Neandertaler

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Die rätselhaften 'Vettern' des modernen Menschen

Abb. 1 Die künstlerische Darstellung einer Neandertaler-Sippe im eiszeitlichen Europa vor ca. 60.000 Jahren (Gemälde von Randi Oliver)

(red) Der Begriff Neandertaler (urspr.: Neanderthaler; fachsprachlich: Homo neanderthalensis) bezeichnet eine ausgestorbene Menschenart, deren Angehörige (Abb. 1) bisweilen auch als 'Vettern' des modernen Menschen (Homo sapiens) bezeichnet werden.

Nach heutiger schulwissenschaftlicher Lehrmeinung begann sich der Neandertal-Mensch vor mehr als 400.000 Jahren [1] in Europa zu entwickeln und bewohnte zeitweise weite Bereiche Süd-, Mittel- und Osteuropas. Fossile Relikte des Neandertalers wurden aber auch in Kleinasien, der Levante und dem Nordirak sowie in Zentralasien (Usbekistan, Tadschikistan und dem Bergland des Altai) entdeckt. [2] Seine Benennung verdankt der Neandertaler dem ersten bekannten Fund von Skelettresten eines Angehörigen dieser Art, die 1856 im so genannten "Neandertal" erfolgte, einem zwischen den Städten Erkrath und Mettmann gelegenen Abschnitt der Düssel. [3]

Der Zeitpunkt und die Umstände des Verschwindens bzw. Aussterbens der Neandertaler sind bis heute mehr oder weniger ungeklärt. Allgemein wird davon ausgegangen, dass seine Spuren sich vor ca. 37.000 [4] bis 30.000 Jahren [5] verlieren, also noch vor dem vermuteten Ende der jüngsten Eiszeit. Bisweilen wird aber ein Aussterben bereits vor 40.000 Jahren behauptet [6], doch könnte auch ein weitaus späterer Zeitpunkt durchaus möglich sein. [7] Immerhin stießen Wissenschaftler auf Hinweise darauf, dass sich in Spanien bis vor 28.000 Jahren Neandertaler aufhielten, möglicherweise sogar noch vor 24.000 Jahren. [8]

Abb. 2 Lange wurde der Neandertaler als eine Art primitiver 'paläo-debiler' Affenmensch dargestellt. Dieses abstruse Bild hat sich inzwischen gründlich verändert. (Grafik: Arturo Balseiro)

Was die Gründe für das 'Verlöschen' des Neandertalers betrifft, herrscht eine noch weitaus größere Konfusion unter den Gelehrten. Zunächst einmal wurde vorausgesetzt, dieser vermeintlich 'primitive' Urmenschen-Typus sei vom vordringenden Homo sapiens regelrecht ausgerottet worden. Dazu heißt es bei Jennie Theiss: "Die Theorie vom ersten Völkermord der Geschichte entstand, nachdem Forscher 1899 bei Krapina in Kroatien 800 Knochenteile fanden. Spekulationen über eine letzte Schlacht eines Jahrtausende andauernden Krieges zwischen Neandertalern und modernen Menschen kamen auf. Zumindest für Krapina ist dieses blutrünstige Szenario aber widerlegt: Die Überreste stammen von Neandertalern, die vor etwa 130.000 Jahren lebten - also lange bevor der Homo sapiens nach Europa kam. Andere Hinweise auf kriegerische Auseinandersetzungen gibt es bisher nicht." [9]

Später wurden dann zahlreiche andere Szenarien und Erklärungsmodelle vorgeschlagen, wie die Annahme, es habe dem Neandertaler an Äbwehrkräften gegen vom modernen Menschen 'eingeschleppte' Krankheiten gemangelt, denen er im Lauf der Zeit erlegen sei. Weiter wurde gemutmaßt, eine hohe Kindersterblichkeit im Zusammenspiel mit einer relativ niedrigen Lebenserwartung und einer, verglichen mit der des Homo sapiens niedigeren Zeugungsrate sei die Ursache gewesen. [10] Es wurde in diesem Zusammenhang sogar darüber spekuliert, ihr enorm hoher Kalorienbedarf habe die Neandertaler gezwungen, während der kalten Jahreszeiten eine Art 'Winterschlaf' zu halten, wobei in diesen Phasen kaum eine Fortpflanzung stattgefunden habe. [11]

Wenig populär ist in einer nach wie vor vom Aktualismus geprägten scientific community die keineswegs unbegründete Annahme, das Aussterben des Neandertal-Menschen habe nicht zuletzt auch mit global wirksamen, katastrophischen Ereignissen - sogenannten Kataklysmen - vor allem vulkanischer Natur zu tun. So wurde wiederholt von Außenseitern der Forschung vermutet, die Ausbrüche von Supervulkanen, vor allem die Oruanui-Eruption vor 26.500 Jahren könnten die Evolution der Neandertaler beeinträchtigt und ihnen schließlich den sprichwörtlichen Garaus gemacht haben. [12]

Abb. 3 Vergleich der Schädel eines Homo sapiens (links) mit dem eines Neandertalers

Die wenigen Überlebenden dieser Menschenart könnten dann mit den immer zahlreicher werdenden Populationen des Homo sapiens verschmolzen sein. [13] Aber auch die Option einer 'Vermischung' der beiden Rassen war allerdings lange Zeit umstritten, ja es wurde sogar gänzlich in Abrede gestellt, dass sie genetisch kompatibel seien. Zudem wurde noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angenommen, der Neandertaler sei ein Vorfahre des modernen Menschen gewesen, und es habe ein gradueller Evolutionsprozess stattgefunden, in dessen Verlauf der heutige Menschentyp entstanden sei. Inzwischen wird dagegen davon ausgegangen, dass beide Variationen vom Homo erectus abstammen, wobei sich "die beiden Rassen während ihrer Entwicklung" ausgesprochen "homogen und eigenständig" verhielten. [14]

Dass Neandertaler und moderne Menschen gemeinsamen Nachwuchs haben konnten, belegte erst 1997 die Studie eines Teams um den schwedischen Paläogenetiker Svante Pääbo [15], die allerdings nahelegte, dass der Einfluss des Neandertalers auf den Gen-Pool des Homo sapiens allenfalls minimal gewesen sein kann. [16] Im Jahr 2010 konnte offenbar sogar nachgewiesen werden, dass das Neandertaler-Genom eine deutlich größere Ähnlichkeit mit dem heutiger Europäer und Asiaten aufweist als mit jenem moderner Afrikaner. [17] Die beteiligten Wissenschaftler kommentierten dies folgendermaßen: "Die sparsamste Erklärung für diese Beobachtung ist, dass Neandertaler Gene mit den Vorfahren der Nicht-Afrikaner austauschten" [18]

Abb. 4 Eine museale Rekonstruktion des 'Kindes von Lagar Velho' - ein Hybrid von Neandertaler und Homo sapiens?

Darüber hinaus wurden möglicherweis bereits die sterblichen Überreste von Hybriden entdeckt - was allerdings vom paläo-anthropologischen Mainstream vehement bestritten wird. Das bekannteste Spezimen dieser Art ist das ca. 24.500 Jahre alte Skelett des so genannten 'Kindes von Lagar Velho' (Abb. 4), das im November 1998 in Portugal, ca. 135 km nördlich von Lissabon, entdeckt wurde. [19] Haupt-Vertreter der Hybriden-These sind der portugiesische Archäologe João Zilhão und der US-amerikanische Anthropologe Erik Trinkaus [20], die beide schon an der Ausgrabung des Skeletts beteiligt waren, welches offenkundig zu einem im Alter von vier bis fünf Jahren verstorbenen Kind gehörte. Dass sie damit Kreis ihrer Kollegen wenig Gegenliebe stoßen, ficht die beiden Experten offenbar nicht an. Zumindest Trinkaus dürfte in dieser Hinsicht ohnehin einigermaßen 'abgehärtet' sein. Schließlich nimmt er in Fundamental-Opposition zur vorherrschenden Lehrmeinung nicht nur für Afrika, sondern darüber hinaus auch für asiatischen Großraum einen fließenden Entwicklungsprozess vom Homo erectus zum Homo sapiens an. [21]

Inzwischen deutet sich anhand jüngerer Analysen des Neandertaler-Genoms sogar an, dass im Rahmen eines komplexen Konglomerats aus diversen Gründen, die in ihrem Zusammenspiel das Aussterben dieses Menschen-Typs bewirkten, auch die Vermischung der Neandertaler mit modernen Menschen eine Rolle spielte. So vermuten z.B. Wissenschaftler der University of Colorado Boulder, dass der aus den Mischehen von Angehörigen der beiden Rassen hervorgegangene männliche Nachwuchs eine reduzierte Zeugungsfähigkeit aufgewiesen haben könne. [22]

Der Neandertaler, seine kulturelle Entwicklung und die Atlantisforschung

Im Bereich der Atlantisforschung hat der Neandertaler bisher kaum eine Rolle gespielt, was gerade für ihren, von so genannten 'Jungzeitlern' dominierten, konservativ-schulwissenschaftlich orientierten Zweig unschwer nachzuvollziehen ist. So schreibt etwa Tony O’Connell in seiner Atlantipedia: "Die Vorstellung einer Neandertaler-Verbindung [mit Atlantis; d.Ü.] steht völlig im Widerspruch zu Platos Beschreibung einer schriftkundigen bronzezeitlichen Zivilisation." [23] Aber auch diejenigen - alternativen, grenzwissenschaftlichen oder nonkonformistischen - Atlantisforscher, die z.B. im Kontext der Annahme eines 'synthetischen' Charakters des Platonischen Atlantisberichts, ein 'cro-magnoides' Atlantis am Ende der jüngsten Eiszeit ins Auge fassen, haben bisher wenig Interesse an einer Beschäftigung mit dem Neandertal-Menschen gezeigt.

Abb. 5 Größenvergleich eines Neandertalers, eines rezenten Australiers und eines Cro-Magnon nach Hermann Klaatsch.

Eine erwähnenswerte Ausnahme stellte Otto Heinrich Muck (1892-1956) dar, der die Neandertaler in seinem atlantologischen Hauptwerk, "Atlantis - Die Welt vor der Sintflut" [24], zwar auch nicht mit den Bewohnern von Atlantis assoziierte, sie aber ausdrücklich in seine Überlegungen zur Entstehung der alten Sagen und Legenden über Riesen und Zwerge mit einbezog. In Anspielung auf das Alte Testament, in dem von "Riesen" und den "Gewaltigen von Anbeginn" die Rede ist (Buch Bereschith, 6. Kapitel), schrieb er damals:

"Es genügt, die beglaubigten Skelettrekonstruktionen der Cromagnards und Neandertaler zu vergleichen, um diesen seltsamen Bibelvers zu verstehen. Vergleichsbild 25 (Abb. 5) zeigt drei Skelettschemabilder im gleichen Maßstab. Links das eines diluvialen Neandertalers; in der Mitte das eines rezenten Uraustraliers, als Vertreter einer normalen Wildmenschenrasse, und ganz rechts das eines Cromagnarden.

Die europäischen Neandertaler waren mit einer durchschnittlichen Körpergröße von unter 160 Zentimetern plumpe, grobknochige Zwerge, die Cromagnards hingegen, die über zwei Meter groß wurden und nicht minder kräftige Knochen hatten als jene, wirken jenen und den Rezenten gegenüber wie wahre Goliaths, wie echte Riesen. Das Vergleichsbild zeigt also links den historischen Zwerg, den Neandertaler, und rechts den ebenso historischen Riesen. Die alten Sagen von Riesen und Zwergen haben somit eine realistische Unterlage, wie ja fast alle Mythen." [25]

Abb. 6 Das Frontcover von Colin Wilsons Atlantis and the Kingdom of the Neanderthals (2006)

In jüngerer Vergangenheit griff Colin Wilson (1931-2013) das Thema 'Neandertaler' in seinem 2006 erschienenen Buch mit dem durchaus irreführenden Titel "Atlantis and the Kingdom of the Neanderthals" (Abb. 6) [26] vor einem in einem explizit atlantologischen Hintergrund auf. Allerdings beschäftigt er sich - nach einer Tour de Force durch alle möglichen historischen und vorgeschichtlichen Themen (von Maria Magdalena über die Maya bis zu den Templern etc.) - erst im letzten Kapitel mit dem angekündigten Gegenstand, wobei er die Neandertaler quasi als Vorläufer der atlantischen Kultur ins Gespräch bringt.

So skurril diese Vorstellung auch sein mag, so interessant sind einige von Wilsons Überlegungen zur kulturellen Entwicklung der Neandertaler, selbst wenn es zunächst einmal übertrieben wirkt, dass er ihnen hoch entwickelte mathematische und astronomische Kenntnisse zuschreibt. Immerhin entfernt sich auch die schulwissenschaftliche Forschung immer mehr von der überkommenen Vorstellung der tumben, grunzenden Affenmenschen, als die man die Neandertaler früher allgemein betrachtete. So scheint man sich z.B. in fachwissenschaftlichen Kreisen nach und nach von der Ansicht zu verabschieden, dass die Neandertaler entwickelte kulturelle Fähigkeiten lediglich von den modernen Menschen übernahmen, denen sie begegneten. Zumindest in bestimmten Fällen, z.B. was Werkzeuge wie die so genannten Lissoirs (Glätter) betrifft, könnte vice versa auch der moderne Mensch Know-how vom Neandertaler 'abgekupfert' haben. [27]

Abb. 7 Nutzten Neandertaler tarsächlich nur krude Fellstücke als Kleidung, wie in diesem Rekonstruktions-Versuch dargestellt? Womöglich muss auch dieses Klischee bald ad acta gelegt werden.

Möglicherweise führten die Neandertaler, und nicht die Cro-Magnards, wie bisher angenommen, die Höhlenmalerei in Europa ein. Darauf deuten jedenfalls die Datierungen der Uralt-Kunstwerke in der Höhle von El Castillo in Nordspanien hin, die ein Alter von 40.800 Jahren ausweisen. Ihre Schöpfer sollen, wie der Archäologe Alistair Pike von der University of Southampton meint, keine modernen Menschen, sondern Neandertaler gewesen sein. [28] Während die Neandertaler-Urheberschaft der Felskunst von El Castillo noch heiß diskutiert wird, scheint sie im Fall der Malereien in den Höhlen von Nerja einigermaßen gesichert zu sein. Für diese, auf ca. 41.500 bis 40.300 v.d.Z. datierten Abbildungen von Seehunden finden sich, wie Prof. José Luis Sanchidrián von der Universidad de Córdoba hervorhebt, "keine Parallelen in der paläolithischen Kunst". Auch wenn nicht völlig auszuschließen sei, dass sie von frühen Vertretern des Homo sapiens geschaffen wurden, hält Sanchidrián dies für "weitaus hypothetischer" als die Neandertaler-Theorie. [29]

Abb. 8 Was für eine Bedeutung hatten diese Neandertaler-Gravuren, die sich in Gorham's Cave bei Gibraltar befinden? Diese Frage wird sich wohl nicht mehr beantworten lassen, aber sie scheinen anzudeuten, dass auch dieser Menschen-Typus bereits über eine komplexe Symbolik verfügte.

Wir dürfen heute davon ausgehen, dass Neandertaler in der Regel ein hoch entwickeltes Sozialverhalten an den Tag legten [30], dass sie durchaus musikalisch waren [31] und geniale Erfindungen machten, wie z.B. den ersten 'Alleskleber' der Menschheitsgeschichte, das vermutlich älteste chemische Erzeugnis der Menschheit überhaupt [32], welches bereits vor mehr als 220.000 Jahren entwickelt wurde. [33] Dass dem Neandertaler noch vor wenigen Jahrzehnten unterstellt wurde, er habe nicht verbal kommunizieren bzw. artikuliert sprechen können, erscheint heute schon fast lächerlich. [34] Vielmehr haben wir nun darüber nachzudenken, ob er bereits - zumindest in Ansätzen - auch symbolische Ausdrucks- und Kommunikationsformen entwickelte. [35]

Aber auch Colin Wilsons Annahme einer 'Neandertaler-Astronomie' erscheint keineswegs 'an den Haaren herbeigezogen', wenn wir uns vor Augen führen, dass Sternen-Beobachtung und Seefahrt zwei eng miteinander verknüpfte Phänomene sind. Und was Letztere betrifft, wurde, wie Tony O’Connell feststellt, eine entsprechende These "im Februar 2012 geäußert, als das Magazin New Scientist einen Artikel [36] veröffentlichte, der nahelegt, dass der Neandertaler bereits vor 130.000 Jahren in der Ägäis einen maritimen Werdegang hatte!" [37] O’Connell verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, der amerikanische Journalist, Verleger und Privatgelehrte Peter Fotis Kapnistos habe bereits 2009 [38] erklärt, "dass der Neandertal-Mensch die Seefahrt gemeistert und eine Rolle bei der Entstehung der Geschichte von Atlantis gespielt haben könne." [39]

Selbst wenn wir letztere Vermutung mit einiger Skepsis betrachten, so scheint doch die Annahme durchaus begründet und ausreichend belegt zu sein, 'die' Neandertaler hätten Seefahrt betrieben. Immerhin gibt es ja auch handfeste Gründe für die Vermutung, dass es bereits unter den Angehörigen des Homo erectus Seefahrer gab [40], der ebenfalls weitaus mehr 'auf dem Kasten' hatte als ihm allgemein zugestanden wird. [41]

Somit dürfen wir uns guten Gewissens Paola Villa anschließen, der Kuratorin des Museums für Naturgeschichte der University of Colorado Boulder, die bereits im April 2004 konstatierte, die intellektuellen Fähigkeiten der Neandertaler seien zuvor gravierend unterschätzt worden. [42] Als atlantologischer Forschungsgegenstand werden sie zwar auch weiterhin nur eine marginale Nebenrolle spielen, und auch was die Primhistorik betrifft, ist kaum davon auszugehen, dass sich unsere urtümlichen 'Vettern' künftig noch als Begründer und Träger einer Ice Age Civilization entpuppen werden. Immerhin werden sie uns, aus dem Blickwinkel alternativer Vergangenheitsforschung betrachtet, zumindest im Bereich der euhemeristischen Mythologie (siehe z.B. das von Muck angeschnittene Riesen- & Zwergen-Problem), aber auch in Bezug auf krypto-anthropologische Fragestellungen weiterhin beschäftigen.


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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: o.A., "Die Herkunft des Neandertalers - >Knochengrube< bietet Einsicht in die Entwicklung des Urmenschen", bei: scinexx.de (unter Verweis auf: J.L. Arusaga et al., "Neandertal roots: Cranial and chronological evidence from Sima de los Huesos", 20.06.2014, bei Science)
  2. Siehe: Jordi Serangeli und Michael Bolus "Out of Europe – The dispersal of a successful European hominin form / Die Ausbreitung einer erfolgreichen europäischen Menschenform" (online als PDF-Datei), in: Quartär, Band 55, 2008, S. 83–98 --- Anmerkung: Die ältesten Funde von Human-Relikten des Neandertalers in seiner entwickelten, "klassischen" Form sollen dagegen erst ca. 130.000 bis 120.000 Jahre alt sein, wie es bei der Wikipedia heißt, und aus der Krapina-Fundstätte in Kroatien sowie aus Italien stammen. Dort wird verwiesen auf: Bernard Wood (Hrsg.), "Wiley-Blackwell Encyclopedia of Human Evolution, Wiley-Blackwell, 2011, S. 331, ISBN 978-1-4051-5510-6. Zitat: "The earliest fossils that most researchers would accept as H. neanderthalensis are from OIS 5 (i.e., c.130 ka)." (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  3. Anmerkung: Diese Entdeckung löste damals einen veritablen Gelehrtenstreit aus, der typisch für den - noch heute zu beobachtenden - Umgang im 'Real existierenden Wissenschaftsbetrieb' mit Evidenzen erscheint, welche ein radikales Umdenken in Bezug auf lieb gewordene, etablierte Auffassungen erfordern. Siehe dazu z.B. online: Carola Nathan, "Der Irrtum des Rudolf Virchow - Vor 150 Jahren wurde der Neandertaler entdeckt", Nov. 2006, bei: MONUMENTE ONLINE (abgerufen: 20. Feb. 2015)
  4. Siehe: University of Bristol, "Last Neanderthals in Europe died out 37,000 years ago", 27. Januar 2010, bei: sciencedaily.com (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  5. Siehe: Dieter Lohmann, "Projekt Neandertaler - Gene lösen Rätsel um eiszeitlichen Vetter", Teil 2, "Massenaussterben vor 30.000 Jahren" - Neandertaler versus moderner Mensch" (Stand 04.05.2007), bei: scinexx.de(abgerufen: 21. Feb. 2015)
  6. Siehe: Dan Vergano, "Neanderthals Died Out 10,000 Years Earlier Than Thought, With Help From Modern Humans - New fossil dates show our ancient cousins disappeared 40,000 years ago", 20. August 2014, bei: [http://www.nationalgeographic.com/ National Geographic.com (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  7. Anmerkung: Zu angeblichen Funden von Neandertaler-Überresten in direktem Fundzusammenhang mit dem modernen Menschen, die auf eine sehr späte Präsenz einzelner Relikt-Populationen unserer 'Vettern' hinweisen könnten, siehe bei Atlantisforschung.de: Hubert Zeitlmair, "Das Hypogäum von Hal Saflieni - Urzeitliche Begräbnisstätte oder riesige Todesfalle während der Großen Flut?"
  8. Quelle: Andrea Naica-Loebell, "Letzte Zuflucht Gibraltar - Der Neandertaler zog sich immer weiter in den Südwesten zurück", 14. Sept. 2006, bei: TELEPOLIS / heise.de (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  9. Quelle: Jennie Theiss, "Warum starb der Neandertaler aus?" (Stand: 26.08.2013), bei: planet-wissen.de (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  10. Siehe: Ezra Zubrow, "The demographic modelling of neanderthal extinction", in: Paul Mellars und Chris Stringer (Hrsg.), "The Human Revolution: Behavioural and biological perspectives on the Origins of Modern Humans", Edinburgh University Press, 1989, S. 212-231
  11. Quelle: Jennie Theiss, op. cit.
  12. Siehe dazu: "Vulkanismus - Teil I: Vulkanismus, konventionelle und alternative Vergangenheitsforschung (red)
  13. Anmerkung: Diese Annahme scheint allerdings durch das Ergebnis einer 2012 veröffentlichten Studie widerlegt zu werden, welche den Zeitraum eines möglichen Genflusses vom Neandertaler zum Homo sapiens auf spätestens 63.000 bis 45.000 v.d.Z. eingrenzt. Siehe: Sriram Sankararaman, Nick Patterson, Heng Li, Svante Pääbo und David Reich, "The Date of Interbreeding between Neandertals and Modern Humans", in: PLoS Genetics, Band 8, Nr. 10, 2012 --- Anmerkung: Interessanterweise ergab diese Studie auch, dass jener genetische Input uns modernen Menschen auch Erbgut beschert haben soll, das uns anfällig für bestimmte Krankheiten macht, wie z.B. Diabetes Typ 2 und Morbus Crohn, aber auch - man höre und staune! - die Abhängigkeit von Nikotin bei dessen Konsum bewirkt. Benjamin Vernot von der University of Washington, Ko-Autor einer anderen Studie bemerkte - quasi zum Ausgleich dieser schlechten Nachricht - gegenüber der BBC: "Wir fanden Hinweise darauf, dass Haut-Gene der Neandertaler Europäer und Ostasiaten [in] evolutionärer [Hinsicht] fitter machten". Siehe: Paul Rincon, "Neanderthals gave us disease genes", 29. Januar 2014, bei: BBC NEWS (Science & Environment) (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  14. Quelle: S. Ponce de León und Christoph P.E. Zollikofer, "Neanderthal cranial ontogeny and its implications for late hominid diversity", in: Nature 412, 534-538 (2 August 2001); zit. nach: "Neandertaler: Keine Vorfahren des Menschen - Die virtuelle Rekonstruktion der Schädel von Neandertalern", bei: ORF.at (Science) (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  15. Siehe: M. Krings, A. Stone, R.W. Schmitz, H. Krainitzki, M. Stoneking und S. Pääbo, "Neandertal DNA sequences and the origin of modern humans", in: Cell, 1997 Juli 1997; 90 (1):19-30
  16. Siehe dazu: "Zur genetischen Kompatibilität von Homo neanderthalensis und Homo sapiens" (Archeological Institute of Northern America / Archaeology, 1997)
  17. Siehe: Richard E. Green et al., "A draft sequence of the Neandertal Genome", in: Science, Band 328, Nr. 5979, 2010, S. 710–722 (online als PDF-Datei)
  18. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: "Neandertaler", Abschnitt Nachweis von Genfluss zu Homo sapiens (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  19. Siehe: Cidália Duarte', João Maurício, Paul B. Pettitt, Pedro Souto, Erik Trinkaus, Hans van der Plicht und João Zilhão, "The early Upper Paleolithic human skeleton from the Abrigo do Lagar Velho (Portugal) and modern human emergence in Iberia]", in: Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), Vol. 96, Nr. 13, 1999, S. 7604–7609
  20. Siehe: João Zilhão und Erik Trinkaus (Hrsg.), "Portrait of the Artist as a Child. The Gravettian Human Skeleton from the Abrigo do Lagar Velho and its Archaeological Context" (online als PDF-Datei - lange Ladezeit!), in: Trabalhos de Arqueologia, Band 22, Instituto Português de Arqueologia, Lissabon, 2002, ISBN 972-8662-07-6
  21. Siehe: Hong Shang, Haowen Tong, Shuangquan Zhang, Fuyou Chen und Erik Trinkaus, "An early modern human from Tianyuan Cave, Zhoukoudian, China", in: [ Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)], Vol. 104, 2007, S. 6573–6578
  22. Siehe: o.A., "Neanderthals were not inferior to modern humans, says CU-Boulder study", 30. April 2014, bei University of Colorado Boulder (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  23. Quelle: Tony O’Connell, "Neanderthals, The (L)", in: Atlantipedia.ie (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  24. Siehe: Otto Muck, "Atlantis - Die Welt vor der Sintflut", Olten (Walter Verlag), 1956
  25. Siehe bei Atlantisforschung.de: Otto Muck, "Riesen - Märchenwesen oder historische Realität?"
  26. Siehe: Colin Wilson, "Atlantis and the Kingdom of the Neanderthals: 100,000 Years of Lost History", Inner Traditions / Bear & Company, 2006
  27. Siehe: SJ/PG/HR, "Neandertaler schufen die ersten Spezialwerkzeuge Europas aus Knochen", 12. August 2013, bei: Max-Planck-Gesellschaft (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  28. Siehe: Ker Than, "World's Oldest Cave Art Found—Made By Neanderthals?", 14. Juni 2012, bei National Geographic Society (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  29. Quelle: Fergal MacErlean, "First Neanderthal cave paintings discovered in Spain", 10. Februar 2012, in: newscientist.com (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  30. Siehe z.B.:AKR, "Neandertaler waren kinderfreundlich - Im Sozialverhalten der Steinzeitmenschen spielten Kinder eine wichtige Rolle", 10.04.2014, bei: scinexx.de; sowie: Sabine Wirth, "Der Neandertaler - das fürsorgliche Wesen", (Stand) 9. Juli 2013, bei suite 101; siehe auch: Jörg Orschiedt, "Die Bestattungen der Neandertaler", bei: 24.10.2001, bei: Archäologie Online --- Zu einer - mit Verlaub gesagt abtrusen - gegenteiligen Meinung zum Sozialverhalten der Neandertaler, hier noch ein Beispiel für, von Forschern der Universität Oxford und des Natural History Museum in London im wissenschaftlichen Gewand verkauften, akademischen Mumpitz: o.A. "Neandertaler-Studie - Körpermasse ließ kaum Hirnkapazität für Soziales", 13.03.2013, bei: faz.net. Dazu auch noch eine Gegenrede sowie ein weiteres Beispiel für 'wissenschaftliche Spökenkiekerei' in Sachen Neandertaler
  31. Siehe: Steven Mithen, "The Singing Neanderthals: the Origins of Music, Language, Mind and Body, London (Weidenfeld & Nicholson), 2005, ISBN 0-297-64317-7; sowie Harvard University Press, 2005
  32. Siehe: o.A., "6. Oktober: Birkenpech - Alleskleber der Steinzeit", 2013, bei Federseemuseum Bad Buchau
  33. Siehe: Paul Peter Anthony Mazza, Fabio Martini, Benedetto Sala et. al., "A new Palaeolithic discovery: tar-hafted stone tools in a European Mid-Pleistocene bone-bearing bed", in Journal of Archaeological Science, 33/9, 2006, S. 1310–1318 (abgerufen: 22. Feb. 2015)
  34. Siehe: MT/HR "Konnten Neandertaler sprechen? - Max-Planck-Wissenschaftler vermuten, dass die moderne menschliche Sprache schon vor 500.000 Jahren entstanden ist", 10. Juli 2013, bei Max-Planck-Gesellschaft (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  35. Siehe z.B.: Michael Balter, "Signs of Symbolic Smarts in Neandertal Jewelry", 11. Januar 2010, bei sciencemag.org; sowie: Eugène Morin und Véronique Laroulandie, "Presumed Symbolic Use of Diurnal Raptors by Neanderthals", 5. März 2012, bei PLOS One (abgerufen: 22. Feb. 2015); siehe auch: Paul Mellars, "The Neanderthal Legacy: An Archaeological Perspective from Western Europe", Princeton University Press, 1996, S. 369 ff.
  36. Siehe: Michael Marshall, "Neanderthals were ancient mariners", 29. Februar 2012, bei: newscientist.com; siehe auch: Bob Yirka, "Evidence suggests Neanderthals took to boats before modern humans", 1. Mai 2012, bei phys.org; sowie auf Deutsch: mbe/dpa "Frühe Seefahrer: Neandertaler sollen auf Kreta gewesen sein", Freitag, 16.11.2012, bei: SPIEGEL ONLINE (alle abgerufen: 21. Feb. 2015)
  37. Quelle: Tony O’Connell, op. cit. (2010)
  38. Siehe: Peter Fotis Kapnistos, "More Terrible than Atlantis?", März 2009, bei: ufodigest.com (abgerufen: 21. Feb. 2015)
  39. Quelle: Tony O’Connell, op. cit. (2010)
  40. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de auch: "Der Homo erectus fuhr zur See" (o.A.)
  41. Siehe dazu z.B. bei Atlantisforschung.de.: "Wie zivilisiert war der Homo erectus bilzingslebensis?" (bb); sowie: "Ein 500 000 Jahre altes Brett aus dem Jordan-Tal" (rmh)
  42. Quelle: o.A., "Neanderthals were not inferior to modern humans, says CU-Boulder study", 30. April 2014, bei University of Colorado Boulder (abgerufen: 21. Feb. 2015)


Bild-Quellen:

1) Randi Oliver / TarzanASG bei Wikimedia Commons, unter File:Neanderthals - Artist's rendition of Earth approximately 60,000 years ago.jpg
2) Arturo Balseiro / DannyVendramini bei Wikimedia Commons, unter: File:Neanderthal-profile.tif
3) hairymuseummatt (Originalfoto) und KaterBegemot (Bild-Bearbeitung) bei Wikimedia Commons, unter: File:Sapiens neanderthal comparison de.png
4) extraterrestres y ovnis, unter: El Niño Híbrido de Portugal
5) Otto Muck, "Atlantis - Die Welt vor der Sintflut", Olten, 1956
6) Inner Traditions / Bear & Company / Bild-Archiv Atlantisforschung.de
7) Volta bei Allmystery.de, unter: "Spuren von UFOs in der Bibel"
8) AquilaGib (Stewart Finlayson, Gibraltar Museum) bei Wikimedia Commons, unter: File:Neanderthal Engraving (Gorham's Cave Gibraltar).jpg