Riesen in den Legenden nordamerikanischer Indianer

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Abb. 1 Diese historische Aufnahme zeigt eine Gruppe Cocopa-Indianer im Jahr 1887 in Süd-Kalifornien. Die Cocopa verfügen über Legenden von Riesen mit geradezu übermenschlichen Kräften.

(bb) Nachdem wir im vorausgegangenen Teil unserer Betrachtung gezeigt haben, dass sich die Atlantis- und Meropa-Überlieferungen von Platon und Theopompos sowie der Mythos von den Atlantiden und ihrem katastrophalen Untergang durchaus mit den mündlichen Überlieferungen nordamerikanischer Natives in Übereinstimmung bringen lassen, wollen wir uns nun mit den indianischen Mythen über Riesen beschäftigen. Schließlich sollen - laut Theopompos - in Anostos ("Land der Nimmer-Wiederkehr"), dem gewaltigen Land am westlichen Ende des Okeanos, gigantische Barbaren von dreieinhalb Meter Größe gelebt haben, die auf ihren Schiffen einst das Land der Hyperboreer überfielen.

Wenn in dieser "verrückt" klingenden Geschichte, die der Edel-Satyr Silenus einst dem König Midas von Phrygien erzählt haben soll, ein massiver historischer Kern vorhanden ist, d.h. wenn es sich bei Anostos tatsächlich, wie wir vermuten, um den Norden des amerikanischen Doppel-Kontinents gehandelt hat und wenn es dort wirklich Populationen riesenhafter Menschen gegeben hat, dann müssen in den Mythen und Legenden der nordamerikanischen Indianer massive Hinweise auf solche Riesen einer mehr oder weniger fernen Vergangenheit zu finden sein. Wie wir zeigen werden, ist dies tatsächlich der Fall. Genauer gesagt, stützen die Überlieferungen zahlreicher Indianer-Nationen nicht nur die Vermutung, es habe bereits in präkolumbischer Zeit recht unterschiedliche Ethnien in der "Neuen Welt" gegeben, sondern auch die Riesen-Hypothese.

Beginnen wir mit unserer Beschau indianischer Riesen-Mythen mit einem kurzen Blick in den Süden der heutigen USA. Dort, in Arizona, lebt die Indianer-Nation der Cocopa (Abb. 1), die den Riesen übermenschliche Kräfte zuschrieben. Richard L. Dieterle schreibt in GIANTS FOUND IN NORTH AMERICA darüber: "Dem Indianer-Stamm der Cocopa zufolge waren die Riesen der Vergangenheit in der Lage Baumstämme zu tragen, welche sechs Menschen nicht bewegen konnten. Menschen können etwa das Doppelte ihres Körpergewichts heben." Dazu rechnet er nach: "Ein Durchschitts-Mensch wiegt 150 Pfund (jeder in der Gruppe muss also 300 Pfund tragen); mal sechs Menschen, kommt man nun auf die Fähigkeit, 1800 Pfund zu tragen. Lassen Sie uns nun in Rechnung stellen, dass diese sechs Menschen die Stämme nicht bewegen konnten, womit diese reichlich mehr als 1800 Pfund gewogen hätten. Diese Giganten trugen also mit Leichtigkeit 1800 Pfund-Balken..." [1]

Weiter nördlich, im Tal des Mississippi, lebt seit Jahrhunderten das zugewanderte Volk der Choctaw (Abb. 2), dessen mündlich überlieferte Historien mehrfach von "Hünen" oder "Riesen" berichten. So heißt es über eine solche Begegnung: "Die Choctaw vom Mississippi haben eine Legende [die davon erzählt], sie seien von einer einer Rasse rothaariger und blonder, weißhäutiger Riesen überfallen worden, welche 'scharfe Keulen' und Äxte besaßen und eine zusätzliche dicke Haut trugen, wodurch sie gegen ihre Pfeile, Speere und Kriegs-Keulen unempfindlich waren. Die Indianer nannten sie Nahullo, oder gehörnte Giganten." [2]

Abb. 2 Männer aus dem Volk der Choctaw mit typischer Kopfbedeckung.

Bei diesen "Riesen" dürfte es sich jedoch eher um verirrte, hochwüchsige Nord-Europäer gehandelt haben als um unbekannte, nicht amerinde Nordamerikaner. Auch die Journalistin Mary Sutherland kommt auf ihren Webseiten zur Auffassung: "Wenn man all diese Beschreibungen zusammennimmt, scheint es, dass es sich bei dieser Rasse von Riesen möglicherweise um Nordmänner handelte, die ihre traditionellen gehörnten Helme und Platten-Rüstungen trugen." [3] Anders scheint der Sachverhalt bei einem weiteren Volk zu liegen, auf das die Choctaw einst stießen, als sie ihren heutigen Siedlungsraum erreichten.

Dieterle schreibt dazu: "Die Choctaw bewahren eine vage Tradition, dass sie, nachdem sie den Mississippi überquert hatten, auf eine Rasse von Menschen stießen, welche sie die Na-hon-lo nannten, groß von Statur und gutaussehend, die vom Sonnenaufgang [Osten] eingewandert waren. Einst stellten sie ein mächtiges Volk dar, waren dann aber nur noch wenige an der Zahl und verschwanden bald, nachdem die Choctaw aufgetaucht waren. Diese Menschen-Rasse bestand, der Überlieferung nach, aus Ackerbauern und [war] friedfertig. Möglicherweise sind sie auch eine Rasse von Kannibalen gewesen, welche die Körper ihrer Feinde verzehrten. Auch sie waren Riesen und benutzen Mammuts als Lasttiere. Sie hielten sie in Herden eng zusammen, und als sie alles auffraßen und den Wald niederbrachen, und dies war der Ursprung der Prärien." [4]

Wenn Dieterle hier offenbar unsicher ist, ob die Na-hon-lo nun "friedfertig" oder aber "Kannibalen" gewesen seien, so mag dies tatsächlich daran liegen, dass seine Quellen in dieser Beziehung nicht eindeutig sind. Immerhin unterschieden die Indianer häufig zwischen "guten" und "bösen" Riesen, wie er an anderer Stelle seines Berichts feststellt: "Wie andere Geister können auch die Menschenfresser in zwei Stämme unterteilt werden: die guten Riesen und die bösen Riesen. Die meisten scheinen zum Stamm der bösen Riesen gehört zu haben, die ihrem Appetit auf Menschenfleisch frönen, aber die guten Riesen haben ihren Namen [erhalten], indem sie die Praxis des Menschenfressens aufgaben. [...] Ursprünglich hatten auch sie Menschen verzehrt, aber der Geist mit dem Namen >Junger-Mann-der-oft-spielt< (Hotcîtcîwagiogega) brachte sie dazu, alles von sich zu geben, was in ihnen war, bis sie schließlich Eis aus ihren Mägen erbrachen. Dies war es, was sie dazu brachte Menschen zu verzehren. Danach genossen sie die selben Speisen, wie sie die Menschen aßen." [5]

Auch in Minnesota gibt es indianische Legenden, die sich mit einem Krieg gegen "Riesen" beschäftigen: "Die mündlichen Überlieferungen der Delawaren [6] und Sioux-Indianer (Abb. 3) berichten über eine Rasse von >großer Statur, aber feige<, mit welcher sie in Konflikt kamen. Der Allegheny River und die [Allegheny-]Berge sind nach den Allegewi benannt, aber die Irokesen-Konföderation vertrieb die Giganten aus ihren starken, befestigten Städten, und die Sioux gaben ihnen den Rest, als sie versuchten in das heutige Minnesota zu übersiedeln." [7] (Vergl. dazu: Homo sapiens giganteus duplodontialis - in Minnesota)

Abb. 3 Auch die Legenden der Sioux wissen von den Kämpfen mit den Giganten zu berichten, denen sie in Minnesota eine Entscheidungsschlacht lieferten.

Bei Dieterle finden wir noch einen Hinweis auf ein solches Volk nicht-indianischer Riesen "David Cusick, ein gebürtiger Tuscorora [richtig: Tuscarora; bb], schrieb 1825 [8], dass in den Legenden des alten Volkes [die Rede von] einem mächtigen Stamm mit Namen Ronnongwetowanea [sei]. Sie waren Giganten und hatten einen >beträchtlichen Siedlungsraum<. Er stellt fest, dass, als der Große Geist die Menschen schuf, einige davon Riesen wurden. Sie waren gefürchtet dafür, dass sie dann angriffen, wenn man es am wenigsten erwartete. Nachdem sie die Greueltaten dieser Giganten eine überaus lange Zeit ertragen hatten, schlossen sich die Menschen zusammen, um sie zu vernichten. Mit einer letzten Streitmacht von etwa 800 Kriegern löschten sie die schauderlichen Ronnongwetowanea glücklich aus. Danach gab es, wie es hieß, nirgendwo mehr Riesen. Dies soll etwa 2500 Winter vor Kolumbus´ Ankunft in Amerika geschehen sein, d.h. etwa 1000 v. Chr. - die Zeit, in der die Adena im Ohio-Tal angekommen zu sein scheinen." [9]

Schließlich weist Dieterle noch mit einem Zitat aus der Mitte des 19. Jahrhunderts auf die Überlieferungen der Chippewa, Sandusky und Tawa hin, in denen 'bärtige Riesen' ebenfalls eine Rolle gespielt haben sollen. Damals stellte ein ungenannter Kommentator fest: "In diesem Zusammenhang möchte ich sagen, dass Mr. Jonathan Brooks, der nun in der Stadt wohnt, mir gegenüber festgestellt hat, sein Vater, Benjamin Brooks, welcher vierzehn Jahre bei den Indianern lebte und wohlvertraut mit ihrer Sprache und den Traditionen war, habe ihm und anderen erzählt, es gebe eine Überlieferung bei den Indianern, dass der erste Stamm, der dies ganze Land besetzt habe, eine schwarzbärtige Rasse von sehr großer Statur war; und nachfolgend kam dann eine rotbärtige Rasse beziehungsweise Stamm und tötete oder vertrieb alle Schwarzbärte, wie [die Indianer] sie nannten." [10]

Abb. 4 Ein Häuptling der Pajute in Oregon. Seine Vorfahren berichteten vom Kampf gegen die riesigen, menschenfressenden Si-Te-Cah.

Überlieferungen amerinder Natives aus Nevada passen sich nahtlos in dieses Bild eines gnadenlosen Vernichtungs-Kampfes zwischen ihren Vorfahren und einer anderen ethnischen Gruppe in Nordamerika ein, die eindeutig nicht-indianisch war. So gab es, wie Joseph R. Jochmans (Litt. D.) in seinem Essay 'Strange Relics from the Depths of the Earth' feststellt, bei dem Volk der Pajute alte Überlieferungen, die von einem hochgewachsenen Volk von Rotschöpfen berichten. Es handelt sich um die "Legenden über die >Si-Te-Cah<, denen zufolge die Rotköpfe ein kriegerisches Volk waren, und dass sich eine Anzahl von Indianer-Stämmen in einem langen Krieg gegen sie zusammenschloss. Letztlich drängten die Paiute und ihre Bundesgenossen die Si-Te-Cah zurück in ihr Heimat-Gebiet bei dem Mount Shasta in Kalifornien. Die Paiute sagen, dass die Si-Te-Cah buchstäblich auf einem See in der Senke lebten, die man von der Höhle überblickte. Sie lebten auf dem See, um die Indianer zu schikanieren, die auf Flößen lebten, die aus einer faserigen Wasser-Pflanze gemacht waren, die Tule hieß. Der Name Si-Te-Cah bedeutet >Tule-Esser<.

Die Paiute und die langbeinigen Rotschöpfe kamen nicht gut miteinander aus. Die Indianer beschuldigten die Si-Te-Cah, sie seien Kannibalen, und führten Krieg gegen sie. Die Si-Te-Cah wehrten sich. Nach einem langen Ringen schloss eine Koalition von Stämmen die übrig gebliebenen Si-Te-Cah in der heutigen Lovelock-Höhle ein. Als sie sich weigerten, herauszukommen, schichteten die Indianer Buschwerk vor dem Höhlen-Eingang auf und setzten es in Flammen. Die Si-Te-Cah wurden ausgelöscht." [11] (Vergleiche dazu: Riesenfunde - in Nevada)

Über Riesen in den Mythen der Schoschonen in Idaho heißt es in einem Online-Bericht unter dem Titel "Idaho's Flood-Giants Remembered": "Der Bruneau River wurde Mitte des 17. Jahrhunderts nach einem französischen Pelz-Händler benannt. Nahe seinem Quellgebiet erstreckt sich das legendäre Land der Riesen, welche die Vorväter der Schoschonen terrorisierten und sie aus den Jagdgründen ihrer Ahnen vertrieben. Diese lagen in den Pine Nut Mountains, entlang des Jarbridge River. Dort verheerten die [...] riesigen Tsawhawbitts, böse Geister in über-menschlicher Form, die Indianer. Ihre alten Erzählungen berichten, dass diese Giganten Appetit auf Menschenfleisch hatten, und dass sie kleine Flüsse mit einem einzigen Schritt überqueren konnten, oder mit wenigen Sätzen Berge erklimmen konnten. Sie jagten und fingen Menschen, wobei sie ihre hilflosen Opfer in riesige Körbe steckten, die sie zu kannibalischen Gelagen auf die Bergspitze trugen.

Abb. 5 Das Volk der Schoschonen unterscheidet in seinen Überlieferungen zwischen unterschiedlichen Riesen, wie den Tsawhawbitts und Tso'apittse. Handelt es sich dabei um Fabelwesen oder stark mythisierte Feinde ihrer Vorfahren? (Foto: Schoschonen-Frauen bei der Arbeit)

Einige Tsawhawbitts glotzten mit einem einzigen Auge und hüpften auf einem Bein herum. Manchmal wurden sie dabei beobachtet, wie sie hoch auf den Felsspitzen nach unbekannten Gegenständen gruben. Die Leute lernten, sich weit entfernt von diesen luftigen Gipfeln zu halten, da die Riesen, zusätzlich zu ihrer erstaunlichen Größe, dafür bekannt waren, dass sie über übernatürliche Kräfte verfügten. Sie konnten ihre Opfer mit einem Blick aus ihren großen, glühend roten Augen lähmen, und harpunierten dann ihre Beute mit rasiermesserscharfen Haken.

Die Ureinwohner fürchteten solche Bergspitzen dermaßen, dass heutige Natives die Sawtooth Mountains in Zentral-Idaho noch immer als Coapiccan Kahni oder 'Haus der Riesen' bezeichnen. Eine Schoschonen-Version beschreibt die Tso'apittse, Felsriesen mit klebrigen ["pechartigen"] Händen, die sich von Menschenfleisch ernährten. Die Stammes-Ältesten ermahnten die Jungen immer wieder, um die Wasser-Bassins an den Quellen herum vorsichtig zu sein, da dies gefährliche Zonen seien, die von bösartigen Giganten bewohnt würden. Wenn man ins Wasser starre, und das eigene Bild darin gespiegelt werde, würde dies die Riesen an die Oberfläche locken." [12]

Wenn die Tsawhawbitts und Tso'apittse der Schoschonen auch stärker mythisiert worden zu sein scheinen als etwa die Riesen der Pajute, Tuscarora oder Choctaw, so ähneln sich die Methoden, mit denen ihre Vernichtung erfolgt sein soll: "Die Schoschonen-Legende fügt hinzu, dass die Riesen durch die Anwendung von Feuer und Eis getötet werden konnten [...] Wenn ein Tso'apittse in seiner tiefen Berghöhle entdeckt wurde, machte man im Eingang ein großes Feuer, und ließ es so lange darinnen brennen, bis der Gigant erlegen war." [13]

Die Na-hon-lo der Choctaw, die Schwarz- und Rotbärte der Chippewa und Tawa, die Si-Te-Cah der Pajute, die Tsawhawbitts und Tso'apittse der Schoschonen - sie alle geben uns deutliche Hinweise auf die Existenz non-amerinder, nordamerikanischer "Riesen der Urzeit". Zudem verweisen die sagenhaften Überlieferungen auf kriegerische Auseinandersetzungen, die zur weitgehenden Vernichtung der amerikanischen Giganten führten. Wenn wir diesen indianischen Mythen folgen, dann waren diese Riesen einerseits recht clever und kultiviert (sie sollen z.T. in befestigten Städten gelebt haben), andererseits jedoch grausam, verschlagen und "feige". [14] Außerdem zieht sich durch die 'Gigantomachien' der indigenen Völker Nordamerikas das Motiv des Riesen als Menschenfresser. Das ist im übrigen eine interessante Parallele zu den märchenhaften europäischen Überlieferungen, die häufig ebenfalls vom Kannibalismus der Riesen zu berichten wissen. ("Ich rieche, rieche Menschenfleisch!")

Abb. 6 Ein Schamane der Chippewa mit Medizin-Trommel. Wer waren die "Schwarzbärte" und "Rotbärte", von denen ihre Überlieferungen sprechen?

Die Unterscheidungen in "gute" und "böse" Riesen sowie die Erinnerungen an "Schwarzbärte", friedliche Na-hon-lo und rothaarige bzw. -bärtige Indianer-Töter macht jedenfalls deutlich, dass es sich bei diesen non-indigenen Ureinwohnern wohl kaum um eine ethnische oder kulturelle Einheit gehandelt haben kann, sondern dass wir es bei den nordamerikanischen Giganten offenbar mit einem komplexen ethnologischen - oder krypto-anthropologischen - Phänomen zu tun haben. Bei einer euhemeristischen Betrachtungsweise der verschiedenen Indianer-Mythen kommen wir zu der Annahme, dass riesenhafte Menschen im Leben der Vorfahren heutiger Indianer einst eine äußerst bedeutsame Rolle gespielt haben müssen, um derart massive Spuren in den Traditionen hinterlassen zu haben.

Das Phänomen der Riesen war langzeitiger Natur und reichte möglicherweise bis in die Periode der europäischen Invasion hinein, denn noch im 18. oder 19. Jahrhundert entstanden offenbar neue Riesen-Legenden. So schreibt Dieterle: "Es mögen ein paar zurückgezogene Riesen übrig geblieben sein, da in historischen Zeiten ein Eisriese einen Mann auf dem Wisconsin River zwischen Stevens Point und Wisconsin Rapids angriff. Und nur weil der eine mächtige Medizin bei sich trug, war er in der Lage seinen riesigen Gegner abzuwehren, bis seine Freunde ihm zu Hilfe eilen konnten [...]

Andere sagen jedenfalls, dass diese Rasse bösartiger Menschenfresser um 1840 herum verschwand, als die letzten von ihnen von einem guten Riesen getötet wurden, der [dann] seine Größe reduzierte, um unter den Menschen zu leben und sie zu segnen." [15] Solche mythischen Erklärungen könnten - wir erinnern uns an die "schönen Frauen der Riesen" - andeuten, dass die Reste jener sagenhaften Riesen-Stämme von den roten Völkern assimiliert wurden, nachdem sie als eigenständige Nationen erloschen waren.

Zugegeben: bisher sind solche Vermutungen lediglich das Ergebnis einer mythologischen Betrachtung, die allenfalls Anhaltspunkte und Hinweise auf (prä-) historische Vorgänge und Ereignisse ergibt, aber keinen Anspruch auf irgendeine Evidenz erheben kann. Mit anderen Worten: wir haben nun zwar einigen Grund zur Annahme, dass es in menschheitsgeschichtlich jüngster Zeit tatsächlich "Riesen" im Norden Amerikas gegeben haben könnte, aber beweisen können wir unsere Hypothese über nordamerikanische Giganten in diesem Rahmen nicht. Wenn wir nach stichhaltigen Indizien oder Belegen für die historische Existenz von Riesen in Amerika suchen wollen, so müssen wir dies im Bereich einer anderen Disziplin tun, nämlich der Archäologie, bzw. der Archäologie-Geschichte in den USA.


Fortsetzung:

IVb - Riesen in Nordamerika: (k) ein Streitpunkt für Archäologen?


Anmerkungen und Quellen

  1. Quelle: Richard L. Dieterle, GIANTS FOUND IN NORTH AMERICA, Paranormal BUFO Radio, unter http://www.burlingtonnews.net/giants2.html ; Anmerkung d. A.: Auch wenn Dieterle natürlich richtig gerechnet hat, sollten wir mit solchen Zahlen-Angaben vorsichtig umgehen. Einerseits könnte es sich um eine Übertreibung der Tatsachen handeln (Mythisierung), andererseits wäre es auch denkbar, dass hier ein Einzel- oder Sonderfall vorliegt, der keine Rückschlüsse auf die Fähigkeiten "der" Riesen im allgemeinen zulässt.
  2. Quelle: Anonymus, THE DEEP DWELLERS (online veröffentlicht im Magazin NEXUS und in CCCC), nach Paranormal BUFO Radio, unter http://www.burlingtonnews.net/giants3.html
  3. Quelle: Paranormal BUFO Radio, unter http://www.burlingtonnews.net/giants3.html
  4. Quelle: Richard L. Dieterle, GIANTS FOUND IN NORTH AMERICA, Paranormal BUFO Radio, unter http://www.burlingtonnews.net/giants2.html
  5. Quelle: ebd.
  6. Red. Anmerkung: Die Delawaren (Lenni Lenape) lebten - zumindest in postkolumbischer Zeit - natürlich NICHT in Minnesota, sondern im Nordosten der heutigen USA. Allerdings werden in der alternativ-historischen Literatur häufig ihre Überlieferungen über das von ihnen vertriebene Volk der riesenhaften Allegewi mit den oben erwähnten Berichten der Sioux in direkte Verbindung gebracht.
  7. Quelle: Paranormal BUFO Radio, online unter http://www.burlingtonnews.net/giants3.html
  8. Red. Anmerkung: David Cusicks Werk "Sketches of Ancient History of the Six Nations" erschien erst 1928; siehe bei Atlantisforschung.de daraus den ins Deutsche übersetzten Auszug: "Die Legende von den Ronnongwetowanea" von David Cusick
  9. Quelle: ebd.
  10. Quelle: The Firelands Pioneer (1858); zitiert nach Paranormal BUFO Radio, online unter http://www.burlingtonnews.net/giants3.html
  11. Quelle: Joseph R. Jochmans, Litt. D., "Strange Relics from the Depths of the Earth", Forgotten Ages Research Society, Lincoln, Nebraska USA, 1979, nach "Ancient Man Found in Needles California", online unter http://www.burlingtonnews.net/giantscalifornia.html
  12. Quelle: Steve Quale, "Idaho's Flood-Giants Remembered", online unter http://www.stevequayle.com/Giants/N.Am/Idaho.html
  13. Quelle: ebd.
  14. Anmerkung: Mit anderen Worten: sie waren "zivilisiert"!
  15. Quelle: Richard L. Dieterle, GIANTS FOUND IN NORTH AMERICA, BUFO - PARANORMAL RADIO, online unter: http://www.burlingtonnews.net/giants2.html


Bild-Quellen

(1) http://www.csusm.edu/nadp/ascnas/coco.jpg

(2) http://www.indiansgr.com/tribes/choctaw.jpg

(3) http://americanart.si.edu/images/1985/1985.66.457B_1b.jpg

(4) http://www.historicphotoarchive.com/images3/00174.jpg

(5) http://www.nps.gov/gosp/research/shoshone.jpg

(6) http://www.d.umn.edu/cla/faculty/troufs/Buffalo/images/pf025980.jpg