Atlantis in der Antarktis

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Argumente für diese Annahme

von Flavio Barbiero (Centro Camuno di Studi Preistorici, Capo di Ponte, Italien), 1973

Abb. 1 Die Lage von Antarktika, wo Flavio Barbiero bereits Mitte der 1970er Jahre Atlantis lokalisierte. Von dort aus waren, wie auf der Karte zu sehen ist, für die von ihm vermuteten atlantidischen Seefahrer sowohl Südamerika und Südafrika als auch Australien komfortabel erreichbar.

Überall auf der Welt gibt es Mythen über eine globale Sintflut und Überlieferungen zu einer vorsintflutlichen Zivilisation namens Atlantis oder Mu. Wissenschaftler weisen solche Überlieferungen in der Regel zurück oder spielen zumindest ihre Bedeutung stark herunter und bringen sie in aus archäologischer Sicht besser handhabbare räumliche und zeitliche Dimensionen (Santorin etc.). Tatsächlich gestehen Geologie und Archäologie keinen Platz auf der Erde für eine fortgeschrittene Zivilisation der Größe und des Alters von Atlantis zu, so wie es von Plato beschrieben wurde.

Diese Haltung berücksichtigt aber nicht die klimatische Situation auf der Erde während des betreffenden Zeitraums. Nach der Theorie des Autors wurde [...] die klimatische Situation während des Pleistozäns dadurch beeinflusst, dass der Nordpol zwischen Grönland und Kanada am Rande der großen Wisconsin-Eisdecke lag ... Als Konsequenz befand sich der Südpol in der Nähe des gegenwärtigen Magnetpols an der Küste der Antarktis, die Australien gegenüberliegt. Die Küste der Antarktis, die dem Atlantik zugewandt war, lag daher auf einem viel niedrigeren Breitengrad und war völlig eisfrei, wie schlüssige geologische Beweise belegen.

Während in den übrigen Teilen der Welt die paläolithischen Kulturen florierten, entwickelte sich in diesem Teil der Antarktis in völliger Isolation, dank auf den ozeanischen Strömungen dorthin gelangter Populationen aus Südostasien und Südamerika, die erste landwirtschaftliche Zivilisation der Menschheit.

Am Ende des Pleistozäns löste ein Asteroiden- oder Kometen-Impakt eine Verschiebung der Pole aus [1], entsprechend dem in der vorherigen Mitteilung [an Egerton Sykes; d.Red.] erläuterten Mechanismus. Dies führte zu jener weltweiten Katastrophe, an welche die Überlieferungen als "universelle Flut" erinnern, und bei der Atlantis (vorübergehend) im Ozean versank. Bald darauf bedeckte die Vergletscherung die atlantischen Küsten Antarktikas und löschte damit alle archäologischen Zeugnisse aus.

Einige Schiffe müssen die Katastrophe überstanden und ihre Besatzungen sicher an die Küsten Amerikas, Afrikas und Asiens gebracht haben. Dort initiierten sie in völliger Autonomie und Isolation die jungsteinzeitlichen Kulturen und späteren Zivilisationen. Die zahlreichen verblüffenden Gemeinsamkeiten altertümlicher Zivilisationen auf der ganzen Welt sind unserer Ansicht nach auf die gemeinsame Kultur der Überlebenden der Flut zurückzuführen. Eine beeindruckende Menge an Beweisen verschiedener Art stützt diese Theorie.

Die nur scheinbare chronologische Lücke von 4 Jahrtausenden zwischen dem Ende von Atlantis und den archäologischen Funden der ältesten bekannten Zivilisationen (wie Mohenjo Daro, Ur und so weiter) [2] ist durch das Abtauen der Eiskappe der nördlichen Hemisphäre bedingt: Der Meeresspiegel ist in den ersten vier Jahrtausenden nach dem Ende des Pleistozäns ständig angestiegen, und zwar um möglicherweise insgesamt 130 Meter, wodurch Besiedlungs-Relikte, die entlang der Küsten errichtet wurden, überflutet worden sind. Dies wird durch die Existenz von Unterwasserstrukturen auf der ganzen Welt bestätigt, wie die große Pyramide [3] vor der Insel Yonaguni (Japan), die Überreste einer Stadt vor der Küste von Cádiz [4] und so weiter. [5]


Anmerkungen und Quellen

Dieser Beitrag von Flavio Barbiero (©) wurde erstmals unter dem Titel "Was Atlantis In Antarctica? Arguments In Favor" veröffentlicht in: Egerton Sykes (Hrsg.), Atlantis (Journal), September 1973, S. 95; Übersetzung ins Deutsche und redaktionelle Bearbeitung durch Atlantisforschung.de nach der kommentierten Fassung des Artikels in: Robertino Solàrion, "ATLANTIS AND ANTARCTICA", Texas, 16. Oktober 2000, online bei bibliotecapleyades.net.

Fußnoten:

  1. Red. Anmerkung: Vergleiche dazu auch das entsprechende Modell von Otto Muck (1892-1956): Derselbe, "Die Polverlagerung und das große Mammutsterben"
  2. Red. Anmerkung: Zu dieser 'chronologischen Lücke' im Kontext der Betrachtung des Atlantis-Problems siehe auch: Egerton Sykes, "Präludium zu einer neuen Betrachtung des Atlantis-Problems" (1966)
  3. Red. Anmerkung: Im Zusammenhang mit dem so genannten 'Yonaguni-Monument' von einer Pyramide zu sprechen, wie dies nach seiner Entdeckung im Frühjahr 1985 nicht nur Barbiero tat, ist allerdings unzutreffend.
  4. Red. Anmerkung: Möglicherweise sind hier die (angeblichen!!!) Entdeckungen gemeint die 1973 - im selben Jahr, in dem auch obiger Artikel publiziert wurde - von einem Taucherteam der Organisation A.M.R.A. vor Gibraltar gemacht worden sein sollen. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: "Maxine Asher: Atlantis lag vor Gibraltar" (A.M.R.A.); sowie: "Maxine Ashers 'Atlantis vor Gibraltar' - ein Update" (red)
  5. Red. Anmerkung: Als weitere Beispiele sind auch eine, 1981 von Pippo Cappellano entdeckte, überflutete Struktur vor der Kanaren-Insel Lanzarote, die vor der mediterranen Küste Marokkos befindlichen Megalithanlagen und die überfluteten Häfen vor der heutigen Ostküste der USA sowie die versunkenen Ruinen in der Straße von Taiwan.

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