Plejaden

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von Tony O’Connell

Abb. 1 Darstellung der sieben mythischen Plejaden (Gemälde von Elihu Vedder, 1885)

Plejaden ist in der griechischen Mythologie der Sammelbegriff für die sieben Töchter von Atlas und Pleione (Abb. 1), während sie in der Astronomie einen der der Erde am nächsten gelegenen Sternhaufen (Abb. 2) im Sternbild Stier darstellen, dessen sieben hellste Sterne selbst für das bloße Auge unübersehbar sind. Sie wurden unter den berühmten prähistorischen Gemälden (16.500 v. Chr.) an den Wänden der Lascaux-Höhle Identifiziert. [1]

Der dänische unabhängige Forscher Ove von Spaeth hat einen umfassenden Artikel über kulturelle Bezüge zu den Plejaden vorgelegt, einschließlich der Himmelsscheibe von Nebra. [2]. Er geht darin auch auf das Thema Atlantis ein.

David Zink berichtet in The Stones of Alantis [3], dass er bei seiner Suche nach Atlantis auf den Bahamas die Dienste der Hellseherin Carol Huffstickler in Anspruch genommen habe, die ihm gerne mitteilte, dass die Götter um 28.000 v. Chr. von den Plejaden auf die Erde kamen! [4]

Abb. 2 Der Plejaden-Sternhaufen im Sternbild Stier (Taurus) umfasst insgesamt mindestens 1200 Sterne.

Jack Countryman hat sein Buch Atlantis and the Seven Stars [5] ganz der Idee gewidmet, dass Außerirdische von den Plejadendie menschliche Zivilisation via Atlantis und das Mittelmeer initiiert haben“. Eine vergleichbare Idee wurde von Semir Osmanagic, dem Promotor der Bosnischen Pyramiden, vorgeschlagen, der behauptet hat, dass die Maya Nachkommen der Atlanter waren, die wiederum von den Plejaden auf die Erde gekommen seien! [6]

Frank Joseph behauptet, dass die Plejaden "wie die von Plato aufgeführten Könige (von Atlantis) durch ihre individuellen Mythen tatsächlichen Orten innerhalb des atlantischen Einflussbereichs entsprechen und damit dazu beitragen, die Geschichte dieses verschwundenen Reiches zu veranschaulichen". Joseph schließt mit der Zuordnung zu bestimmten Bereichen innerhalb dieses Reiches, einschließlich der Azoren, Marokkos. Trojas, Yucatáns, Italiens und der Kanaren. [7]

Die Cherokee-Indianer haben auch eine mündliche Überlieferung, die von „Sternmenschen“ erzählt, welche von den Plejaden auf die Erde gekommen seien und sich auf fünf Inseln im Atlantik niederließen, die als Elohi Mona bekannt sind. Nach der Zerstörung dieser Inseln wanderten die Überlebenden nach Amerika aus. Ein Cherokee, der in einem Forum postete, das inzwischen offline ist, erzählte, dass er Elohi Mona immer als Hinweis auf Atlantis verstanden habe. Eine weitere Webseite mit zusätzlichen „Einblicken“ in die Verbindung von Atlantis und Cherokee mit den Plejaden ist verfügbar [8].

Edward Alexander behauptet gar - in einer leichten Modifikation der Geschichte - seit seinen weit zurückliegenden Ursprüngen auf den Plejaden während der letzten 9.000 Jahren viele Male auf der Erde wiedergeboren worden zu sein. Und Frederick Dodson enthüllte im Jahr 2018 in seinem Buch The Pleiades and our Secret Destiny [9], dass er blauhäutigen Wesen von den Plejaden begegnet sei! Es wäre doch mal interessant zu hören, wie Dodson und Alexander ihre Erinnerungen austauschen.

William Henry entzückte uns schließlich in einem Dokumentarfilm von National Geographic über Atlantis aus dem Jahr 2006 mit der Offenbarung, dass außerirdische Besucher von den Plejaden den Ägyptern beim Bau der Pyramiden geholfen haben! Die unglaubliche Menge an völligem Schwachsinn, den Menschen weiterhin erzeugen und angebliche Außerirdische mit Atlantis oder den Pyramiden verbinden, finde ich ziemlich bemerkenswert. [10]. Eine kürzlich erschienene Folge (S15E07) der amerikanischen Fernsehserie Ancient Aliens kam auf das Thema der Plejaden und Besucher von dort zurück. Jason Colavito hat sie „angemessen“ rezensiert. [11]

Trivia

Im Japanischen sind die Plejaden als Subaru bekannt, gaben der Automarke ihren Namen und inspirierten deren Logo-Design.


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Tony O’Connell (©) wurde seiner atlantologischen Online-Enzyklopädie Atlantipedia.ie entnommen, wo er am 1. Juli 2017 unter dem Titel "Pleiades, The" erstveröffenlicht und nachfolgend weiter ausgebaut wurde. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung nach dem Stand vom 15. März 2020 durch Atlantisforschung.de.

Fußnoten:

  1. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: William R. Corliss, "Paläoastronomische Zeichnungen in der Höhle von Lascaux?" (2001)
  2. Siehe: Ove von Spaeth, "The Pleiades and the idea of Atlantis" (© 2006), vormals online bei moses-egypt.net; archiviert bei Atlantipedia.ie unter Archive 3363 (abgerufen: 15. März 2020)
  3. Siehe: David Zink, "The Stones of Atlantis", Prentice Hall of Canada, 1978 (Neuauflage 1990), S. 130
  4. Siehe: http://www.tulsaworld.com/archives/legend-of-atlantis-lives-in-bimini/article_d5552245-820b-510a-bb96-c295f7947300.html (Stand Juni 2018; inzwischen ist die Seite in Europa aufgrund der GDPR nicht mehr abrufbar.)
  5. Siehe: Jack Countryman, "Atlantis and the Seven Stars", New York (St. Martin’s Press), 1979
  6. Siehe: Mark Rose, "The Bosnia-Atlantis Connection", 27. April 2006, bei archaeology.org (abgerufen: 15. März 2020)
  7. Siehe: Frank Joseph, "The Atlantis Encyclopedia - A handbook of Atlantean information for general readers and specialists alike", Franklin Lakes, NJ (New Page Books), 2005, S. 227
  8. Siehe: Token Rock, unter: "Pleiadians" (abgerufen: 15. März 2020)
  9. Siehe: Frederick Dodson, "The Pleiades and our Secret Destiny", selbständig veröffentlicht, 2018
  10. Siehe z.B.: Paul Butler, "THE EVENT – THE ATLANTIS COMMAND SPEAKS TO EARTH!", 13. April 2019n bei primedisclosure.com (abgerufen: 16. März 2020)
  11. Siehe: "Review of Ancient Aliens S15E07: 'They Came from the Pleiades'", 07. März 2020, bei jasoncolavito.com (abgerufen: 16. März 2020)

Bild-Quellen:

1) Elihu Vedder, 1836–1923 (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:The Pleiades (Elihu Vedder).jpg
2) Dylan O'Donnell, deography.com (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:M45 The Pleiades Seven Sisters.jpg (Lizenz: Creative-Commons, „CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright“)