Zwei mal Atlantis

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Abb. 1 In dieser Sektion von Atlantisforschung.de wollen wir uns schwerpunktmäßig mit solchen Autoren, Modellen und Publikationen befassen, die mindestens zwei geographisch zu unterscheidende prä- oder protohistorische Vorbilder für Platons Atlantis voraussetzen.

(bb) Die Vorstellung, dass Platon in seinem Atlanticus bei der Darstellung von Atlantis ihm vorliegende Informationen verarbeitete, die sich tatsächlich auf mindestens zwei verschiedene vorgeschichtliche bzw. protohistorische Kulturen oder Kulturzentren beziehen, ist atlantologie-geschichtlich gesehen ziemlich neu. Sie entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit dem Aufkommen der Betrachtug des Atlantisberichts als quasi 'synthetisches' literarisches Produkt (siehe: Synthese-Annahme) - z.B. bei Joseph Karst (1931), Jean Gattefossé (1932), Daniel Duvillé (1936) sowie Georges Poisson (1945) - und wurde in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts von zahlreichen weiteren Forschern und Autoren in ganz unterschiedlicher Weise adaptiert oder neu entdeckt.

In dieser Sektion von Atlantisforschung.de wollen wir uns - wie bereits die Überschrift dieses Textes andeutet - schwerpunktmäßig mit solchen Autoren, Modellen und Publikationen befassen, die mindestens zwei geographisch zu unterscheidende prä- oder protohistorische Vorbilder für Platons Atlantis voraussetzen. Den Anfang machen wir mit einem kurzen, in die Materie einführenden Artikel von Tony O’Connell sowie mit einem ersten Kurzbeitrag zur leider fast völlig in Vergessenheit geratenen Atlantistheorie des deutschen Orientalisten Joseph Karst (1871-1962), mit der wir uns hier künftig noch umfassender beschäftigen werden.


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