Höhlen - Schatzkammern der Menschheitsgeschichte

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Abb. 1 Geradezu wie eine Karikatur wirkt aus heutiger Sicht diese Darstellung einer Gruppe 'tierhafter' Neandertaler des Moustérien vor ihrer 'Wohnhöhle' aus dem Jahr 1920. Als geistig hochentwickelte Kulturmenschen können sich aber noch immer nur wenige Zeitgenossen die angeblichen 'Troglodyten' der Urzeit vorstellen...

(red) Wenn es um weit vorgeschichtliche, so genannte 'steinzeitliche Kulturen' - ein nach wie vor Primitivität suggerierender Begriff - geht, so geistert in vielen Köpfen noch immer das Bild halbwegs tierhafter Troglodyten (Höhlenbewohner, Höhlenmenschen) herum, die in krude Fellfetzen gekleidet waren [1], sich durch Knurr- und Grunzlaute miteinander verständigten und in einer 'magischen Weltsicht' verfangen waren, die jedweden intellektuellen Fortschritt ausbremste. Man denke nur an die Häme und den Spott, mit denen der spanische 1880 der spanische Jurist und Amateur-Archäologe Marcelino Sanz de Sautuola 1880 auf dem internationalen Archäologenkongress in Lissabon überschüttet wurde, als er dort seine Entdeckung der Höhlenmalereien von Altamira vorstellte. Diese herrlichen Kunstwerke sollten tatsächlich vor mehr als 10.000 Jahren von 'Halbaffen' geschaffen worden sein? Welch hanebüchener Unsinn! Reine Phantasterei!

Inzwischen hat sich diese klischeehafte Betrachtungsweise unserer frühen Vorfahren in der 'Welt der Wissenschaft' zwar schon stark verändert, aber in vieler Hinsicht sorgt, wie es der amerikanische Archäologe und Filmemacher Michael Arbuthnot vor einigen Jahren formuliert hat, "ein generell fehlendes Zutrauen der scientific community bezüglich der Fähigkeiten und Technologien prähistorischer Menschen" [2] dafür, dass deren intellektuellen Fähigkeiten und kulturellen Errungenschaften von den meisten Fachwissenschaftlern noch immer gravierend unterschätzt werden.

Dabei haben sich gerade die von den Kulturen des Jungpaläolithikums zu diversen Zwecken genutzten, zum Teil über viele Jahrtausende hinweg unzugänglichen oder in Vergessenheit geratenen Höhlen als wahre Schatzkammern der Urgeschichtsforschung erwiesen, doch die bisweilen Paradigmata und Lehrmeinungen 'sprengenden' Befunde werden von der fachwissenschaftlichen 'Orthodoxie' oft weitgehend ignoriert und aus dem Kanon angeblich 'gesicherten Wissens' herausgehalten. Dies gilt für eine ganze Palette ihnen missliebiger Studienbereiche, wie weit prähistorische Technische Akustik, Paläokartographie, Paläoastronomie [3] und Paläographie, deren konsequente Erforschung zumeist Außenseitern des Wissenschaftsbetriebs und Privatgelehrten überlassen bleibt. Diesbezüglich haben akademische Urgeschichtsforschung, Archäologie und Anthrospeläologie offenbar noch immer einen gehörigen Nachholbedarf!


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