Unterwasser-Archäologie und moderne Atlantisforschung

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"Das Meer ist die letzte große Schatzkammer der Erde, und alles, was darin versank oder von ihm verschlungen wurde, ruht auch heute noch auf seinem Grund. Wir müssen nur zu ihm in die Tiefe vordringen und diese Schätze als solche erkennen. Und das ist uns jetzt zum ersten mal in der langen Geschichte, auf die die Suche nach Atlantis zurückblicken kann, möglich. Der Schlüssel zu unserer eigenen Menschheitsvergangenheit liegt möglicherweise auf dem Meeresboden." Charles Berlitz

Abb. 1 Diese Side-Scan-Sonaraufnahme aus der Bahama-Region zeigt möglicherweise auch artifizielle Strukturen am Meeresgrund.
(Bild: Archiv William Donato)

(bb) Die Archäologie - und mit ihr auch die grenzwissenschaftliche Atlantisforschung - hat von der rasanten technischen Entwicklung des 20. Jahrhunderts enorm profitiert. Modernste Technologien ermöglichten es nun, selbst in zuvor kaum zugänglichen Bereichen, wie etwa auf dem Grund von Seen oder in flachen Ozeanbereichen relativ frei zu operieren. Sogar in große, ozeanische Tiefen können sie mit äußerst druckfesten Tauchkugeln und ferngesteuerten Arbeitsrobotern gelangen und Erkenntnisse sammeln. Side Scan Sonargeräte ermöglichen es inzwischen, selbst im ewigen Dunkel der Tiefsee Hinweise auf die Reste künstlich entstandener Strukturen zu erhalten.

Zum Kinderspiel wird diese Arbeit allerdings auch durch ausgefeiltestes Equipment nicht: "Die Erforschung archäologischer Stätten unter Wasser gestaltet sich ungleich schwieriger als auf dem trockenen Land. Hier wie dort hat man den Lebens- oder Siedlungsraum alter Kulturen vor sich, aus deren Überresten (Gebäude, Müllhalden oder Gräber) man auf das Leben und die Geschichte des Volkes schließen kann. Bei Fundstellen, die sich unter dem Meeresspiegel befinden, muß man, abgesehen von den erheblich schwereren Arbeitsbedingungen, zusätzlich klären, auf welche Weise die Stätte >unterging<. Die Altersbestimmung hängt unter anderem davon ab, ob der Untergang schnell und ungleichmäßig infolge einer Katastrophe stattfand (Erdbeben, Vulkanausbruch) oder langsam und gleichmäßig im Zuge von klimatischen und geologischen Veränderungen (Ansteigen des Wasserspiegels, Absenken des Landes oder eine Kombination aus beiden).

Mehr noch als an Land ist die Archäologie unter Wasser auf interdisziplinäre Forschung angewiesen. Die Klimaforschung spielt hier eine ebenso wichtige Rolle wie die Ozeanografie. Die Erkenntnis über die Wichtigkeit solcher Untersuchungen ist noch jung. So unterhalten zum Beispiel die Brown University, die Florida State University und Texas A & M Forschungsprogramme, die sich multidisziplinär mit versunkenen Stätten und Fundorten befassen. Inzwischen gibt es sogar Computerprogramme (zum Beispiel CliMap), die aus den Daten verschiedener Forschungszweige Voraussagen darüber entwickeln können, wo man auf solche untergegangenen Fundstätten stoßen könnte." [1]

Aber auch im grenzwissenschaftlichen Bereich, speziell für den Einsatz in der alternativen Ur-Geschichtsforschung und Krypto-Archäologie, also insbesondere bei der Suche nach versunkenen Zivilisationen und ihren Hinterlassenschaften, erscheinen moderne technologischen Errungenschaften wie das Side-Scan Sonar als wahrer Segen, aber ihr Einsatz ist problematisch und nur selten möglich. Das liegt schlichtweg an den astronomischen Kosten, welche die Anwendung solcher High-tech-Hilfsmittel mit sich bringt (siehe dazu z.B. William M. Donato in seinem Beitrag "Bimini und die Atlantis-Kontroverse: Was die Beweise sagen").

Abb. 2 Auch "Steinzeitliche" Artefakte, wie diese Pfeilspitze vor der Küste Floridas beweisen: Noch vor etwa 10 000 Jahren hatte die Welt ein völlig anderes Gesicht!

Es gehört zu den wenigen, zwischen konformistischen und alternativen Erd- und Menschheitsgeschichtlern im Grundsatz unumstrittenen Annahmen, dass die Meeresspiegel vor 20000 bis 10.000 Jahren noch wesentlich niedriger lagen als heute. Als gängiger Richtwert werden häufig Zahlen zwischen -120 Meter und -170 Meter genannt. (Abb. 2) Unstrittig ist zudem die Tatsache, das die Geschwindigkeit dieses Anstiegs der globalen Meeresspiegel nicht gleichförmig, sondern mit durchaus variierender Frequenz erfolgte.

Selbst wenn wir die Annahme erheblicher Landhebungen und -senkungen im atlantischen Großraum während dieses Beobachtungszeitraums sowie Anhaltspunkte für noch weitaus gravierendere Meresspiegel-Veränderungen hier einmal völlig außer Acht lassen, macht dies bereits deutlich, dass wir keinesfalls die heutigen Küstenlinien zu Grunde legen können, wenn wir nach Spuren früher Zivilisationen und nach Atlantis suchen: "Als das Reich der Atlantiden seine Blütezeit erlebte [laut Platons Angaben vor mehr als 10 000 Jahren; bb] lagen sämtliche Hafenstädte an Stellen, an denen heute eine Meerestiefe von mindestens einhundert Metern herrscht! Um sie aufzuspüren, sind die Vertreter der Unterwasserarchäologie gefordert." [2]

Einer der ersten populären 'Unterwasser-Atlantologen' war der französische Meeresbiologe Jacques-Yves Cousteau (1910 - 1997), der mit seinem Tauchboot Calypso Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts den Boden des Mittelmeers nach Relikten von Atlantis absuchte. "Dreizehn Monate lang dauerten die Erkundungen des ägäischen Meeresbodens durch den französischen Unterwasserforscher Jacques Cousteau. Auf einer Pressekonferenz im November 1976 teilte er dann mit, bei der Saga von Atlantis, das in vielen Mutmaßungen im Gebiet der griechischen Vulkaninsel Santorin angesiedelt wird, handele es sich um ein von Platon geschaffenes “Märchen”. Das legendäre Inselreich habe es nie gegeben.") [3]

Diese wütende Schlussfolgerung des frustrierten Herrn Cousteau [4] ist natürlich wenig beweiskräftig. Erstens war die Technologie, die ihm damals zur Verfügung stand, noch vergleichsweise beschränkt, und zweitens lässt sich auch ein "kleines" Meer, wie die Ägäis, von einem einzelnen Schiff nicht in 13 Monaten systematisch absuchen. Schließlich lässt sich nach den Gesetzen der Logik aus seinem Fehlschlag - wenn überhaupt - lediglich schlussfolgern, dass die Überreste von Atlantis vermutlich nicht im östlichen Mittelmeer, bzw. in der Ägäis zu finden sind.

Abb. 3 Als Atlantologe bewies Jacques Cousteau kein großes Durchhalte-Vermögen: Nach einer nur dreizehnmonatigen Suche gab er auf und erklärte 1976: "Atlantis hat es nie gegeben!"

Cousteau hatte sich jedoch, wie viele schulwissenschaftlich denkende 'Kurzzeit-Atlantologen' seiner Zeit, so sehr in die Idee eines kretisch-minoischen Atlantis bei der heutigen Insel Thera verrannt, dass er schlichtweg keine anderen Optionen zur Kenntnis nahm. Vielleicht hätte er aber einfach nur etwas weiter westlich suchen müssen, um auf Spuren der platonischen Frühzivilisation und ihrer Nachfahren zu stoßen?

Sein Sohn, der später auf tragische Weise ums Leben gekommene Philippe Cousteau, ging in dieser Beziehung konsequenter vor. Im Jahr 1976 untersuchte er im West-Atlantik bei den Bahamas die so genannte "Bimini-Road" (siehe dazu: Bimini-Road und die Suche nach Relikten von Atlantis) und drehte einen dreiviertelstündigen Dokumentarfilm über seine Tauchexpedition vor der Nord-Insel von Bimini. Dabei kam er, wie wir bei Johannes v. Buttlar erfahren, zu dem Ergebnis: "Die Anlage wurde künstlich errichtet, gehört der Megalithkultur an und ist mindestens 8000 Jahre alt. Die Behauptung von Skeptikern, es handele sich bei der >Bimini-Straße< nur um Küstenfelsen, [siehe: Die Bahamas und Atlantis: Der Streit um Bimini; d. Red.] widerlegte Philippe Cousteau mit dem Argument, daß die Anlage diagonal zur Strömung verlaufe.

Zudem entdeckte er, daß die gewaltigen Steine wie das Dach eines gigantischen Tempels auf Säulen [tatsächl. Fundament-Steine; bb] ruhen, aber heute vom Meeressand bedeckt sind. Dr. David Zink) [5] von der amerikanischen Lamar Universität bestätigte ihren künstlichen Ursprung mit den Worten: >Eine unbekannte Kultur muss sie geschaffen haben. Ich schätze ihr Alter auf etwa 12 000 Jahre<." [6]

Mit der unterwasser-atlantologischen Erforschung der Bimini-Road werden wir uns weiter unten noch beschäftigen. Werfen wir zunächst einen Blick auf die folgende, durchaus unvollständige, Liste von Meldungen "anomaler" unterwasser-archäologischer Funde aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wir wir feststellen können, gab und gibt es gerade - aber nicht nur - in den Tiefen der Atlantischen See aber auch im Pazifik mehr als genug brisante Artefakte, die u.a. auf weit prähistorische Kulturen schließen lassen:

  • 1964 fotographierte das Polar-Forschungsschiff ELTANIN auf einer Antarktis-Expedition mit einer druckstabilen Senk-Kamera den antarktischen Meeresboden. Bei der Auswertung dieses Materials staunten die Wissenschaftler nicht schlecht: Auf einer Aufnahme, die in etwa Fuß Tiefe aufgenommen worden sein soll, war am Grund ein technisch wirkendes Objekt zu erkennen. (Abb. 5) Dieses Objekt, das einer verästelten Funk-Antenne ähnelt, scheint direkt aus dem Meeres-Boden herauszuwachsen: Eine Erklärung für das Phänomen konnte nicht gegeben werden. (siehe: Der mysteriöse Fund der ELTANIN)
Abb. 4 Links: Der Meeresbiologe und Atlantisforscher Dr. Manson Valentine machte die Bimini-Road weltbekannt. Rechts: Die Atlantologin Prof. Maxine Asher entdeckte 1973 auf dem Meeresgrund vor der spanischen Küste die ein weit prähistorisches Ruinenfeld.
  • Charles Berlitz vermerkte über eine weitere Tiefsee-Entdeckung im Atlantik: "Im November 1965 gelang dem Ozeanographen Robert Manzies an Bord des Forschungsschiffes Anton Braun dieses überraschende Foto. (Abb. 6) Das Bild zeigt Mauern oder Säulen auf dem flachen Meeresboden in einer Tiefe von etwa 2000 Meter." [7] Egerton Sykes stellte zu dieser Entdeckung fest: "Anfang April [1966] wurde ein Bericht in der London Press darüber publiziert, dass ein gewisser Professor Men[z]ies, ein amerikanischer Ozeanograph, als er vor der Küste von Peru arbeitete, eine Serie von etwa 400 Unterwasser-Fotographien bei einer Tiefe von 750 Faden oder 1500 Yards machte, auf denen vier Stein-Säulen zu sehen waren, die Glyphen und Zeichnungen trugen, und offenbar Menschenwerk waren. Ob die Glyphen irgendeine Form von Schrift darstellen, ist beim derzeitigen Stand unbekannt, da meine Bemühungen soweit fehlgeschlagen sind, Kopien der Photographien zu machen." [8]

Auch Brad Steiger berichtete über die "ozeanographische Forschungs-Expedition, die von Dr. Robert J. Menzies von der Duke University an Bord des Schiffes 'Anton Brunn' geleitet wurde, etwas, bei dem es sich scheinbar um behauene Stein-Säulen (Abb. 9) handelte. [Sie befinden sich] 6000 Fuß unter dem Wasser des Ozeans in der Milne-Edward-Tiefe, einer Mulde von bis zu 19 000 Fuß Tiefe. Mit aller Vorsicht Dr. Menzies gestand ein, dass die Entdeckung von etwas, bei dem es sich um die Ruinen einer alten Stadt handeln könnte >eine der aufregendsten Entdeckungen des Jahrhunderts< sein, >sofern es um Ruinen geht. Die Säulen sind zum Teil halb im Schlamm begraben, während andere immer noch aufrecht stehen. Viele von ihnen scheinen mit einer Art Schrift versehen zu sein.[9]

  • Im Januar 1967 entdeckte der Aluminaut, (damals) das tauchfähigste Untersee-Boot der Welt, eine unterseeische >Straße< vor den Küsten Floridas, Georgias und South Carolinas, die sich bis in Tiefen von 3000 Fuß erstreckt und mit einer Schicht von Magnesiumoxid gepflastert ist. (Zement ist ein Pulver, das aus einer Mischung von Aluminium, Silizium, Kalk, Eisenoxid und Magnesiumoxid hergestellt wird, die man gemeinsam in einem Brennofen brennt.) Arthur L. Market, der Eigentümer des U-Boots berichtete, dass Stömungen die Straße sauber hielten, so dass sie wie eine [blanke] Tafel aussah, und dass sie Räder am Aluminaut befestigt hatten, und dass er in der Lage war, die Straße entlang zu rollen.[10]
Abb. 5 Die mysteriöse Antenne, die 1964 von der ELTANIN auf dem antarktischen Meeres-Grund fotographiert wurde.
  • "1973 entdeckte eine Tauchexpedition unter Leitung von Maxine Asher (Abb. 4) auf dem Meeresgrund vor der spanischen Küste Reste einer stadtähnlichen Siedlung." [11] (siehe dazu: Maxine Asher: Atlantis lag vor Gibraltar)
  • Ebenfalls 1973 photographierte ein tiefsee-tauchfähiges Boot aus den USA "römisch" wirkende Säulen, die Teil einer größeren Bau-Struktur gewesen zu sein schien. Leider liegt keine präzise Lokalisierung dieser Objekte vor, aber sie sollen angeblich an einer der tiefsten Stellen des Atlantik in etwa 2000 Meter (6000 Fuß) Tiefe liegen. [12]
  • "1981 war es eine Tauchergruppe unter Führung von P. Cappelano, die vor den Kanarischen Inseln Felsplatten mit unbekannten Symbolen aufspürte, sowie eine Treppe, die in unbekannte Tiefen führte." [13] (siehe dazu auch: Die Kanarischen Inseln und Atlantis)
  • Im selben Jahr meldete die Zeitschrift Baltimore Sun den spektakulären Fund sowjetischer Ozeanographen unter Leitung von Boris Asturua: Als sie die Aufnahmen begutachteten, die sie vom Mount Ampere gemacht hatten, einem unterseeischen Berg, etwa 450 Meilen westlich von Gibraltar, entdeckten sie regelmäßige Strukturen, die den Eindruck von Mauern, Treppen und anderen künstlichen Stein-Formationen machen. [14]
  • Bei Johannes v. Buttlar finden wir weitere Information zu den Entdeckungen, die sowjetische Forscher Anfang der 1980er Jahre im Mittel-Atlantik machten: "Im Frühjahr 1981 entdeckte eine sowjetische Expedition 700 Kilometer vor der portugiesischen Küste die Jahrtausende alten Ruinen einer Stadt. >Wir haben rätselhafte Strukturen gefunden, die nur die Überreste von Gebäuden, Mauern, Treppen und Straßen sein können<, erklärte Andrei Monin, Forschungsdirektor auf dem russischen Forschungsschiff >Academian Kurchatov<. >Wir haben drei verschiedene Expeditionen in dieses Gebiet geschickt, die alle mit verblüffenden Unter-wasseraufnahmen einer versunkenen Stadt zurückkamen<.
Abb. 6 Diese mysteriöse Struktur wurde 1965 in ca. 2 Kilometer Tiefe im Atlantik entdeckt.
(Foto Dr. Robert J. Menzies)

Die über 450 Photos der Russen waren alle rund um den unterseeischen Ampere-Berg aufgenommen, der 700 Kilometer westlich der Straße von Gibraltar, zwischen der Insel Madeira und Casablanca liegt. >Viele Aufnahmen vom nordwestlichen Teil des Berges zeigen deutlich rechtwinklige Strukturen. Auf einem Photo sind einen Meter hoch vom Boden aufragende, rechtwinklige Platten zu sehen«, erklärte Monin. >Sowohl die Stellung der Platten und Blöcke als auch ihre regelmäßige Form deuten auf ihren künstlichen Ursprung hin.<

Eine der Unterwasseraufnahmen zeigt eine 50 Zentimeter breite Steinmauer, dazu auf quadratischen Blöcken liegende rechteckige Steinplatten. Auf einem anderen Photo ist eine Struktur zu erkennen, die aus in gleichmäßigen Abständen aneinandergereihten Steinplatten besteht. Auch das Innere einer Ummauerung aus kleinen Ziegeln und in konvexer Krümmung wurde photographisch festgehalten. Russischen Wissenschaftlern war es bereits zwei Jahre vorher gelungen, von einer Tauchglocke der >Academian Kurchatov< aus die riesigen Mauern und Treppen an den Berghängen des Ampere-Seamounds in acht Aufnahmen festzuhalten.

Abb. 7 Taucher untersuchen den enormen Ruinenkomplex von Mahabalipuram.

Damals meldete die amtliche sowjetische Nachrichtenagentur TASS: >Nach Auswertung der Bilder waren die Archäologen überzeugt, daß sie von Menschenhand gefertigt wurden.< Die ersten Hinweise auf diese Ruinen wurden bereits 1976 durch das Forschungsschiff >Universität Moskau< erbracht. >Die Ruinen könnten tatsächlich die der versunkenen Stadt Atlantis sein<, spekulierte Monin..." [15] Aber nicht nur Anzeichen für die historische Existenz des versunkenen Atlantis kamen in dieser Zeit ans Tageslicht:

  • Einen weiteren Fund machten Forscher 1981 vor der Küste der indischen Provinz Gujrat. Dort stießen sie auf die Ruinen einer versunkenen Großstadt. Wie sich bald herausstellte, handelte es sich bei dem weitläufigen Ruinen-Komplex um die Überreste der legendären Hauptstadt Dwaraka, an deren historische Existenz kein westlicher Geschichtsforscher bis dahin im ernsthaft geglaubt hatte.

Für die moderne, nonkonformistische Atlantisforschung sollten sich einige dieser Entdeckungen [16] durchaus als wesentlich herausstellen. So stellte der Fund Dwarakas (dem 2002 die Wiederentdeckung der versunkenen Stadt Mahabalipuram folgte (Abb. 7)) nicht nur die Legitimität eines euhemeristisch-mythologischen Forschungs-Ansatzes [17] eindrucksvoll unter Beweis; diese beiden Funde zeigten darüber hinaus, dass das atlantologische Theorem der Möglichkeit mündlicher Überlieferungen über Jahrhunderte und selbst Jahrtausende hinweg (siehe dazu auch: Beringstraßen-Theorie und indianische Überlieferungen von Itztli Ehecatl) völlig zu Recht besteht.

Die aufsehenerregende Funde im westlichen Mittelmeer und im Atlantik machten zudem deutlich, dass die klassische Lokalisierung des platonischen Urzeit-Reiches im atlanto-mediterranen Westen keineswegs so "tot" ist, wie ihre Gegner immer wieder gebetsmühlenartig beteuern. Allerdings offenbarten diese Entdeckungen auch die weitgehende Hilflosigkeit der Verfechter der 'Atlantiker'-Schule ("Atlantis lag im Atlantik"), wenn es darum ging, ihre empirischen Überlegungen "im Feld" zu verteidigen und aus eigener Kraft Evidenzen zu erbringen.

Abb. 8 Diese faszinierenden, vermutlich bronzezeitlichen, Strukturen fand J. Spanuth vor der heutigen Küste Helgolands, wo er Atlantis vermutete.

Schließlich war - wenn wir von Maxine Ashers legendärer Tauch-Expedition absehen - keine der genannten Entdeckungen ein Ergebnis atlantologischer Feldforschung unter Wasser: Es handelte sich bei den meisten von ihnen um pure Zufallsfunde im Rahmen gänzlich anders gearteter Wissenschafts-Aktivitäten. Die Tiefen des Atlantik und weite Teile des westlichen Mittelmeers lagen schlichtweg noch weit jenseits der finanziellen, technologischen und organisatorischen Möglichkeiten der vereinzelt agierenden Atlantisforscher.

Nur in Ausnahmefällen - nämlich bei küstennahen Lokalisierungen - gab es für einzelne Forscher die Möglichkeit, ihre Annahmen vor Ort durch Tauch-Expeditionen zu überprüfen. Zu diesen Forschern gehörte auch Jürgen Spanuth, der Atlantologe, der mit zäher Hartnäckigkeit die Annahme eines bronzezeitlichen Atlantis auf der heutigen Insel Helgoland vertrat. Aus Sicht der meisten jetzigen Forscher mag Spanuths Ostsee-Atlantis ein fehlerhaftes Konstrukt sein; in aller Regel wird jedoch der bahnbrechende Charakter seiner Überlegungen zu den bronzezeitlichen Völkerwanderungen gewürdigt. Selbst in Fachkreisen kaum bekannt sind jedoch die Ergebnisse der Tauchgänge, die der atlantisbegeisterten Pastor vor den Küsten Helgolands unternahm, um Beweise für seine Theorie zu finden.

Tatsächlich stieß er im Bereich der versunkenen Inselteile auf Relikte alter Bausubstanz (Abb. 8), welche die enorme Bedeutung der ehemaligen Großinsel deutlich machen und geeignet sind, das weit verbreitete Bild vom "primitiven" oder "barbarischen" Nordwesteuropa vorchristlicher Epochen zu revidieren. [18] Für die weitere Entwicklung der atlantologischen Unterwasser-Forschung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war dies jedoch ebensowenig von Bedeutung wie das ägäische Intermezzo des Jacques Cousteau. Bedeutende und substantielle Fortschritte wurden auf diesem Gebiet in den folgenden Jahren vor allem von denjenigen Forschern erzielt, die an einer eher klassischen Interpretation der Atlantida festhielten.

Zum 'Tummelplatz' der atlantologischen Nonkonformisten und Abweichler von der 'Parteilinie' der Historiker und Altphilologen wurde in den 1960er und -siebziger Jahren vor allem der Bereich der heutigen Bahama-Bänke, die nicht nur Sport-Taucher sondern auch die "Wasserratten" unter den Alternativ-Historikern und Atlantologen fast magisch anzog. Dort wurden im Lauf der Jahre eine ganze Reihe von Indizien und Evidenzen und Evidenzen entdeckt, die für die Existenz einer spätglazialen Zivilisation im westatlantischen Großraum sprechen - und dementsprechend von der Mehrheit der Fachwissenschaftler entrüstet zurückgewiesen werden. Zugestanden: Vieles, was damals zunächst als Sensations-Fund gehandelt wurde, entpuppte sich früher oder später als wenig stichhaltig bis wertlos (siehe: Es ist nicht alles Gold, was glänzt - Fakes und Fehlinterpretationen rund um Bimini). Andere, von Berufs-Archäologen auf der Basis reinen Hören-Sagens als "Geofakte" abgestempelte, Strukturen weisen tatsächlich artifizielle Charakteristika auf.

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Abb. 9 Unterseeische Funde, wie dieser Mammutstoßzahn vor der Ostküste der USA, beweisen, dass viele küstennahe Meeresgebiete noch in jüngerer Vergangenheit über der Wasseroberfläche lagen.

Mit einiger Sicherheit der profilierteste Bahama-Atlantologe der 70er und 80er Jahre war Dr. J. Manson Valentine (Abb. 4), ein Wissenschaftler, der bei seinen langjährigen Forschungen nicht nur maßgeblich an der Identifikation der sogenannten Bimini Road beteiligt war, sondern neben einer Reihe weiterer brisanter Funde auch den 'Poseidon von Yucatan' entdeckte. [19] Den 1994 verstorbenen Valentine als "Vater" der unterwasser-archäologischen Atlantisforschung bei Bimini zu bezeichnen, wäre sachlich nicht richtig, aber man kann mit Fug und Recht behaupten, dass er ihr ein Gesicht gab. Valentine, der kein "hauptberuflicher" Historiker und Archäologe, sondern von Hause aus Meeresbiologe war, provozierte mit seinen frühen Verlaut-barungen zu tatsächlichen und/oder vermeintlichen Relikten von Atlantis immer wieder harsche Reaktionen bei 'professionellen' Forschern.

Weniger bekannt als Valentine, aber kaum weniger bedeutend für die Weiterentwicklung der atlantologischen Unterwasser-Archäologie war der 1921 in Paris geborene Konstrukteur, Erfinder, Taucher und Alternativ-Historiker Dimitri Rebikoff, der sich bereits lange vor seinem berühmten Forscher-Kollegen für die Bimini-Road interessiert und ihren artifiziellen Ursprung vermutet hatte (siehe: Dimitri Rebikoff, Bimini Road und die Atlantisforschung). Rebikoff war ein Forscher, der sich (bedachtsamer als Valentine, mit dem er lange zusammenarbeitete) augenscheinlich mit "Sensationsmeldungen" und vorschnellen Aussagen über Atlantis zurück hielt; als innovativer Tüftler und Erfinder trug er mit der Entwicklung von Equipment zur Unterwasser-Fotographie und diverser Tauchboote und -vehikel zudem entscheidend zum technologischen Fortschritt der submarinen Forschung insgesamt bei.

Auch heute gehören die Bahamas weiterhin zu den für Atlantisforscher besonders interessanten Orten, in deren Seegebiet - trotz häufig anderslautender Behauptungen - noch längst nicht "jeder Quadratmeter" erforscht wurde. So wurde beispielsweise das Forscher-Ehepaar Lora und Greg Little, über Insider-Kreise hinaus, vor allem durch seine kritische Aufarbeitung früherer Fundmeldungen in der Region bekannt. Ihre spektakulärste Entdeckung stellt jedoch eine weitere Megalith-Struktur vor der Insel Andros dar, die "Andros-Road". Diese gewaltige Stein-Plattform könnte nun, mehr als 35 Jahre nach der Entdeckung ihrer "kleinen Schwester", auch zur Lösung der Frage dienen, welchen Zweck Anlagen wie die Bimini-Road einst erfüllten. Immer mehr Anhaltspunkte stützen nämlich die Annahme, es handle sich in beiden Fällen um die Überreste ehemaliger Hafenanlagen! (siehe dazu auch: Ein Update zur unterseeischen Stein-Plattform bei Andros Island (Dr. Greg Little))

Abb. 10 Zusammenschluß riesiger, den Bimini-Wall umfassender Monolithen. Ähnliche Anlagen befinden sich möglicherweise unter dem Sand des Meeresbodens, nur durch unnatürlich gerade Linien im Wuchs der Bodenvegetation gekennzeichnet.
(Foto: J.M. Valentine)

Doyen der heutigen Bahama-Atlantologie ist jedoch zweifellos der bereits kurz erwähnte Fachwissenschaftler William M. Donato, einer der wenigen mutigen Anthropologen und Archäologen in den USA, die es wagen, eigene Wege abseits des paradigmatischen Muffs und Unsinns der dortigen Erd- und Menschheits-Geschichtsforschung zu gehen. Bei Atlantisfor-schung.de präsentieren wir in deutscher Erstveröffentlichung zwei Artikel des Wissenschaftlers, in denen er anschaulich die Entwicklung der atlantologisch/archäologischen Forschungs-Tätigkeit bei den Bahamas während der letzten drei Jahrzehnte schildert (siehe den Einstiegsbeitrag: Bimini und die Atlantis-Kontroverse: Was die Beweise sagen).

Abschließend wollen wir noch kurz die "heißesten" Jagdreviere grenzwissenschaftlicher Unterwasser-Archäologie ansprechen, wenn es um weit prähistorische Zivilisationen geht. Beginnen wir in Indien. Nach der bereits zuvor erwähnten Wiederentdeckung der versunkene Städte Dwaraka und Mahabalipuram geglückt war, lieferten im Jahr 2002 Satelliten-Bilder der NASA faszinierende Hinweise auf ein wahres Weltwunder der Prähistorie, das uns mit Sicherheit auch künftig noch beschäftigen wird: Die Aufnahmen zeigen eine gewaltige, im Meer versunkene Land-Brücke in der Palk-Straße zwischen Indien und Sri Lanka. Dieser alte, 30 Kilometer (!) lange Verbindungsweg ist offenbar nicht natürlichen Ursprungs (siehe: Satellitenbilder enthüllen: Ein künstlicher Damm verband Indien und Sri Lanka) und somit ein erstrangiger Forschungs-Gegenstand der alternativen Prähistorik. Zwei Fragen werden dabei vor allem im Zentrum des Interesses stehen: Wie alt ist diese phantastische Struktur - und von wem wurde sie errichtet?

Im Südchinesischen Meer liegt die zu Japan gehörende Insel Yonaguni, vor deren Küste mehr als 10 000 Jahre alte Strukturen entdeckt wurden (Abb. 9). Obwohl orthodoxe und paradigmen-treue Wissenschaftler natürlich sofort abwinkten, nachdem dieser Fund eines Japanischen Berufs-Tauchers 1985 bekannt wurde, widmeten sich einige dortige Fachwissenschaftler während der gesamten 1990er Jahre ihrer Erkundung; mit einem eindeutigen Ergebnis, wie der Meeresgeologe Professor Masaaki Kimura von der University of the Rukyus in einem Interview mit John Michael vom Morien Institute feststellte: Die versunkenen Strukturen gehören offenbar zum Erbe der Jomon-Kultur, die bereits vor 16 000 Jahren in diesem Großraum existierte (siehe dazu: Professor Masaaki Kimura im Gespräch).

Abb. 11 Dieser Teil der Strukturen am Iseki-Point (Yonaguni-Monument Nr.1) unter anderem vermutlich als vorgeschobene Hafenanlage mit Pier, Befestigungen und einem Heiligtum.
(Foto: © Prof. M. Kimura)

Was das Mittelmeer angeht, so konzentriert sich das Interesse atlantologischer Forschung heute vor allem auf seinen westlichen Teil. [20] Dort versprechen gerade die iberischen und maltesischen Küstengewässer für die Zukunft weitere Aufschlüsse über frühe Zivilisationen der Menschheit - und über Katastrophen, die möglicherweise erst vor wenigen Tausend Jahren zur Entstehung des heutigen Mittelmeers geführt haben (siehe: ATLANTIS WAR SIZILIEN - Vom Mythos zur Realität von Prof. Axel Hausmann). Spannend dürfte es vor allem im Raum der beiden heutigen Inseln Sizilien und Malta werden, wie die Entdeckung der versunkenen Megalith-Anlage von Gebel Gol Bahar vor der maltesischen Küste zeigt.

1999 war dem deutschen Alternativ-Historiker und Atlantologen Dr. h.c. Hubert Zeitlmair dieser überrachende Fund gelungen. Mit mit seiner spektakulären Entdeckung gelang ihm nicht nur die Beweisführung, dass die maltesischen Megalith-Baumeister diese sogenannten "Tempel" als komplexe astronomische Anlage konzipiert und konstruiert hatten (siehe: Die 25 Steinkreisanlagen von Malta - Observatorien der Vorzeit); darüber hinaus könnten weitere Untersuchungen des versunkenen Teils der Anlage, deren Basis sich in heute 19 m Wassertiefe befindet, nun auch eindeutige Befunde über den Charakter ihrer Zerstörung erbringen. [21]

Auch der Zentral-Atlantik mit dem Mittelatlantische Rücken und den Azoren bleibt weiterhin im Visier vieler Atlantologen. Da Feldforschung in der Tiefsee aufgrund der damit verbundenen Probleme nach wie vor kaum möglich ist, müssen sie sich allerdings weiterhin auf die Beobachtung und Auswertung "fachfremder Erkenntnisse" durch Meeresgeologen, Ozeanographen und andere Berufs-Wissenschaftler beschränken, die nach wie vor unbeabsichtigt über Anomalien stolpern. Obwohl seit weit mehr als einem halben Jahrhundert angeblich "feststehen" soll, dass es im Bereich des Mittel-Atlantik keine versunkenen Landmassen geben hat, sprich nach wie vor einiges für diese Annahme. Neben geologischen Argumenten (siehe dazu: Atlantis - Geologische Argumente für eine Großinsel im Mittel-Atlantik) sind es auch hydrographische Befunde, die aus grenzwissenschaftlicher Sicht Skepsis an der gültigen Lehrmeinung legitimieren.

Bereits 1971 hatten "Christian und Barbara O´Brien vor der Insel São Miguel, der größten der Azoreninseln, klare Hinweise auf ein mit Felsbrocken gefülltes Flussbett unter dem Meer" entdeckt. "Anhand ausgeklügelter hydrographischer Karten erkannten sie Flüsse, die einmal auf den Südhängen von São Miguel entsprungen und in einem gigantischen Tal, 64 Kilometer vor der heutigen Insel, zusammengeflossen sind. Andere Inseln der Azorengruppe wiesen ähnliche hydrographische Unregelmäßigkeiten auf, und in einem Fall entdeckten die O´Briens gar eine Serie von Hunderte Kilometer langen Flußtälern, die sich in einem großen Strombassin treffen." [22]

Abb. 12 Eine tierische Fährte oder ein artifizielles Relikt aus ferner Vergangenheit? Diese seltsame Spur auf dem Mittelatlantischen Rücken gibt den Wissenschaftlern Rätsel auf.

Das anhaltende Interesse vieler nonkonformistischer Forscher an krypto-archäologischen Tiefsee-Anomalien darf daher - besonders, wenn sie im Atlantik entdeckt werden - kaum verwundern. Jahr 2001 (?) machten z.B. Forscher bei einer Tauch-Expedition im Rahmen der MAR-ECO Studie eine seltsame Entdeckung am Mittelatlantischen Rücken, die Anomalisten und Atlantologen aufhorchen ließ: "In einer Tiefe von 2000 Metern stießen sie auf dem Gipfel eines Unterwasser-Berges nördlich der Azoren auf eine verwirrendes, gerade verlaufendes Muster von Vertiefungen im Boden (Abb. 12). Diese Spuren am Meeresgrund ähneln Fuchslöchern, die jeweils etwa 5 cm auseinanderliegen.

Die Wissenschaftler mussten eingestehen, dass sie keine Vorstellung davon haben, wie diese Spuren entstanden sein könnten. Die MAR-ECO Studie ist Teil des "Census of Marine Life" (CoML), einem 1 Milliarde Dollar teuren 10-Jahres-Programm zur Erforschung des Atlantik. An diesem internationalen Projekt beteiligen sich insgesamt 110 Wissenschaftler aus 16 Nationen." [23] Eine weitere Spur der gesuchten, urzeitlichen Zivilisation im Atlantik-Raum, oder nur eine Laune der Natur?

Für die Verfechter der 'Atlantis im Atlantik'-Theorie und für diejenigen Alternativ-Historiker, die von der Existenz weit prähistorischer Zivilisationen überzeugt sind, bedeuten schließlich auch die Entdeckungen der kanadischen Paulina Zelitsky einen enormen Auftrieb. Im Jahr 2001 hatte die Forscherin mit einem ferngesteuerten Mini-U-Boot den Meeresboden vor der Küste Kubas erkundet, als sie und ihre Mitarbeiter unvermittelt mit Bildern megalthischer Strukturen offenbar artifizieller Natur konfrontiert wurden: "Die Forscher erklärten, sie gingen davon aus, dass diese mysteriösen, als urbane Siedlung erkennbaren, Strukturen, die in der erstaunlichen Tiefe von etwa 2100 Fuß [ca. 700 m!] entdeckt wurden, möglicherweise vor mindestens 6000 Jahren erbaut worden sein könnten. Dies wäre etwa 1500 Jahre früher als die Erbauung der ägyptischen Pyramiden von Gizeh." [24] (Siehe dazu: Kuba - das karibische Atlantis sowie Neues zu den megalithischen Funden vor der Westküste Kubas von Linda Moulton Howe)

Wie üblich hat auch im diesem Fall die wissenschaftliche Fachwelt mit Ablehnung, Belustigung und Desinteresse reagiert. Es wird also einmal mehr die Aufgabe von Alternativ-Historikern, Atlantisforschern und anderen Vertretern der "Schatten-Archäologie" sein, diesem unterseeischen Mysterium hartnäckig auf der Spur zu bleiben.


Anmerkungen und Quellen

  1. Quelle: Ronald R. Rattmann, Monumente unter dem Meer, online unter http://home.t-online.de/home/056213298-0001/monume%7E1.htm
  2. Quelle: Klaus Aschenbrenner, Das neue Bild von Atlantis, König 2001, Seite 41
  3. Quelle: http://www.violations.dabsol.co.uk/search/searchpart2.htm (Seite nicht mehr online)
  4. Anmerkung: Siehe dazu bei Atlantisforschung.de auch: "Das atlantologische 'Gastspiel' des Jacques-Yves Cousteau" (bb)
  5. Siehe: David Zink, "The Stones of Atlantis", Prentice Hall, Englewood Cliffs, NJ. (USA), 1978; daraus als Erstveröffentlichung in deutscher Sprache bei Atlantisforschung.de: Die Steinsäule des Dr. Bell von Dr. David Zink
  6. Quelle: Johannes v. Buttlar, "Adams Planet - Das Paradies lag auf Phaeton", Heyne (München), 1991, S. 192 (Zur Orginal-Quelle vergl. auch: Atlantis aus Sicht des Anomalisten von William R. Corliss)
  7. Quelle: Charles Berlitz & J. Manson Valentine, "Spurlos", Paul Zsolnay Verlag (Wien), 1977, S. 128
  8. Quelle: Egerton Sykes, "Two Important Discoveries in Atlantology", 1966, online unter http://kengarman.tripod.com/thelegendofatlantis/id6.html
  9. Quelle: Brad Steiger, in: Atlantis Rising, nach OOPARTS, "Underwater Cities, Monuments; Noah's Flood Proof? ... Page 6", online unter: http://www.s8int.com/water6.html
  10. Quelle: Brad Steiger, op. cit.
  11. Quelle: Klaus Aschenbrenner, "Das neue Bild von Atlantis", König 2001, Seite 41
  12. Quelle: OOPARTS, unter: Underwater Cities, Monuments; Noah's Flood Proof? ... Page 6
  13. Quelle: Klaus Aschenbrenner, ebd.
  14. Quelle: Anonymus, "Undersea Discovery May Be Atlantis," Baltimore Sun, April 5, 1981 (AP-Meldung); nach William R. Corliss, Science Frontiers Nr. 15, Frühjahr 1981
  15. Quelle: Johannes v. Buttlar, "Adams Planet - Das Paradies lag auf Phaeton", Heyne (München), 1991, S. 185, 186
  16. Anmerkung: Die Authentizität einiger der genannten Funde (z.B. die "ELTANIN-Antenne") ist durchaus umstritten!
  17. Anmerkung: Die folgende Erklärung des Euhemerismus fand sich im ad-LEXIKON (nicht mehr online) unter http://euhemerus.adlexikon.de/ : "Euhemerus oder Euhemeros (* um 340 v. Chr. † um 260 v. Chr.) war ein griechischer Philosoph, Schriftsteller und Mythenautor, geboren in Messana auf Sizilien (oder Chios, Tegea oder Messene auf dem Peloponnes), lebte um 300 v. Chr. am Hof von des mazedonischen Königs Kassander.
    Er ist hauptsächlich bekannt durch seine Heiligen Aufzeichnungen, ein philosophisch-utopischer Reiseroman, der auf archaischen Inschriften basiert, die er auf seinen verschiedenen Reisen durch Griechenland gefunden haben wollte. Er verlässt sich besonders auf einen Bericht zur frühen Geschichte, den er während einer Reise entlang der Küste Arabiens, die er im Auftrag Kassanders, seines Freunds und Mäzens, unternahm, auf der Insel Panchea in einem Tempel auf einer goldenen Säule entdeckt habe. Es gibt keinen Zweifel, dass die Insel nicht existiert.

    In seinem Werk systematisiert er zum ersten Mal eine altorientalische (vielleicht phönizische) Methode, die Volksmythen zu interpretieren, behauptend, dass die Götter, die die Hauptobjekte volkstümlicher Verehrung seien, ursprünglich Helden und Eroberer gewesen seien, die dadurch einen Anteil an der Verehrung ihrer Subjekte verdient hätten. Dieses System ist weit verbreitet, und besonders die frühen Christen nahmen es als Bestätigung ihres Glaubens, dass die antike Mythologie lediglich eine Ansammlung von Fabeln aus menschlischer Eingebung gewesen sei. Euhemerus war ein standhafter Verfechter der kyrenäischenPhilosophie, und von manchen antiken Schriftstellern wird er als Atheist bezeichnet. Sein Werk wurde von Ennius ins Lateinische übersetzt, das Original jedoch ging verloren, und von den Übersetzungen sind auch nur ein paar kurze Fragmente erhalten.

    Diese rationalisierende Interpretationsmethode ist als Euhemerismus bekannt. Es gibt keinen Zweifel, dass sie wahre Elemente enthält, da bei den Römern die stufenweise Vergötterung der Ahnen und die Apotheose der Kaiser ein wesentliches Merkmal der religiösen Entwicklung waren, und es sogar bei einfachen Leuten möglich ist, die Herkunft der Familie und der Stammesgötter bis zu großen Häuptlingen und Kriegern zurück zu verfolgen. Alle Theorien über Religionen, die der Veehrung der Ahnen und dem Totenkult große Bedeutung beimessen, sind in großem Maße euhemeristisch. Aber als einzige Erklärung für den Ursprung der Gottesidee ist dies in der vergleichenden Religionswissenschaft nicht akzeptiert. Dennoch war sie im Frankreich des 18. Jahrhunderts eine beachtliche Modeerscheinung: Der Abbé Banier war in seiner Mythologie et la fable expliqués par l'histoire offen euhemeristisch; andere führende Euhemeristen waren Clavier, Sainte-Croix, Raoul Rochette, Em. Hoffmann und in hohem Maße Herbert Spencer."
  18. Siehe zu Spanuths Funden bei Atlantisforschung.de: Spanuths 'Steingrund'-Expeditionen und die Diskussion ihrer Ergebnisse (bb)
  19. Anmerkung: Eine Reproduktion der einzigen bekannt gewordenen Fotographie dieser kolossalen, bärtigen Statue ist bei Atlantisforschung.de zu finden als Abbildung 1 des Beitrags "Atlantis-Lokalisierungen, Diffusionismus und die Spuren prädiluvialer Kulturen in Amerika" (red)
  20. Anmerkung: Die Ägäis-Lokalisierungen gelten in Fachkreisen heute algemein als "atlantologische Sackgasse" und eine Beschäftigung mit ihnen erfolgt in der Regel vor einem atlantologie-historischen Hintergrund. (Die letzte ernstzunehmende Publikation, in der offensiv die Ägäis-Lokalisierung vertreten wurde, erfolgte im Jahr 1991: Charles Pellegrino, UNEARTHING ATLANTIS, Avon Books, New York); im Oktober 2007 versuchte Professor Hendrik Bruins von der Ben-Gurion Universität des Negev dann noch einmal ziemlich erfolglos, der kreto-minoischen Atlantis-These - die allerdings für die Tourisik der Insel Santorin nach wie vor eine nicht geringe Rolle spielt - neues Leben einzuhauchen. Siehe: Leben Totgesagte wirklich länger? - Ein Professor in Israel holt die 'Kreta = Atlantis'-Hypothese aus der 'Mottenkiste' (red). Andere ost-mediterrane Lokalisierungen - z.B. die aktuelle Zypern-These von Robert Sarmast - werden von den meisten heutigen Atlantologen lediglich als amüsante Fehlinterpretationen eigestuft.
  21. Anmerkung: Sollte sich auch bei Gebel gol Bahar ein Destruktions-Muster erweisen, das den Aufprall eines Mega-Tsunamis anzeigt (vergl. Das Hypogäum von Hal Saflieni; und: Malta im Focus der Atlantisforschung), dann dürfte die "Außenseiter-These" von der rezenten Flutung des Mittelmeerbeckens massiv gestützt werden! Vergl. dazu auch: ATLANTIS WAR SIZILIEN - Vom Mythos zur Realität; und: Spurensuche im Mittelmeerraum: Historische Zoo-Geographie im Einsatz
  22. Quelle: Andrew Collins, "Neue Beweise für Atlantis" (1. Teil, unter: "Auf den Azoren"), Scherz Verlag (Bern, München, Wien), 2000 (siehe bei Atlantisforschung.de: Atlantis auf den Azoren?)
  23. Quelle: Will Knight, bei OOPARTS, "Atlantic Shelf, Strange, Straight Tracks At 1 Mile Depth", online unter http://www.s8int.com/water16.html
  24. Quelle: Reuters, 06.12.2001, aus dem Englischen nach: http://www.crystalinks.com/atlantisphyevidence.html (Seite nicht mehr online)


Bild-Quellen

(1) Bild-Archiv William Donato

(2) Unbekannte Bild-Quelle - Hinweise an die Redaktion erbeten!

(3) http://www.jornada.unam.mx/1997/jun97/970626/contra.jpg (nicht mehr online)

(4) Links: http://www.violations.dabsol.co.uk/search/searchpart2.htm (nicht mehr online)

(4) Rechts: http://regcol.edb.utexas.edu/jbeily/maxine.htm (Bildbearbeitung durch atlantisforschung.de)(nicht mehr online)

(5) http://tvufo.tripod.com/id10.html (nicht mehr online)

(6) http://www.s8int.com/water6.html

(7) Links: http://www.india-atlantis.org/pages/images6.html (nicht mehr online)

(7) Rechts: http://www.divernet.com/archaeol/0602india.htm (nicht mehr online)

(8) http://www.violations.dabsol.co.uk/search/searchpart2.htm (nicht mehr online)

(9) Unbekannte Bild-Quelle - Hinweise an die Redaktion erbeten!

(10) Charles Berlitz, das Bermuda Dreieck, Zsolnay Verlag, Wien/Hamburg, 1975, S. 160

(11) http://www.bihou.com/iseki/mein/mein.htm (nicht mehr online)

(12) http://www.s8int.com/water16.html (nnicht mehr online)