Spurensuche

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Viele Wege führen nach Atlantis

"Sei nicht stolz darauf, was du gelernt hast, und denke nicht, du seist eine sehr kenntnisreiche Person. Dies zu denken macht dich lediglich besser als andere, wenn es um ungerechtfertigten Stolz und das Ego geht ... In Wirklichkeit bist du eine Verkörperung der Ignoranz." (Sai Baba)


(red) In diesem Portal von Atlantisforschung.de möchten wir deutlich machen, warum Atlantologie - und die alternative Ur- und Frühgeschichtsforschung insgesamt - generalistisch ausgerichtet sein muss und "dass es sich bei ihr", wie Dr. Nikolai Zhirov (1903-1970), der große Pionier nonkonformistisch-wissenschaftlicher Atlantologie, definiert hat, "um eine synthetische Verbund-Wissenschaft" handelt. Zudem soll verdeutlicht werden, "dass die Bandbreite von Kenntnissen eines Atlantologen enzyklopädisch sein muss, um ihn in die Lage zu versetzen, die Daten aus verschiedenen Wissenschaften zu vergleichen und zu generalisieren." [1]

Zu denjenigen 'Fachwissenschaften', die in unserem Kontext ganz selbstverständlich Erwähnung finden müssen, gehört zunächst die Archäologie (siehe: Archäologie: Atlantissuche mit Schaufel und Taucherbrille), wobei uns natürlich nicht nur die herkömmliche 'Spatenwissenschaft', sondern vor allem auch die vergleichsweise junge Unterwasser-Archäologie (Abb. 2) (siehe: Unterwasser-Archäologie und moderne Atlantisforschung) interessiert.

Abb. 1 Die Wege der modernen Atlantisforschung, einer 'synthetischen Verbund-Wissenschaft' mit inter- bzw. transdisziplinärem Charakter, verlaufen nicht immer so geradlinig wie die Hafeneinfart nach Poseidonis auf dieser künstlerischen Darstellung!

Einen langen - und zudem kritischen! - Blick werfen wir auch auf die, für Alternativ-Historiker - man denke etwa an Thor Heyerdahl - höchst interessante, 'Experimentelle Archäologie' (siehe: Experimentelle Archäologie aus grenzwissenschaftlicher Sicht). Dabei werfen wir u.a. die Frage auf, ob Experimental-Archäologen das ungeheure Potential ihrer Disziplin ausschöpfen, wenn sie sich, wie dies in aller Regel der Fall zu sein scheint, lediglich auf 'Bastelei und Modellbau nach wissenschaftlichen Spielregeln' beschränken.

Fundamentale Archäologie-Kritik ist aus nonkonformistischer Sicht auch bezüglich des herrschenden Bilds der so genannten "Steinzeit" (siehe: Wider die 'Steinzeit-Archäologie' sowie Sechs klassische Irrtümer konventioneller Urgeschichtsforschung von Robert Charroux) und insbesondere an den alles andere als 'sicher' erscheinenden Datierungsmethoden zu üben (siehe: Das 'Kreuz' mit den Datierungen). Mit einer Reihe von Beiträgen werden wir die Zuverlässigkeit dieser Methoden hinterfragen (siehe z.B.: Gesicherte Altersbestimmung? Datierungsmethoden auf dem Prüfstand von Hans-Joachim Zillmer) und insbesondere 'C-14'-Datierungen kritisch unter die Lupe nehmen (siehe: Unsicherheitsfaktor Radiokarbonmethode von Reinhard Prahl).

Über die Archäologie erschließt sich uns auch der Zugang zur Astronomie der 'Alten' (siehe: Astronomie - eine uralte Wissenschaft!), und wir müssen einmal mehr die Frage stellen, wie tragfähig das schulwissenschaftliche Bild von der 'Grauen Vorzeit' ist. So stoßen wir z.B. auf neolithische Observatorien (siehe: 'Stonehenge' in Deutschland: Das Steinzeit-Observatorium von Goseck; sowie: Die 25 Steinkreisanlagen von Malta - Observatorien der Vorzeit von Hubert und Dagmar Zeitlmair), Mondkarten (siehe: Orthostat 47: Die neolithische Mond-Karte von Knowth) und Kalender (siehe: Ein goldener Kalender aus Stonehenge? von William R. Corliss), die alles andere als "primitiv" wirken, und natürlich stellen wir auch atlantologische Überlegungen zu diesem Problemkreis vor.

Auch die Paläo-Klimatologie liefert zahlreiche Daten und Hinweise, wenn es um die Zivilisations-Geschichte geht (siehe Klimatologie, Zivilisations-Geschichte und Atlantisforschung). Stützen ihre Erkenntnisse die Annahme der 'Schulbuch-Anthropologen', '-Ethnologen' und '-Historiker', die von einer linearen, gleichförmig verlaufenden Zivilisations-Entwicklung ausgehen, oder untermauert sie die Thesen der Kataklysmiker, und die Annahme gewaltiger Katastrophen, welche die Menschheit z.B. am Ende der jüngsten 'Eiszeit' (siehe: Abrupter Klimawechsel vor 11 000 Jahren von Andrew Collins) und vor dem bronze-eisenzeitlichen Hiatus (siehe: Die end-bronzezeitliche Klimakatastrophe aus atlantologischer Sicht) heimgesucht und ganze Kulturen ausgelöscht haben.

Neben der Geographie (siehe dazu auch: Prof. Hapgood und die Karten der alten Seekönige von Peter Marsh) gehört auch die Geologie zu den klassischen 'Hilfswisenschaften' der Atlantisforschung (siehe: Geologie - Antipode oder Hilfswissenschaft der Atlantisforschung?) und Alternativ-Historik. Die Erdgeschichts-Forschung liefert uns z.B. Informationen dazu, wie sich das Gesicht - die 'Topographie' - unseres Planeten in der Vergangenheit verändert hat (siehe z.B.: Existierte in Afrika ein altertümliches Fluss-System? von Richard A. Kerr) und unter welchen Umständen dies geschah (siehe z.B.: Wird die Kernphysik das Rätsel der Steinverglasungen lösen? von Klaus Aschenbrenner).

Dabei prallen gerade im Bereich der Geologie die Meinungen des akademischen 'Mainstreams', wo nach wie vor das umstrittene lyellistische Prinzip des 'Aktualismus' [2] hochgehalten wird, und die der 'Kataklysmiker' mit ihren katastrophistischen Modellen zur Erklärung geologischer Formationen, aufeinander (siehe z.B.: Grand Canyon - Geologie und tradierte Fehlinterpretationen von Hans-Joachim Zillmer). Zum zentralen Streitpunkt hat sich dabei die Frage nach der vormaligen Existenz einer Großinsel und und anderer, heute versunkener, Eilande im Atlantik entwickelt, wie sie von Anhängern der 'klassischen' Atlantis-Theorie aufgeworfen wird.

Dazu stellen wir in dieser Sektion von Atlantisforschung.de die geologischen Argumente für den rezenten Untergang größerer Landgebiete im Mittel-Atlantik von Immanuel Velikovsky (siehe: Der Boden des Atlantiks), der Wiener Geologen Prof. Dr. Alexander und Dr. Edith Tollmann (siehe: Geo-mythologische Überlegungen zu Atlantis), R. Cedric Leonard (siehe: Geologische und ozeanographische Evidenzen für Atlantis), H.-J. Zillmer (siehe: Kontinentalverschiebung im Widerspruch zur Atlantis-These?), Klaus Aschenbrenner (siehe: Atlantis - Geologische Argumente für eine Großinsel im Mittel-Atlantik) und Frank Joseph (siehe: Atlantis - Argumente, Indizien und Evidenzen für die Plausibilität einer versunkenen Großinsel auf dem Mittelatlantischen Rücken) vor. (Siehe auch: Sowjetische Geologen zur Realität von Atlantis von N. Zhirov)

Ein weiteres Feld universitärer Fachwissenschaft, das jeden interessieren muss, der sich kritisch mit den gängigen Vorstellungen zur Vergangenheit der Menschheit befasst, ist die Biologie. Diese Feststellung gilt nicht nur für biologische Fach-Bereiche wie die Anthropologie bzw. für die Paläo-Anthropologie, die sich mit den Ursprüngen unserer Spezies befasst (siehe: Paläo-Anthropologie und Atlantisforschung), sondern wir können zeigen, dass z.B. auch Paläontologie, Historische Zoo-Geographie (Ein Teilgebiet der Biogeographie) und Ethnobotanik im Dienst der Atlantisforschung und alternativen Prähistorik stehen.

Paläontologische Fragen, wie das plötzliche Aussterben vieler Spezies am Ende der jüngsten 'Eiszeit' (siehe z.B: Die Polverlagerung und das große Mammutsterben von Otto Muck), und meeres-biologische Probleme (siehe etwa: Das Geheimnis der Aale von Otto Muck) sind für Atlantisforscher ebenfalls von höchstem Interesse. Gerade die Untersuchung der Verbreitung von Tierarten lässt brisante Rückschlüsse auf katastrophale großräumige Veränderungen der Topograpie unseres Planeten während rezenter Perioden zu (siehe: Spurensuche im Mittelmeerraum: Historische Zoo-Geographie im Einsatz).

Faszinierende Erkenntniss-Möglichkeiten liefert zudem die Ethno-Botanik, die sich mit der Frage der Verbreitung von Nutz- bzw. Zuchtpflanzen durch den Menschen befasst. Auch hier geht es nicht nur um eine spezifisch atlantologische Argumentation (siehe etwa: Ethno-Botanik und Atlantisforschung von Alexander Braghine), sondern z.B. um die Frage nach 'präkolumbischen' Kontakten zwischen Asien und Amerika (siehe dazu Mais, Ananas und Sonnenblumen im alten Indien - Ethnobotanische Belege für interkontinentale Reisen in ferner Vergangenheit - und für Atlantis?; sowie: Prof. Shakti M. Gupta und die altindischen Maiskolben von J. Huston McCulloch). Auch Grundsatzfragen zur Zivilisations-Entwicklung im Zusammenhang mit der Landwirtschaft sollen hier angesprochen werden. Gab es etwa tatsächlich den "Übergang von der Sammelwirtschaft zum geregelten Feldbau und damit zu einer sesshaften Lebensweise", wie die konventionelle Forschung behauptet? (Siehe: Der große Irrtum: Zur Entstehung des Feldbaues von Dr. Horst Friedrich)

Auch die Genetik (siehe z.B.: Genetische Übereinstimmungen zwischen Europäern und Indianern von Peter Marsh) und selbst das medizinische Fachgebiet der Forensik sind nicht, um es ironisch zu formulieren, davor gefeit, unversehens in den Dienst der alternativen Frühgeschichtsforschung gestellt zu werden. So können z.B. forensische Untersuchungen altägyptischer Mumien entscheidend zur Klärung der Frage beitragen, ob es bereits am Ende der "Bronzezeit" Kontakte zwischen den alten Kulturen des östlichen Mittelmeer-Raumes, namentlich dem Pharaonenreich, und denen in Südamerika gegeben hat (siehe: Das Koks der Pharaonen).


Team Atlantisforschung.de


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Weitere Beiträge zu diesem Thema bei Atlantisforschung.de


Externa:


Anmerkungen und Quellen

  1. Vergl. dazu auch: Was ist Atlantologie? von Nikolai Zhirov
  2. Anmerkung: Bei definition-info.de findet sich zum Stichwort "Aktualismus" folgender Eintrag: "Der Aktualismus ist ein wichtiges geologisches Axiom. Es besagt, dass geologische Prozesse, die heute zu beobachten sind ebenso in der Vergangenheit am Wirken waren. Es sind also direkte Rückschlüsse von heutigen Abläufen auf Bildungsprozesse in der Vergangenheit möglich. Der Aktualismusgedanke stößt jedoch gelegentlich auch an seine Grenzen, z.B. bei der Interpretation archaischer Tektonik. Zu jener Zeit hatte sich das Gestein der Erdkruste noch nicht in die heute beobachteten kontinentalen und maritimen Plattengesteine separiert." Aus Sicht der meisten alternativ- und primhistorischer Betrachter und alternativer Erdgeschichts-Forscher ist der Aktualismus sowohl methodologisch als auch angesichts diverser geologischer Evidenzen unhaltbar und wird als inakzeptabel verworfen.