Richard W. Welch

Aus Atlantisforschung
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Abb. 1 Das Frontcover von Richard W. Welchs 2009 erschienenem Buch

(red) Richard W. Welch ist ein altgedienter US-amerikanischer Journalist und Talkshow-Moderator [1], der sich mit seinem, im August 2009 veröffentlichten, Buch "Roots of Cataclysm: Geopulsation and the Atlantis Supervolcano" [2] in die Phalanx nonkonformistischer Atlantisforscher eingereiht hat, deren Modelle gravierend vom konventionellen, schulwissenschaftlichen Bild der Erd-, Menschheits- und Zivilisationsgeschichte abweichen.

Einer von Welchs zentralen Ansatzpunkten ist die Besiedlungsgeschichte Amerikas, wobei er, wie der Atlantologie-Enzyklopädist Tony O’Connell bemerkt, zu der Annahme gelangt, "dass die ersten Siedler aus Europa kamen, und dass sich asiatische Einflüsse erst für viel spätere Zeiten eindeutig identifizieren lassen." [3]

Zudem diskutiert Welch, wie es bei Tony O’Connell weiter heißt, "Geologie, Geographie und Klimatologie und schlägt vor, dass am Ende der jüngsten Eiszeit eine Landbrücke oder Inselkette vom europäischen Festland in den Atlantik hinein erstreckte, was den Zugang nach Amerika erleichterte. Die Entstehung dieser altertümlichen Route betrachtet er als eine Folge des niedrigeren Atlantik-Pegels während der Eiszeit." [4]

In erdgeschichtlicher Hinsicht "stellt Welch seine Vorstellungen zu Rotations-Veränderungen der Erde und das Konzept der 'Geopulsation' sowie deren Auswirkungen auf die Entstehung von Eiszeiten und die Intensivierung des Vulkanismus vor." [5]

Zu Richard W. Welchs Atlantis-Lokalisierung und seinen Vorstellungen zur Atlantis-Katastrophe notiert O’Connell : "Er identifiziert den Tore Seamount [6], der im Atlantik zwischen Portugal und den Azoren liegt, als Örtlichkeit von Atlantis. Er behauptet, der Tore sei der Überrest eines Supervulkans, welcher um 1640 v.Chr explodierte und Atlantis auslöschte. Der Einfluss der Atlanter hatte sich indes über ein weites Gebiet erstreckt, einschließlich Sardinien, dessen Bewohner Teil der Konföderation der Seevölker waren, die enorme Zerstörungen im östlichen Mittelmeerraum des 2. Jahrtausends vor Christus verursachten." [7]

Tony O’Connells nachfolgendes Fazit erscheint erstaunlich positiv, wenn man bedenkt, wie ungnädig der bekannte irische Atlantis-Experte häufig auf argumetative Schwächen und andere Mängel in der Fachliteratur reagiert: "Auch wenn ich Einwände gegen viele von Welchs Atlantis-Ideen vorbringen möchte, fand ich, dass sein Buch alles in allem in manch anderer Hinsicht zum Nachdenken anregt, und möchte sein Buch wärmstens empfehlen." [8]


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Algora Publishing, unter: Roots of Cataclysm - Geopulsation and the Atlantis Supervolcano in History
  2. Siehe: Richard W. Welch, "Roots of Cataclysm: Geopulsation and the Atlantis Supervolcano", Algora Publishing, 2009, ISBN 978-087586-733-5 (Hardcover) ISBN 978-087586-732-8 (TB)
  3. Quelle: Tony O’Connell, "Welch, Richard W.", 22. November 2009, bei: Atlantipedia.ie (abgerufen: 24. Januar 2015; Übersetzung ins Deutsche durcch Atlantisforschung.de)
  4. Quelle: ebd.
  5. Quelle: ebd.
  6. Red Anmerkung: Die Tore Seamount ist eine ringförmige, vulkanähnliche Erhebung mit einem Durchmesser von ca. 100 km, deren Gipfel heute in etwa 2200 m Wassertiefe liegt. In seiner Mitte befindet sich ein ca. 5000 m tiefer Kessel. Der Tore Seamount liegt ungefähr 300 km westlich von Lissabon, und ist von abyssalen Tiefseeebenen umgeben. (Quelle)
  7. Quelle: Tony O’Connell, "Welch, Richard W.", 22. November 2009, bei: Atlantipedia.ie (abgerufen: 24. Januar 2015; Übersetzung ins Deutsche durcch Atlantisforschung.de)
  8. Quelle: ebd.

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