Südamerika: Die Steine von Ica

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Präkolumbische Artefakte und Dinosaurier in Amerika, Teil II

Abb. 1 Eine kleine Auswahl der 'Steine von Ica', die zur Sammlung des Dr. Javier Cabrera Darquea gehören.

(bb) Beginnen wir mit unserer Betrachtung in Südamerika, genauer gesagt in Peru. Dort sorgt seit Jahrzehnten eine der mysteriösesten krypto-archäologischen Sammlungen der Welt für Diskussions-Stoff unter Anomalisten und alternativen Prähistorikern sowie für die gelegentliche Erheiterung so genannter "Skeptiker", während sie ansonsten bei Anhängern konventioneller Vorstellungen zur Menschheits-Geschichte in aller Regel ignoriert wird: Gemeint sind die rätselhaften 'Steine von Ica' aus der Privat-Sammlung des im Dezember 2001 verstorbenen Internisten Dr. med. Javier Cabrera Darquea.

Die moderne Fund-Geschichte dieser Objekte reicht zurück bis ins Jahr 1961. Johannes von Buttlar schrieb 1991 dazu: "Der Rio Ica, fast das ganze Jahr über nur ein schmales Rinnsal, erwachte plötzlich zum Leben und überflutete die Wüste. Ein Jahrhundertregen in den Anden hatte die Katastrophe verursacht. Dabei gab der davongeschwemmte Sand schwarze Steine mit geheimnisvollen Gravuren frei. Sie wurden von armen Campesino-Indianern gefunden, die an den Ufern des Ica lebten. Sie glaubten, daß es sich hier um Grabbeigaben aus der Vorzeit handelte, um einen archäologischen Fund. Also nahmen sie die Steine mit in die Stadt, um sie wohlhabenden Einheimischen zum Kauf anzubieten, denn das Sammeln von Funden aus der Vorzeit ist für wohlhabende Akademiker in Peru ein beliebtes Hobby.

Dr. Cabrera erhielt 1966 solch einen Stein von einem Freund als Briefbeschwerer zum Geschenk. Er war mit der Gravur eines seltsamen Vogels versehen. Als der Arzt den Stein in einer Mußestunde sorgfältiger untersuchte, stellte sich heraus, daß der abgebildete >Vogel< eher einem mythischen Fabelwesen glich. Ein Kollege von Dr. Cabrera glaubte sogar, einen Flugsaurier darin zu erkennen. Und dieser Verdacht wurde durch den Vergleich mit einer Darstellung [eines 'Pterosaurus'] bestätigt. Aber wer hätte dieses Urtier in Stein gravieren können? Lebte es doch vor 140 - 80 Millionen Jahren - lange vor dem ersten Menschen." [1]

Bei dieser Dinosaurier-Abblidung handelte es sich keineswegs um einen Einzelfall. So schrieb v. Buttlar über das ehemalige 'Nationalmuseum der peruanischen Luftwaffe': "Das neuerdings in >Centro Aeronautico< umbenannte Luftwaffenmuseum bewahrt in seinem Innenhof drei der größten Steine auf, von denen einer einen Durchmesser von 80 Zentimetern hat. Luftwaffenzeichner haben jede darauf eingravierte Einzelheit auf Papier übertragen und gründlich studiert. Sie kamen zu einem erstaunlichen Ergebnis: Auf den Steinen sind Dinosaurier vom Typ Brontosaurus zusammen mit Menschen dargestellt, von denen einige merkwürdige, längliche Rohre tragen, die Teleskopen gleichen." [2] [3]

Abb. 2 Einer der 'Stern-Gucker', die eine prähistorische Verwendung von Fernrohren zur Himmelsbeobachtung nahelegen, als Motiv auf einem Ica-Stein.

Auf dieses und andere krypto-technologische Motive bei zahlreichen Ica- Steinen weist auch Lars A. Fischinger in seinem Online-Artikel "Das Geheimnis der Steine von Peru" hin: "Auf einem der Glyptholithen ist ganz offensichtlich ein Mann zu erkennen, der mit einem teleskopartigen Gerät einen Kometen am Himmel verfolgt. (Abb. 2) Selbst komplizierte chirurgische Eingriffe sind auf ganzen Serien dieser eigenartigen Steine festgehalten. Auf ihnen werden detaillierte Abläufe dargestellt, die uns einen Eindruck des umfangreichen Wissens vermitteln, über das die in dieser Region lebenden Menschen damals verfügt haben müssen." [4]

Wie Cabrera selber dem Autorenteam Cornelia Petratu und Bernhard Roidinger bei ihren Recherchen in Peru erklärte, stellten die Abbildungen auf den 15 Gramm bis 500 Kilogramm schweren Artefakte "Kriegs- und Kampfszenen dar, sportliche und soziale Aktivitäten, Musikinstrumente oder mechanische Transportsysteme sowie optische Systeme (Teleskope, Lupen). Außer einer für Südamerika anachronistischen Flora und Fauna sind fortgeschrittene chirurgische Operationen bis hin zu Herz- und Gehirntransplantationen aufgezeichnet, unbekannte Landkarten, astronomische Konfigurationen und immer wieder Saurier. Saurier aller Arten - der Sammler Dr. Cabrera zählte siebenunddreißig." [5]

In einem Nachwort zu seiner Acambaro-Publikation (siehe: Präkolumbische Artefakte und Dinosaurier in Amerika, Teil III - Mittelmamerika: Die Acambaro-Objekte) erwähnt auch Prof. Charles Hapgood diese Besonderheit vieler 'Steine von Ica'. Wie er schreibt, erhielt er im Jahr 1972 "überraschend Besuch von Dr. Ryan Drum, einem Archäologen am Fairhaven College im Staate Washington, seiner Mitarbeiterin Miss Judy Simpson und Mr. Andrew Rotherius, einem Archäologen aus Milford, New Hampshire." Dr. Drum zeigte ihm zahlreiche Aufnahmen gravierter Steine aus der Sammlung von Dr. Cabrera. Hapgood sah "viele Parallelen zwischen dieser Sammlung in Peru und der Julsrud-Sammlung.

Zunächst ist da die riesige Anzahl beschrifteter Steine [...] Dann erklärte er als Antwort auf meine Fragen, dass es in der gesamten riesigen Sammlung keinerlei Hinweis auf Landwirtschaft zu geben scheine, und eine dritte Parallele bestand darin, dass viele der Steine gigantische Reptilien abbildeten." Insbesondere eine Abbildung fand Hapgoods Interesse: "Das Dia eines Steins erstaunte mich, das ein Tier abbildete, welches sehr einem Brontosaurus ähnelte, mit Anzeichen für echte Kenntnisse seiner Anatomie." [6]

Nun sind nicht nur entwickelte Menschheits-Kulturen, die irgendwelche Kunstwerke mit Abbildungen von Fernrohren oder Transportsystemen hätten produzieren können, sondern die Anwesenheit des Homo sapiens aus Sicht des wissenschaftlichen Establishments für das Zeitalter der Dinosaurier an sich völlig undenkbar, denn zu diesem Zeitpunkt kann der moderne Mensch, der vorherrschenden Meinung nach, überhaupt noch nicht existiert haben. Ebenso wenig darf es nach seiner Ansicht auf präkolumbischen Artefakten präzise Abbildungen von Dinosauriern und technischem Gerät geben; schließlich seien die Dinosaurier vermeintlich längst ausgestorben gewesen als die Steine graviert wurden, während optische oder chirurgische Instrumente angeblich noch gar nicht erfunden waren.


Fake oder Faktum? - Zur Authentizität der Ica-Steine

Abb. 3 Eine zweifelsfreie Interpretation der Motive vieler Steine ist bisweilen kaum möglich. Handelt es sich z.B. bei der liegenden Gestalt (links) um einen Menschen, ein Tier oder ein 'Fabelwesen'?

Es wird also niemand verwundern, dass die 'Steine von Ica' höchst umstritten sind. Für diejenigen Wissenschaftler jedenfalls, für die ihr Weltbild auf dem Spiel steht (siehe Lyell, Darwin & Co.), also für die übergroße Mehrheit, ist von vorne herein klar: Es kann sich bei diesen Objekten, sofern sich eindeutig identifizierbare Abbildungen von Dinosauriern und technologischen auf diesen Artefakten handelt, nur um moderne Fälschungen handeln!

Wenn man also, wie es etwa Paläo-SETI-Forscher und Bestseller-Autor Erich von Däniken bei den Recherchen für sein, 1977 erschienenes, Buch „Beweise“ tat, einen Fachwissenschaftler nach den 'Steinen von Ica' fragt, dann steht das Ergebnis in neunundneunzig von hundert Fällen von vorneherein fest. E. v. Däniken "informierte sich damals bei dem Archäologen Dr. Henning Bischof vom Völkerkundemuseum in Mannheim, was nach dessen Meinung von den Steinen und [deren] Gravuren zu halten sei." Bischof teilte ihm daraufhin mit, "dass es sich um Fälschungen handelt, die von den Einheimischen angefertigt werden, um sie an die Touristen zu verkaufen." [7]

Entsprechend fällt auch die populärwissenschaftliche Berichterstattung in solchen Publikationen aus, die Wert auf 'wissenschaftliche Respektabilität' legen. So lesen wir z.B. im IzyNews-Lexikon im Internet: "Die Steine von Ica sind mit Gravuren versehene Steine, die 1961 nahe der peruanischen Stadt Ica gefunden wurden. Im allgemeinen werden die Steine von Ica von Schulwissenschaftern als Fälschung bezeichnet. Die dort lebenden Indios sagten, dass sie diese Steine selbst angefertigt haben." [8]

Im nächsten Satz erfolgt dann eine Aussage, die der vorausgegangenen diametral entgegen steht, ohne dass dies in irgendeiner Weise begründet oder kommentiert wird: "Im Jahre 1966 analysierten Wissenschaftler der Technischen National-Universität von Peru die Oberflächenoxydschicht der Gravuren, und kamen zu dem Schluss, dass die Schicht, die die Gravuren überzog, über 10.000 Jahre alt sein müsse." Abschließend wird dann, zwei Sätze weiter, wieder 'scharf geschossen': "Einige Steine zeigen Darstellungen von Dinosauriern, zum Teil gemeinsam mit Menschen. Fossilien wurden jedoch erst in der Neuzeit gefunden, weshalb ältere Kulturen keine Kenntnis von Dinosauriern gehabt haben können. Pseudowissenschaftler [sic!] sehen dies als einen Beweis gegen die Evolutionstheorie, die eine gleichzeitige Existenz von Saurieren und Menschen ausschließt." [9]

Abb. 4 Auf zahllosen Ica-Steinen finden sich recht eindeutige Darstellungen von Dinosauriern, wie Brontosaurus, Triceratops und Tyrannosaurus sowie dinosaurierartigen Groß-Echsen. Handelt es sich deshalb ZWANGSLÄUFIG um moderne Fälschungen oder Imitate?

Grenzwissenschaftliche Erd- und Menschheits-Geschichtsforscher brauchen sich von solchen Dogmen - und den Dogmatikern, die sie verfechten - weder beeindrucken zu lassen, noch dürfen sie sich ihnen aus Opportunismus beugen. Was archäologische Anomalien wie die Steine von Ica angeht, kann ihr Untersuchungsansatz weder in dem ideologisch motivierten Versuch bestehen, sie in Bausch und Bogen zu verwerfen (weil sie möglicherweise die eigenen Vorstellungen in Frage stellen), noch kann es vordringliches Ziel einer Untersuchung und kritischen Bewertung der Objekte sein, generell ihre Authentizität zu beweisen (weil sie das eigene Weltbild zu stützen scheinen).

Halten wir deshalb zunächst einmal fest, dass in der Tat zehntausende der ominösen Ica-Steine im Umlauf sind bzw. in Museen, Archiven und Privatsammlungen liegen. Dabei steht völlig außer Frage, dass es sich bei einem nicht geringen Teil dieser Objekte um Fälschungen bzw. Imitate handelt. So wies auch von Däniken 1977 ausdrücklich auf diesen Umstand hin: "Er besuchte sogar Fälscher Basilo Uschuya, der ihm einen Stein vor seinen Augen anfertigte. Von Däniken bekam auch zu hören, dass der Indio alle Steine selber schuf, und sich bei seinen medizinischen Motiven von Bildern aus Illustrierten inspirieren ließ, wie wir es seinem Buch 'Beweise' entnehmen können. Inzwischen behauptet der Fälscher auch, er habe auch die Figuren von Sauriern und Menschen, die Dr. Cabrera ebenfalls besitzt, gefälscht." [10] Hier stellt sich natürlich die Frage, was von solchen Aussagen zu halten ist.

Würde Basilos Aussage nämlich den Tatsachen entsprechen, dann müsste er bzw. irgendein anderer Fälscher, angesichts zehntausender (!) Spezimen dieser Art, nicht nur über geradezu übermenschliche Fähigkeiten verfügen, sondern zudem auch ein weit überdurchschnittlich qualifizierter Paläontologe sein! Dazu zunächst ein kurzes Zitat aus dem Artikel "Gab es Menschen vor den Menschen, Bemerkungen zu dem Artikel von Michael Kneissler im PM-Magazin, Juli 2002" von Gunnar Ries, einem konformistisch argumentierenden Autor, der entsprechend wenig von den Ica-Objekten hält. Er schreibt im Internet über eines der Specimen: "Überhaupt gibt es noch weitere Probleme mit den Steinen. So soll ein Stein nach Dr. Cabrera einen bereits vor 5 Millionen Jahren ausgestorbenen Fisch zeigen. Allerdings konnte bislang nicht herausbekommen werden, um welchen Fisch es sich handelt und woran Dr. Cabrera den Fisch erkannt hat. Und das wäre sicher mal interessant zu erfahren." [11]

Abb. 5 Bei dieser, leider in unserer Quelle nicht genauer beschriebenen Fotographie, könnte es sich um eine der Abbildungen des gesuchten Ur-Fisches Agnatus handeln.

Wir können Herrn Ries und allen anderen Interessierten hier gerne weiterhelfen, indem wir erneut von Buttlar zitieren, der unter Bezugnahme auf Cabrera [12] schrieb: "Eine Serie von insgesamt 205 Steinen stellt in allen Einzelheiten die Entwicklung des Urfisches Agnatus [?; bb] dar, von dem die moderne Paläontologie selbst nur oberflächliche Kenntnisse durch Fossilfunde besitzt". Und er fügt hinzu: "Diese Steine beweisen nicht nur, daß der Mensch (bzw. der Angehörige einer möglichen früheren Menschheit) gleichzeitig mit den von ihm dargestellten Tieren existierte, sondern auch, daß er ein intellektuell hochentwickeltes Wesen gewesen sein muss, das zu gründlichen biologischen Studien befähigt [...] war." [13]

Wie Cabrera, laut von Buttlar, weiter berichtete, "ist auf einem Stein der biologische Zyklus eines Stegosaurus wiedergegeben, seine Paarung, die Eier, die Metamorphose der Larven, das kleine, ausgeschlüpfte Reptil, alles in der Anordnung einer spiralenförmigen Aufeinanderfolge. >Das ist erstaunlich, denn unsere Paläontologen behaupten, die Dinosaurier hätten sich auf die gleiche Weise wie unsere gegenwärtigen Reptilien fortgepflanzt,< erklärte Dr. Cabrera. >Das hieße, sie würden aus dem Ei in vollendeter Form ausschlüpfen. Die Metamorphose hingegen ist ein Charakteristikum für Amphibien, die nach dem Ausschlüpfen eine Metamorphose vom larvalen Stadium bis zum erwachsenen Tier durchmachen müssen. Auf diesem Stein wird also ein zumindest heute bei Reptilien unbekannter Entwicklungsprozeß dargestellt. Dafür gibt es nur eine Erklärung: daß der Künstler den Vorgang nach direkter Beobachtung dargestellt hat. Schlußfolgerung: Er muß vor mindestens 60 Millionen Jahren gelebt haben.<" [14]

Mit derartigen Details, deren Diskussion zumindest einige Spannung verspricht, halten sich 'orthodoxe' Kritiker allerdings seit vier Jahrzehnten nicht auf. In aller Regel konzentriert sich die konformistisch argumentierende Klientel darauf, nicht nur die Steine in toto als Fakes darzustellen, sondern auch Cabrera und alle anderen Personen der Lächerlichkeit preiszugeben, die sich positiv über ihre archäologische Evidenz äußern. So strahlte etwa am 7. August 1997 "der Fernsehsender Kabel eins die Dokumentation >Das Geheimnis der Steine von Ica< aus, in der die Autoren des Berichtes in einer reißerisch aufgemachten Form versuchen, alle Steine als Fälschung zu >entlarven<. Dabei zerrten sie einen Indio vor die Kamera, der routiniert zeigte, wie er einen Stein herstellt." [15]

Ries, den wir gerade schon zitiert haben, legt hier noch 'eine Schippe drauf' und erklärt – freilich ohne Quellenangabe: "Sogar der Finder der ersten angeblich echten Steine soll gegenüber den peruanischen Behörden zugegeben haben, die Steine nicht in einer Höhle gefunden, sondern selbst gemacht zu haben. Befürworter der Echtheit der Steine meinen, aus Angst vor den peruanischen Gefängnissen, da er ja archäologische Kulturgüter an Touristen verkauft hatte. Wie dem auch sei, bislang gibt es für eine Echtheit der Steine nicht den geringsten Beleg." [16]

Abb. 6 Ein weit prähistorischer Ur-Amerikaner, der verschiedene Objekte mit Hilfe einer Lupe untersucht? Dies ist einer der Steine, auf denen optische Geräte zu sehen sein sollen.

Die Krönung des Ganzen liefert nun der berüchtigte Dr. Klaus Richter, der sich durch seine scharlatanesken, bisweilen von geradezu erschreckender Inkompetenz gekennzeichneten, Statements zur Atlantologie [17] und Paläo-SETI-Forschung in scientistischen ('wissenschaftsgläubigen') Kreisen zu profilieren versucht. Richter stellt nämlich – natürlich ebenfalls ohne jede Quellenangabe oder Beweisführung - die Behauptung in den Raum: "Ein weiteres Beispiel [für unwissenschaftliches Arbeiten] sind die Steine von Ica - größtenteils Fälschungen, auf Anweisung von Dr. Cabrera (Ica, Peru) ausgeführt [sic!], von vielen Autoren der Paläo-SETI aber als echt verkauft." [18]

Dieser Versuch, Cabrera als Betrüger darzustellen, um die Ica-Steine "größtenteils" als Fälschungen darstellen zu können, hat natürlich mit einer wissenschaftlichen Argumentation nichts zu tun, sondern erfüllt den Tatbestand der üblen Nachrede, ist letztlich ideologische Propaganda und disqualifiziert lediglich Richter selbst. Da solche Denunziation bei unkritischen Geistern jedoch nicht selten Wirkung zeigt, sollten wir grundsätzlich dazu feststellen, dass das Problem der Authentizität bzw. Authentifizierung und Bewertung der Ica-Objekte in keinem eigentlichen Zusammenhang mit der Person oder den Hypothesen Dr. Cabreras steht, der - zumindest im Alter - ein sehr rechthaberischer und halsstarriger Mensch mit durchaus merkwürdigen Ansichten gewesen zu sein scheint. Darauf hebt z.B. auch Lars A. Fischinger ab, wenn er Erich von Däniken (1977), wie folgt, zitiert: "Professor Cabrera ist ein eigenwilliger Mann, er duldet keine Gegenmeinung (was ich bedaure)." [19]

An Herrn Dr. Cabrera und seinen Annahmen lässt sich eine - im engeren Sinne wissenschaftliche – Bewertung des Fund-Komplexes jedenfalls nicht festmachen. Seine grenzwissenschafts-geschichtliche Bedeutung liegt eindeutig in seiner außergewöhnlichen Sammler-Tätigkeit begründet, und nicht in der Entwicklung brillanter Thesen zum Ursprung der 'Ica-Objekte': "Er ist der Meinung, dass die Menschen, die vor 65 Millionen Jahren lebten, durch eine gewaltige Katastrophe umkamen. Auch ist Dr. Cabrera der Überzeugung, diese Menschen seien Außerirdische gewesen, die von den Plejaden (>Siebengestirn<) als spirituelle Wesen kamen und hier inkarnierten. Landeplatz dieser Außerirdischen war laut Dr. Cabrera die Hochebene von Nazca." [20]

Abb. 7 Viele der Spezimen aus Ica zeigen auch unverfängliche Motive, wie dieser Stein mit einer offenbar religiösen Darstellung.

Auch wer, wie etwa Dr. Richter, mit böswilligen Behauptungen arbeitet und Cabrera unterstellt, er selbst habe die Spezimen mit den zur Debatte stehenden Motiven herstellen lassen, kann nicht an der Tatsache vorbeikommen, dass der Arzt aus Ica zwar der bekannteste und umstrittenste, doch keineswegs der einzige Sammler solcher Artefakte war. [21] Dank Robert Charroux [22] wissen wir, dass die Steine bereits Mitte der 1970er Jahre einen großen Sammlerwert hatten und an ihrem Fundort sehr geschätzt wurden: "Es heißt aber auch, dass Charroux bei einem Besuch in Ica überall auf verschiedene Sammler traf und Dr. Cabrera mit seinem Nachbarn allein schon 25.000 Steine besitzen würde. Angeblich sei er in kein Haus gekommen, wo nicht derartige Exponate lagen." [23]

Und damit wären wir wieder bei dem Problem der Imitate. Tatsächlich muss Cabrera selber schon relativ früh klar gewesen sein, dass zahlreiche Fälschungen 'auf dem Markt' waren, denn bei von Buttlar lesen wir über die Anfänge der Sammlung des Arztes: "Er kaufte jeden Stein, den er bekommen konnte. Als sich die Indianer dann selbst daran machten, Steine für den Verkauf an Cabrera zu gravieren, lernte er schnell, die Echtheit alter Steine von neuen zu unterscheiden. Das genaue Studium der durch den Alterungsprozeß entstandenen Oxidationsschichten über den Gravuren garantier[t] für ihre Echtheit. Sie unterschied sich eindeutig von der künstlichen Oxidation moderner Fälschungen, die durch tagelange Lagerung in den Misthaufen der Campesinos erzeugt wird." [24]

Vor einem solchem Hintergrund liest sich auch plötzlich ein Zitat aus dem Artikel von Lars A. Fischinger ganz anders, das - ohne diesen Kontext - die Fälscher-Hypothese eher zu stützen scheint: "Die Reporter der Dokumentation auf Kabel 1 konfrontierten Dr. Cabrera mit den Aussagen der Indios, dass sie selber seine Steine anfertigten. Dr. Cabrera jedoch hielt die Indios für Lügner. Er war sichtlich erbost, dass es Indios wagten, zu behaupten, sie hätten Cabrera mit Fälschungen reingelegt. Seine Meinung zähle, so Cabrera, mehr als die Aussagen der Indios." [25] Cabrera, der sich damals seit etwa drei Jahrzehnten mit der Authentifizierung solcher Fundstücke beschäftigte, hatte offenbar gute Gründe für seine harsche Reaktion, auch wenn er den Fernseh-Journalisten von Kabel eins damit eine 'Steilvorlage' für ihre tendenziöse "Berichterstattung" gab.

Abb. 8 Bei vielen Ica-Motiven, wie z.B. bei diesem bizarren "Insekten-Gott", muss es sich nicht zwangsläufig um krypto-paläontologische Spezies gehandelt haben, sondern es könnten auch rein mythologische Darstellungen sein.

Es gibt jedenfalls - und das ist entscheidend - mindestens EIN eindeutiges Kriterium, das es konsensual [26] ermöglicht, Originale und Fälschungen voneinander zu unterscheiden: die PATINA der echten Objekte! Und exakt dieses Prüfungs-Kriterium haben Wissenschaftler in Peru bereits vor Jahren genutzt, um das Alter einzelner Spezimen aus Ica zu überprüfen. Fischinger verweist dazu auf das Buch „Die Steine von Ica“ (München 1994) von Bernard Roidinger und Cornelia Petratu, in dem sie über wissenschaftliche Untersuchungen von Ica-Objekten berichten: "Schon im Jahre 1966, so die Autoren, analysierten die Wissenschaftler Dr. Fernando de las Casas und Dr. Cesar Sotillo vom Institut für Bergbau an der Technischen National-Universität von Peru die Oberflächenoxydschicht der Gravuren. Beide kamen zu dem Schluss, dass die Schicht, die die Gravuren überzog, mindestens, wenn nicht weit über 12.000 Jahre alt sein muss." [27]

Bei Unsolved Mysteries finden wir eine weiteren Verweis auf wissenschaftliche Untersuchungen einzelner 'Ica-Steine', der vermutlich ebenfalls der Arbeit von Petratu und Roidinger entnommen und leicht verfälscht wiedergegeben wurde: "1966 erschien ein Artikel in der wissenschaftlichen Beilage der Tageszeitung Limas >El Commercio<, vom Direktor des >Politecnico< in Lima, Agurto [sic!] Calvo und dem Archäologen, Alejandro Pezzia, die ebenfalls ähnliche Steine in präin-kaischen Gräbern im August desselben Jahres gefunden hatten. Calvo sammelte über 100 Steine und ließ diese im mineralogischen Institut des >Politecnico< von Peru analysieren. Das erstaunliche Resultat: aufgrund der natürlichen Oxidationsschicht, die die Gravuren hauchdünn bedeckte, wurde das Alter auf etwa 12.000 Jahre datiert." Es wird angefügt: "Interessant ist allerdings, dass der Archäologe Roger Ravinez einen Stein für authentisch befunden hat, der von dem Archäologen Max Uhle in einem präinkaischen Grab gefunden wurde, obwohl er die Ritzung eines >dinosaurierähnlichen Tieres< darstellt." [28]

Zudem scheint es auch konkrete Hinweise darauf zu geben, dass bereits vor hunderten von Jahren 'Ica-Steine' gefunden wurden: "Den Beweis für das hohe Alter lieferte ihm [d.h. Cabrera; bb] schließlich der Chronist Juan de Santa Cruz Pachacuti Llamqui [richtig: Yamqui; bb] in der >Geschichte Altperus< aus dem Jahre 1613. Hier hat Llamqui festgehalten, daß zu Zeiten des Inka Pachacutec im Reiche Chincha - dem Gebiet um das heutige Ica - viele gravierte Steine aufgefunden und damals Mancu oder Manco genannt wurden, eine hohe Respektsbezeugung, die soviel wie >der Erhabene< oder auch >der Uralte< bedeutet. >Da sie von den Göttern geschaffen waren<, wurden sie im Tempel als Heiligtum (>Huacos<) gehütet." [29] Cabrera berief sich auch auf eine Versand-Liste "von Gegenständen aus dem Jahr 1562, die von den Conquistadoren an das spanische Königshaus gegangen war. Darin wird von >gravierten Steinen sehr hohen Alters< gesprochen, die nach Aussage der Eingeborenen >von den Göttern geschaffen und als heilig betrachtet wurden.<" [30]

Abb. 9 Bevor die gewaltige Sammlung des Dr. Cabrera nicht im Detail ausgewertet worden ist, sind Spekulationen zur Authentizität einzelner Spezimen daraus wenig aussagekräftig.

Schließlich sei hier noch ein Hinweis auf Dinosaurier-Abbildungen aus dem präkolumbischen Peru erwähnt, der nicht in direkter Verbindung mit den Ica-Steinen steht. Über ihn berichteten 1962 Louis Pauwels und Jaques Bergier: "Unser Freund, der peruanische Forscher und Philosoph Daniel Ruzo, macht sich im Jahr 1952 auf, um das in 3800 m Höhe gelegene Wüstenplateau von Marcahuasi westlich der Andenkette zu erforschen. [31] Dieses drei Quadratkilometer große Plateau, auf dem kein Leben gedeiht, ist nur auf dem Maultierrücken erreichbar.

Ruzo entdeckt hier in den Felsen geschnittene Umrisse von Tieren und menschlichen Gesichtern, die nur zur Zeit der Sommersonnenwende bei einem besonderen Zusammenspiel von Licht und Schatten sichtbar werden. Er findet Statuen von Tieren aus dem Sekundärzeitalter, zum Beispiel eines Stegosaurus; er findet Bilder von Tieren, die in Südamerika unbekannt sind: Löwen, Schildkröten, Kamele. Ein behauener Steinhügel zeigt den Kopf eines Greises. Ruzo photographiert ihn, und auf dem Negativ erscheint das Gesicht eines strahlenden jungen Mannes. Durch welche mysteriösen Riten wurde er früher sichtbar gemacht? Es war bisher noch nicht möglich, eine Datierung der Funde mit Hilfe der Kohlenstoff-14-Methode vorzunehmen; es findet sich hier keine Spur organischen Lebens. Geologische Hinweise führen tief hinab in die Nacht der Zeiten." [32]


Eine vorläufige Schluss-Betrachtung

Kommen wir zu einer Bilanz unserer Betrachtung: Während konventionell argumentierende, sich "wissenschaftlich" gebende, Quellen anscheinend stets undifferenziert den Eindruck zu vermitteln trachten, es handle sich bei dem gesamten Fund-Komplex von Ica um Fälschungen und Imitationen (was eindeutig nicht den Tatsachen entspricht), finden sich in der nonkonformistischen, alternativ-historischen Fachliteratur immer wieder ausdrückliche Hinweise auf die Tatsache, dass ein großer Teil der Spezimen offenbar erst in jüngster Zeit hergestellt wurde. Vor diesem Hintergrund lässt sich die Frage nach der Seriosität in der Ica-Debatte ganz neu aufwerfen!

Da, wie wir gesehen haben, ein objektives und offenbar unstrittiges Kriterium zu einer gesicherten Identifikation von originalen und gefälschten Steinen bzw. für ihre Datierung besteht - und da diese Möglichkeit im Einzelfall offenbar bereits genutzt worden ist (siehe A. Calvo u. A. Pez[z]ia, 1966) - dürfen wir z.B. Fischingers Schlussfolgerung zurückweisen, aufgrund dieser vielen Imitate sei "die Sammlung Cabrera zum jetzigen Zeitpunkt schlicht >wertlos<. Wertlos deshalb, da bisher niemand in der Lage war, all die sonderbaren Steine - und vor allem jene, die Saurier und Menschen gleichzeitig zeigen - einer wissenschaftlichen Analyse zu unterziehen. Ein wahllos herausgegriffener Stein, der auf 50 oder 5.000 Jahre datiert wird, sagt nichts über den gesamten kulturellen Wert der Funde." [33]

Abb. 10 Die Sammlung des spleenigen Dr. Cabrera - hier seine "Geheimkammer" - enthielt scheinbar auch Devotionalien, wie Bilder seiner Vorfahren und christlich angehauchte Fälschungen.

Wir sollten noch einmal hervorheben, dass es letztlich unerheblich ist, ob Dr. Cabrera ein 'Visionär' oder ein 'Spinner' war, oder ob seine Kollektion, entgegen seiner persönlichen Einschätzung, auch Fälschungen enthält, was der schon erwähnte Bericht auf Kabel eins nahelegt: "Dr. Cabrera hat in seinem Haus auch eine >Geheimkammer< (Abb. 8 - 10) verborgen. In dieser liegen, so sagt er, so unfassbare Steine und Skulpturen, dass sie der Menschheit nicht gezeigt werden dürfen. Doch das Kamerateam von Kabel 1 war bei den Recherchen zu der Dokumentation schlau genug [sic!; bb], eine versteckte Kamera mitlaufen zu lassen.

Schon seltsam genug, dass Dr. Cabrera den Raum mit den angeblich zu erschreckenden Darstellungen dem deutschen Team zeigte, doch die heimlich gefilmten Objekte waren noch seltsamer - sie zeigen christliche Figuren. So etwa standen in den Regalen neben Sauriern, die aus Eiern schlüpfen, Skulpturen des gekreuzigten Jesus Christus und des letzten Abendmahls. Hier bricht die Welt des Dr. Cabrera wohl zusammen. Was sollen solche Darstellungen mit Motiven, die eine 2.000 Jahre alte Welt zeigen, wenn die Sammlung doch von einer Welt vor rund 65 Millionen Jahren berichten soll?" [34]

Wir wissen nicht, worum es sich bei dem "gekreuzigten Jesus Christus" in Cabreras so genannter Geheimkammer (Abb. 8) tatsächlich gehandelt hat, aber es ist nicht auszuschließen, dass er dort auch Devotionalien aufbewahrte, die nichts mit den 'Ica-Steinen', aber um so mehr mit seiner Persönlichkeit und seinem Weltbild zu tun hatten. Aber: selbst, wenn seine Sammlung zu 90 Prozent aus Imitaten bestehen würde, so wäre sie trotzdem nicht "wertlos", denn die zahllosen Steine, die Cabrera über Jahrzehnte hinweg zusammengetragen hat, stehen weiterhin der Forschung zur Verfügung, und können nach und nach systematisch untersucht und bewertet werden. Und bei einem großen Teil der Spezimen dürfte - wie wir gesehen haben - die Authentizität außer Frage stehen.

Das scheinen, wenn von Buttlars Informationen korrekt sind, auch die verantwortlichen Archäologen in Peru so gesehen zu haben: "Welche Bedeutung die für Archäologie zuständigen Behörden in Peru den Steinen zumessen, beweist allein schon die Tatsache, daß sie in die prähistorische Abteilung des Peruanischen Nationalmuseums umgelagert werden sollen." [35] Bei Petratu und Roidinger wird außerdem festgehalten, "daß auch Dr. Alfonso Bermudez Henjins, Direktor des Regionalmuseums von Ica, in seinen Museumsarchiven zahlreiche gravierte Steine aufbewahrt. Auch das >Nationalmuseum der Peruanischen Luftwaffe<, ehemals unter der Leitung von Colonel Omar Chioino, stellte ungefähr 60 gravierte Steine aus und kündigte für 1991 die Herausgabe einer Bilddokumentation zu diesen Funden heraus." [36]


Fortsetzung: Mittelmamerika: Die Acambaro-Objekte


Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Quelle: Johannes von Buttlar, Adams Planet - Das Paradies lag auf Phaeton, Heyne, München, 1998, S. 165
  2. Quelle: ebd., S. 167
  3. Anmerkung: Siehe zu den letztgenannten Instrumenten im Zusammenhang mit den Steinen von Ica auch: "Teleskope vor 30.000 Jahren?" (red)
  4. Quelle: Lars A. Fischinger: "Das Geheimnis der Steine von Ica", bei freenet.de, online unter http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/85700.html (nicht mehr online)
  5. Quelle: Johannes von Buttlar, op. cit., S. 170, 171; Anmerkung: Johannes von Buttlar v. Buttlar bezieht sich auf Petratus und Roidingers "Bericht über eine andere Menschheit", der 1994 unter dem Titel "Die Steine von Ica“ in Buchform erschienen ist; siehe: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3776670398/freenetdetag
  6. Quelle: Charles H. Hapgood, Mystery in Acambaro - An Account Of The Ceramic Collection Of The Late Waldemar Julsrud, In Acambaro, Gto., Mexico, Adventures Unlimited Press, Kempton, Illinois, USA, 2000, S. 96
  7. Quelle: Lars A. Fischinger, "Das Geheimnis der Steine von Ica", bei freenet.de, online unter http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/85700.html (nicht mehr online)
  8. Quelle: IzyNews - Nachrichten, Steine von Ica - im IzyNews Lexikon, online unter http://lexikon.izynews.de/de/lexw.aspx?doc=Steine_von_Ica (nicht mehr online)
  9. Quelle: ebd.
  10. Quelle: Lars A. Fischinger, "Das Geheimnis der Steine von Ica", bei freenet.de, online unter http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/85700.html (nicht mehr online)
  11. Quelle: Gunnar Ries, Gab es Menschen vor den Menschen, Bemerkungen zu dem Artikel von Michael Kneissler im PM-Magazin, Juli 2002, online unter: http://www.geocities.com/gunnar_ries/contra-pm.html
  12. Anmerkung: Ur-Quelle der Information dürfte auch hier wieder Petratus und Roidingers "Bericht über eine andere Menschheit" gewesen sein.
  13. Quelle: Johannes von Buttlar, Adams Planet - Das Paradies lag auf Phaeton, Heyne, München, 1998, S. 171
  14. Quelle: ebd., S. 170, 171
  15. Quelle: Lars A. Fischinger, "Das Geheimnis der Steine von Ica", bei freenet.de, online unter http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/85700.html
  16. Quelle: Gunnar Ries, Gab es Menschen vor den Menschen, Bemerkungen zu dem Artikel von Michael Kneissler im PM-Magazin, Juli 2002, online unter: http://www.geocities.com/gunnar_ries/contra-pm.html
  17. Anmerkung: Siehe dazu z.B. Richters explizit scheinwissenschaftlichen Artikel "Atlantis - Der 8. Kontinent, versunkene Kultur, Mythos?", vormals online unter http://fischinger.alien.de/Probeausgabe/archiv/artikel2.html
  18. Quelle: Dr. Klaus Richter, Kritik an der Paläo-SETI, online unter http://www.gwup.org/themen/texte/praeastronautik/kritikanderpalaeoseti.html
  19. Quelle: Lars A. Fischinger, "Das Geheimnis der Steine von Ica", bei freenet.de, online unter http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/85700.html (nicht mehr online)
  20. Quelle: ebd.
  21. Anmerkung: Bei von Buttlar heißt es z.B.: "Dr. Cabrera blieb nicht der einzige Sammler. So berichtete der Historiker Hermann Buse 1965 daß die Brüder Carlos und Pablo Soldi zwischen 1961 und 1965 >eine beträchtliche Anzahl< gravierter Steine gesammelt haben." (S. 166)
  22. Anmerkung: Der französische Alternativhistoriker und Erfolgs-Autor Robert Charroux (1909-1978) spielte für die Entwicklung provokativer und alternativer Deutungsmuster zur Menschheits- sowie Zivilisationsgeschichte im französischen Sprachraum Mitte der 1970er Jahre eine ähnliche Rolle wie Erich v. Däniken im deutschsprachigen. Während E. von Däniken (der durch Charroux auf die 'Steine von Ica' aufmerksam wurde) jedoch einzig außerirdische Ausdeutungen archäologischer und mythologischer Gegenstände ins Auge fasste, waren Charroux´ Interessen und Szenarien breiter gestreut. So vertrat er, neben seinen Überlegungen und Interpretationen aus dem Bereich der Prä-Astronautik (heute: Paläo-SETI), auch die These weit prähistorischer Hochkulturen der Menschheit und verfocht die Atlantis-Hypothese. Auch wenn Charroux´ Schlussfolgerungenen und Spekulationen im Detail bisweilen zu kurz gegriffen waren, (vergl.: Blaue 'Götter' - einem Mythos auf der Spur), sammelte und präsentierte er in seinen Büchern zahlreiche beachtliche Hinweise auf einen Verlauf der Menschheits- und Zivilisations-Geschichte, der sich in vielen Punkten von den Lehrmeinungen an den Universitäten unterscheidet. Man könnte ihn - freilich mit anderen Akzenten - auch als 'französischen Charles Berlitz' bezeichnen. Charroux hat sich aber nicht nur als Chronist krypto-archäologischer, historischer und mythologischer Indizien Meriten erworben, sondern auch den Begriff der "Primhistorie" in den grenzwissenschaftlich-alternativhistorischen Sprachgebrauch eingeführt. In der grenzwissenschaftlichen Urgeschichts-Forschung wird die Erforschung vermuteter, weit prähistorischer Zivilisationen früherer Erdzeitalter seither auch als >Primhistorik< bezeichnet.
  23. Quelle: Lars A. Fischinger, "Das Geheimnis der Steine von Ica", bei freenet.de, online unter http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/85700.html (nicht mehr online)
  24. Quelle: Johannes v. Buttlar, S. 165, 166; Anmerkung: im Original-Text heißt es (grammatikalisch falsch): "Das genaue Studium ... garantieren für ihre Echtheit".
  25. Quelle: Lars A. Fischinger, "Das Geheimnis der Steine von Ica", bei freenet.de, online unter http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/85700.html (nicht mehr online)
  26. Anmerkung: Mit dieser Möglichkeit zur Verifizierung/Falsifizierung sowie zur Datierung einzelner Fundstücke aus Ica wird ein verbindlicher Diskurs zwischen konformistischen "Phuddy Duddies" und nonkonformistischen "Crackpots" möglich - sofern die Kontrahenten dialogbereit und diskussionsfähig sind.
  27. Quelle: Lars A. Fischinger, "Das Geheimnis der Steine von Ica", bei freenet.de, vormals unter http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/85700.html (nicht mehr online)
  28. Quelle: Unsolved Mysteries; Anmerkung: Abweichend von den bei Unsolved Mysteries wiedergegebenen Details zu diesem Zeitungsbericht - und anscheinend präziser - heißt es dazu bei von Buttlar auf S. 166, 167: "...die peruanische Handelszeitung >Diario del Comercio< schrieb am 11. 12. 1966 unter der Überschrift >Die geheimnisvollen Steine der Ocucaje-Wüste< von ähnlichen Funden. Der damalige Rektor der Technischen Hochschule Lima, Santiago Augusto Calvo, und der Archäologe Alejandro Pezio vom Peruanischen Staatlichen Instituts für Archäologie hatten die Steine in präinkaischen Gräbern entdeckt. Die eingravierten Darstellungen hatten für die Wissenschaftler mythischen und kultischen Charakter. Sie deuteten sie als magische Steine zum Schutz der Toten auf der Reise ins Jenseits."
  29. Quelle: Johannes von Buttlar, op. cit, S. 166
  30. Quelle: ebd.
  31. Siehe dazu: Daniel Ruzo, "La culture Masma", in: Revue de la Société d'Ethnographie de Paris, 1956 und 1959
  32. Quelle: L. Pauwels und J. Bergier, "Aufbruch ins dritte Jahrtausend - Von der Zukunft der phantastischen Vernunft", Berlin, Darmstadt Wien, 1965, S. 214-215 [Orig.: "Le Matin des Magiciens", Frankr. 1962]
  33. Quelle: Lars A. Fischinger, "Das Geheimnis der Steine von Ica", bei freenet.de, online unter http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/85700.html (nicht mehr online)
  34. Quelle: ebd.
  35. Quelle: Johannes von Buttlar, op. cit., S. 169, 170
  36. Quelle: ebd., S. 167

Bild-Quellen:

1) David Hanson, The Ancient Ica Stones of Dr. Cabrera - proof of an unknown ancient civilization, unter: http://members.cox.net/ancient-sites/inca/03Ica_stones-wall_of_animals.JPG
2) http://www.unglaublich-phantastisch.de/Theorien/Steine_von_Ica/steine_von_ica.html (nicht mehr online)
3) Die frühe Geschichte der Menschheit - eine Zusammenfassung der verschiedenen Theorien und Mythen, unter: http://www.earlyworld.de/grf_arch/incastone04.jpg
4) OMNIOLOGICAL SOCIETY'S California Institute of Omniology Web Site, Mt. Blanco Fossil Museum, unter: http://www.omniology.com/IcaPeruBurialStones3.jpg
5) weirdvideos.com, THE ICA STONES OF PERU
6) Tatjana Ingold, http://tatjana.ingold.ch:8080/framed/evd/studienreisen/suedamerika1995/ica/ (Seite nicht mehr online)
7) ANCIENT ARCHAEOLOGY - Ica Stones, unter: http://www.altarcheologie.nl/south_america/gallery_ica_stones_01_files/ica07.htm
8) weirdvideos.com, THE ICA STONES OF PERU
9) ebd.
10) ebd.