Rand & Rose Flem-Ath: When the Sky Fell (1995)

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Eine Buch-Präsentation von Tony O’Connell

Abb. 1 Hier das Front-Cover der Folgeausgabe von When the Sky Fell aus dem Jahr 1997

When the Sky Fell - In Search of Atlantis von Rand und Rose Flem-Ath erstaunte bei seiner Veröffentlichung [1] die Welt mit der wagemutigen Behauptung, dass Antarktika die Heimstatt von Atlantis gewesen sei. Die Flem-Aths waren inspiriert von der Analyse alter Karten, die Charles H. Hapgood und seine Studenten durchgeführt hatten, kombiniert mit seiner Theorie der Erdkrusten-Verschiebung (earth crustal displacement). Dies brachte sie dazu, Platons Atlantiserzählung im Licht einer eisfreien Antarktika neu zu betrachten.

Sie studierten das Aussterben von Spezies um etwa 9600 v.Chr., nebst Entwicklung der Landwirtschaft in großen Höhenlagen rund um die Welt zu etwa der selben Zeit. In weltweiten Mythen erkannten sie deutliche Hinweise auf eine globale Katastrophe im zehnten Jahrtausend v.Chr. Indem sie Posnanskys Studien in Tiahuanaco und Schochs Untersuchund der Sphinx, zusammen mit den Anichten Bauvals und Gilberts Datierung der Ausrichtung der Pyramiden von Gizeh heranziehen, meinen sie, dass hier ein prima facie-Fall für die Behauptung der Existenz einer entwickelten Kultur vorliege, die mindestens schon im 10. Jahrtausend v.Chr. existiert habe. Es muss allerdings erwähnt werden, dass die Datierungs-Schlussfolgerungen von Posnansky, Schoch, Bauval und Gilbert heiß umstritten sind.

Im Jahr 2009 wurde When the Sky Fell überarbeitet und als eBook mit einem modifizierten Untertitel [2] neu veröffentlicht. Eine verbesserte und erweiterte, auf Papier gedruckte Version mit dem Titel Atlantis beneath the Ice [3] wurde im April 2012 herausgegeben.

Im November 2009 gab es Neuigkeiten aus Schweden, dass im hohen Norden des Landes, in der Nähe der Grenze zu Finnland, die Überreste altertümlicher Siedlungen entdeckt wurden, welche mittels Radiokarbon-Methode auf 9000 v.Chr. datiert wurden. [4] Dies steht völlig im Widerspruch zu der akzeptierten Theorie, dass diese Region zu jener Zeit völlig mit Eis bedeckt gewesen sei. Hingegen scheint diese neue Entdeckung die Vorstellung einer Verschiebung der Erdkruste am Ende der jüngsten Eiszeit zu stützen, wie sie von den Flem-Aths in ihrem originellen Buch beschrieben wurde.

Wir sollten allerdings mit den Füßen auf dem Boden bleiben und erkennen, dass diese neue Entdeckung zwar ein Hinweis auf Erdkrusten-Verschiebung sein mag, aber nichts zum Konzept von Atlantis in Antarktika beiträgt. Ich denke, dass wir solche Siedlungen im Südpolar-Gebiet finden müssen, um diese Theorie zu untermauern.

Später [ca. im Jahr 2000; d.Ü.] tat Rand sich mit dem inzwischen verstorbenen Colin Wilson in Ko-Autorenschaft des Buches The Atlantis Blueprint [5] zusammen. Das Buch befasst sich allerdings nur in den ersten paar Kapiteln mit der Vorstellung von Atlantis in Antarktika, schweift dann aber im Allgemeinen, was den Rest des Buches betrifft, auf andere Themen ab. Einge Zeit später beendete Wilson seine Unterstützung für die Antarktis-Lokalisierung [von Atlantis; d.Ü.], und optierte stattdessen für die von Sarmast vorgeschlagene Örtlichkeit bei Zypern.


Literaturhinweis

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(Abb. 2) Das Front-Cover der deutschsprachigen Fassung von When the sky Fell: Rand und Rose Flem-Ath, "Atlantis - der versunkene Kontinent unter dem ewigen Eis" (Übersetzung aus dem Englischen von Sebastian Vogel), Hamburg (Hoffmann und Campe), 1996


Anmerkungen und Quellen

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Dieser Artikel von Tony O’Connell (©) erschien in der englischsprachigen Originalfassung erstmals am 15. Dezember 2009 mit der Überschrift "When the Sky Fell" bei Atlantipedia.ie. Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de (Januar 2019).

Fußnoten:

  1. Siehe: Rand und Rose Flem-Ath, "When the Sky Fell: In Search of Atlantis", Ontario, Kanada (Goddart), 1995
  2. Siehe: Rand und Rose Flem-Ath, "When the Sky Fell - Atlantis in Antarctica" (eBook), 2009
  3. Siehe: Rand und Rose Flem-Ath, "Atlantis beneath the Ice: The Fate of the Lost Continent" (mit einem Nachwort von John Anthony West), Bear & Company, 2012
  4. Red. Anmerkung: Die Webseite, die Tony O’Connell dazu als Referenz angibt, ist inzwischen leider offline.
  5. Siehe: Colin Wilson und Rand Flem-Ath, "The Atlantis Blueprint", Little, Brown, 2000; Neuauflage: "The Atlantis Blueprint - Unlocking the Ancient Mysteries of a Long-Lost Civilization", Delta Trade Paperbacks, 2002

Bild-Quellen:

1) St. Martin's Press / Bild-Archiv Atlantisforschung.de
2) Hoffmann und Campe / Bild-Archiv Atlantisforschung.de