Die Fälschung der Vorgeschichte Amerikas

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von Dr. Horst Friedrich (1996)

Abb. 1 Nachzeichnung eines Monumental-Reliefs auf der Insel Zapatera (Nicaragua) mit der Abbildung eines bärtigen, also nicht indianischen Mannes oder Gottes - eine von vielen Evidenzen für präkolumbische Kontakte zwischen Menschen der Alten und der Neuen Welt.

Mangels erhaltener Geschichtsbücher der Inka, Maya, Azteken etc. ist alles, was was sich vor 1492 n.Chr., der ersten Reise des Kolumbus, auf dem riesigen amerikanischen Doppelkontinent getan hat, für uns mehr oder minder unbekannte Vorgeschichte, aus deren Nebel nur wenige "harte Fakten" (Ruinenstätten) ragen. Rapide häufen sich in letzter Zeit die Verdachtsmomente, daß die schulwissenschaftlichen Beschreibungen der amerikanischen Vorgeschichte im großen Entwurf wie in allen wichtigen Details gänzlich danebenliegen dürften.

Aber das Dogma, daß die Vorfahren aller heutigen Indianervölker über die Beringstraße eingewandert seien, wird zäh aufrechterhalten, obwohl von B. Fell und anderen Pionierforschern nachgewiesen wurde, daß die Besiedlung des amerikanischen Doppelkontinents ein weitaus komplexerer Prozess mit "Infusionen" [1] aus allen Erdteilen, gewesen sein muß. [2] Insbesondere an Verbindungen mit den alten Kulturen Indiens und Hinterindiens, Indonesiens [3], Chinas und Japans ist nicht zu zweifeln. [4]

Die Vorgeschichte Nordamerikas scheint ganz besonders verzerrt gesehen zu werden. Es könnte sein, dass Nordamerika einst ein zivilisiertes Land war, mit Städten, einem Straßennetz, Tempelpyramiden, Handel und Wandel, von Arizona bis Kentucky. [5] Die spektakulären Funde in der Burrows Cave in Illinois wurden zwar vorschnell von der Schulwissenschaft als Fälschung abgestempelt, passen aber gut zu diesem Bild. [6] Gewisse Anzeichen deuten darauf hin, dass diese Kultur erst im Spätmittelalter durch letztlich aus Innerasien stammende kriegerische Völkersplitter vernichtet wurde. [7]

Im übrigen scheint es, als seien einige der älteren amerikanischen Hochkulturen - etwa die olmekische Megalith-Zivilisation an der Pazifikküste Guatemalas - von gewaltigen Natur-Kataklysmen vernichtet worden. [8] Es wird Aufgabe der "Neuen Wissenschaft" sein, hier ein gänzlich neues, überzeugendes Gesamtbild zu erarbeiten. Die folgenden vier kleinen Essays sollen beispielhaft illustrieren, in welchen Zusammenhängen in Wahrheit bei Spekulationen über die Vorgeschichte des amerikanischen Doppelkontinents gedacht werden muß.



Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Dr. Horst Friedrich (©) wurde seinem Buch "Einer neuen Wisenschaft den Weg bahnen!" entnommen (S. 98-100), das in erster Ausgabe 1996 in der Edition MESON beim EFODON e.V. erschienen ist (mehrere Neuauflagen beim Buchverlag König). Bei Atlantisforschung.de präsentieren wir ihn in einer redaktionell bearbeiteten, vom Verfasser autorisierten Online-Fassung (die nachfolgend verlinkten Essays sind teilweise nicht identisch mit den im Buch vorgestellten Texten).

Fußnoten:

  1. Red. Anmerkung: Nach neuerer Sprachregelung müsste es hier eigentlich "Transfusionen" heißen.
  2. Anmerkung des Verfassers: Hierzu etwa: Barry Fell, "America B. C., New York, 1976 (auch in diversen Neuauflagen). Ebenso die ESOP-Jahrbücher der EPIGRAPHIC SOCIETY. Auch E. Morgan Kelly, "The Metaphorical Basis of Language - A Study in Cross-Cultural Linguistics", Lewiston, 1992
  3. Anmerkung des Verfassers: Hierzu besonders aufschlussreich ist David H. Childress, "In Search of a Maya Pyramid in Java", in: THE ANCIENT AMERICAN, Vol I / No. 4, 1994
  4. Red. Anmerkung: Siehe dazu bei Atlantisforschung.de auch: "Präkolumbische transpazifische Kontakte" (red)
  5. Anmerkung des Verfassers: Siehe dazu z.B. David H. Childress, "Lost Cities of North & Central America", Stelle/Illinois, 1992
  6. Anmerkung des Verfassers: Hierzu z.B. empfehlenswert: John J. White & Beverley H. Moseley, "Burrows Cave, Fraud or Find of the Century", in THE ANCIENT AMERICAN, Vol. I / No. 2, 1993; sowie: Russell Burrows & Fred Rydholm, "The Mystery Cave of Many Faces", Marquette (Michigan), 1992
  7. Anmerkung des Verfassers: Hierzu etwa: Ethel G. Steward, "The Dene and Na-Dene Indian Migration 1233 A.D. - Escape from Genghis Khan to America", Columbus (Georgia), 1991
  8. Anmerkung des Verfassers: Siehe z.B.: David H. Childress, op. cit. (1992), S. 79-80. Zu den Kataklysmen siehe auch: Horst Frieddrich, "Hochkulturen im Tertiär?", in: EFODON SYNESIS 2/1994

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