurück wo er sein Studium wieder aufnahm. Etwa zu dieser Zeit lernt er auch seine Jugendliebe und spätere erste Ehefrau, Margarete ("Gretl") Sommer kennen. 1917 promovierte er mit einer Dissertation zum Thema „Die Provinzeinteilung des assyrischen Reiches“. Schon damals standen für Forrer Fragen der Ethnologie und Geographie des Alten Orients im Mittelpunkt seines Interesses.

Forrers Forschungen von 'Weimar' bis zur NS-Diktatur

Abb. 2 Fragmente einer der hethitischen Tontafeln, die bei Boghazköi (Türkei) gefunden wurden. Mit der Untersuchung solcher Tontafeln begann Emil O. Forrer im Jahr 1917.

Durch Eduard Meyer ließ der junge Forrer sich davon überzeugen, im Bereich der damals noch jungen Disziplin der Hethiterforschung tätig zu werden, und Meyer war es auch, der ihm aufgrund seiner guten Beziehungen Zugang zu den Ressourcen des Berliner Museums verschaffte, wo er Ende 1917 mit der Untersuchung der Keischrifttexte auf Tontafeln aus Boghazköi (Hattuscha) begann. "Mit heute noch bewunderungswürdigem Fleiss arbeitete sich Forrer in langen Arbeitssitzungen durch tausende von Tafeln und Fragmenten (Abb. 2) und legte dabei wohl sehr umfangreiche Verzettelungen an, auf die auch Ed. Meyer gern zurückgriff ,sortierte dabei auch erstmals das Material. Die ersten Ergebnisse dieser umfangreichen Studien publizierte Forrer 1919 in seinem Aufatz >Die Acht Sprachen der Boghazköi-Inschriften<, sowie in zwei weiteren Aufsätzen 1921 und 1922." [8] Neben Meyer und Otto Weber, dem Kustos des Museums, gehörte Forrer ab 1920 zu den Herausgabern der Reihe „Keilschrifttexte aus Boghazköi“, deren viertes Heft er verfasste.

Zwar war Forrer zu dieser Zeit und während der folgenden Jahre äußerst produktiv, was die Veröffentlichung bedeutender fachwissenschaftlicher Arbeiten betrifft [9], doch hatte er bereits jetzt Schwierigkeitenn, sich im universitären Betrieb zu etablieren. So gelang es ihm erst im Mai 1925, nach zwei gescheiterten Anläufen - 1921 in München und 1923 an der Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität (seine Habilitationsschrift wurde nicht angenommen) -, für „Geschichte des Alten Orients und nicht semitische Keilschriftsprachen des alten Orient“ zu habilitieren. Aber auch nach seiner Habilitation blieb Forrer ohne eine feste Anstellung, und finanzielle Sorgen begannen ihn zu bedrücken; ein Problem, das ihn, abgesehen von wenigen Phasen finanzieller Absicherung, sein ganzes Leben hindurch verfolgen sollte. Nur zeitweise konnte er auf ein Privatdozentenstipendium zurückgreifen, mit dem ihn die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft unterstützte. Immerhin konnte er 1926 - zusammen mit dem Kunsthistoriker Edmund Weigand (1887-1950) - an einer durch private Mittel und durch die Deutsche Orientgesellschaft finanzierte Forschungsreise nach Kleinasien teilnehmen.

Im Jahre 1929 erhielt Forrer, auf Vermittlung durch den berühmten US-amerikanischen Ägyptologen James Henry Breasted (1865-1935) hin, das Angebot einer dreijährigen Gastprofessur in Chicago. Im Rahmen dieser Professur reiste er nach Kreta, um dort u.a. minoische Tontafeln zu studieren, in Paris befasste er sich mit den ugaritischen Keilschriftfunden von Ras Shamra, und 1930 nahm er auf Zypern Vorfelduntersuchungen für eine dort in Aussicht genommene Grabung vor. Im Herbst 1930 konnte er eine zweite Forschungsreise nach Kleinasien durchführen, die der Suche nach der Hethiterstadt Arinna galt. Schließlich publizierte Forrer während seiner 'Chicagoer Zeit' auch seine bisherigen Ergebnisse zur hethitischen Hieroglyphenschrift, "die methodisch auch heute noch überzeugen". [10]

Nach Beendigung seiner Tätigkeit als associate professor in Chicago wurde Emil Forrer im Mai/Juni 1933 von den Universitäten Genf und Lausanne eingeladen, jeweils zehn - gut dotierte - Vorträge über die "Ursprünge der Kulturen, Völker und Sprachen des Alten Orients“ zu halten. Danach wurde ihm von der Johns Hopkins University in Baltimore für das Wintersemester 1933/34 (Oktober-Januar) eine vertretende Gastprofessur für Assyriologie und Semitistik angetragen. Diese Gelegenheit nutzte er auch dazu, mit dem Auto ausgiebig die USA zu bereisen, wobei auch sein wissenschaftliches Interesse für die alten Kulturen Mittelamerikas, insbesondere die der Maya, geweckt wurde - ein Faible, das er später in höchst nonkonformistischer Manier mit seiner Leidenschaft für die Altamerikanistik verbinden sollte. Schließlich wurde er direkt nach Beendigung seiner Tätigkeit für die Johns Hopkins University als Expeditionsberater im Auftrag des Bryn Mawr College in Pennsylvanien engagiert, um bei der Vorbereitung einer archäologischen Expedition nach Kilikien zu helfen, an der er auch selbst teilnahm.

Forrers Leben im 'Dritten Reich' und in der Nachkriegszeit

Abb. 3 Nach dem Ende des II. Weltkriegs wurde Forrers Lage immer desperater und er musste erkennen, dass es für ihn als Wissenschaftler in Deutschland keine Perspektive gab. (Bild: Der Potsdamer Platz in Berlin 1945)

Damit war die Zeit einer gesicherten Existenz mit der Perspektive einer kontinuierlichen wissenschaftlichen Laufbahn allerdings trotz des viel versprechenden Intermezzos in den USA bereits vorbei. Wie es bei der Wikipedia heißt, stagnierte seine berufliche Karriere "in den folgenden Jahren und er hielt sich mit Lehraufträgen, Dozentenbeihilfen und finanziellen Unterstützungen der Schweizer Botschaft über Wasser. Eine zunächst ausgesprochene Übernahme in den Beamtenstatus durch das nationalsozialistische Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung als Dozent der Berliner Universität vom 11. Dezember 1939 wurde am 11. Mai 1940 widerrufen, da sich Forrer trotz gegebener Zusage weigerte, seine Schweizer Staatsbürgerschaft niederzulegen.

Während des Krieges hielt Forrer bis zum WS 1944 regelmäßig Lehrveranstaltungen in Berlin ab. In den Kriegswirren und im Kampf um Berlin blieb Forrer, solange es ging, in Erkner. In den Jahren 1940/1941 arbeitete er für die militärgeographische Abteilung des OKW an einem geheimen Projekt zur Erstellung spezieller Landkarten für den Einsatz der Panzerwaffe und fertigte militärgeographische Karten des Vorderen Orients an. Wie weit er sich mit dem NS-Wissenschaftsbetrieb einließ, geht aus einem Schreiben der >Forschungsstelle Orient< um Otto Rössler des Reichssicherheitshauptamts an der Universität Tübingen vom 11. November 1944 an ihn hervor." [11] [12] Forrers Haltung dem NS-Regime gegenüber als opportunistisch zu charakterisieren, dürfte jedenfalls kaum eine Übertreibung darstellen.

Nach dem Ende des II. Weltkriegs bemühte Forrer sich zunächst um die Position des Direktors der Vorderasiatischen Abteilung des Berliner Museums, doch sein Stellungsgesuch scheiterte am Widerstand der verbliebenen Direktoren des Museums. Ohne Aussicht auf eine wissenschaftliche (oder zumindest einträgliche) Beschäftigung in Deutschland "verließ Forrer im August 1945 mit seinem ältesten Sohn und seiner Frau Berlin mit einem Konvoi für >Displaced Persons< des Schweizer Roten Kreuzes Berlin in Richtung Schweiz, allerdings nicht ohne vorher eine Vernehmung durch amerikanisches Militär über sich ergehen lassen zu müssen. Dort hatte Forrer zu erklären, warum er als Schweizer Staatsbürger bis Kriegesende im nationalsozialistischen Deutschland geblieben war." [13]

In der Schweiz angekommen, lebte er zunächst nach einer kurzen Internierung in einem Lager der Schweizer Armee in Zürich. Auch dort bemühte er sich letztlich erfolglos um eine adäquate Position an der dortigen Universität. Frustriert und durch die anhaltenden Fehlschläge zermürbt, beschloss er schließlich, nach Mittelamerika zu emigrieren. Finanziell ausgestattet mit dem Erbe seines 1947 verstorbenen Vaters, reiste er gemeinsam mit seiner vierten Frau, Elsa-Dorothea (Mädchenname Haupt, geb. 1921) - eine seiner vormaligen Studentinnen - via New York, Texas und Mexiko nach Honduras (wo er sich eigentlich niederlassen wollte), Guatemala und El Salvador, um dort die alten mittelamerikanischen Kulturen zu erforschen.

Forrers späte Jahre in El Salvador

Abb. 4 Ein Titelblatt der Zeitung El Diario de Hoy aus dem Jahr 1963, für die Emil Forrer zu dieser Zeit als freier Journalist tätig war.

Zwar gelang es E. Forrer, an der neugegründeten philosophischen Fakultät der Universität San Salvador eine Anstellung zu finden, um sich der archäologischen Exploration der Comayagua-Täler in Honduras widmen zu können, aber auch dies blieb nur ein Zwischenspiel, denn aufgrund gravierender Veränderungen der Gesetzeslage des Landes verlor er seine Anstellung an der Universität bald wieder. Trotzdem ließ sich in El Salvador nieder, wo sich sein weiteres Leben wieder zunehmend zu einem harten Existenzkampf gestaltete, zumal er eine immer größer werdende Familie zu versorgen hatte: Emil Forrer wurde nämlich in El Salvador noch insgesamt sieben Mal Vater.

Zum Broterwerb arbeitete er u. a. als freier Journalist für die Tageszeitung El Diario del Hoy (Abb. 4) und "publizierte zwischen 1949 und 1966 mehr als 200 Zeitungsartikel. Meist waren es populärwissenschaftliche Darstellungen, die vom Vulkanismus, über Planetenkonstellationen bis hin zu einem U-Bahn-Projekt für San Salvador reichten." [14] Außerdem unterrichtete er an verschiedenen Schulen, wie der Escuela Americana und dem Colegio Salvadoreno, Deutsch, Geographie, Französisch, Mathematik und Latein.

Zudem griff Emil Forrer - ganz seiner Natur entsprechend - auch zu unorthodoxen Methoden, um an Geld zu kommen, wobei er jedoch ebenso glück- und erfoglos blieb wie bei seinen Versuchen, doch noch festen Fuß im universitären Bezirk zu fassen. "So kam er", wie Robert Oberheid berichtet, "auf die Idee, den Salvadorianern die Vorzüge des selbst gemachten Joghurts näher zu bringen. Er war der Überzeugung, dass dieses für Mittelamerika zum damaligen Zeitpunkt neuartige Produkt gute Chancen hätte, Geld einzubringen. Also wurde eine kleine Joghurt-Produktion im Hause 'Meropis' angesetzt und Dorothea Forrer-Haupt war diejenige, die das Produkt fabrizierte. Da aber eine ausreichende Kühlung des wärmeempfindlichen Produktes nicht sichergestellt werden konnte und auch der vorausberechnete Absatz nicht zu erzielen war, wurde dieses Unterfangen eingestellt. [15]

Ein weiteres - ebenfalls erfolgloses Projekt war der Versuch, sich mit der Aufzucht von Hühnern als erfolgreicher Unternehmer Einkommen zu sichern. Forrer hat hierzu seine Ersparnisse investiert und einige hundert Küken angekauft, die den Grundstock für die spätere Hühnerzucht darstellen sollten. Es stellte sich aber heraus, dass eine Zucht mit den erworbenen Exemplaren nicht begonnen werden konnte, da er ausschließlich Hennen erworben hatte - Hähne fehlten völlig. Die finanziellen Mittel die fehlenden Hähne noch für einen Zuchtbetrieb zu erwerben, waren aber nicht vorhanden, so dass dieses Projekt letztendlich scheiterte." [16]

So blieb Forrer, obwohl er in El Salvador - nicht zuletzt durch Radio- und Fernsehauftritte - zu einer gewissen Popularität gelangte [17], in finanzieller Hinsicht so minderbemittelt, dass er (was sicher nicht leicht mit seinem Stolz und seiner Selbstachtung zu vereinbaren war) lange Zeit eine Art 'Sozialfall' darstellte, der auf finanzielle Zuwendungen seiner Lieblingsschwester Odile angewiesen, die inzwischen in Paris lebte, und auch sein ältester Sohn aus erster Ehe unterstützte ihn offenbar gelegentlich. Seine Situation verbesserte sich zumindest 1967 ein wenig, als Forrer vom salvadorianischen Außenministerium bauftragt wurde, "in historischen Dokumenten nach Argumenten im Grenzstreit zwischen El Salvador und Honduras zu suchen." [18]

Forrer hat auch in El Salvador einige Bücher im Selbstverlag erscheinen lassen, "die sich vor allem auf die Meropis-Forschung und die Kulturkontakte zwischen Amerika und dem alten Europa konzentrieren. Einiges davon hat auch über familäre Kontakte den Weg nach Europa gefunden und ist u.a. in der Schweizer Nationalbibliothek eingestellt." [19]

In seinen letzen Lebensjahren konnte er seine Forschungsarbeit aufgrund schwerer Krankheit nicht mehr weiterführen. Der "letzte Hethitologe der ersten Stunde" [20] starb am 10. Januar 1986, kurz vor seinem 92. Geburtstag. Sein von ihm und seiner Familie erbautes Haus 'Meropis' in der Final Calle del Gringo wurde später (am 13. Januar und 13. Februar 2001) durch zwei aufeinander folgende Erdbeben zerstört. Dabei gingen, wie es bei Robert Oberheid heißt, große Teile seiner Aufzeichnungen verloren: "Seine umfangreichen Zettelsammlungen, die er über sieben Jahrzehnte angelegt und ständig erweitert hatte, wurden dabei vernichtet. Teile seines wissenschaftlichen Nachlasses sowie seiner wissenschaftlichen Bibliothek befinden sich heute im Museo Guzmán in San Salvador." [21]



Anmerkungen und Quellen

Vorwiegend verwendete Materialien:


Einzelverweise:

  1. Siehe: Emil Forrer, "Homerisch und silenisch Amerika", San Salvador (Selbstverlag) 1975
  2. Anmerkung: Dass R. Oberheid in seinen Veröffentlichungen Forrers Meropisforschung eher am Rande und ohne adäquate - seinen hethitologischen bzw. altorientalistischen Kernkompetenzen vergleichbare - Kenntnisse der zugrunde liegenden Materie abhandelt, liegt in der Natur der Sache und ist ihm keineswegs vorzuwerfen. Jedenfalls ist es ausschließlich Oberheid zu verdanken, dass heute überhaupt verlässliche Basisinformationen zum Themenkomplex 'Forrer und Meropis' vorliegen.
  3. Anmerkung: Von atlantologischem Interesse erscheint vor allem Forrers dreiteiliger Artikel "La Atlantida" (I, II und III) zu sein, der am 25., 26. und 27. Februar 1963 in der salvadorianischen Zeitung El Diario de Hoy erschien. In Hinsicht auf Forrer als Verfechter des modernen Diffusionismus ist insbesondere sein 1964 publizierter Artikel "Immigraciones prehistóricas a América arqueológicamente comprobadas" (Prähistorische Immigrationen nach Amerika archäologisch nachgewiesen) zu erwähnen.
  4. Anmerkung: 'Robert E. Forrer (1866-1947) war ein bekannter Prähistoriker, Kunsthistoriker, Numismatiker und Archäologe, der zahlreiche Bücher veröffentlichte, die noch heute Handbuchcharakter besitzen. Er war Direktor das Straßburger Museum für römische und vorgeschichtliche Altertümer, und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter seines Faches im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. (Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Emil Forrer; abgerufen: 17. April 2013)
  5. Quelle: Emil O. Forrer in einem mit Schreibmaschine verfassten Lebenslauf zu seiner Dissertation (1917); zit. nach: Robert Oberheid, "Emil Orgetorix Forrer - 19. Februar 1894 – 10. Januar 1986, bei: Hethitologie.de
  6. Quelle: Emil O. Forrer in einem mit Schreibmaschine verfassten Lebenslauf zu seiner Dissertation (1917); zit. nach: Robert Oberheid, "Emil O. Forrer und die Anfänge der Hethitologie. Eine wissenschaftshistorische Biografie", de Gruyter, Berlin 2007
  7. Anmerkung: Oberheid führt dazu aus: "Der stetige Zustrom an neuem, unveröffentlichtem Material aus den verschiedensten Grabungsorten floss wie selbstverständlich dorthin. Junge Forscher erhielten früh die Gelegenheit, an der Spitze der Forschung mit unveröffentlichtem Textmaterial zu arbeiten und sich mit Publikationen einen Namen zu machen. Möglicherweise spielten diese Punkte bei der Entscheidung [Forrers; bb] nach Berlin zu gehen eine Rolle." (R. Oberheid, op. cit. 2007)
  8. Quelle: Robert Oberheid, "Emil Orgetorix Forrer - 19. Februar 1894 – 10. Januar 1986, bei: Hethitologie.de
  9. In der Wikipedia heißt es dazu: "1922 erschien seine Zeichenliste sowie seine zwei Bände mit den historischen Texten in Umschrift. Diese ermöglichten auch Keilschriftunkundigen einen Zugang zu den Texten. Wichtig waren auch die vieldiskutierten Ahhijawa-Aufsätze. Vor allem 1923 widmete sich Forrer der Entschlüsselung des Hieroglyphen-Luwischen, das er >tabalisch< nannte."
  10. Quelle: Robert Oberheid, "Emil Orgetorix Forrer - 19. Februar 1894 – 10. Januar 1986, bei: Hethitologie.de
  11. Siehe: Robert Oberheid, "Emil O. Forrer und die Anfänge der Hethitologie. Eine wissenschaftshistorische Biografie", de Gruyter, Berlin 2007 ISBN 978-3-11-019434-0 S. 292 (auch als E-Book). - Anmerkung von R.O.: Das Erstellen von geographischen Aufmarschplänen war eine wichtige Aufgabe von RSHA Amt VIG, das sich nach außen scherzhaft „Reichsstiftung für Länderkunde“ nannte, siehe S. 22 (PDF; 159 kB), Pos. 19440600.
  12. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Emil Forrer (abgerufen: 18. April 2015)
  13. Quelle: Robert Oberheid, "Emil Orgetorix Forrer - 19. Februar 1894 – 10. Januar 1986, bei: Hethitologie.de
  14. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: Emil Forrer (abgerufen: 18. April 2015)
  15. Anmerkung: Oberheid verweist hierzu auf eine kurze Einlassung Forrers in: "Homerisch und silenisch Amerika", 1975, S. 56
  16. Quelle: Robert Oberheid, op. cit. 2007, S. 330
  17. Anmerkung: Dazu bemerkt Oberheid: "Von 1958 bis 1962 hatte er einige Auftritte sowohl im salvadorianischen Radio als auch im nationalen Fernsehen, die ihn sogar einem größeren Teil der Bevölkerung bekannt machten. In der Radiosendung Tribunal del Saber, die Ende der 1950er Jahre eine beachtliche Zuhörerquote erreichte, wurde[n] zu vielen Themen aus verschiedenen Wissenschaftszweigen Zuhörerfragen aus dem im Studio anwesenden Publikum beantwortet." (R. Oberheid, op. cit., 2007, S. 327)
  18. Quelle: Die Online-Enzyklopädie, unter: Emil Forrer (abgerufen: 18. April 2015)
  19. Quelle: ebd.
  20. Quelle: Rudolf Werner, ">Der letzte Hethitologe der ersten Stunde< - Emil Forrer gestorben", in: Neue Zürcher Zeitung, 18. Januar 1986
  21. Quelle: Robert Oberheid, op. cit. (2007), S. 337

Bild-Quellen:

1) Jonathan Martz bei Wikimedia Commons, unter: File:Absolute Palais Universitaire 01.JPG
2) Iocanus bei Wikimedia Commons, unter: File:0917-DSC03480.jpg
3) Michael M. Dean (Canada. Dept. of National Defence / Ministère de la défense nationale) bei Wikimedia Commons, unter: File:Potsdamer Platz 1945.jpg
4) El Diario de Hoy (Bild-Quelle unbekannt; Bearbeitung durch Atlantisforschung.de)