Brasilien

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Brasilien und die Erstbesiedlung Amerikas

Abb. 1 Brasilien (gelb unterlegt) auf einer Karte aus Brockhaus' Kleinem Konversations-Lexikon von 1911

(bb) Mit Sicherheit gehört das Gebiet des heutigen Staates Brasilien (Abb. 1) in Südamerika aus Sicht alternativer Ur- und Frühgeschichtsforschung zu den besonders faszinierenden Gegenden unseres Planeten. Diese Feststellung gilt z.B. für die Rolle, die dortige archäologische Funde bei dem längst überfälligen Paradigmenwechsel in Bezug auf die urzeitliche Besiedlung Amerikas spielen. So reichen die ältesten Siedlungsspuren des Homo sapiens im Nordosten Brasiliens ca. 30.000 Jahre zurück [1] - einer von diversen 'Sargnägeln' für die überkommene Clovis first Theorie. [2]

Abb. 2 Eine der uralten Felszeichnungen in der Serra da Capivara, deren Schöpfer schon viele Jartausende vor der Ankunft der Paläo-Indianer in Südamerika lebten

Noch unerträglicher als das Alter besagter Funde in der Serra da Capivara muss jedoch für 'orthodoxe' Altamerikanisten die wohlbegründete Annahme sein, dass es sich bei den dortigen Uramerikanern nicht um Paläoindianer gehandelt hat, sondern entweder um Nachfahren aus Australien via Pazifik nach Amerika eingewanderter Aborigines (nach Anne-Marie Pessis und Walter Neves) [3] [4] [5], oder aber - wie die Archäologin Niède Guidon annimmt - um Abkömmlinge urtümlicher seefahrender Westafrikaner, die über den Atlantik hinweg Brasilien erreichten. [6]

Womöglich gelangten aber - auf welchem Weg auch immer - bereits hunderttausende von Jahren vor den ersten 'modernen Menschen' Prä-Neandertaler nach Brasilien! Dafür sprechen jedenfalls die Entdeckungen, welche die Archäologin Maria Beltrão in den 1980er Jahren in der Serra Negra, einer kleinen Bergkette an der Grenze der brasilianischen Bundesstaaten Sergipe und Bahia machte. In einer dortigen Höhle mit dem Namen Toca da Esperanca ("Grotte der Hoffnung") waren die Archäologin und ihr Team 1986 bei ihren Grabungen in einer sehr alten Schicht u.a. auf ein "Steinwerkzeug und zerschnittene Kochen einwer ausgestorbenen Pferde-Art" gestoßen. "Die Knochen waren so alt, dass sie nicht mit [der] C 14 [Methode] datiert werden konnten, die nur Messungen bis zu einem Alter von 40.000 Jahren ermöglicht. Das Weak Radiation Laboratory in Frankreich testete sie mit der empfindlicheren Uran-Thorium-Methode und lieferte die atemberaubende Datierung auf [ein Alter von] 300.000 Jahre[n]." [7]

Obgleich an dieser Datierung nicht zu 'rütteln' war und obwohl im Jahr darauf ein internationales Archäologen-Team unter Leitung von Frau Beltrão in dieser Höhle weitere entsprechende Entdeckungen machte [8], wurden nachfolgend keineswegs die Lehr- und Schulbücher umgeschrieben. Vielmehr machte der fachwissenschaftliche Mainstream das, was er stets bei derartigen archäologischen 'Betriebsunfällen' zu tun pflegt: er saß die Sache aus und ließ das sprichwörtliche Gras darüber wachsen.

Abb. 3 Sind zumindest einige der indigenen Stämme Brasiliens Nachfahren oder Nachfolger einer verschollenen Hochkultur, die es wiederzuentdecken gilt?

Im Übrigen gelang den beteiligten Archäologen damals, nicht weit entfernt von besagter Fundstätte, noch eine weitere spektakuläre, wenn auch weitaus jüngere Entdeckung: In einer auf den Namen 'Grotte des Kosmos' getauften Höhle bei dem nahe gelegenen Verwaltungsbezirk Xique-Xique stießen sie auf ein ganzes Ensemble auf die Höhlenwände gemalter Sonnendarstellungen, Sterne und Kometen. "Im Dämmerlicht der Grotte streift ein 4,5 Fuß langer Komet über die niedrige Decke in Richtung eines gemalten Hintergrunds von Sternen. Rote Sonnen gehen auf und sind mitten zwischen Abbildungen von Eidechsen ähnlichen Kreaturen, die traditionell mit der Sonne in Verbindung gebracht werden." [9] Diese, auf ein alter von ca. 10.000 Jahren datierte Fundstätte wurde von ihnen als "das älteste astronomische Observatorium in Amerika" klassifiziert. [10]

Eine hochentwickelte vorzeitliche Kultur?

Abb. 4 Eine Karte zu den Expeditionen des Colonel P.H. Fawcett in Brasilien. Sein spurloses Verschwinden aud der letzten seiner Forschungsreisen im Jahr 1925 machte ihn zu einer Legende.

Diese Entdeckung und Relikte einer mindestens 11.000 Jahre alten und vergleichsweise fortschrittlichen Kultur in Amazonien, deren Kunstwerke wiederum an die Felsmalereien paläolithischer Aborigines in Australien erinnern [11], zeigen deutlich, dass sich im vorzeitlichen Brasilien schon sehr früh ein spezifischer Kulturkomplex entwickelte, dessen Angehörige sich anschickten, das zu entwickeln, was wir heute als 'Zivilisation' bezeichnen. Die Frage ist eigentlich nur, wie weit sie auf diesem Weg bereits vorangrschritten waren, als sie aus noch unbekannten Gründen [12] verschwanden und in den Nebeln der Zeit verloren gingen.

Interessanterweise berichtete Alexander Braghine 1940 über Überlieferungen der Indios im Grenzgebiet zwischen den brasilianischen Amazonas-Staaten und dem Matto Grosso (d.i. "dichter Wald", oder: "der große Urwald"), die besagen, dass auf diesem "Tafelland einstmals ein mächtiges Reich existierte, das nicht nur über die in Brasilien lebenden Stämme herrschte, sondern auch über jene, welche die pazifischen Küsten Südamerikas bewohnten. In der Tat erblickt der Reisende inmitten des üppig wuchernden hohen Grases, der Lianen, Orchideen, Büsche und Bäume die Spuren prähistorischer Siedlungen, Überreste einer unbekannten alten Zivilisation; und auf den Felsen, welche die Ströme im Wald und die so genannten cachoeiras (Stromschnellen) überragen, findet er Inschriften aus rätselhaften Alphabeten, seltsame Zeichnungen, Hieroglyphen und Ideogramme." [13]

Brasilien - Atlantis - Atlantier

Abb. 5 Colonel Percy Fswcett in mittleren Jahren

Fast zwangsläufig muss an dieser Stelle auch das Atlantis-Problem bzw. die Frage angesprochen werden, ob der Großraum des heutigen Brasilien als Örtlichkeit für Platons verschollenes Reich der Vorzeit diskutiert wurde oder wird. Letzteres können wir jedenfalls mit einiger Sicherheit ausschließen, denn nennenswerte Atlantis-Lokalisierungen dieser Art hat es offenbar zu keiner Zeit gegeben. Anders gelagert ist der Sachverhalt, wenn es um vermutete Immigrationen atlantischer Kolonisten oder Flüchtlinge ins prä- oder protohistorische Brasilien geht. Solche Vorstellungen wurden von einer ganzen Reihe von Autoren vertreten, zu deren bekanntesten bzw. profiliertesten Harold Tom Wilkins ((1891-1959) [14] und Marcel F. Homet (1897-1982) [15] gehören.

Die größte Prominenz unter den Anhängern dieser Annahme erlangte jeddoch der britische Forschungsreisende Percy Harrison Fawcett (Abb. 5) (1867-1925?), der ab 1906 insgesamt sieben Expeditionen in unterschiedliche Regionen Südamerikas unternahm. Seine letzte Forschungsreise im Jahr 1925, die ihn in das Gebiet des Matto Grosso führte (Abb. 4), war ganz der Suche nach Relikten einer dort von ihm vermuteten, untergegangenen postatlantischen Hochkultur gewidmet, als deren späte Nachfahren er die Stämme der Tapuya betrachtete.

Abb. 6 Eine Satellitenaufnahme des Rio Xingú im Matto Grosso, in dessen Nähe sich den Überlieferungen der Nambikwara zufolge die Ruinen der uralten Stadt Manoa befinden sollen

Im Zentrum seiner Reise stand die Suche nach der "steinernen Stadt" oder "schwarzen Stadt" Manoa - von ihm zumeist nur kurz "Z" genannt -, von der ihm ein Häuptling der Nambikwara-Indianer berichtet hatte. "Diese Ruinenstadt solle angeblich auf einer Ebene im Mato Grosso nahe dem Rio Xingú (Abb. 6) verborgen liegen und von dichtem Regenwald und blauen Bergen umgeben sein. Den Ausführungen des Häuptlings zufolge besitze die Stadt Schutzgräben, Statuen, Chausseen und gepflasterte Straßen und werde von einem wilden Indianerstamm, den Suya, bewacht.

Darüber hinaus seien dem Häuptling zufolge in der Gegend, in der die Stadt liegen soll, riesige unbekannte Tiere an Seen gesichtet worden. Zum Ende des Gesprächs soll er dem europäischen Forscher einen kleinen und sehr alten Stein ausgehändigt haben, auf welchem das Bildnis eines Mannes eingraviert gewesen sei, der eine römische Toga und Sandalen trägt." [16] Ob es sich bei Manoa nur um eine substanzlose Legende oder tätsächlich um eine uralte Ruinenstadt handelt, ist bis heute ungeklärt. Percy Harrison Fawcett verschwand jedenfalls auf der Suche nach ihr mit seinen beiden Begleitern - seinem Sohn Jack und dessen Freund, dem Zeitungsfotographen Raleigh Rimmel - spurlos in der 'grünen Hölle' des brasilianischen Regenwalds, was ihn selbst zu einer Legende gemacht hat.

Präkolumbische transatlantische Kontakte

Kommen wir abschließend noch auf anzunehmende präkolumbischer transatlantischer Kontakte zu sprechen, also auf die diffusionistische Grundannahme, dass z.B. Seeleute aus dem Mittelmeer-Raum, dem atlantischen Westeuropa sowie aus dem Nordwesten Afrikas oder aus Westafrika schon Jahrtausende vor dem europäischen 'Zeitalter der Entdeckungen' Amerika erreichten, dort mehr oder weniger intensive kulturelle Beziehungen mit der einheimischen Bevölkerung pflegten und archäologisch auswertbare Spuren hinterließen - eine Annahme, die naürlich auch für den Raum des heutigen Staates Brasilien gilt.

Abb. 7 Die Interpretation der Lettern am Pedra de Gávea als phönizische Inschrift durch Bernardo de Azevedo da Silva Ramos

Was das Gebiet des Matto Grosso im Westen Brasiliens betrifft, lesen wir diesbezüglich z.B. bei dem bereits oben zitierten Alexander Braghine: "Archäologische Untersuchungen auf dem Matto Grosso, die von R. O. Marsh, General C. Rondon, Dr. Barbosa, Bernardo da Sylva Ramos, M. Lecointe und A. Frot durchgeführt wurden, haben auf den Felsen des Mato Grosso viele Inschriften in Phönizisch, Ägyptisch, und selbst in sumerischer Sprache entdeckt, aber auch Texte in Alphabeten, die jenen Kretas und Zyperns ähneln." [17]

Der oben erwähnte brasilianische Archäologe Bernardo de Azevedo da Silva Ramos (1858—1931) identifizierte auch verwitterte Lettern auf Rio de Janeiros berühmtem Felsen Pedra da Gávea [18] als phönizische Schriftzeichen ("𐤋𐤀𐤀𐤁𐤇𐤕𐤄𐤉𐤁𐤀𐤓𐤓𐤉𐤆𐤃𐤀𐤁𐤍𐤀𐤉𐤔𐤉𐤍𐤄𐤏𐤅𐤓𐤅𐤆𐤕") [19] [20] (Abb. 7), was auf Deutsch "BADEZIR AUS DEM PHÖNIKISCHEN TYROS [,] DER ERSTE SOHN DES JETH-BAAL" bedeutet. (Übersetzung nach Otto Muck) Damals wurden solche Funde - wie z.B. die 1872 entdeckte 'Costa-Tafel', die ebenfalls eine phönizische Inschrift getragen haben soll - kontrovers diskutiert, aber immerhin: solche Objekte waren jedenfalls Gegenstand einer wissenschaftlichen Diskussion, auch wenn dabei üblicherweise kein Konsens erzielt werden konnte.

Abb. 8 Die Bucht von Guanabara auf einer alten französischen Karte aus dem Jahr 1555. Die ersten Besuche von Europäern erfolgten dort, Robert F. Marx zufolge, mindestens 1200 Jahre bevor sie gezeichnet wurde.

Später, nachdem sich auch in Brasilien das Paradigma des 'Isolationismus' durchgesetzt hatte, änderte sich dies allerdings. Was z.B. die strittigen Lettern vom Pedra da Gávea betrifft, erklärte das brasilianische Ministerium für Bildung und Gesundheit Mitte der 1950er Jahre offiziell, "dass die Untersuchung durch Geologen ergeben habe, es handele sich lediglich um die Auswirkung von Wettererosion, die wie eine Inschrift aussieht" [21], und spätestens seit dieser Zeit wagt es dort offenbar niemand, der Wert auf eine wissenschaftliche Karriere legt, eine anderslautende Meinung zu äußern. Darüber hinaus bestreiten brasilianische FachwissenschaftlerInnen seither generell die Existenz phönizischer Inschriften in irgendeinem Teil des Landes. [22] Eine ergebnisoffene Forschung zum Thema präkolumbische transatlantische Kontakte ist gerade dort nicht mehr möglich. Wie politisiert, ideologisch befrachtet und emotional aufgeladen die Atmosphäre in Brasilien in dieser Hinsicht tatsächlich ist, soll der nachfolgend ausführlich geschilderte Fall illustrieren.

Nachdem ein brasilianischer Taucher namens Jose Roberto Texeira 1976 vom Grund der Guanabara-Bucht (Baía de Guanabara) (Abb. 8), ca. 15 Kilometer entfernt von Rio de Janeiro, zwei intakte Amphoren geborgen hatte [23], wurde der US-amerikanische Selfmade-Archäologe Robert F. Marx (1936–2019), Bergungs-Experte und einer der Pioniere des Gerätetauchens in den USA, auf die Angelegenheit aufmerksam. 1982 unternahm er an dieser Fundstätte, die etwa 27,5 m unter der Wasseroberfläche liegt, mehrere Tauchgänge. Dabei gelang es ihm, tausende von Keramik-Scherben, darunter 200 Hälse von Amphoren sowie mehrere vollständie Exemplare zu bergen. Gemeinsam mit Prof. Harold Edgerton vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) untersuchte er den Ort mit akustischen Echos und mittels langer Metallstäbe. Die Ergebnisse legten laut Marx den Schluss nahe, "dass sie unter den Tonscherben die Überreste eines Holzwracks gefunden hätten. Ein römisches Schiff (Abb. 9) sei vom Kurs abgekommen und habe Brasilien erreicht." [24]

Abb. 9 Die Nachzeichnung einer römischen Trireme. Vermutlich gelangten die Amphoren von der marokkanischen Atlantik-Küste nicht gerade auf einem Kriegsschiff wie diesem nach Brasilien, aber in jedem Fall dürfte es sich um ein größeres Wasserfahrzeug gehandelt haben, das in der Guanabara-Bucht gesunken ist.

Vielversprechend waren auch die Resultate einer Begutachtung der Gefäße duch Elizabeth Will, eine Professorin für Klassische Philologie und Spezialistin für antike römische Amphoren an der Universität Massachusetts in Amherst. Die Krüge seien, wie sie feststellte, jenen sehr ähnlich, die in Kouass hergestellt wurden, einer Kolonie des Römischen Reiches, die ein Zentrum für die Herstellung von Amphoren an der Atlantikküste Marokkos war. Sie nahm an, dass die Spezimen aus dem dritten nachchristlichen Jahrhundert stammten. [25] Angesichts dieser Befunde und vor dem Hintergrund zahlreicher Presseberichte über die neuen Entdeckungen in der Guanabara-Bucht sollte man eigentlich annehmen, dass nun in Brasilien eine - wenn auch naturgemäß kontroverse - wissenschaftliche Debatte begonnen hätte, aber es kam ganz anders. Marx hatte offenbar zum einen die schon fast sprichwörtliche 'Macht der Paradigmen' unterschätzt, zum anderen aber auch den regelrechten Kult, der dort um Pedro Álvares Cabral betrieben wird, jenen portugiesischen Seefahrer, der 'offiziell' als Entdecker Brasiliens gilt. Über den skandalösen Eklat, der nun losbrach, schreibt der britische Privatforscher und Sachbuch-Autor Andrew Collins:

"Die Aufregung um diese Ereignisse führte schließlich in Brasilien zu öffentlichen Parolen wie >Cabral Si, Marx No< sowie zu Protesten und Demonstrationen gegen das, was das brasilianische Volk als Marx’ Wunsch betrachtete, es seines nationalen Erbes zu berauben. Ein brasilianischer Archäologe, der von Marx gebeten wurde, in Brasilien gefundene, möglicherweise phönizische Schmuckringe zu untersuchen, beschlagnahmte diese Gegenstände nicht nur, sondern fügte auch ziemlich ungehalten hinzu: >Cabral hat Brasilien entdeckt, und belassen wir es dabei.< Unglaublicherweise nahm offenbar der damalige brasilianische Bildungsminister Marx auf einer Weihnachtsfeier zur Seite und sagte zu ihm: >Auf jedem Platz in Brasilien steht eine Statue von Cabral, dem wahren Entdecker Brasiliens, und wir werden diese nicht durch Denkmäler für einen anonymen italienischen Pizzaverkäufer ersetzen, weil Sie ein römisches Schiffswrack erfunden haben, wo es keines gibt.<" [26]

Schließlich kriminalisierten die brasilianischen Behörden Marx sogar wegen angeblicher Fundunterschlagung, untersagten ihm alle weiteren Forschungen in ihrem Land, und verhängten zudem auch noch ein Einreiseverbot über ihn. "Nach diesem Fiasko warf Marx", wie es bei Collins weiter heißt, "der brasilianischen Regierung vor, wichtige Informationen und Materialien, welche Diffusionen aus der Alten Welt vor Cabral bestätigen könnten, absichtlich unterdrückt zu haben." [27] Zudem berichtete er über ihm vorliegende Informationen, dass die brasilianische Marine eine dicke Schlickschicht auf die Überreste des römischen Schiffes abgekippt habe, um weitere Untersuchungen der Fundstätte unmöglich zu machen. Diese Aussage wurde von offizieller Seite umgehend zurückgewiesen. [28]

Überlassen wir Andrew Collins nun auch das Schlusswort - in dieser Sache und zugleich dieses Artikels - mit seiner Feststellung: "Wie man sehen kann, ist die ganze Affäre um die 'Bucht der Krüge' zu einem heiklen Thema internationaler und politischer Interessen verkommen, das jetzt unsere Chancen ruiniert hat, das Vorhandensein römischer Wracks auf dem Meeresboden vor Rio de Janeiro zu bestätigen. Diese haarsträubende Sachlage wirft für mich die Frage auf, wie oft nationale Politik schon der Wahrheit im Wege gestanden hat, wenn es darum geht, Beweise für präkolumbische Kontakte mit der vermeintlich 'Neuen Welt' vorzulegen." [29]


Beiträge zum Thema 'Brasilien' bei Atlantisforschung.de



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Anmerkungen und Quellen

Fußnoten:

  1. Siehe: zdf.de, 19. Februar 2017, unter: "Sensationsfund in Brasilien" (abgerufen: 15. April 2020)
  2. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de auch zahlreiche Beiträge in der Rubrik: "Farewell Clovis! - Vom langsamen Sterben eines Paradigmas" (red)
  3. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: "Die ersten Amerikaner waren KEINE Paläoindianer!" (red)
  4. Siehe als Externum auch: BBC NEWS, 26. August 1999, unter: "First Americans were Australian" (abgerufen: 15. April 2020)
  5. Anmerkung: Der erste Wissenschaftler, der die These einer urtümlichen Besiedlung Südamerikas durch Alt-Australier vorstellte, war 1925 der portugiesische Anthropologe António Mendes Correia (1888-1960), der aufgrund der Ergebnisse seiner Feldforschung in Patagonien zu dieser Ansicht gelangte. Zu später entdeckten Belegen für diese These, die aus Patagonien, Brasilien und Peru stammen, siehe: William R. Corliss, "Waren die ersten Amerikaner Australier?" (2001)
  6. Siehe: Bernhard Beier, "Lesetipp: »Die Ersten, die hier ankamen, stammten aus Afrika« - Ein Interview des Wissenschftsjornalisten Christopher Schrader mit der franko-brasilianischen Archäologin Niède Guidon bei Spektrum.de"
  7. Quelle: (AP) "Man may have lived in Americas earlier than believed", in: The Sumter Daily Item, 2. Juli 1987, S. 5 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  8. Quelle: ebd.
  9. Quelle: Peter Muello, "Find Puts Man in America at Least 300,000 Years Ago", 16. Juni 1987, in Dallas Times Herald; zit. nach: William R. Corliss, "Eine 300 000 Jahre alte Prä-Neandertaler-Fundstätte in Brasilien"
  10. Quelle: ebd.
  11. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de einführend: Reinhard Habeck, "Brasilien: Zeugnisse unbekannter Kulturen"
  12. Anmerkung: Was große Teile des Amazonastieflands betrifft, so sind diesbezüglich z.B. mega-katastrophische - möglicherweise sogar mehrfach erfolgte - großräumige Überflutungen ins Kalkül zu ziehen. Siehe dazu z.B. bei Atlantisforschung.de: Dr. Horst Friedrich, "Tepumerene und Pedra Pintada" (Erstveröffentl.: 1996)
  13. Quelle: Alexander Braghine, "The Shadow of Atlantis" (Erstveröffentl. 1940), Kempton, Illinois (Adventures Unlimited Press), 1997; zit. nach: Derselbe, "Prädiluviale Spuren in Brasilien", 2009, bei Atlantisforschung.de
  14. Siehe: Harold T. Wilkins", "Mysteries of Ancient South America", , Kempton, Illinois (Adventures Unlimited Press), 2000. ISBN-10: 0932813267 / ISBN-13: 978-0932813268
  15. Siehe: Marcel Homet, "Die Söhne der Sonne: auf den Spuren vorzeitlicher Kultur in Amazonas", Olten (Walter Verlag), 1958 (sowie: Limes Verlag, 1972; Ullstein, 1990)
  16. Quelle: Wikipedia - Die freie Enzyklopädie, unter: "Percy Fawcett", Abschnitt: "Die verschollene Stadt Z" (abgerufen: 16. April 2020)
  17. Quelle: Alexander Braghine, op. cit.
  18. Siehe dazu bei Atlantisforschung.de: "Otto Muck über Phönizier in Amerika" (red)
  19. Siehe: Barbosa, Januário da Cunha; Porto Alegre, Manuel de Araújo (1839), "Relatório Sobre a Inscrição da Gávea", RIHGB, Brazilian Historic and Geographic Institute: 86–91 (Links abgerufen: 17. April 2020)
  20. Quelle: Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter: "Archaeological interest of Pedra da Gávea" (abgerufen: 17. April 2020)
  21. Quelle: Paul Herrmann, "Conquest by Man", London (Hamish Hamilton) 1954 [sowie: New York (Harper), 1954], S. 214; zit. nach: Wikipedia - The Free Encyclopedia, unter: "Archaeological interest of Pedra da Gávea" (abgerufen: 17. April 2020; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  22. Quelle: ebd.
  23. Quelle: William R. Corliss, "Alte Römer und Iberer im präkolumbischen Amerika?" (1983). Anmerkung: Dieser kurze Artikel beinhaltet auch ein paar Informationen zu weiteren Funden antiker altweltlicher Amphoren und Scherben in amerikanischen Küstengewässern.
  24. Quelle: Marlise Simons, "UNDERWATER EXPLORING IS BANNED IN BRAZIL", 25. Juni 1985, in: The New York Times (abgerufen: 16. April 2020; Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de)
  25. Quelle: ebd.
  26. Quelle: Andrew Collins, "Atlantis in the Caribbean: And the Comet That Changed the World", Simon and Schuster, 2016 (Übersetzung ins Deutsche durch Atlantisforschung.de nach der Leseprobe bei Google Books ohne Seitenangabe)
  27. Quelle: ebd.
  28. Quelle: Marlise Simons, op. cit. (1985)
  29. Quelle: Andrew Collins, op. cit. (2016)

Bild-Quellen:

1) Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon (1911), Südamerika. I. (Karten), online bei Zeno.org
2) Vitor 1234 (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:Serra da Capivara - Tree Ritual.jpg (Lizenz: Creative-Commons, „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“)
3) Jean Baptiste Debret (1768–1848) (Urheber / Künstler) / Sammlung Instituto Cultural Itaú / Wilfredor (Uploader) bei Wikimedia Commons, unter: File:Famille d’un Chef Camacan se préparant pour une Fête.jpg (Lizenz: [ Creative-Commons], „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“)
4) Greg Jenner, NIBIRU AND THE ATLANTEAN CONNECTION" (Part Two)
5) Ben Hammot, fawcettadventure.com, unter: Mysteries of Ancient South America
6) Coordenação-Geral de Observação da Terra/INPE (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:Rio Xingú, no Mato Grosso.jpg (Lizenz: Creative-Commons, „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 generisch“, US-amerikanisch)
7) Gen. Quon bei Wikimedia Commons, unter: File:Silva Ramos, Pedra da Gavea, interpretation.gif
8) Mschlindwein (Uploader) bei Wikimedia Commons, unter: File:Rio 1555 França Antártica.jpg
9) F. Mitchell, Department of History, United States Military Academy (Urheber) bei Wikimedia Commons, unter: File:Trireme.jpg