Zur Diskussion um Spanuths Phaéthon-These

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Abb. 1 Ist die Legende von Helios´ Sohn Phaéthon (Bild), der die Kontrolle über den Sonnenwagen seines Vaters verlor, ein religiöses 'Märchen', oder spiegelt sie die mythisierte Erinnerung an einen Kometen-Impakt (wie Spanuth annahm) oder an andere kataklysmische Ereignisse dar?

(bb) Dass Jürgen Spanuths These eines Kometenimpakts mit globalen Auswirkungen vor nur etwa 3000 Jahren in der Scientific community nicht auf besondere Gegenliebe stieß, lässt sich denken. Schließlich frönte man in Kreisen der Geologen und anderen involvierten Fachwissenschaftler seit den Zeiten Sir Charles Lyells (1797 - 1875) dem "Aktualismus" [1] und den "Gleichförmigkeits-Lehren". Schon 1953 - als er seine Phaéthon-Theorie noch nicht entwickelt hatte - brachte ihm bereits die Annahme eines katastrophischen Untergangs der Großinsel 'Alt-Helgoland' den Vorwurf ein, er hänge "einer überholten Katastrophentheorie" [2] an.

Noch heute ruft Spanuth Kritiker auf den Plan, denen es sowohl an der fachlichen Kompetenz als auch an der Bereitschaft zu einer gründlichen Beschäftigung mit seinem kataklysmischen Szenario mangelt. So meint man etwa bei WIKIPEDIA feststellen zu können: "Ein Meteor oder Komet (Phaeton) hätte nicht die Verwüstungen und Brandschichten (durchglühte Mauern von Hattusa) sowie Erdbeben und Vulkanausbrüche im gesamten Mittelmeergebiet und im Vorderen Orient auslösen können, und hätte bei entsprechender verheerender Größe bei dem postulierten Einschlag vor der Eidermündung mehr als nur einen >Kratzer< (Tiefe Senke) hinterlassen müssen." [3]

Was ist von dieser Kritik zu halten? Beginnen wir mit der Frage nach den Spuren eines potentiellen Impakts vor der Eider-Mündung. Der Autor Walter Stender, der sich in seinem Essay "Die Wirklichkeit der Phaéton-Sage" u.a. mit diesem Problem und Spanuths Argumenten befasst, schreibt dazu: "Vor Helgoland liegt das den dortigen Seeleuten wohlbekannte >Helgoländer Loch<, eine im sonst recht ebenen Seegrund auffallende Senke von 57 Metern Wassertiefe [4]. Mittels einer genauen Seekarte konnten Umriss und Tiefenverlauf dieser Grube bestimmt werden. Die Grube ist eng begrenzt und von länglicher, stark einseitiger Gestalt. Der tiefste Punkt liegt 4,5 Kilometer südlich vom Helgoland-Felsen.

In Bezug auf den südlich davon fast ebenen Meeresgrund ist die Grube noch 20 Meter tiefer und hat in Nord, Ost und Süd einen steilen Anstieg, während in West der Anstieg flach verläuft und deutlich den Anschein erweckt, als sei von dort her in flacher Wurfbahn ein Einschlag erfolgt. Entlang der gestreckten West-Ost-Achse liegt die Maximaltiefe rund acht Kilometer vom Westrand bzw. vier Kilometer vom Ostrand der Mulde. Interessant ist, dass die Grube wirklich vor der Eidermündung liegt. Heute mündet der Fluss in größerem Abstand im Osten ins Wattenmeer, ziemlich genau auf die Grube zu." [5]

Über alternative Entstehungsmölichkeiten der unterseeischen Senke vor der Eider-Mündung heißt es bei Stender: "Die Frage ist berechtigt, ob das Helgoländer Loch anders entstanden sein könnte, etwa durch einen Strudel am Ausfluss der Eider. Das muss allerdings als äußerst unwahrscheinlich gelten. Heute ist die Eider ein typischer Flachlandfluss, keine hundert Kilometer lang, windungsreich, gefälle- und wasserarm. Dass die Mündungsbreite bei Tönning fast ein Kilometer beträgt, beruht nur auf der geringen Tiefe und Strömungsgeschwindigkeit. Sollte die Mündung früher wirklich bei Helgoland gelegen haben, d.h. rund siebzig Kilometer weiter westlich, dann war der Wasserstand damals vielleicht zwanzig Meter tiefer, ein gleichfalls bescheidenes Gefälle.

Abb. 2 Phaéthon als kosmischer Bumerang: Wird die Erde von einem sich nähernden Kometen oder vergleichbaren kosmischen Objekten nicht direkt getroffen, entfernen sich diese Himmelskörper wieder, dank ihrer hohen Geschwindigkeit, wobei die Erdschwere die Flugbahn krümmt und unter Umständen einen weiteren 'Anflug' ermoglicht.

Selbst mit der Annahme einer doppelten Wassermenge an der damaligen Mündung kann die Mündungsbreite keine zwei Kilometer betragen haben. Wie sollte man sich vorstellen, dass vor dieser Mündung, in dem sonst fast gefällelosen Meeresgrund, ein Wirbel von der rund zweifachen Flussbreite auftritt und eine Grube von mehr als zwanzig Meter Tiefe ausspült? Selbst wenn eine Unsymmetrie der Strömung, infolge des rechtsseitigen Felsens, in Betracht gezogen wird, ist eine derartige Wirbelstärke völlig undenkbar." [6]

Stender hält die Frage nach einem möglichen 'Eider-Impakt' letztlich für ungeklärt, meint jedoch: "Ganz sicher aber könnte die moderne Forschung dazu beitragen, falls die in den letzten Jahren betriebene seismographische Untersuchung des Meeresbodens der Deutschen Bucht auf das Gebiet des Helgoländer Lochs ausgedehnt würde.

Das Institut für Geophysik an der Universität Kiel hofft, die bisher nördlich von Helgoland betriebenen Messungen fortführen zu können. Diese bis 200 Meter Tiefe reichenden Messungen müssten Aufschluss geben können, ob es sich um einen Meteoritenkrater handelt, aus welcher Richtung der Einschlag erfolgte, und im besten Falle sogar, wie groß und von welcher Beschaffenheit der Himmelskörper war." [7]

Schließlich sollte man auch bedenken, dass es sich bei dem vermuteten Einschlag vor der Eidermündung nicht zwangsläufig um einen "deep impact" gehandelt haben muss. Der betreffende Körper muss nicht in die Erdkruste eingedrungen sein, sondern er könnte auch in den tieferen atmosphärischen Schichten explodiert sein, wobei sich am 'ground zero' kein tiefer Krater, sondern eine tellerförmige Mulde bilden würde, wie sie das Helgoländer Loch darzustellen scheint. Doch kommen wir nun zum zweiten Kritikpunkt bei WIKIPEDIA, und zur Behauptung, ein "Meteor oder Komet (Phaeton) hätte nicht die Verwüstungen und Brandschichten (durchglühte Mauern von Hattusa) sowie Erdbeben und Vulkanausbrüche im gesamten Mittelmeergebiet und im Vorderen Orient auslösen können..."

Auch was diese doch sehr simplistische Meinung angeht, liefert W. Stender uns wertvolle Hinweise, die verständlich machen, wie ein einzelner Impaktor derartig großräumige Verwüstungen und Brände von entsprechender Intensität anrichten kann. "Von einem Meteoriten, gleich welcher Größe, weiß man, dass seine Flugbahn innerhalb der Atmosphäre ähnlich einer Wurfparabel verläuft, mehr oder weniger flach, je nach dem Eintrittswinkel. Das gilt auch für eventuell einschlagende Kometen, denn deren Eintrittsgeschwindigkeit ist ähnlich groß wie die fast aller Meteoriten.

Abb. 3 Eine Skizze der hypothetischen 'Einflug-Schneise' des vermuteten Kometen Phaeton oder Sekhmet vor seinem Einschlag in der Nordsee.

Wenn die Erde nicht direkt getroffen wird, entfernen sich diese Himmelskörper wieder, dank ihrer für das Einfangen zu hohen Geschwindigkeit, wobei die Erdschwere die Flugbahn etwas krümmt. Phaéton verhielt sich offenbar ganz anders. Darüber gibt es viele Berichte, so auch den griechischen von seinen >Irrfahrten<, als er angeblich den Wagen des Helios nicht zu lenken vermochte. [...] Bezeichnend ist die Aussage in einer griechischen Legende (deren Wiedergabe an dieser Stelle entbehrlich ist), dass >das Ungeheuer Typhon alles durchsuchte und überall umherstrich, um Apoll zu finden<" [8]

Über den anzunehmenden Wirkungsbereich [9] des Kometen - oder Kometenfragments - heißt es bei Stender weiter: "Während die nördliche Grenze, bis zu der die elliptische Flugbahn des Phaéton reichte, mit etwa 57 Grad nördlicher Breite ziemlich genau festzustellen ist, kann die südliche nicht sicher geschätzt werden. Sie ist auch nicht gleichbleibend, denn mit jedem Umlauf tauchte das Objekt etwas tiefer in die Atmosphäre ein, und folglich auch etwas früher. Nach dem Eintauchen in flacher Bahn begann zunächst, infolge der Reibung, eine starke Erwärmung, durch die ein Schmelzen und Abtropfen der im luftleeren Raum erstarrten Brand-masse einsetzte. Damit dürften dann auch schon Gesteinsbrocken, die in der Brandmasse eingebettet waren, niedergegangen sein und sich dabei weiter erwärmt haben. Zuletzt entzündete sich die Brandmasse und Gestein begann zu glühen und zu zerfallen. Die südliche Grenze des jedes Mal neu beginnenden Infernos ist also räumlich und zeitlich veränderlich.

Abb. 4 Diese Aufnahme, die vor einigen Jahren in der spanischen Stadt Leon (während der 'Twelfth Night parade') aufgenommen wurde, zeigt einen Boliden, der beim Durchdringen der oberen Atmosphäre aufglüht - ein schwacher Abglanz des Phaéthon-Ereignisses. (Bild: Luis Alfonso Fernandez Arenas und Carmen Blanco, © TVE. TV1)

Die südlichsten Gebiete, aus denen Nachrichten über Phaétons Auftreten vorliegen, sind - laut Spanuth - Oberägypten (3. Katarakt des Nils), Mexiko und Indien. Aus Indien wurde berichtet, die Ströme seien ausgetrocknet gewesen. Es wird sich wohl um die großen Ströme handeln, die im Himalaja entspringen, also um Nordindien. Alle drei Gebiete liegen ungefähr am 20. Grad nördlicher Breite, und mit dieser Orientierung wird man sich begnügen müssen. Folglich kann mit einem rund 4000 Kilometer breiten Band gerechnet werden, auf dem Phaéton während seiner Umkreisung sein Unheil anrichtete.

Die Schleifen, mit denen sich das Objekt nördlich des 20. Grades bewegte, waren über 15.000 Kilometer lang, und das etwa fünfzehnmal täglich. In den vielen Tagen oder gar einigen Wochen der Überfliegung sind das Millionen Kilometer, wobei wegen des Versatzes infolge der Erddrehung kaum eine Stelle des Globus unberührt blieb. Die Bandbreite der verheerenden Spur war sicher nicht überall gleich, jedoch nördlich beim Flug in größerer Erdnähe breiter und katastrophaler. Weniger Unheil geschah indessen über den Meeren, die allerdings an der Oberfläche brannten, was auch viel Meeresleben vernichtete. In der obigen Rechnung sind die schätzungsweise sechzig bis siebzig Prozent, die von Meeren eingenommen werden, mit enthalten." [10]

Was die Brandspuren in Hatussa und anderen spät-bronzezeitlichen Ruinen-Stadten angeht, steht weiterhin die Frage im Raum, welche Ursache die gewaltigen Feuersbrünste hatten, die dort überall - mehr oder weniger gleichzeitig - getobt haben müssen! Die - wenn man nicht über bisher unbekannte Natur-Phänomene o.ä. spekulieren will - einzige Alternative zu Spanuths Vermutung setzt voraus, dass diese Brände das Ergebnis kriegerischer Ereignisse, also von Menschenhand gelegt worden seien. Dazu bemerkt Spanuth jedoch: "Man hat die Zerstörung der Städte und Burgen durch Feuer in jener Zeit häüfig als Menschenwerk bezeichnet, weil man die zeitgenossischen ägyptischen und syrischen Berichte von Feuern, die der Komet Sekhmet oder Anat vom Himmelfallen ließ, nicht kannte [oder nicht ernst nahm!; bb].

Eroberervölker hätten sicherlich nicht jene Brände gelegt, die jedes Haus und jede Hütte zerstörten und dazu führten, daß >nach den Ausgrabungsbefunden die Burg-, Tempel- und die Häuserwände tagelang, vielleicht wochenlang geglüht haben< [11], und die Olivenhaine und Wälder, die nach den erhaltenen hethitischen Texten [12], für immer vernichteten. Hier war nicht >menschlicher Wahn am Werke<, sondern der Feuerbrand des Sekhmet, Anat, Phaéthon oder wie immer jener feuerspeiende Komet genannt wurde. Selbst aus dem fernen China liegt ein zeitgenössischer Bericht vor, >von einem großen Stern, dessen Flammen die Sonne verzehrten<. Dieser Bericht wird >auf die Zeit zwischen 1300 und 1200 v. Chr. datiert< (FAZ, 9.12. 1970)." [13]


Phaéthon-Impakt = Atlantis-Katastrophe?

Abb. 5 Der Athener Staatsmann Solon soll auf seiner historischen Ägypten-Reise (571 - 561 v. Chr.) in der Stadt Saïs einen Vortrag von Priester-Historikern zur Prähistorie und zur Zyklizität der Zivilisations-Geschichte gehalten bekommen haben, in dem der Atlantis-Bericht eine wesentliche Rolle spielte.

Kommen wir abschließend zu einem explizit atlantologischen Kritik- oder Diskussions-Punkt bezüglich Spanuths Phaéthon-These, in welcher er ja postuliert, dieser vermutete Kometen-Impakt sei identisch mit jener Weltkatastrophe gewesen, die nach Platon zum Untergang des Reichs von Atlantis geführt haben soll. In seiner Abhandlung "Und wenn die Welt in Stücke fällt - Der Atlantisbericht Platons: Die >Akte Phaéton< wird wieder geöffnet" stellt Dr. Gert Meier dazu kurz und bündig klar: "Nirgendwo stellt der Bericht des Platon selbst auch eine Verbindung zwischen Atlantis und der Phaéton-Katastrophe her." [14] Eine Feststellung, die sich unschwer anhand von Spanuths eigener Übersetzung der Atlantida (und jeder anderen!) nachprüfen lässt.

Im 'Timaios' (22a-22d) schildert Platon die 'Vorlesung' in Sachen Menschheits- und Zivilisations-Geschichte, die Solon bei seinem Ägypten-Besuch von den Priestern der Göttin Neith in Saïs gehalten bekam. Zunächst habe Solon (Abb. 4), um die Priester "zu Erzählungen von den alten Zeiten zu veranlassen, von den ältesten Geschichten unserer Vaterstadt [Athen] zu berichten begonnen, von Phoroneus, den man den ersten nennt, und von Niobe, ferner habe er die Sage erzählt (mythologein), wie nach der Überschwemmung Deukalion und Pyrrha glücklich durchkamen, auch habe er ihre Nachkommenschaft genealogisch aufgezählt, und indem er der Frage nachgegangen sei wieviel Jahre sie gelebt hatten, habe er eine Zeitberechnung versucht.

Da habe der hochbetagte Priester gesagt: O Solon, Solon! Ihr Hellenen seid doch immer Kinder, einen hellenischen Greis aber gibt es nicht! Wie meinst du das? habe er, als er das hörte, gefragt, Jung in den Seelen seid ihr alle, habe er erwiedert, denn ihr hegt in ihnen keinerlei alte, auf altertümliche Überlieferungen gegründete Meinung, noch ein durch Zeit ergrautes Wissen." [15] Dann erklärt der Priester ihm, der Grund für diese Unwissenheit der Griechen und anderer nicht-ägyptischer Völker liege in den wiederholten Kataklysmen ("Viele und mannigfache Heimsuchungen der Menschen ... durch Feuer und Wasser ..."), die in der Vergangenheit über sie hereingebrochen seien.

Zur Erklärung der natürlichen Ursachen solcher "Heimsuchungen" greift der Priester den Phaéthon-Mythos der Hellenen auf und stellt klar, dass es sich dabei keineswegs um ein 'Märchen' handele: "Denn das, was bei euch erzählt wird, das einst Phaéthon, der Sohn des Helios, der seines Vaters Wagen bestieg, die Oberfläche der Erde durch Feuer zerstörte, weil er nicht imstande war die Bahn seines Vaters einzuhalten, das wird zwar in Form eines Mythos berichtet, es ist aber Wahrheit und beruht auf der Abweichung der am Himmel um die Erde kreisenden Gestirne durch Feuer." [16]

Der Priester nennt die Phaéthon-Katastrophe also als Beispiel für einen Sintbrand - und nicht für eine Sintflut, wie die Deukalische Flut, den im 'Nomoi' (677 a ff.) besprochenen Kataklysmus oder die Atlantis-Katastrophe - wobei er zu dem Schluss kommt: "Deine genealogischen Aufzählungen von eben also, Solon, die du über die Leute bei euch machtest, unterscheiden sich nur wenig von Kindergeschichten, da ihr zunächst nur e i n e r [Hervorh. durch Spanuth] Überschwemmung - obwohl deren vorher viele stattfanden - euch erinnert und ferner nicht wißt, daß das unter den Menschen schönste und trefflichste Geschlecht in eurem Lande entsproß, dem du entstammst und euer gesamter jetzt bestehender Staat, von dem damals nur ein winziger Same übrig blieb." [17] Damit bei 'Ur-Athen' angekommen - ein Thema, das Solon natürlich brennend interessiert -, beginnt der namentlich ungenannte Priester mit dem eigentlichen Atlantisbericht, wobei die Phaéthon-Katastrophe nicht mehr erwähnt wird.

Wir können also abschließend feststellen: Spanuths Annahme, die Phaéthon-Legende stelle eine mythisierte Darstellung katastrophischer Ereignisse aus prä-hellenischer Zeit dar, entspricht exakt Platons Sicht der Dinge, und ist insofern weiterhin als diskursfähig zu betrachten. Auch seine chronologische Zuordnung dieser Ereignisse ins Ende der 'Bronzezeit' erscheint nach wie vor diskussionswürdig. Die von ihm ganz selbstverständlich und ohne weiteres vorgenommene Gleichsetzung des vermuteten Phaéthon-Impakts mit der Atlantis-Katastrophe entbehrt dagegen jeder exegetischen Grundlage, auch wenn sie im Kontext der Spanuth´schen Theorie zunächst durchaus logisch erscheinen mag.


Anmerkungen und Quellen

  1. Anmerkung: Bei www.definition-info.de findet sich zum Stichwort "Aktualismus" folgender Eintrag: "Der Aktualismus ist ein wichtiges geologisches Axiom. Es besagt, dass geologische Prozesse, die heute zu beobachten sind ebenso in der Vergangenheit am Wirken waren. Es sind also direkte Rückschlüsse von heutigen Abläufen auf Bildungsprozesse in der Vergangenheit möglich. Der Aktualismusgedanke stößt jedoch gelegentlich auch an seine Grenzen, z.B. bei der Interpretation archaischer Tektonik. Zu jener Zeit hatte sich das Gestein der Erdkruste noch nicht in die heute beobachteten kontinentalen und maritimen Plattengesteine separiert." Aus Sicht der meisten alternativ- und primhistorischer Betrachter und alternativer Erdgeschichtsforscher ist der Aktualismus sowohl methodologisch als auch angesichts diverser geologischer Evidenzen unhaltbar und wird als inakzeptabel verworfen.
  2. Anmerkung: Prof. W. Wetzel, Univ. Kiel, zitiert nach J. Spanuth, "Die Atlanter - Volk aus dem Bernsteinland", Tübingen, 1976, S.81; im Text gibt Spanuth als Quelle an: "1953, wiederholt 1968/69, 195"; keine näheren Angaben im Appendix
  3. Quelle: WIKIPEDIA, die freie Enzyklopädie, "Jürgen Spanuth" (Abschnitt: "Kritik"), ,27. März 2007 um 15:11 Uhr, online unter http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Spanuth
  4. Siehe: Jürgen Spanuth, "Atlantis", Tübingen 1965, S. 183
  5. Quelle: Walter Stender, "Die Wirklichkeit der Phaéton-Sage", in: EFODON-SYNESIS Nr. 24/1997, online unter http://www.efodon.de/html/archiv/vorgeschichte/stender/phaeton.htm
  6. Quelle: ebd.
  7. Quelle: ebd.
  8. Siehe: J. V. Luce, "Atlantis", Bergisch Gladbach 1969, S. 254
  9. Anmerkung: Stenders, nachfolgend wiedergegebene, "geographische Abgrenzung des betroffenen Gebietes bezieht sich nur auf die Begleiterscheinungen des noch fliegenden Phaéton. Von den Folgeerscheinungen nach dem Niedergehen, den Erdbeben, Flutwellen, Vulkanausbrüchen, der Verdunklung, Kälte u.a.m. war dagegen der ganze Erdball, wenn auch nicht überall gleich schlimm, betroffen."
  10. Quelle: Walter Stender, "Die Wirklichkeit der Phaéton-Sage", in: EFODON-SYNESIS Nr. 24/1997
  11. Siehe: C. W. Ceram, "Enge Schlucht und schwarzer Berg", Hamburg, 1955, S. 70
  12. Siehe: J. Hicks, "Die ersten Reiche", in: Time-Life International, 1974, S. 92 u. 117
  13. Quelle: Walter Stender, "Die Wirklichkeit der Phaéton-Sage", in: EFODON-SYNESIS Nr. 24/1997
  14. Quelle: Dr. Gert Meier, "Und wenn die Welt in Stücke fällt - Der Atlantisbericht Platons: Die >Akte Phaéton< wird wieder geöffnet", in: DGG 2000, Heft 2
  15. Quelle: Platon, Tim. 22a-22b; zit. nach J. Spanuth, "Die Atlanter - Volk aus dem Bernsteinland", Tübingen, 1976, S. 447
  16. Quelle: Platon, Tim. 22c; nach J. Spanuth, "Die Atlanter - Volk aus dem Bernsteinland", Tübingen, 1976, S. 448
  17. Quelle: Platon, Tim. 23b; nach J. Spanuth, "Die Atlanter - Volk aus dem Bernsteinland", Tübingen, 1976, S. 449


Bild-Quellen

(1) Christian Eichner, unter: http://www.eichner-dresden.de/Bilder/Phaethon_8.jpg

(2) Bild-Quelle unbekannt

(3) UNEXPLAINED-MYSTERIES.com (Forum), unter: Doggerland (Original-Quelle unbekannt; Bildbearbeitung durch Atlantisforschung.de)

(4) SPMN, unter: A SUPERBOLIDE CROSSING OVER PENINSULAR IBERIA IN BROAD DAYLIGHT, BEING FILMED FROM SEVERAL POINTS IN SPAIN.

(5) Robert B. Stacy-Judd, "Atlantis - Mother of Empires", 1939, S. 36b