Krypto-Wissenschaft in der Vor- und Frühgeschichte

Aus Atlantisforschung.de
Wechseln zu:Navigation, Suche

Zusammenfassung eines Vortrags von A.P. Thomas auf dem Atlantis-Symposion am 17. September 1966 in Brighton, GB

von Egerton Sykes (1966)

Abb. 1 Die Kalender der Azteken und Maya waren weitaus präziser als jener der Westlichen Welt. Als Cortes in Mexiko landete, lag der europäische Kalender zehn Tage daneben, während jener der Maya akkurat war.

Im Verlaufe mehrerer Millionen Jahre hat sich der Mensch langsam aus einem primitiven Stadium zu einem denkenden Wesen entwickelt. Daher sollten im Gedächtnis aller Rassen [1] Erinnerungen an heute ausgestorbene Tiere und Pflanzen aus diesen früheren Stadien enthalten sein. Dass dies tatsächlich der Fall ist, zeigt sich am Beispiel des Mansi-Stammes im nordöstlichen Sibirien, der uns von den Zeiten berichtet, als es dort ein warmes Klima, gigantische Bäume und seltsame Tiere gab, die wir heute nur noch als Fossilien kennen. [2]

Die mythischen Geschichten über Fabel-Tiere, wie Drachen und Greife, sind vermutlich Erinnerungen an die gigantischen Echsen früher Zeitalter. Doch Seite an Seite mit diesen Geschichten aus der Vergangenheit finden wir auch Erzählungen über wissenschaftliche Errungenschaften Einzelner, die nicht recht in unseren allmählichen Aufstieg zum heutigen technologischen Level passen. Ist es möglich, dass diese Geschichten Erinnerungen an die verloren gegangene Atlantier-Zivilisation darstellen? Die Wahrhaftigkeit des Brauchtums, über lange Zeiträume hinweg, zeigt sich anhand der Geschichten, welche die Indianer Amerikas und die australischen Aborigines über Sterne erzählen, die auf die Erde niederstürzen, wenn wir auf die großen Krater meteorischen Ursprungs verweisen, die in beiden Gebieten vorkommen und in sehr frühe Perioden zurückdatieren, lange bevor der Mensch darüber nachzudenken begann, Geschichte nieder zu schreiben.

Der astronomische Kalender der Maya [vergleiche dazu: Geheimnisvolle Maya - woher stammte ihr erstaunliches Wissen? von Roland M. Horn; d. Red.], der - Bellamy [3] zufolge – vermutlich 10 000 v. Chr. entstand, war weitaus präziser als jener der Westlichen Welt. Als Cortés in Mexiko landete, lag der europäische Kalender zehn Tage daneben, während jener der Maya akkurat war. In Babylon wussten die Priester von der Existenz der "Hörner der Venus", die der moderne Mensch ohne Teleskop nicht wahrnehmen kann. Sie hatten außerdem die vier größeren der zwölf Jupiter-Monde verzeichnet, welche für das bloße Auge unsichtbar sind.

Die Altvorderen wussten auch von der Sonnen-Parallaxe, welche sie als eine jährliche Verschiebung der Sonne vor dem Hintergrund der Sterne maßen. Dies ist ohne Präzisions-Instrumente extrem schwierig. Der griechische Philosoph Anaximenes (500 v. Chr.) sprach von "nicht-leuchtenden Gefährten der Sterne". Sein Zeitgenosse Democritus sagte: "Es gibt mehr Planeten als wir mit unseren Augen entdecken können." Das griechische National-Museum bewahrt ein Modell des Sonnen-Systems, das 65 v. Chr. hergestellt wurde, welches Dr. Derek Price von der Cambridge University kommentierte: "Solch ein Objekt im alten Griechenland zu finden ist wie die Entdeckung einer Düsen-Turbine im Grab des Tutenchamun." [...] Als ich vor einigen Monaten in Indien war überraschte mich die Entdeckung, dass die Brahmanen bei ihren Berechnungen eine Zeiteinheit benutzt haben, die dem Dreihundert-Millionstel einer Sekunde entspricht. Dies war, wie man mir sagte, eine Tradition aus einem Zeitalter, als die Götter auf der Erde wandelten.

Eines der Rätsel der Vergangenheit ist das der Ewigen Lampen. Der Stamm der Mandanen in Nordamerika berichtet von einer Zeit, als seine Angehörigen in Städten jenseits des Ozeans lebten, in denen die Lichter niemals erloschen. [4] Cedrenus von Byzanz, der im 11. Jahrhundert lebte, schrieb in seinem "Compendium" über eine Lampe bei Edessa in Syrien, die über fünfhundert Jahre leuchtete. Zu Beginn dieses Jahrhunderts [des 20.; d. Red.] berichteten die Eingeborenen der Torres-Straße, sie hätten runde Steine gesehen, die ein starkes grünlich-blaues Licht verstrahlten. Ein ähnlicher Fall wurde vor einigen Jahren aus Niederländisch Neuguinea berichtet, wo Polizei-Patrouillen ähnliche Steine in der Nähe des Mount Wilhelmina sahen. Der Ursprung dieser Steine ist unbekannt. Dass die Energie-Quelle einiger dieser Lichter elektrischer Natur gewesen sein könnte, zeigt sich anhand der Entdeckung früher Trocken-Batterien bei Bagdad (Abb. 2) durch Wilhelm König.

Abb. 2 Eine der 'Batterien von Bagdad'. Diese antiken 6-Volt-Batterien wurden bereits 1966 von A.P. Thomas als Beweis für verloren gegangene technologische Fähigkeiten früher Kulturen aufgeführt.

Sie wurden kurz nach dem Krieg in Amerika von der General Electric Company nachgebaut und man fand heraus, dass sie eine Leistung von sechs Volt erbrachten. [5] Instruktionen zur Herstellung solcher Batterien, die ein hohes Alter aufweisen, wurden in der Bibliothek der Prinzen bei Ujjan in Indien gefunden. Sie halten fest, dass es höchst effektiv ist, hundert oder mehr von ihnen zusammenzuschalten. [...] Eine Zeremonie, die täglich in Shivapur, in der Nähe von Poona in Indien, durchgeführt wird, ermöglicht es, einen 120 Pfund schweren Stein-Block durch den Druck von 11 Zeigefingern, unter absingen des "Qamar Ali Dervish", zu levitieren [...] Könnte ein ähnlicher Prozess auch im Altertum angewandt worden sein?

Dass Luftfahrt in der einen oder anderen Form in der Vergangenheit bereits bekannt war, ergibt sich aus Beschreibungen von Vimanas im Ramayana, die mit einer gelblich-weißen Flüssigkeit betrieben wurden und mit der Geschwindigkeit des Windes fliegen konnten - sagen wir sechzig Meilen pro Stunde -, doch seitens des Piloten große Sachkenntnis erforderten. Diese Geräte wurden in Grihas oder Hangars aufbewahrt. Die Beschreibungen erzählen von Ozeanen, die wie Seen aussahen, oder von Flüssen, die in den Ozean mündeten, und von Flügen über den Wolken.

In China hieß es über den Kaiser Shun (möglicherweise Hsia-Dynastie), der vor 4200 Jahren lebte, er habe eine Flugmaschine besessen, ebenso der Kaiser Cheng Tang, dessen Kunst-Handwerker Ki Kung Shi ihm vierhundert Jahre später ein Flug-Gerät baute, welches danach auf ein Edikt hin zerstört wurde. Es heißt über ihn, er habe befohlen, die Kommunikation zwischen Himmel und Erde zu unterbrechen. Der Schreiber Chuang Tzu erzählte von einem Flug in eine Entfernung von 32 500 Meilen von der Erde. War dies ein früher Satellit? Wenn es wiederum um Röntgen-Strahlen und ähnliches geht, berichtet uns die Historie, dass Kaiser Tsin Shi, (3. Jhdt. v. Chr.) eine Maschine besaß, welche die Knochen seines Körpers illuminierte, wobei von einem Kubus mit einer Seitenlänge von 4 Fuß ein umgekehrtes Bild erzeugt wurde.

Ein noch früherer indischer Arzt namens Jivaka hatte eine Gemme, welche Körper transparent machte. Die Brahmanen kannten Impfungen schon 4000 Jahre vor Jenner. Die wohlbekannte Karte des Piri Reis [vergl.: Prof. Hapgood und die Karten der alten Seekönige von Peter Marsh; d. Red.], die erstmals 1520 in der Türkei veröffentlicht wurde, zeigt eine eisfreie Antarktis, obwohl die südamerikanische Küstenlinie erst viele Jahre später vollständig erforscht wurde. Dr. Afetinan, eine türkische Autorität, vermutet, dass das Orginal der Karte aus der Bibliothek von Alexandria stammte. Etwa zur Zeit der normannischen Invasion von 1066 schrieb Abdul Wafa über die Abweichungen des Mondes, deren Bestimmung ohne Präzisions-Instrumente fast unmöglich ist, die zu jener Zeit noch unbekannt waren.

Das Voynich-Manuskript, jetzt in den USA [in der Yale University; d. Red.], das auf 1500 n. Chr. datiert wird, enthält nicht nur Diagramme mikroskopischer Pflanzen-Stücke, sondern auch eine Skizze des Andromedanebels. Zu jener Zeit gab es weder Mikroskope noch Teleskope. In der Bucht von Pisco in Peru gibt es einen gewaltigen Petroglyphen, der an Neptuns Dreizack erinnert. Seine Bedeutung blieb obskur, bis Beltran Garcia, ein direkter Nachfahre von Garcilaso de la Vega, annahm, er bilde einen Seismographen zur Registrierung von Erdbeben ab, der aus einem Pendel mit Flaschenzügen und Schnüren bestehe. Wie man weiß, hatten die Inka keine Schrift, doch sie verwendeten eine Vorrichtung aus Knoten und Schnüren, Quipu genannt, welche als Gedächtnis-Stütze und auch für Aufzeichnungen diente. Außerdem wird berichtet, dass einer der frühen Herrscher Bücher und Schrift abschaffte. Ich meine, dass die Quipus nur das Echo einer früheren talentierten Kultur darstellen.

Ein Sanskrit-Manuskript, Mausola Purva genannt, berichtet über eine Waffe, die alles zu Asche reduzierte, Haare und Nägel ausfallen und Töpfergut weiß werden ließ, während sie alle Nahrungsmittel vergiftete. Könnte dies irgendeine Art radioaktiver Strahlung gewesen sein? Der mexikanische Archäologe Ruz Lhuiller fand eine Maya-Zeichnung, die einen in einer raketenähnlichen Maschine mit einem feurigen Ausstoß sitzenden Mann abbildet. Vor ihm befindet sich etwas, das ein Kontroll-Bord sein könnte. [6] In Sachen Akustik hieß es bei Strabon über die Statue des Memmon, die 1500 v. Chr. errichtet wurde, sie gäbe bei Sonnenaufgang Geräusche von sich. Das letzte mal, das dies geschah, war im Jahr 196 n. Chr. Die Inka besaßen ein sprechendes Idol von ähnlicher Natur im Tal des Rimac.

Viele Jahre später konstruierten Albertus Magnus und der heilige Thomas von Aquin einen sprechenden Roboter, doch er plapperte zu viel, sodass sie ihn demontierten. Arabischen Legenden zufolge bewachten Automaten einen Geheim-Eingang zu den beiden Großen Pyramiden und dem dazugehörigen Sphinx-Tempel. Es ist möglich, dass die fortschreitenden Bemühungen amerikanischer Wissenschaftler, mit Hilfe kosmischer Strahlen andere Zugänge zum Pyramiden-Komplex zu finden, einen Schlüssel zu dem Rätsel liefern werden. Das Popul Vuh stellte über die [Menschen der] Vergangenheit fest: "Die Menschen dachten über die Wölbung des Himmels und die Rundung des Globus nach. Groß war ihre Weisheit." Cicero schrieb über eine Himmels-Kugel, die im Tempel der Tugend in Rom verborgen sei.

Abb. 3 Dieses glockenförmige Gefäß aus einem unbekannten Metall wurde Mitte des 19. Jahrhunderts bei einer Sprengung in der Nähe der Ortschaft Dorcester (USA) zu Tage gefördert.

Der deutsche Autor K. Doberer ist der Meinung, dass die Alchemie [7] in Atlantis geboren wurde, wo, wie er meinte, das Geheimnis der Transmutation von Metallen bekannt war. Er war der Meinung, ein Großteil des Goldes der Zivilisationen Ägyptens und Perus sei auf diese Weise hergestellt worden. 1851 berichtete der Scientific American, dass ein glockenförmiges Gefäß (Abb. 3) aus einem damals unbekannten Metall mit Pflanzen-Mustern nach einer Sprengung von solidem Gestein entdeckt wurde. Möglicherweise existiert es noch in irgendeinem amerikanischen Museum (vergl. dazu: Krypto-archäologische Funde in Nordamerika; d. Red.).

In Ecuador wurden Platin-Ornamente gefunden. Man muss sich fragen, wie ihre Hersteller es schafften, die hohe Temperatur von 1770 Grad Celsius zu erzeugen, die benötigt wird, um dieses Metall zu schmelzen. Das United States Bureau of Standards soll angeblich einen Test mit siebentausend Jahre altem Stahl durchgeführt haben, der erst bei einer Temperatur von neun-tausend Grad Celsius schmolz. Sowohl Silber- als Kupfer-Objekte, die mit Gold platiert waren, hat man bei Chan Chan in Peru gefunden. Wir wissen nicht, ob [die alten Peruaner] diese Kenntnisse von einer früheren Kultur übernahmen, oder nicht.

Die Mysterien des Altertums waren vermutlich Wissensgut von Priester-Schulen, welche es sehr gut von Atlantis geerbt haben könnten. In späteren Jahren ist es dann weitgehend vergessen worden, nur um wieder und wieder neu entdeckt zu werden. Der Buddhist Jakatas erwähnt eine magische Gemme, die einen Mann in den Himmel emporhob, wenn er sie in den Mund nahm. War dies die Methode, die Gravitation zu überwinden? (Vergl: Die ägyptischen Priester und ihre "Zauberkünste" von Robert Charroux; d. Red.)

Vergruben die Atlantiden und ihre Zeitgenossen ihre Geheimnisse in der Hoffnung, dass sie eines Tages [z.B.] zu den Schätzen würden, von denen es heißt, sie ruhten unterhalb von Cuzco in Peru. Der Name des Kanchenjunga, jenes großen Berges des Himalaya, bedeutet: "Fünf Schätze des Großen Schnees". Diese [Schätze] sollen aus Büchereien und Objekten, darunter einige mechanische, bestehen, die vor feindlichen Eindringlingen versteckt sind, und nur die weisesten Lamas wissen, wie man dorthin gelangt. Mit den politischen Veränderungen [die chinesische Invasion in Tibet; d. Red.] mag das Wissen darüber jetzt verloren gegangen sein. Das selbe könnte man auch über die Pyramiden sagen, jene großartigen Monumente, die wir alle kennen.


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Egerton Sykes erschien erstmals im Jahr 1966 unter dem Titel "Early Science- A legacy from the Past, A talk given by A.P. Thomas at the Atlantis Symposium at Brighton on 17th of September, 1966 (a summary)"; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de

  1. Red. Anmerkung: Dies ist keinesfalls im Sinne des esoterischen Konzepts eines "Rasse-Gedächtnisses" zu verstehen. Sykes war Empiriker und äußerte sich recht deutlich über esoterischen Atlantismus: "Auch wenn wir zugestehen, dass es eine gewisse Menge von Aktivitäten auf dem okkulten Feld gegeben hat, doch hier sind die Resultate nicht schlüssig und zur Sicherung in irgendeiner Form offizieller Überprüfung ungeeignet." Quelle: Egerton Sykes "Fitting Atlantis In", Ende 1968, unter http://kengarman.tripod.com/thelegendofatlantis/id5.html (nicht mehr online)
  2. Red. Anmerkung: Vergleiche zu entsprechenden amerinden Ur-Erinnerungen auch Indianische Urgeschichte von Vine Deloria Jr.
  3. Red. Anmerkung: Hans Schindler Bellamy war ein aus England stammender Schüler Hanns Hörbigers, des Erfinders der so genannten 'Welteislehre' (WEL). Siehe dazu: Hanns Hörbiger: Ein Universum aus Feuer und Eis?
  4. Red. Anmerkung: Zu 'Ewigen Lampen' in Amerika vergl. auch Colonel P.H. Fawcett, "Manoa" und Atlanter in Brasilien, Teil III, Die letzte Expedition des Colonel Fawcett von Bernhard Beier
  5. Vergl. dazu auch: Elektrizität in der Antike - Mesopotamische Batterien und Wunderlampen im alten Rom; d. Red.
  6. Vergl. dazu: High-Tech in vergangenen Zeiten? - Präkolumbische Risszeichnungen von Raumschiffen in Mittelamerika und historische Raketen-Flüge vor dem 20. Jahrhundert in der Alten Welt von Bernhard Beier; d. Red.
  7. Zur Einführung in die Alchemie siehe: Alchemie: Was ist das? von Dr. Horst Friedrich; d. Red.


Bild-Quellen

(1) http://www.seapyramid.net/pictures/images-pic2/calender.jpg (nicht mehr online)

(2) About.com: Paranormal Phenomena, unter: http://paranormal.about.com/library/graphics/baghdad_battery_lg.jpg

(3) http://www.ldi5.net/archeo/cyl.html (nicht mehr online)