George A. Sarantitis

Aus Atlantisforschung
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Forscher- und Autorenportrait

Abb. 1 Der 'Kontinent von Atlantis' - etwa 10.400 Jahre v.d.G. nach George A. Sarantitis

(red) George A. Sarantitis (Abb. 2, links) (* 7. Juli 1954 in Athen) ist Elektronik-Ingenieur, Autor und unabhängiger Privatforscher, der sich nicht zuletzt dem Studium der Geschichte und Literatur des Alten Griechenland widmet. Im Jahr 2008 präsentierte er erstmals auf der Atlantis-Konferenz in Athen seine Atlantis-Lokalisierung (Abb. 1) im Westen des Großraums der heutigen Wüste Sahara.

Genauer gesagt, unterscheidet Sarantitis zwischen (a) dem 'Kontinent Atlantis', einer in etwa halbmondförmigen Landmasse im Nordwesten Afrikas, die gegen Ende der jüngsten Eiszeit gänzlich von Wasser umschlossen war (Abb. 1) [1] (im Norden vom Mittelmeer, im Westen und Süden vom Atlantik, und zudem im Osten von einem altertümlichen Binnenmeer bzw. - später? - von einem System aus Flüssen und Seen); (b) der 'Insel Atlantis', dem Adrar Plateau im heutigen Mauretanien; und (c) der 'Metropolis von Atlantis, die er mit der als 'Auge der Sahara' bekannten Richat-Stuktur gleichsetzt. [2] Jenseits des nordafrikanischen Binnenmeers - also im Osten von Atlantis - soll sich damals eine gewaltige 'Libysche Halbinsel' befunden haben. [3]

Abb. 2 Seine Forschungsergebnisse präsentierte George A. Sarantitis (links) erstmals auf der Atlantis-Konferenz 2008 in Athen der internationalen Fachwelt.

Die Resultate von Sarantitis´ umfassenden atlantologischen Studien, die er 2008 auf der Atlantis-Konferenz in Athen mit gleich drei Papieren [4] vorstellte, basieren - neben paläo-geographischen und -klimatologischen Betrachtungen - weitgehend auf revidierten Übersetzungen von Schlüssel-Begriffen und -Passagen aus Platons und Homers Texten, denen die von ihm entwickelte 'Methodology of Mythologie' [5] zugrunde liegt. Damit gelangt der Forscher zu Ergebnissen, die bisweilen nur 'schwer verdaulich' erscheinen. So ist Sarantitis z.B., wie Tony O’Connell notiert, der Ansicht, "dass der 'unvollendete' Kritias in Wirklichkeit am Anfang von Homers Odyssee (1.32-34) fortgesetzt wird." Zudem bemerkt der irische Atlantologie-Enzyklopädist: "Für mich ist sein Vorschlag, es habe zwei Atlantier-Kriege gegeben, die 9600 v.Chr. und 8600 v.Chr. stattfanden [6], äußerst schwer zu akzeptieren, da diese Kriege gegen Athen und Ägypten geführt wurden, welche zu jenen Zeitpunkten noch gar nicht existierten!" [7]

Von wesentlicher Bedeutung für George A. Sarantitis´ Atlantis-Modell ist jedenfalls die Frage nach der Verortung der Säulen des Herakles, die von Platon im Dialog Timaios (24c-25b) erwähnt werden und eine Schlüssel-Information zur Atlantis-Lokalisierung darstellen. Diesbezüglich beruft er sich zunächst auf Strabons Werk Geographica (Die Geographie) um zu zeigen, dass es in der Antike verschiedene Landmarken mit dieser Bezeichnung gab. [8] Letzlich kann es kaum verwundern, dass Sarantitis dann - ähnlich wie Ulrich Hofmann - für derartige 'Säulen' am Golf von Gabès votiert, die den Zugang zu dem von ihm postulierten nordafrikanischen Binnenmeer markiert haben sollen. [9] Dazu steuerte er ein weiteres Papier zur 3. Internationalen Atlantis-Konferenz (2011) auf Santorin bei. [10]



Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Bei Stelios Grant Pavlou heißt es dazu erläuternd: "Sarantitis bringt vor, dass einst eine Wasserstraße vom Golf von Gabès zu einem Binnenmeer führte, [welches sich dort befand,] wo heute die Schotts von Tunesien und Algerien sind, wobei er theoretisiert, dass es während dieser Periode eine ganze Reihe großer Binnenmeere in Afrika gab, einschließlich eines weitaus größeren Tschadsees. Im Wesentlichen sei in alten Zeiten der gesamte Bogen des westlichen Afrika eine großflächige Insel gewesen." (Quelle; abgerufen: 16. März 2017; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  2. Quelle: George A. Sarantitis, "FAQ's, bei Plato Project.gr (abgerufen: 16. März 2017)
  3. Siehe dazu: George A. Sarantitis, "The Peninsula of Libya and the Journey of Herodotus", bei Plato Project.gr (abgerufen: 16. März 2017)
  4. Siehe: George Sarantitis, "Heracles' Pillars"; und "The descriptions of TIMAIOS and KRITIAS, from the point of view of a researcher and not a Reader"; sowie: "The true dimensions of Libya, Asia and Atlantis"; alle: Athen, 2nd International Conference: The Atlantis Hypothesis - Searching for a lost land, 2008
  5. Siehe dazu: George A. Sarantitis, "MoM1 – METHODOLOGY OF MYTHOLOGY © 1 – PART ONE - NEW CONNOTATIVELY ACCURATE TRANSLATIONS OF PLATO’S BOOKS TIMAEUS AND CRITIAS REVEAL ANOTHER DIMENSION IN PLATO’S WAY OF THINKING."; sowie: Derselbe: "MoM 2 – METHODOLOGY OF MYTHOLOGY © – PART TWO - PLATO’S LOGIC AS MYTHOGRAPHER - LIGHT IS SHED ON PLATO’S METHODOLOGY IN HIS MYTHOLOGICAL REPORTS.", bei Plato Project.gr (abgerufen: 16. März 2017)
  6. Siehe: Stavros Papamarinopoulos (Hrsg.), "Proceedings of the 2008 Atlantis Conference", Athen (Heliotopos), 2010, S. 389
  7. Quelle: Tony O’Connell, "Sarantitis, George (L), 31. Mai 2011, bei Atlantipedia.ie (abgerufen: 16. März 2017; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  8. Zu einer gegenteiligen Meinung siehe: Heinz-Günther Nesselrath, "Die Säulen des Herakles - eine mythische Landmarke und ihre Bedeutung in der Klassischen Antike", in: Jahrbuch der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 2008, 2009, S. 226-232 (online als PDF-Datei, 88,81 KB; abgerufen: 17. März 2017)
  9. Quellen: Tony O’Connell, op. cit.; sowie: Stelios Grant Pavlou, "George A. Sarantitis", 17. April 2016 (jüngste Bearbeitung), bei atlantipedia.com (abgerufen: 17. März 2017)
  10. Siehe: George Sarantitis, "The Actual Site of the Pillars of Heracles", Santorin (Atlantis Conference 2011)

Bild-Quellen: