Kosmische Katastrophen und Eiszeittheorie

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von Armin Naudiet (1996)

Abb. 1 Die Größe der Polarzonen bei unterschiedlicher Erdachsenneigung (Zeichnung: Armin Naudiet)

Bereits in EFODON-SYNESIS Nr. 14 und 15/1996 wurde mit der Diskussion über die „EISZEIT” ein Themenkomplex angepackt, dessen weitreichende Bedeutung bis jetzt nur unzureichend erkannt worden ist. Jeder Leser, der die Beiträge [1] von Dr. Horst Friedrich eingehend gelesen hat, konnte klar erkennen, dass hier nicht nur ein Dogma der Geologen, sondern auch der orthodoxen Natur- und Menschheitsgeschichte infrage gestellt worden ist. Schließlich berührt die Eiszeittheorie nicht nur die Paläontologie, sondern auch die bis heute offiziell gelehrte Vorgeschichte der Menschheit.

Vor nicht einmal zweihundert Jahren, also zu Anfang des 19. Jahrhunderts, bestand allgemein kein Zweifel an der Auffassung, dass die Menschheitsgeschichte den biblischen Zeitangaben entspreche, und nur wenig mehr als 5.000 Jahre betrage. Von einer „Eiszeit” war in der biblischen Geschichte nirgendwo die Rede, wohl aber von der Sintflut, die die erste „sündige” Menschheit fast völlig ausgelöscht haben soll.

Jeder allgemein gebildete Leser kennt das heutige Bild der Natur- und Menschheitsgeschichte, aber nur sehr wenigen ist bewusst, dass dieses moderne Welt- und Geschichtsbild nicht einmal zweihundert Jahre alt ist. Es entstand in einem Jahrhundert, das den Beginn des technisch-wissenschaftlichen Zeitalters deutlich kennzeichnet. Seine Fundamente wurden allerdings schon etwas früher gelegt. Sie sind bestimmt durch das heliozentrische Weltbild von Kopernikus und Kepler sowie die großen europäischen Entdeckungsfahrten des 15. und 16. Jahrhunderts.

Vordergründig betrachtet scheint all das wenig mit dem Entstehen der Eiszeittheorie zu tun zu haben. Doch wer die Wissenschaftsgeschichte kennt, weiß, dass die Entwicklung des modernen Weltbildes die Grundlage für eine Vielzahl von Theorien geliefert hat, die auf einem eminent wichtigen Axiom aufgebaut sind: dem sogenannten Stabilitätsaxiom. Dieses Axiom – also eine zwar nicht direkt zu beweisende, aber einleuchtende Annahme – geht davon aus, dass sich an unserem Sonnensystem und der Position unserer Erde innerhalb dieses Systems seit Jahrmilliarden nie etwas geändert haben soll. Dieses Axiom ist zwar ein Dogma, aber anerkannt und wissenschaftlich fest verankert. Ob es allerdings richtig und unumstößlich ist, ist eine ganz andere Frage. Schließlich ist unser Planet in ein sehr komplexes System von Kräften eingebunden, deren „ewige” Konstanz nicht mehr als ein verständliches, gläubiges Wunschbild ist.

Es war darum sehr nahe liegend, mit diesem Axiom im Hinterkopf ein Ereignis wie die biblische „Sintflut” zu einem „frommen Märchen” werden zu lassen. Aber war diese Abwertung berechtigt? Immerhin sind – außer in der Bibel – weltweit eine Vielzahl von ähnlich lautenden Mythen bei vielen Völkern erhalten. Es ist also keinesfalls abwegig oder unwissenschaftlich gewesen, diesem Sagengut einen wahren Kern zuzubilligen. Doch das wurde seitens der konventionellen Wissenschaft fast einhundertfünfzig Jahren konsequent abgelehnt. Erst in den letzten zwei Jahrzehnten ist hier ein erster, aber spürbarer Wandel eingetreten.

Nach diesem kurzen Blick in die Wissenschaftsgeschichte können wir nun versuchen, uns der „Eiszeittheorie” zuzuwenden. Wir können das mit der einfachen Frage einleiten: Wie entsteht eine „Eiszeit”? Nun möchte man annehmen, dass diese entscheidende Frage von der orthodoxen Wissenschaft geklärt worden ist. Aber leider ist das nicht der Fall. Man ist auf „Theorien” angewiesen.

Abb. 2 'Funktioniert' unser Sonnensystem wirklich wie ein präzise arbeitendes Uhrwerk, oder ist es - auch in den jüngsten Jahrmillionen - wiederholt massiven gravitativen Störungen und Turbulenzen ausgesetzt gewesen?

Die Geologie bevorzugte lange Zeit das von den Astronomen angebotene Modell. Danach sollten bestimmte Konstellationen unseres Planeten im Sonnensystem eine „Eiszeit” auslösen können. Man glaubte sogar eine gewisse Periodizität von etwa 100.000 Jahren erkennen zu können. Doch leider blieb dieses Modell unzureichend. Heute favorisiert man so genannte multifunktionelle Modelle, aber auch die sind nicht zuverlässig. Die Gründe für „Eiszeiten” bleiben also nach wie vor offen.

Einig ist man sich allerdings in der Begriffsdefinition. Danach besteht eine „Eiszeit” dann, wenn die polaren Vereisungszonen auf unserem Planeten wesentlich größer sind als in der Gegenwart. (Abb. 1) Die heutigen polaren Vereisungszonen ergeben sich in der Hauptsache aus der Stellung der Erdachse. Der gegenwärtige Neigungswinkel von 23,5 ° gegenüber dem Pol der Ekliptik bestimmt die geografische Größe der Polgebiete. Physikalisch sind sie allerdings stark unterschiedlich, weil das südliche Polargebiet entschieden größer ist, als das nördliche. Heute sind am Südpol ca. 90 % aller irdischen Eismassen konzentriert. Das ist die Situation in einer so genannten „W a r m z e i t”.

Von diesem gegenwärtigen Zustand ging ich aus, als ich vor einigen Jahren mit meinen Forschungen zur Eiszeitproblematik begann. Nach einem eingehenden Studium der Fachliteratur ergab sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen sich größere Polgebiete und damit stärkere Vereisung logisch anbieten würden. Darauf gab es nur eine zufriedenstellende Antwort:

Bei einer wesentlich stärkeren Neigung der Erdachse als heute! Diese Konsequenz verstieß zwar gegen das eingangs erläuterte Stabilitätsaxiom, war aber die einzig zwingende Schlussfolgerung, wenn man die geologischen Eiszeitzeugen überhaupt ernst nehmen wollte. Es war mir klar, dass es für eine andere Stellung der Erdachse in der Erde selbst keine Kräfte geben konnte, die das bewirken konnten. Diese Meinung teilte ich mit vielen Gelehrten. Es mussten also kosmische Kräfte wirksam sein, die in der Erdvergangenheit zu einer Änderung der Erdachsenstellung geführt hatten.

Hier muss ich unbedingt anfügen, dass mich zu diesen Überlegungen die Arbeiten einiger nonkonformistischer „Außenseiter” wie Velikovsky, Muck u.a. gebracht haben. Denn aus der konventionellen wissenschaftlichen Literatur war aus den genannten dogmatischen „Vorgaben” heraus keine Antwort zu erwarten. [2] Heute bin ich der Ansicht, dass die Eiszeittheorie ohne Berücksichtigung einer Theorie kosmisch bedingter Großkatastrophen nicht zu bestätigen ist.

Inzwischen wird von der orthodoxen Wissenschaft vorsichtig eingeräumt, dass es kosmische Katastrophen gegeben hat. Es wurde sogar von anerkannten Geologen (A. u. E. Tollmann) (Abb. 3) angedeutet, dass es möglicherweise bei der Weltkatastrophe an der Grenze zwischen Kreidezeit und dem Tertiär eine Erdachsenveränderung gegeben haben könnte. Doch eine solche Möglichkeit für die Zeit der Menschheitsgeschichte einzuräumen ist meines Wissens bisher noch kein orthodoxer Wissenschaftler bereit. Nach wie vor stand und steht fest das „Sintflutereignis” als Weltkatastrophe in dokumentierter Menschheitserinnerung im Raum. Außerdem gibt es zahlreiche Hinweise auf weitere kosmisch bedingte Ereignisse, auch in frühgeschichtlicher Zeit. [3]

Abb. 3 Prof. Aleander Tollmann (1928-2007) und seine Gattin sowie Forschungspartnerin Dr. Edith Kristan-Tollmann ( 1934-1995)

Aus all diesen Zusammenhängen heraus stellte sich die Frage, ob es heute nicht angezeigt ist, einige orthodoxe Dogmen infrage zu stellen, und damit den Weg für eine neue, katastrophisch geprägte Natur- und Menschheitsgeschichte freizumachen. Dieser Versuch wurde bereits von einigen großen Gelehrten des 19. Jahrhunderts (z. B. Cuvier) unternommen, aber er scheiterte. Stattdessen wurde Lyells Postulat der Uniformität aller geologischen Veränderungen in kleinsten Schritten allgemein favorisiert. Lyells Schema führte zwangsläufig zu einer enormen zeitlichen Streckung der Naturgeschichte auf Jahrmillionen und -milliarden.

In dieses Schema wurde seinerzeit auch die von L. Agassiz (Abb. 4) entwickelte Theorie einer großen Eiszeit eingebunden. Damit entfiel für die Entstehung von „Eiszeiten” jeder katastrophische Grund. Aber eine Ursachenbegründung nach dem Uniformitätsprinzip kann – wie eingangs erwähnt – bis heute nicht gegeben werden.

Trotz aller polemischen Angriffe seitens des wissenschaftlichen Establishments bleibt es ein unbestreitbares Verdienst von I. Velikovsky, vor knapp fünfzig Jahren die längst totgeschwiegene Theorie der kosmischen Katastrophen wieder ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gebracht zu haben. Wie Horst Friedrich bereits betonte, ist gerade Velikovskys Arbeit „Erde in Aufruhr” (so der deutsche Titel) eine so gut zusammengetragene Dokumentation von erdgeschichtlichen Zeugnissen für kataklysmische Umbrüche, dass sie allein genügen würde, das lyellistische Uniformitätsprinzip völlig ad absurdum zu führen.

Umstrittener dagegen ist das in „Welten im Zusammenstoß” von Velikovsky entworfene Szenario des Eintritts eines neuen, praktisch erdgroßen Himmelskörpers in unser Sonnensystem. Dieses Szenario erscheint nicht nur orthodoxen Astronomen, sondern auch vielen nonkonformistischen Forschern suspekt. Aber gerade dieses Szenario liefert die beste Begründung für die sich wiederholenden Kataklysmen bis weit in die historische Zeit hinein!

Abb. 4 Louis Agassiz (1807-1873), der 'Vater' der aktualistischen Eiszeitlehre

Es wird bei allen Diskussionen über kosmische Eingriffe sehr oft übersehen, dass gerade die relativ kurze Aufeinanderfolge von kosmisch bedingten Störungen auf einen bestimmten Vorgang und nicht auf einzelne Geschehnisse schließen lassen. Und ein solcher Vorgang ist auch am besten dazu geeignet, das Eiszeitphänomen zu erklären.

Im Gegensatz zu Einschlägen von kleineren Asteroiden oder Kometentrümmern, die – trotz aller schlimmen Folgen – wohl nicht in der Lage gewesen wären, die Rotationsachse unseres Planeten in ihrer astronomischen Position zu verändern [4], sähe die Situation beim nahen Vorbeiflug eines erdgroßen Himmelskörpers völlig anders aus. [5]

Aufgrund des nahezu gleichen gravitativen Kräfteverhältnisses zwischen unserer Erde und diesem Himmelskörper könnte es sehr leicht zu einer Verlagerung der Erdachsenposition kommen. Schließlich ist ja gerade die Rotationsachse unseres Planeten ein sehr instabiles Element gegenüber großen gravitativen Kräften. Die Auswirkungen könnten – je nach der Intensität der gravitativ-magnetischen Kräfte – sowohl geringfügige Schwankungen der Erdachse als auch echte Verlagerungen bedeuten.

Eine Verlagerung der Rotationsachse unseres Planeten ist in jedem Fall mit einer Weltkatastrophe für alle Lebewesen gleichzusetzen. Denn da unsere Erde ja kein starrer Körper ist, würden ungeheure Kräfte in Bewegung gesetzt. Das gesamte Gefüge der Erdkruste würde erschüttert. Schwerste Erdbeben, Vulkanausbrüche, sowie Landhebungen und -absenkungen wären die Folge. Gleichzeitig müssten sich alle Wassermassen auf unserem Planeten auf die neue Rotationsposition einstellen. Das würde zu weltweit riesigen Flutwellen führen. Gewaltige Orkane wären unausbleiblich, weil die Luftmassen ebenfalls umgeschichtet würden. Ganz entscheidend für die geoklimatischen Bedingungen wäre allerdings die enorme Verschiebung der Breitengrade und damit Sonnenstrahlungszeit und -dauer.

Eine Erdachsenverlagerung ist in der Lage, sowohl eine „Eiszeit” beginnen zu lassen, als sie auch ebenso plötzlich zu beenden! Und beide Vorgänge wären mit zusätzlichen, den bereits beschriebenen Folgen, belastet. Wenn man also aufgrund von geologischen Zeugnissen „Eiszeiten” postuliert, so sind für diese gewaltigen Klimakatastrophen unvorstellbare Umwälzungen auf unserem Planeten mit in Rechnung zu stellen.

Bisher wurde von der orthodoxen Lehre stets behauptet, die letzte „Eiszeit” sei vor rund 10.000 – 12.000 Jahren zu Ende gegangen. Es ist durchaus denkbar, dass diese Aussage zutreffend sein könnte. Man sollte bei dieser Aussage dann aber auch einräumen, dass das Ende dieser „Eiszeit” unter wahrhaft katastrophischen Umständen eintrat. A. und E. Tollmann haben in ihrer Arbeit das vorgenannte Eiszeitende mit dem Sintflutereignis gleichgesetzt. Doch diese Gleichsetzung ist sicher nicht zutreffend.

Abb. 5 Selbst als Kopien im Schaukasten zeigen diese beiden spätpaläolithischen Höhlenzeichnungen den hohen kulturellen Entwicklungsstand ihrer Schöpfer an, deren Unterganf vermutlich unter kataklysmischen Umständen erfolgte.

Bereits in meiner Arbeit „Paradies, Sintflut, Eiszeit?[6] (Abb. 7) habe ich dargelegt, dass die „Sintflutkatastrophe” erst um etwa -3.000 eintrat. Mit ihr endete die „jüngere Altsteinzeit”. Zwischen dem zuvor angesprochenen Ende einer „Eiszeit” um etwa -10.000 und der „Sintflutkatastrophe” liegen rund 7.000 Jahre sehr positiver Entwicklungsgeschichte des Homo sapiens auf einer Erde, deren klimatische Bedingungen „paradiesisch” waren.

Das von den Geologen postulierte „Ende der letzten Eiszeit” um etwa -10.000 hat m. E. noch den „altsteinzeitlichenNeandertaler katastrophisch betroffen. Die Zeitansätze mögen viele Leser überraschen. Aber wir dürfen nicht übersehen, dass die orthodoxe Chronologie der Menschheitsgeschichte auf dem bereits besprochenen lyellschen Zeitschema aufgebaut worden ist. Gunnar Heinsohn hat in seiner bemerkenswerten Arbeit „Wie alt ist das Menschengeschlecht?” (1991) [7] die lyellistische Menschheitsgeschichte einer drastischen Reduzierung unterzogen. Dabei hat er sich ausschließlich auf die archäologische Evidenz gestützt.

Für die hier zur Diskussion stehende „Eiszeitproblematik” bliebe festzuhalten, dass vor etwa 12.000 Jahren unter einem gewaltigen Kataklysmus die Neigung der Erdachse entschieden verändert worden ist. Nach meinen Überlegungen war sie zur Zeit der „Neandertaler-Vereisung”, also vor 12.000 Jahren etwa 50 ° gegen den Pol der Ekliptik geneigt. So gab es jene großen polaren Vereisungsräume und die riesigen Inlandgletscher. Dann wurde sie im Verlauf einer kosmisch bedingten Katastrophe um nahezu 50 ° aufgerichtet. Nun stand die Erdachse fast senkrecht zur Ekliptik (etwa 5 °).

In sehr kurzer Zeit schmolzen die Eisbedeckungen ab und riesige Landgebiete auf der nördlichen Erdhälfte wurden eisfrei. In der nun folgenden erdgeschichtlichen Epoche begann die Expansion des Homo sapiens über den ganzen Erdraum. Etwa sieben Jahrtausende hatte die Menschheit der jüngeren Altsteinzeit für diese Expansion Zeit.

Wir können also davon ausgehen, dass sie es in diesem Zeitraum bereits zu einer sehr beachtlichen Entwicklung gebracht hat. Beachtenswerte Zeugnisse dafür sind die zahlreichen Fels- und Höhlenmalereien, die man orthodox der „Eiszeit” zuschreibt. Dieser wahrhaft „paradiesischen” Zeit, die keine jahreszeitlichen Temperaturschwankungen kannte, machte als nächstes kosmisch-katastrophales Drama die „Sintflut” ein Ende. Das geschah um etwa -3.000, also nur vor knapp 5.000 Jahren!

Wenn meine arbeitshypothetische Rekonstruktion einigermaßen stimmig ist, so veränderte sich wieder die Stellung der Erdachse. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde der Neigungswinkel gegenüber dem Ekliptikpol um etwa 35 ° verändert. Das alles war begleitet von den bereits skizzierten katastrophischen Begleitumständen! Da dieses Weltereignis schon eine weit entwickelte Menschheit traf, ist es nun nicht zu verwundern, dass sich dieses Inferno in die Erinnerungen eingegraben hat.

Mit der katastrophischen Neuverlagerung der Erdachse wurden sowohl die polaren Vereisungszonen als auch die inländischen Gletscher wieder größer, jedoch nicht im gleichen Ausmaß wie zuvor. Nach der Katastrophe versuchte unsere Erde, sich in einer großen, spiralförmigen Bewegung ihrer Achse wieder aufzurichten. Aber das gelang nur begrenzt. Nach nochmaligen kosmischen Störungen in der Mitte des -2. und des -1. Jahrtausends hat sich nunmehr die Erdachse – bis auf eine ganz winzige rezente Veränderung – auf den gegenwärtigen Grad der Neigung eingestellt. Der Neigungswinkel ging also vom Zeitpunkt der Sintflutkatastrophe bis heute nochmals um rund 10 – 12 ° zurück. Damit wird deutlich, dass auch der Rückzug der polaren Eiszonen und der Inlandsgletscher ein Vorgang war, der von der Veränderung der Erdachsenposition im Raum gekennzeichnet ist.

Selbstverständlich sind im dargestellten arbeitshypothetischen Ablauf der Geschehnisse nur jene Details behandelt, die mit der „Eiszeitproblematik” in Verbindung stehen. Es sollte lediglich dargestellt werden, dass sich unter einer katastrophisch geprägten Theorie die Probleme der „Eiszeiten” besser begründen lassen.

Für die Geologen könnte sich damit die Beurteilungsgrundlage bei ihren sogenannten Eiszeitzeugen beträchtich ändern. Denn wenn man an die Begleitumstände der großen Klimakatastrophen denkt, so können manche geologischen Formationen usw. durchaus Eisbewegungen zugeschrieben werden. Andere hingegen können aber auch den riesigen Flutwellen oder tektonischen Veränderungen angelastet werden. Wieder anderes kann auf riesige Mengen von Schlammregen bezogen werden, der sich aus den kataklysmischen Ereignissen zwangsläufig ergab.

Wenngleich auch die in diesem Aufsatz vorgetragenen Gedanken Hypothesen sind, so hoffe ich doch, dass sie dazu beitragen können, die zurückliegende Vergangenheit einmal unter dem Gesichtspunkt der Mythen und Sagen der Urahnen zu betrachten. Unser gegenwärtiges Weltbild ist jedenfalls – in astronomischen Zeitmaßstäben betrachtet – nur eine Momentaufnahme.


Anmwerkungen und Quellen

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Dieser Beitrag von Armin Naudiet wurde erstveröffentlicht im Magazin EFODON-SYNESIS Nr. 16/1996. (Abb. 6) Bei Atlantisforschung.de erscheint er im Januar 2020 in einer redaktionell bearbeiteten Fassung nach der PDF-Version im Online-Archiv von Efodon-SYNSIS.

Fußnoten:

Abb. 7 A. Naudiets Broschüre aus dem Jahr 1996
  1. Siehe: Dr. Horst Friedrich, "Die Eiszeit: nur eine ausgedachte Story?"; sowie: Derselbe: "Die Eiszeit-Diskussion kommt in Gang!"
  2. Red. Anmerkung: Dr. Horst Friedrich zitierte zu diesem bedauerlichen Faktum den professoralen Querdenker Bazon Brock aus dessen Vorwort zu Hans-Joachim Zillmers Buch "Irrtümer der Erdgeschichte" (2001) folgendermaßen: "Wieso sind wir eigentlich auf Autoren wie Velikovsky, Tollmann oder Zillmer angewiesen, um zu alternativen Deutungsmustern zu kommen? Warum werden die von den Normalwissenschaften nicht auch selbst hervorgebracht...?" (Quelle)
  3. Red. Anmerkung: Siehe dazu bei Atlantisforschung.de z.B.: Bernhard Beier, "Platon, Shoemaker-Levy 9, Kohärenter Katastrophismus und die irdischen Kataklysmen der Vorzeit - Über die Wiederentdeckung eines bronzezeitlichen »katastrophischen Quartetts«" (2017)
  4. Red. Anmerkung: Zu einer anderen Meinung siehe bei Atlantisforschung.de einführend: Flavio Barbiero, "Änderungen der irdischen Rotationsachse nach Asteroiden- oder Kometen-Impakten"
  5. Red. Anmerkung: Zu entsprechenden theoretischen Überlegungen siehe einführend: Dr. Horst Friedrich: "Ein katastrophistisches Szenario für das 'Pleistozän'" (1997)
  6. Siehe: Armin Naudiet, „Paradies, Sintflut, Eiszeit?“, EFODON-Dokumentation Nr. 29, 1996
  7. Siehe: Gunnar Heinsohn, "Wie alt ist das Menschengeschlecht? Stratigraphische Grundlegung der Paläoanthropologie und der Vorzeit", Gräfelfing (Mantis), 1991. ISBN 3-928852-25-6. (Vierte, korrigierte Auflage: Mantis, Gräfelfing 2004, 6. Auflage 2009. ISBN 3-928852-25-6.)

Bild-Quellen:

1) Armin Naudiet (Urheber) in: EFODON-SYNESIS Nr. 16/1996
2) Roman Smoluchowski, "Das Sonnensystem", Heidelberg (Spektrum-Verlag) 1985; nach: Walter Stender, Efodon-SYNESIS Nr. 16/1996
3) Bild-Archiv Atlantisforschung.de
4) A. Gonrel (Urheber) / Materialscientist (Uploader) bei Wikimedia Commons, unter: File:Louis Agassiz H5.jpg
5) Sammlung Matson (G. Eric and Edith) Photograph der Library of Congress bei Wikimedia Commons, unter: File:Reproductions of cave paintings in the Altamira Cave, Spain, from the Illustrated London News, Aug. 17, 1912 LOC matpc.09946.tif
6) Bild-Archiv EFOFON SYNESIS
7) EFOFON SYNESIS nach booklooker.de, unter: Paradies, Sintflut, Eiszeit? Analyse einer Weltkatastrophe – Buch gebraucht kaufen